K├Ânnen Kleinkinder solche Entscheidungen treffen?

'nabend ­čśë

Ich frage mich gerade, ob ich meinem Kleinkind (wird im Januar 3) - obwohl es ja nur gut gemeint ist - zuviel zumute.

Es geht um Fragen wie
"Wer soll dich heute Abend ins Bett bringen? Mama oder Papa?"
"Wer soll dich morgen aus dem Kindergarten abholen? Mama oder Tante?"


Ich bin mittlerweile fast der Meinung, dass es besser w├Ąre "solche" Dinge f├╝r sie zu bestimmen, aber ich bin unsicher ­čĄö
Muss sie sowas lernen?
Selbst das Aussuchen der Kleidung f├╝r den n├Ąchsten Tag ist oft nicht m├Âglich, aber da sagt sie wenigstens das ich aussuchen soll und ich wei├č, woran ich bin ­čĄĚ

Und: wenn sich eure Kleinen mal f├╝r etwas entscheiden: wie entg├╝ltig ist diese Entscheidung?
(Wie oft) d├╝rfen sich eure Kinder nochmal umentscheiden?

Vielen Dank schonmal f├╝r eure Antworten!

Was sagt ihr?

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Deine Tochter ist 2, ich denke so einiges wird sie kognitiv noch nicht auf die Reihe bekommen bzw ├╝berfordert sein.

Mein Mann ist manchmal nichtmal in der Lage sich Klamotten rauszusuchen, wie soll das dann mit so kleinen Kindern funktionieren?

Ich denke das mit dem Insbettbringen k├Ânnte evtl schon funktionieren, aber evtl entscheidet sie sich wieder um, wenn es dann soweit ist...
Es werden nat├╝rlich Grenzen getestet, aber ich w├╝rde ihr in dem Alter schon entegenkommen bei solchen Sachen.
Schlaf, Z├Ąhne putzen, Essen, usw sollten mit positiven Eindr├╝cken verankert werden finde ich.
Das gibt Sicherheit.

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Danke f├╝r deine Antwort. Ôś║´ŞĆ

Ja genau, sie entscheidet sich halt st├Ąndig wieder um.
Das mit dem Entgegenkommen ist, wenn es ums ins Bett gebracht werden geht, "schwierig", weil von ihrer Antwort abh├Ąngt, wer den Bruder (3 Monate alt) ins Bett bringt. Ihm gegen├╝ber f├Ąnde ich es nicht ok, mittendrin zu wechseln.

Finde das Thema schwierig und ich ├╝berlege jeden Tag, wie ich das wohl besser l├Âsen k├Ânnte au├čer sie einfach erst gar nicht zu fragen ­čĄö
Bin mir halt nicht sicher ob solche Entscheidungen, die ├╝ber "Wurst oder K├Ąse?" hinaus gehen, nicht noch zuviel sind oder ob sie schlicht und ergreifend testet...

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Als meine zwei kleiner waren und die J├╝ngere noch so frisch, hatte ich sie beide bei mir im Bett. Das war mein Kompromiss.

Ansonsten halt Entscheidung treffen, auch wenns Nerven kostet.

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Mit vielen Fragen sind sie einfach ├╝berfordert und brauchen mehr Anleitung. Das finde ich wichtig.

Am Ende ist es eure Priorit├Ąt. Wenn die Entscheidung dann bindend ist, w├╝rde ich es vorgeben. Ist euch es dann egal zB im Abendritual zu wechseln, w├╝rde ich ggf. fragen.

Ich frage zB nicht was sie anziehen will. Aber sie darf zB entscheiden, ob sie aufs Klo gehen will oder was sie zum Abendbrot isst.

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Hallo, also die Frage finde ich schwierig. Ein Kleinkind kann, finde ich, nicht absch├Ątzen was ein n├Ąchster morgen bringt. Also die Frage nach dem ÔÇ×wer soll dich morgen abholen?ÔÇť finde ich zu viel verlangt. Wer es aber abends ins Bett bringen soll, k├Ânnte es schon entscheiden. Wobei ich da schon einen Entschlusswechsel akzeptieren w├╝rde, aber kein 1000. mal hin und her.

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Nein das k├Ânnen Kleinkinder in dem Alter normalerweise noch nicht bzw. ist ihnen das nicht so bewusst weil es vieles zu weit entfernt f├╝r ihr begreifen ist deswegen entscheiden sich Kinder auch so oft um sie k├Ânnen nur f├╝r das jetzt und gleich eine Entscheidung treffen und auch das kann manchmal schwierig sein . Meine Kinder tuen sich schon schwer wenn sie sich in der B├Ąckerei f├╝r ein Br├Âtchen oder zwischen zwei Sachen entscheiden sollen oft ist das was sie ausgesucht haben im Nachhinein nicht richtig #schwitz. Ich lasse meine kleinen Kinder nur sehr wenig selber entscheiden und gebe max. zwei Sachen zur Auswahl vor alles andere endet sonst nur in einem Trotzanfall oder in Tr├Ąnen .

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Sie k├Ânnen es in einem gewissen Rahmen und ich finde es auch wichtig in diesem Rahmen einen Entschuldigungsspielraum zu lassen. Aber es muss ├╝ber schaubar sein. Sowas wie willst du Gurke oder Paprika jetzt essen, den roten oder den blauen Pulli anziehen oder auch direkt vor dem zu Bett gehen, fragen wer das Kind ins Bett bringen soll. Die Frage ob sie morgen die Tante oder die Mama abholen soll ist zu weit. Da w├╝rde ich entscheiden und ihr dann morgens mitteilen wer nachmittags kommt bzw eben dass jemand anders kommt.

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Schwierige Frage. Kind ist nat├╝rlich auch nicht gleich Kind...

Wir fahren ganz gut damit uns mit dem Schlafengehen abzuwechseln. Unser Sohn ist zwar noch j├╝nger, aber er akzeptiert es und wei├č, dass eben heute mit Papa ins Bett gegangen wird.

Das Abholen aus dem Kiga w├╝rde definitiv ich selbst entscheiden.

Vielleicht kannst du deinem Kind beim Anziehsachen aussuchen helfen, indem du zwei Dinge zur Auswahl rauslegst wie "willst du heute das rote oder blaue Shirt?". Ich finde es sch├Ân, wenn Kinder selbst entscheiden d├╝rfen was sie anziehen. Vorausgesetzt nat├╝rlich es ist passend zur Jahreszeit und das Kind ist damit nicht ├╝berfordert.

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Hm, schwierig. Meine Tochter wird im Oktober 3 (ihr Bruder ist ├╝brigens auch gerade gut drei Monate alt) und ich lasse sie so etwas auch entscheiden. Beim zu Bett bringen entscheidet sie sich allerdings, wenn sie kann, immer f├╝r mich. Anfangs, als der kleine Bruder ganz frisch bei uns war, musste sie immer mit Papa vorlieb nehmen. Inzwischen bringe ich erst den Kleinen ins Bett und meistens danach sie. Aber auch "wer soll mit dir Z├Ąhneputzen?" "Was m├Âchtest du essen?" "Kurze Hose oder Rock anziehen?" Wei├č jetzt gar nicht, was noch alles. Ach ja, bevor der kleine Bruder da war, hatte ich sie einmal vor die Wahl gestellt "mit mir Z├Ąhneputzen und mit Papa ins Bett oder mit Papa Z├Ąhneputzen und mit mir ins Bett? Daraufhin hat sie ne ganze Weile immer nur mit Papa Z├Ąhneputzen wollen, weil sie bef├╝rchtet hatte, sonst d├╝rfte sie nicht mit mir ins Bett ­čśë Nicht, dass es mit Papa schlimm w├Ąre, aber sie geht eben lieber mit mir ins Bett, wenn ich da bin.
Wir haben eigentlich den Eindruck, dass sie solche Entscheidungen sehr gut treffen kann. Wir haben eher das Problem, dass sie nicht gut damit umgehen kann, wenn sie mal etwas NICHT entscheiden kann/ darf.
Wenn ich f├╝r sie entscheide, ist sie h├Ąufig nicht damit einverstanden. Je nach Situation geb ich ihr dann nach oder setze mich durch. Das ist die falsche Leggings? Dann gibt's eben eine andere. S├╝├čigkeiten zum Abendessen? Auf keinen Fall. etc.

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Hi,

also in dem Alter k├Ânnen sie schon Entscheidungen treffen, die sofort umgesetzt werden und nicht zu viel Auswahl bieten.

Also du fragst z. B. T-shirt in Blau oder Gr├╝n.
Honig oder Nutella usw.

Alles was weiter in der Zukunft liegt, wird sie noch ├╝berfordern und bietet auch viel zu viel Zeit zum ├ťberlegen jnd umentscheiden.
Selbst mit meinem 3,5 j├Ąhrigen mache ich h├Âchstens Sachen f├╝r in 4-5 Stunden aus.

Also morgens sage ich ihm, dass die Oma ihn abholt oder frage ob ich ihn mit dem Fahrrad oder Auto abholen soll.

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Mein Sohn ist 2 Monate j├╝nger als dein Kind und ich merke, dass er noch total im Hier und Jetzt lebt.
Ich frage eigentlich nur Sachen, die direkt anstehen. Da traue ich ihm aber sehr viel zu. zB zu sagen, ob ihm in dem Moment kalt ist, ob er essen m├Âchte, ob er zum Spielplatz m├Âchte etc., aber die Aktion folgt dann unmittelbar.
Er kann zwar sagen, was er generell lieber m├Âchte (zB von Mama ins Bett gebracht werden), aber er kann nicht sagen, ob er in einer Stunde lieber mit der Eisenbahn oder dem Parkhaus spielen will - die Antwort spiegelt immer nur wieder, was er in diesem Moment von beidem lieber h├Ątte.
Aber Kinder sind ja so unterschiedlich. Beobachte doch deine Tochter mal ganz genau. ├ťberlegt sie wirklich "Ah nach dem schlafen ist morgen, dann Kita und dann werde ich abgeholt - von wem m├Âchte ich abgeholt werden" (also nur in Gedanken) oder ist es eine Entscheidung aus dem Bauch heraus?

Wenn es um Tagesplanung geht, mach ich das eher so Selbstgespr├Ąch-m├Ą├čig "Hmm, ich ├╝berlege gerade, ob wir morgen vielleicht ins Schwimmbad gehen oder doch in den Zoo" und wenn seine Reaktion "SCHWIMMEN!" ist, wei├č ich Bescheid :-D und merke auch, wenn es ihm nicht allzu wichtig ist und ich die Entscheidung treffen kann.