Kleinkind hochbegabt? Bitte um Erfahrung und Rat

    • (1) 06.12.18 - 20:05

      Hallo liebe Mamis und Papis, ich habe ein Thems, welches mich wirklich sehr beschäftigt.
      Von alleine wäre ich (noch) nicht auf die Idee gekommen, wurde nun aber schon des Öfteren von verschiedenen Personen darauf angesprochen.
      Es geht um meine Tochter. Sie war in der Entwicklung schon immer weiter als gleichaltrige Kinder (hat z.B. mit 6 Monaten angefangen zu sprechen Etc.). Jetzt ist sie gerade 2 geworden.
      Z. B. Ist ihr Wortschatz enorm. Weit mehr als 150 Worte. Sie spricht Sätze mit 3-4 Wörtern und versteht schon extrem viel und kann es dann bei Bedarf auch um-bzw einsetzen.
      Sie kann die Zahlen 1-10 sicher lesen ( nicht zählen). Ebenso diverse geometrische Formen ( die sie bei Bedarf auch farblich passend sortiert) . Nun ist sie bei den Buchstaben und es werden jeden Tag mehr.
      Sie liest am liebsten Bücher, in denen sie etwas lernt und die Duden kinderreihe haben wir komplett durch... da gibt es zu den Wörtern auch noch Erklärungen von ihr, wozu es verwendet wird etc. Es gibt noch etliche weitere Punkte...
      Meine Frage ist nun, ob sich damit jemand auskennt. Ich habe auch schon mit einer Praxis, die darauf spezialisiert ist gesprochen, aber vor 30 Monaten wird nicht getestet.
      Nun geht die kleine bald in den Kindergarten und ich weiß nicht, ob die Krippe wirklich der richtige Ort ist. Sie kann mit jüngeren, oder Gleichaltrigen nichts anfangen.
      Mit ist es im völlig egal, ob nun Hochbegabt, oder nicht, ich möchte nur dass es ihr damit gut geht.
      Ich selber bin es auch und es wurde leider erst im Erwachsenenalter rausgefunden. Die Schulzeit und sich der Kindergarten war für mich die Hölle.
      Vielen lieben Dank schon mal

      • (2) 06.12.18 - 20:34

        Hallo du,
        also ich kenne deine Tochter nicht und mich auch wenig mit Hochbegabung aus. Da kann ich leider keinen Tipp geben.

        Aber ich bin Führungskraft und kann dir sagen: Erfolgreich und geschätzt bist du dann, wenn du es lernst mit allen Menschen die dich umgeben, irgendwie zurecht zu kommen. Seien sie nun aus deiner Sicht strohdumm oder viel zu schlau.

        Schicke dein Kind in den Kindergarten. Es ist extrem wichtig, dass es die soziale Intelligenz auch lernt, parallel zu allem anderen.
        Wenn sie hochbegabt ist, wird sie ja sicher eh eher eingeschult werden oder irgendwann in eine andere Fördereinrichtung wechseln.

        Bis dahin sollte sie aber auch lernen zu spielen und mit anderen Kindern zurecht zu kommen.

        Alles Gute 🍀

        Es kann sein, das sie hochbegabt ist, es kann aber auch nicht sein. Es klingt für mich jetzt erstmal nicht soooo ungewöhnlich, was sie kann. Es kommt ja auch stark auf den Input an. Meine Tochter merkt sich z.B. unheimlich schnell Melodien und dann auch den Text dazu. Ob sie deshalb musikalisch besonders begabt ist? Wer weiß... Wir singen aber auch einfach viel gemeinsam... 🤗
        Es hat schon seinen Sinm, dass so "spät" erst getest wird... Letztlich bringt es dir / euch auch gar nichts, es zu wissen. Die Krippe und Kindergartenzeit ist unheimlich wichtig, um soziale Kompetenzen zu erlangen und den Grundstein zu legen für die Schule und das Leben...
        Woher willst du außerdem wissen, dass sie mit Gleichaltrigen nichts anfangen kann? Sie geht ja scheinbar noch nicht in die Krippe? Da gehört soooo viel mehr dazu, als sich mit Gleichaltrigen abzugeben. Wenn sie dann in der Krippe durch außergewöhnliche Begabungen auffällt, kann sie ja immernoch "hochgestuft" werden...

        Ich kenne deine Sorge 😉 ich bin auch hochbegabt und in meiner Tochter erkenne ich mich häufig wieder. In Sachen Kita kann ich dich beruhigen. Meine Tochter liebt es. Sie "hilft" den Erzieherinnen gerne und wird aus Spaß als Schulkind bezeichnet. Sie ist 2,5. Sprachlich ist sie auf dem Stand einer fünfjährigen. Aber in der Kita kann sie auch einfach Kind sein. Sie spielt viel, malt und bastelt. Die Erzieherinnen gehen zum Glück gut auf sie ein und haben viel Spaß mit ihr.

        Ich fördere sie nicht bewusst, sondern gebe ihr, was sie einfordert. Aber ich schütze sie auch vor der Überforderung von außen. Obwohl sie alles versteht und alles kommunizieren kann, ist sie erst zwei.

        • Oh das ist schön zu hören. Vielleicht ist es in meinem Text falsch rübergekommen . Sie soll auf jeden Fall in den Kindergarten. Die Frage ist halt eher, ob sie schon in den Elementarbereich soll. Hatte ein Gespräch mit der Kitaleitung bei dem dies zur Sprache kam.
          Ich fördere auch nicht, eher ist es so, dass sie sehr viel Wissen einfordert.
          Meine Tochter spielt auch gerne etc, aber alle Kinder unter 3 Jahren sind für Sie Babys ( sagt sie sich immer) und dementsprechend behandelt sie sie wie ihre Puppen. Kommt nicht bei allen Kindern gut an😉. Mit älteren Kondern spielt sie ohne Probleme.

          • 😅 dann ist sie echt so wie meine Tochter. Alles, was nicht spricht, ist ein Baby. Ich würde sie trotzdem bei den gleichaltrigen lassen. Da lernt sie emotional, was ihrem Alter angemessen ist. Sie ist dann auch nicht das einzige Kind mit Windel, Schnuller, Mittagsschlaf etc. Meine Tochter lernt bei bei den gleichaltrigen und jüngeren Kindern Rücksicht zu nehmen, Verständnis und Geduld zu zeigen.

            Der Betreuungsschlüssel ist bei uns bis drei auch besser, so dass sie mehr bei den Erzieherinnen einfordern kann. Sie nimmt oft ein Buch und bittet darum es vorgelesen zu bekommen. Dafür hat immer jemand Zeit und Ruhe.

            Ich selbst war in einem Montessori Kindergarten mit behinderten und nicht-behinderten Kindern. Dort habe ich viel Menschlichkeit gelernt, die anderen Kopfmenschen fehlt. Ich würde der Versuchung widerstehen ein obtimales Umfeld für mein besonderes Kind zu schaffen. Denn das Umfeld ist nie perfekt. Spätestens in der Schule oder im Arbeitsalltag muss jeder lernen sich anzupassen und zurück zu nehmen. Das fällt leichter, wenn man es gewohnt ist.

      (7) 06.12.18 - 21:13

      Hi, ich kenne mich mit Hochbegabung nicht aus und will definitiv nicht sagen, dass du zu viel hineininterpretierst. Aber bei den von dir genannten Beispielen musste ich an meinen Sohn denken und ich denke nicht, dass er hochbegabt ist. Zumindest wäre ich nie auf die Idee gekommen ihn testen zu lassen, wozu auch in dem Alter?

      Bei uns war es genauso wie du es beschreibst, großer Wortschatz mit 2 Jahren, mit 3-4 Wort-Sätzen. Zählen und Zahlen sicher lesen konnte er mit 2 auch (hatten da gerade einen Termin beim Augenarzt und er hat den „Kinderaugentest“ verweigert, dafür aber alle Zahlen richtig von der Zahlentaffel abgelesen). Buchstaben kannte er sogar die meisten schon vor dem zweiten Geburtstag, Formen und Farben genauso. Klar kann das nicht jeder 2-jährige, aber dass das sooo wahnsinnig ungewöhnlich ist finde ich nicht. Manche Kinder sind halt weiter in bestimmten Bereichen, dafür langsamer in anderen. Oder ist deine Tochter bei allem weiter als gleichartige? Mein Sohn hat sich zum Beispiel echt lange mit Puzzles schwer getan, da waren viele gleichartige schon deutlich weiter. Malen ist auch nicht so Seins.
      Ich schiebe es darauf, dass wir ihm seit er ein paar Monate alt ist schon Bücher vorgelesen haben, einfach sehr sehr viel gelesen, auch meistens Bücher für ältere Kinder als er es war. Ich war selbst auch so mit 2 Jahren laut meiner Mutter und ich bin nicht hochbegabt.

      Mein Sohn ist in der Kita seit er 13 Monate alt ist, jetzt ist er 3 Jahre und 4 Monate und seit 3 Monaten im Kindergarten. Bisher hatten wir dort keine besonderen Probleme. Ich muss auch sagen, dass ich mittlerweile keinen so großen Unterschied mehr zu gleichaltrigen Kindern feststellen kann. Sein Interesse an Zahlen und Buchstaben hat im letzten Jahr nachgelassen, es ging also nicht im selben Tempo weiter wie damals mit 2.
      Aber wie gesagt, kann bei deiner Tochter auch anders sein, du hast hier ja nur 3-4 Beispiele genannt.

      Bin gespannt was du noch für Antworten bekommst.

      • (8) 07.12.18 - 08:02

        Es ist eher so, dass ich von mehreren Erwachsenen schon angesprochen wurde, dass mein Kind für ihr Alter sehr weit ist.
        Ich habe mit ihr viele Kurse und Spelgruppen besucht und dort würde ich auch öfters angesprochen. Ich selber habe es vorher auch nicht anders gesehen als Du.
        Puzzle macht sie ohne Probleme und bei Büchern zieht sie tatsächlich eher Bücher vor, mit denen sie etwas lernt, als Bilderbücher.

    Hallo, bei unserem Ältesten war es in dem Alter ähnlich. Er konnte sogar schon die Uhrzeit ect.ablesen.
    Kannte sich im Bereich Dinosaurier super aus, hat mit 2,5 gerechnet(+-im 10er Bereich), hatte jedoch auch das Problem im sozialen Bereich. Ganz ehrlich? Was bringt es dir dein Kind testen zu lassen? Dann weisst du es und dann? Wichtig war uns immer das er lernt mit Kindern zu spielen und auch daran Spaß zu haben. Der Besuch des Kindergartens ist dabei super wichtig. Wir waren zusätzlich beim Mutter-Kind-Turnen, haben uns viel mit anderen Kindern getroffen um dann altersangemessene Sachen zu machen.
    Waren auch beim Psychologen zur Testung um evtl.Asperger auszuschliessen.
    War es Gott sei Dank nicht.
    Er hat in der Schule 1 Klasse übersprungen und ist inzwischen ein ganz normaler 15jähriger Teenager der gut in der Schule klarkommt.

    • (10) 07.12.18 - 08:06

      Ich bin halt etwas Zwiegestalten, was das Testen angeht. Bei mit wurde es erst als Erwachsene entdeckt und ich wünschte es wäre eher gewesen. Ich hatte in meine Klasse nie Freunde, weil ich halt immer „anders“ war. Das möchte ich ihr ersparen.
      Wir sind auch immer mit anderen Kindern zusammen (Spielgruppen, Kurse etc). Soziale Kontakte sind super wichtig und die hat sie täglich seit ihrer Geburt.

      • Ich finde ehrlich gesagt, dass du da zu überehrgeizig ran gehst, wahrscheinlich aufgrund deiner schlechten Erfahrung. Und gerade deswegen kannst du mir nicht erzählen, dass es dir überhaupt nicht aufgefallen ist und natürlich nur anderen. Du bist da einfach vorbelastet um die Sache realistisch einzuschätzen. Ich kann das verstehen und würde sie einfach lassen und mit Gleichaltrigen in die Kita geben und da gar kein Wind drum machen...denn das merken die Kleinen sofort, auch die nicht hochbegabten. Alles Gute

        Ein Test wird daran Nichts ändern, es vielleicht noch schlimmer machen. Ich wusste immer, dass ich anders bin. Mit vier habe ich mein erstes Buch gelesen 🤷 das war klar, dass andere Kinder das nicht tun. In der Grundschule ist die Hochbegabung in einem Standard Test aufgeflogen. Trotzdem sollte ich alles so machen, wie die anderen Kinder. Erst an der Uni durfte ich mich entfalten. Aber mich verfolgt immer das Gefühl, ich hätte so viel mehr, so viel schneller erreichen können. Es ist wichtig unseren Kindern diesen Druck zu nehmen und andere Kinder zu finden, die ähnlich ticken.

        (13) 07.12.18 - 21:21

        Ganz ehrlich? In den meisten Fällen " verwächst" sich das.
        Unser Ältester konnte mit nicht mal 3 Jahren Vorschulbücher machen, mit knapp 5 konnte er mal und geteilt rechnen usw. Er konnte mit 3 zeichnen wie ein 10 jähriger.
        Er hat sich im Kiga sehr schwer getan. Freunde hatte er bis zur Einschulung.
        Wir haben irgendwann angefangen gegenzuarbeiten sprich die Tagesabläufe so zu legen das er sich viel mit altersgemäßen Sachen beschäftigen"musste".
        Er hat dann je ein Halbjahr die erste und die zweite Klasse besucht und ist dann direkt in die Dritte. Wobei ich nicht finde das er hochbegabt ist sondern er war einfach ein pfiiffiges Kerlchen gewesen.
        Das denkte ich bei deiner Tochter auch.

(14) 06.12.18 - 22:36

3-4 Wortsätze sind in dem Alter nicht so ungewöhnlich. -Ein wortschatz von 150 Wörtern ebenfalls nicht. Mein Sohn ist ebenfalls gerade zwei geworden und zählt auch bis 10 auswendig. Alles trifft auf 4 von 10 Kindern in seiner kita-Gruppe zu.

Was mich allerdings stutzig macht, ist der Satz "Sie ließt gerne...". Ist das wörtlich so gemeint? Ließt sie tatsächlich selbst? Das wäre durchaus bemerkenswert.

Alles andere klingt eher nach einem normalen, etwas "fitteren" Kleinkind.

  • (15) 06.12.18 - 23:59

    Ich hatte schon sehr viele Kinder betreut und ich hatte noch nie ein gerade mal 2jähriges welches tatsächlich Bücher lesen kann.

    Bin ganz bei dir rinchen, DAS ist bemerkenswert.

    Für mich ist das sogar noch mehr bemerkenswert, weil ich 2 entwicklungsverzögerte Kinder habe und auch wenn ich beruflich mit Kindern arbeite (Kita), so denkt man ja meist zuerst an seine eigenen Kinder wenn man so etwas liest.

    @TE: Ich würde hospitieren, schnuppern und mit den Erziehern im engen Gespräch bleiben. Vllt lässt sich eine Kompromiss schließen, insofern es deiner Tochter tatsächlich zu fad werden würde.
    Die Kita wird sicherlich nicht einwilligen können, dass dein Kind zu den Ü3 Kindern kommt. Aber insofern alles im selben Haus ist, kann man gute Kompromisse schießen und auch Angebot für fittere Kinder gibt es dann zur Genüge.

    LG Snow

Ich denke, dass es völlig Wurst ist, ob sie hochbegabt ist oder nicht. Du hast da nichts besonderes aufgezählt, außer" das Reden mit 6 Monaten". Mit 2 Jahren ist ihr Wortschatz nich überragend riesig und 3-4 Wortsätze liegen grad im Normalbereich. Ich kann dir nur sagen, dass ohne EQ ( Emotionale Intelligenz), ihr ein hohes IQ nichts nützt. Also lass sie in den Kindergarten/Krippe. Ich finde es sehr traurig zu lesen, dass ein nichts mit Gleichaltrigen anfangen kann.

  • Ich habe nicht geschrieben, dass sie nicht in den Kindergarten gehen soll. Es geht eher um die Altersklasse! Und es ist auch absolut nicht so, dass sie keine sozialen Kontakte hat. Und da du mein Kind nicht kennst, kannst du auch nichts über ihrn EQ sagen.
    Sie ist sehr sozial, aber gleichaltrige interessieren sie null. Sie nennt Kinder bis 3 Jahren Babys und behandelt sie auch dementsprechend.

    • (19) 07.12.18 - 09:24

      Ja aber das ist doch hausgemacht. Mein Sohn wollte auch nicht in die Kita sondern direkt in den Kindergarten, weil da "die großen Jungs sind".
      Er hat wörtlich mit nicht ganz 2 zu mir gesagt "mama, will nicht dahin. Will großer Junge sein."
      Jetzt ist er in der KiTa und es klappt super.
      Du bist in der Verantwortung dem Kind beizubringen, dass es keine Babys sind.
      Aber vorher solltest du glaub ich grds mal in die Krippe gehen.
      Es würde mich sehr überraschen, wenn da nicht noch mehr Kinder wären, die ähnlich weit sind wie Dein Kind. Denn bisher hast du , bis auf das Lesen (aber ich glaube, du hast nicht gemeint dass Dein Kind selbst ließt. Also dann auch normal) nichts allzu besonderes aufgezählt.

      Sprachlich Hochbegabte sprechen übrigens schon mit 2 flüssig. Ich habe ein Kind in der KiTa meines Sohnes , die seit dem sie 1,5 ist komplette Sätze spricht. Sie sagte mal zu mir "du bist die Mama von xy. Der ist draußen und spielt im Sand ." Mit nicht mal 2. Da war ich baff.

(20) 07.12.18 - 06:21

Hi,

also ich würde hier nicht direkt von einer Hochbegabung ausgehen.
Laut meinen Eltern konnte ich schon mit einem Jahr ganze Sätze sprechen, wobei ich immer noch glaube, dass sie U6 und U7 verwechseln 😉.
Ich hätte bei der U6 gesagt: Ich möchte aber nicht.

Mein Großer hat zwar erst mit 15 Monaten angefangen zu sprechen, aber mit 2 Jahren konnte er alle normalen Farben, und auch von 1-10 hochzählen und die Zahlen richtig benennen. Geometrische Formen konnte er ebenfalls.
Die Zahlen und Farben und verschiedene Autos konnte er ebenfalls auf Englisch. Selbst beigebracht mit YouTube Videos (Wir müssten fertig renovieren, weil wir in unser Hausgezogen sind und da haben wir ihn mal davor geparkt und ich habe aus Versehen je englische Version von Bob die Bahn runtergeladen 🙈)
Er hat zu der Zeit auch viele Bücher angeschaut und ich habe ihm alle Begriffe gesagt.
Die Kleinen saugen das in Alter wie ein Schwamm auf, wenn sie an etwas Interesse haben.

Mein Sohn hat sich auch nicht für andere Kinder interessiert, das ist in dem Alter ganz normal. Mit 2,5 fing langsam an. Er ist fast 1 Jahr im Kiga und geht gerne dort hin, er hat inzwischen 3-4 Jungs gefunden, die er mag.
Im Vergleich zu den anderen Kindern, kann ich keine Hochbegabung bei ihm entdecken.
Er malt z. B. Jetzt erst Mal überhaupt Kreise und kritzelt, vorher hat er beim Malen einen Strich gemacht und meinte er ist fertig. Auch Ausschneiden können andere Kinder besser. Also im Bereich basteln liegt er zurück, motorisch gehört er zum Normalbereich und sprachlich ist er vielleicht etwas voraus. Schwer zu sagen.
Im Endeffekt habe ich in ganz normal entwickeltes Kind.😉

(21) 07.12.18 - 08:40

Gibt es bei euch denn nur Krippe / Kindergarten?

Bei meiner großen Tochter haben wir damals auch überlegt, ob wir sie mit 2 Jahren bei der Tagesmutter lassen (0-3 Jahre und sie die Älteste) oder in den Kindergarten geben (2-6 Jahre, sie eine der Jüngsten).

Da sie sprachlich auch sehr gut drauf war und zu dem Zeitpunkt auch immer mehr Input und Bewegung eingefordert hat, haben wir uns für den Kindergarten entschieden.

Das passte hervorragend für sie. Letztendlich spielt sie seit sie dort ist mit Kindern aller Altersgruppen, jünger, älter - ganz egal.

Gibt es bei euch vielleicht auch solche gemischten Gruppen?

VG Isa

(22) 07.12.18 - 10:28

Ich würde mit der Krippe ganz normal starten. Wechseln kann sie immer noch. Was man dabei nicht vergessen darf ist, dass sie Spaß am Spiel mit den Großen hat, für die großen ist sie aber das Baby.
Ihr Verhalten gegenüber anderen kleinen Kindern ist völlig normal. Mit zwei Spielen Kinder selten zusammen, sondern eher nebeneinander her. Die meisten orientieren sich eher an größeren Kindern und finden das was die machen sehr interessant. Kinder im gleichen Alter sind langweiliger. Das gleichaltrige die weniger können als Babys bezeichnet werden ist auch ein völlig normales Verhalten. Das kenne ich von vielen Kindern. Das ist eine Sache der Sozialisation. Mit 2 haben Kinder gelernt, das Babys nichts können und gepflegt werden müssen. Ergo sind im Kopf eines 2 jährigen Kinder die weniger können Babys und müssen gepflegt werden wie eins.
Es spricht eher für eine normale Entwicklung deines Kindes, dass es das so sieht.
Insgesamt kennt aber keiner von uns dein Kind. Das heißt du musst entweder deinem Bauchgefühl folgen oder auf den Rat der Kita hören.
Das Kinder erst später getestet werden hat so auch seinen Sinn. Ganz kleine Kinder lernen schnell. Das relativiert sich aber häufig wieder. Zudem lernen einige auch sehr schnell auswendig oder können besser abgucken. Ob das wirklich eine Begabung ist oder nur eine schnelle Entwicklung im Kleinkind Bereich kann man fast nicht sagen. Daher macht das testen erst später Sinn. Und auch dann hilft es vielen nicht wirklich weiter.

(23) 07.12.18 - 10:31

Zunächst einmal klingt es für mich jetzt auch nicht sooo ungewöhnlich. Meine Tochter ist knapp 19 Monate alt, spricht 3-Wort-Sätze, hat einen Wortschatz von locker über 200 Wörtern und kann auch schon viele Farben und Formen unterscheiden. Dennoch wäre ich nicht auf die Idee gekommen, dass sie hochbegabt sein könnte.
Ich denke auch nicht, dass es viel bringt an ihr rumzutesten und Begriffe dafür zu finden. Wichtig ist doch, dass du sie entsprechend ihrer Interessen förderst und ihr die Möglichkeit gibst, mit anderen Kindern soziales Miteinander zu trainieren. Ansonsten würde ich ein so kleines Kind nicht anders behandeln, nur weil es schon relativ weit ist.

Zunächst: Ich bin kein Arzt. Aber für mich klingt es so, als sei da der Wunsch der Vater des Gedanken. 150 Wörter finde ich ehrlich gesagt fast schon wenig, in Anbetracht der Tatsache wie rasant der Wortschatz eines Kindes wächst, wenn es einmal zu Sprechen begonnen hat. Laut Deiner Aussage hat sie das bereits mit 6 Monaten. Also hat sie in 18 Monaten 150 Wörter gelernt? Wenn dem so ist, ist das wenig. Meine Tochter hat spät angefangen zu sprechen, aber innerhalb weniger Wochen ist ihr Wortschatz explodiert, so dass man mit dem Zählen neuer Wörter fast nicht mehr nachkam, was, denke ich, normal ist, also nichts Außergewöhnliches. Zumindest bei den Kindern in meinem Umfeld, aber wie gesagt, ich bin kein Arzt.

Farben/Formen etc lernen Kinder in diesem Alter, völlig normal.

Bücher lesen (oder lesen lassen), in denen man etwas lernt, halte ich auch nicht für außergewöhnlich. Selbst wenn sie nicht gerne lesen, sondern sich mit anderen Dingen lieber beschäftigen. Kleine Kinder sind kleine Schwämme, sie wollen lernen. Das hat die Natur ganz geschickt so eingerichtet.

Unbedingt in die Krippe schicken, denn Kinder brauchen andere Kinder, um soziale Intelligenz zu erwerben.

Klar kann sie mit jüngeren und gleichaltrigen Kindern nichts anfangen. Wirkliches miteinander Spielen, soziale Interaktion beim Spielen, lernen Kinder erst etwa mit 3. Also auch da ist Deine Tochter in der Entwicklung völlig normal und altersgerecht.

Wenn ich Deinen Text wirklich wörtlich nehmen soll, dann würde ich an Deiner Stelle versuchen, beim Sprechen noch etwas zu fördern. Wie gesagt, 150 Wörter in 18 Monaten ist wenig. Aber ehrlich gesagt glaube ich, dass der Text an der einen oder anderen Stelle etwas subjektiv getrübt ist.

Ich wollte dich nicht verärgern. Aber meine Tochter ist grad 2,5. Mit 2 konnte sie, locker 3-5 Wortsätze in 2 Sprachen, und sicherlich über 200 Wörter in jeder Sprache. Jetzt mit 2,5 redet sie in komplexen Sätzen in beiden Sprachen, mit Begründungen. " deshalb", " weil" usw... baut sie fast in jeden Satz rein. Kennt unlaublaublich viele Märchen, Lieder und Gedichte auswendig in beiden Sprachen. Sie kennt zahlen von 1-12 und kann abzählen und Mengen vergleichen. Sie kennt Formen und Farben, alles in 2 Sprachen. Sie benutzt die Sprachen Personnenabhängig, übersetzt fließend und wechselt ohne nachzudenken, zwischen den Sprachen. Sie liebt Bücher, vor allem Lexika und Enzyklopädien über den Körper, Krankenhäuser, medezinische Geräte und Tiere. Sie kennt in der einen Sprache auch schon ein Paar Buchstaben. Sie spielt gerne in der Krippe mit älteren Kindern aus dem Kindergarten. Sie liebt jedoch auch die Kleinen, sie hilft den Erziehern, beim Umziehen/Anziehen , Sachen holen, Saubermachen der Kleinen. Sie kuschelt, sie erzählt ihnen Geschichten, versucht die Kleinen bei allem zu unterstützen. Ist sie hochbegabt??? Ich denke nicht!!!!! Sie ist nur ein Kind, dass sowohl von den Erziehern, als auch von den beiden Eltern gut gefördert und unterstützt wird. Sie ist ein Kind, dem man mit 4 Monaten schon vorgelesen hat, mehr nicht. Fast jedes Kind kann bei guter Förderung Dachen erreichen, die es besser als gleichaltrige kann. Es ist aber deswegen sicher nicht hochbegabt.

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