Kind dem Vater mitgeben trotz Hund

    • (1) 29.12.18 - 15:05

      Hallo ihr Lieben,

      es steht die Frage im Raum, dem Kindsvater unser Kind (2) mitzugeben. Er wohnt in Stuttgart, etwa 2 Stunden von uns entfernt und es hat seinen Vater noch nicht besucht. Jetzt möchten wir das bald angehen, jedoch habe ich Angst, weil in seinem Haushalt noch ein Hund lebt. Es ist ein großer Mischlingshund und ich habe ihn noch nicht kennengelernt. Mag ihn nun gar nicht mehr mitgeben. Wie sieht das rechtlich aus? Es sieht seinen Vater ca alle 1 bis 3 Wochen sehr unregelmäßig. Dass ich die ersten Male dabei bin, möchte er nicht.

      Ernsthaft? Die Frage ist ob das Kind sich in dem Alter von dir lösen kann, wenn er den Vater kaum kennt. Meiner würde da durchdrehen. Aber ein Haustier ist für mich kein Hindernis und auch rechtlich keines. Mein Vater hatte lange Dackel als meine Eltern sich getrennt haben. Dackel (die kommen auch noch aus einer Jagdlinie) sind neben Jack Russel Terrier für kleine Kinder mit die gefährlichsten Rassen. Da sie vom Naturell Jäger sind und zwar auf selbständiges Töten gezüchtet.... ich war zwar kein Kleinkind mehr, aber beisunfälle hätten da durchaus passieren können. Größe sagt also gar nix über die potenzielle Sicherheit gegenüber Kindern an. Sondern persönliche Prägung vom Tier und ein Kind in dem Alter darf halt nie unbeaufsichtigt mit dem Tier sein.

      • Hallo,

        "Ernsthaft? Die Frage ist ob das Kind sich in dem Alter von dir lösen kann, wenn er den Vater kaum kennt."

        Da steht doch gar nicht, dass das Kind den Vater kaum kennt und sich nicht zu ihm hin lösen kann. Vielleicht war das Lösen noch nie ein Problem, wenn der Vater den Jungen besucht hat.
        Mein Bruder wohnt in der Schweiz und dennoch können meine Zwillinge mit ihm Kontakt halten und wenn sie sich sehen, ist es kein Problem, wenn ich nicht daneben stehe, selbst wenn wir uns nicht bei mir zu Hause treffen. Heutzutage haben die meisten Leute ein Smartphone, Skype, Telefon etc.
        Die Mutter hat keine Bedenken, dass das Kind sich beim Vater wohlfühlt und ich kann auch nicht herauslesen, dass es im Umgang mit dem Vater Schwierigkeiten gibt.

        LG, Pureheart

        • Das Kind ist 2, nicht 5! Das Kind sieht den Vater alle 1-3 Wochen und hat noch nie bei ihm ohne sie Zeit verbracht, was sie ja jetzt ändern wollen. Mein Sohn checkt erst seit er 2,5 ist,das er 2 Omas hat. Meine Mutter war ewig so nah wie eine wildfremde Person. Er freut sich jetzt wenn sie kommt und gibt ihr bussi etc. Trotzdem würde ich nicht glauben das er allein mit ihr bleiben würde. Vielleicht kurze Zeit aber spätestens abends?! Wenn ich zum elterbeirat geh, wird er teilweise bis zu 2 Stunden länger als üblich betreut. Wenn ich ihn abhol, heult er sobald er mich sieht und glaubt ernsthaft, ich hätte ihn vergessen abzuholen. Das ist nur dann der Fall, wenn er länger als üblich betreut wird.

          Gibt natürlich Kinder die fremdeln kaum und sind sehr selbstsicher. Das würde ich im Alter von 2 aber eher nicht so oft annehmen. Bin wiegesagt im Elternbeirat und rege im Austausch. Mir fällt spontan nur ein Kind ein das damit keine Probleme hätte.

          • Dem Kind scheint es nichts auszumachen .Sie wollen es angehen, alle Beteiligten haben ein gutes Gefühl. Also: warum dann nicht einen Versuch starten?

            Da stand auch nicht, dass sie das Kind dort über Nacht lassen wird.

            Vielleicht möchte sie einfach das Kind dort für 1 oder 2 Stunden dort hinbringen, sodass er sich an die ungewohnte Umgebung gewöhnt?

            Und sie macht sich nur Gedanken wegen dem Hund - nicht wegen ihrem Kind.
            Also sollte man nur, weil man eigene andere Erfahrungen hat, nicht gleich den Teufel an die Wand malen.

            Und ein großer Unterschied ist: Du traust Deinem Kind und deiner Mutter nicht zu, dass sie es alleine ohne Dich schaffen ("Trotzdem würde ich nicht glauben das er allein mit ihr bleiben würde. ") - aber sie traut es ihrem Kind und seinem Vater zu.

            Naja, Du wirst schon sehen: beim zweiten Kind ändern sich so manche Vorstellungen und Einstellungen....., das erste Kind ist einem tendetiell heilig... (als ob ein Kind nicht blicken würde, dass es mehrere Omas, Geschwister, Tanten o. ä. haben könnte; ich glaub eher, Du interpretierst was rein, und Dein Kleiner ist ein intelligentes Kerlchen, das mit Dir spielt - nur Du merkst es nicht.)

            LG, Pureheart

            • Ich sag nicht das das unmöglich ist, aber das in dem Alter Trennung vermutlich eher ein Problem darstellt als die Existenz eines Haustiers.

              Der Vater wohnt 2 Stunden entfernt. Klar der holt das Kind zu sich um direkt vor der Haustür zurück zu fahren. Natürlich soll es dort bleiben, kein Mensch fährt 2 Stunden um das Kind am selben Tag zurück zu fahren.

              Das kann an und für sich gut funktionieren. Gibt 2 jährige die fremdeln praktisch gar nicht und ein Vater der alle paar Wochen mal ein paar Stunden da ist... begleitet von Mama ist nochmal was ganz anderes als das das Kind bei einem ihm flüchtigen Bekannten zu übernachten. Vermutlich kennt das Kind nicht mal die Wohnung des Vaters. Ich würd vielleicht erstmal mit Kind da hin... man muss sich auch in ein kleines Kind versetzen.

              Und nicht ich trau es meiner Mutter nicht zu, sondern sie sich das selbst nicht. Die kann mit Kindern vor allem aber Kleinkindern nix anfangen und ist schnell überfordert.

              Mein Sohn ist ein extrem unsicheres Kind und auch kein Standard. Aber ich kenn nur eine 2 jährige die mit einer ihr mehr oder weniger unbekannten Person mitgehen würde und ggf sogar dort auch anstandslos übernachten würde. Die meisten bekommen abends einem Mama oder Papa Flash. Und klar der Papa ist von dem Kind der Papa, aber in dem Alter ist entscheidend wie intensiv ein Kontakt da ist... nicht wie blutsverwandt man ggf ist.

      Hier muss ich mal zum Thema "Hund groß oder klein- persönliche Prägung" ein Lob aussprechen!

      Wir haben einen Jack Russel Terrier, der im Februar 3 wird. Mein Sohn wird im Mai 2 Jahre und die beiden verstehen sich mega gut. Es ist noch nie was passiert, ganz im Gegenteil ist unser Hund eher derjenige der mal das weite sucht aber auch derjenige der unseren Sohn sogar zum spielen animiert....

      Das kann der ein oder andere wieder bös kommentieren aber ich bin davon überzeugt, dass es wirklich auf die Erziehung ankommt und wie man mit Kind und Hund zusammen umgeht.

      Ich selbst bin von Baby an mit 2 Schäferhunden aufgewachsen und da war auch nie was.

      Das es natürlich auch Vorfälle gibt bei denen es Probleme gab möchte ich nicht schön reden oder abstreiten.

      Schön, dass hier endlich mal nicht alle Hunde über einen Kamm geschert werden💞

      • Ich hab 2 Katzen das ist viel gefährlicher mit Kindern. Unsere kratzen nur ausversehen wenn sie sich anstoßen. Aber das geht auch anders. Kenn so einige Babys und Kleinkindern die von Katzen schon angegriffen worden sind und eine Katze hat ein zb hoch infektiösen Speichel... der vom Hund ist steriler als vom Mensch und damit kaum nennenswert infektiös. Uns unsere eine Katze hat ihn auch schon mit 2 Jahren total dämlich überm Auge erwischt. Die lagen zusammen im Bett und die Katze wollte weg, mein Mann wollte das sie bleibt und hielt sie fest. Katze stößt sich ab... erwischt das Kind das mitm Kopf an dessen Fußende mitm Kopf lag und ihn kuscheln wollte.

        Hätte auch direkt ins Auge gehen können. Shit happens. Zumal die Schuld hier bei meinem Mann lag der die Katze festgehalten hat.

        Aber sofern die Tiere Kinder mögen, sind Tiere eher eine Bereicherung als das eine Gefahr von ihnen ausgeht.

        Ich hab mein Kind schon zich mal gekratzt ausversehen... seine Oma hat ihn schon über den Haufen gerannt und obwohl wir daneben standen ist er uns vom Hochbett gefallen. Das Leben mit Eltern/Erwachsenen ist also nicht mindersicherer!^^

Hallo,

ich habe keine Ahnung von Hunden und bin mit meinem Mann glücklich verheiratet. Insofern kenn ich mich auch nicht mit Ex- Partnerschafts-Konflikten aus.

Aber grundsätzlich würd ich mal zu behaupten wagen, dass ein Vater selbst daran interessiert ist, dass seinem Kind nichts passiert.
(Und das Väter lockerer sind als Mütter, das ist selbst bei intakten Familien der Fall und hat nichts mit Vernachlässigung zu tun :-))

LG Pureheart

Hallöchen
Also zuerst will ich dir sagen, dass wir zwei sehr große Hunde daheim haben...
Der große ist ein bernersennenhund, der im Winter ausgesetzt und zusammen gekauert im Wald von der Polizei gefunden und ins Tierheim gebracht wurde... Die Hündin ist ein Schäferhund-kangal-mix aus der Türkei... Ihre hochschwangere Hundemama wurde auf einer Müllhalde "entsorgt" und musste dort ihre Welpen zur Welt bringen... Unsere Hündin war das einzige Weibchen unter ihren Geschwistern, daher war sie mit ihrer Mutter noch da, während die Rüden höchstwahrscheinlich zum Kampf ausgebildet worden sind... Beide sind die liebsten Hunde der Welt... Sie hören beide aufs Wort und lieben unseren Sohn über alles... Für meine Hündin würde ich 100% bürgen und für den Rüden 70%, allerdings auch nur für meinen Sohn... Für fremde bzw andere Kinder würde ich das jetzt nicht tun...
Allerdings würde ich meinen Sohn auch niemals mit Hunden alleine lassen, nichtmal mit unseren...

Das ist mehr als nur grob fahrlässig und man verletzt dabei seine Aufsichts- und Sorgfaltspflicht!!!!!!!!
Egal wie nett und toll die Hunde sein mögen, aber so dumm sollte niemand sein und sein Kind mit Hunden alleine lassen... Es sind immer noch Tiere...

Rechtlich kannst du absolut nichts machen... Dein ex hat das Recht sein Kind zu sehen und das zu den vereinbarten Zeiten... Du könntest lediglich dem Jugendamt deine Bedenken schildern und hoffen, dass die dir die Anwesenheit gewähren bzw deine Anwesenheit als Anordnung aussprechen... Ansonsten bleibt dir noch das Familiengericht, was ich jedoch eher lächerlich und inakzeptabel fände...

Du wirst deinem ex vertrauen müssen, immerhin sollte man ja davon ausgehen, dass er ein wenig Hirn zum Denken besitzt und sein Kind nicht einer potentiellen Gefahr aussetzen würde... Er wird sein Kind ja wohl genauso lieben und beschützen, wie du es tun würdest, oder?!

Alles liebe

Hallo,

Ich würde auf jeden Fall zusammen mit dem Kind zum Papa fahren und mir alles ansehen.

Meine Kinder gehen nirgendwo hin wo ich den Hund nicht kenne!

Wir haben 3 Kinder und einen großen Hund. Und die kann ich unbeaufsichtigt lassen. Ich muss eher unseren Hund vor unserer Tochter schützen 🤣
Es steht und fällt definitiv mit der Erziehung!

Lg

(15) 30.12.18 - 17:03

Meine Befürchtung wäre, dass mein 2-Jähriger Draufgänger sich selbst an dem Hund zu schaffen macht, mit Spielzeug auf ihn eindrischt oder am Schwanz zieht und ähnliche Aktionen.
Und der Vater ihn nicht rechtzeitig stoppt, so dass er dann vom sich wehrenden Tier gebissen würde.

Wir leben einen gemeinsamen Alltag in einer funktionierenden Beziehung und trotzdem hat mein Mann im Umgang mit dem Kind viel mehr Gelassenheit in Situationen, wo ich schon längst eingreife. Er lässt das Kind eindeutig länger Unsinn machen.
Soll ja öfters vorkommen bei Männern.

Wenn sie keinen gemeinsamen Alltag mit Kind gewohnt sind, hätte ich erst recht die Befürchtung, dass es mit Kind und Hund gleichzeitig nicht gut klappt, weil er die Steuerung der Situation nicht frühzeitig ergreift.

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