Schlafprobleme

    • (1) 01.01.19 - 22:50

      Hallo zusammen,

      sicherlich gibt es zu diesem Thema sehr viele Beiträge und mir ist auch bewusst, dass jedes Kind individuell ist und es keine grundlegende Lösung für alle gibt. Dennoch sind mein Mann und ich mit den Nerven am Ende und hoffen, einfach nur ein paar hilfreiche Ratschläge zu erhalten.

      Zur Situation:
      Unsere Tochter ist nun 16 Monate alt und ein ziemlich willensstarkes Kind. Sie hat bis zum 5.Monat in ihrem Bettchen geschlafen. Dann bekam sie eine Erkältung und schläft seit dem bei uns im Ehebett. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, möchte ich gar nicht diskutieren. Wir sind damit zufrieden.
      Sie hat von Anfang an immer sehr gut und lange geschlafen, hat mit 5 Monaten direkt 8 Zähne auf einmal bekommen und seit dem ist es ein auf und ab. Wir haben vll. den "Fehler" (wie man es sieht) gemacht, dass wir immer mit ins Bett gegangen sind wenn sie schlafen ging. Sie konnte noch kuscheln und ist dann eingeschlafen. Dann konnten wir, je nachdem wer sie ins Bett gebracht hat, das Schlafzimmer verlassen und alles war gut. Wir haben von Anfang immer das gleiche Ritual abends was sich auch nie verändert hat.
      Seit ca. 6-8 Wochen sieht die Situation abends allerdings so aus, dass mein Mann sie ins Bett bringt, sie schläft auch sofort ein, er verlässt das Zimmer und nach ca. 30min- 1 Std wird sie wieder wach und weint. Wenn dann einer zu ihr geht, kommt sie sofort kuscheln, aber schläft nicht wieder ein obwohl sie Hunde müde ist. Wenn Sie doch mal einschläft, was sehr selten ist, kann man den Raum nicht mehr verlassen, da sie sofort wach wird. Sie bleibt allerdings nicht liegen, sondern klettert im Bett rum...Macht Quatsch etc. Das zieht sich zum Teil 3-4 Stunden hin....bis mein Mann und ich ins Bett gehen. Wenn wir beide im Bett sind, legt sie sich hin und schläft 10 Std durch. Inzwischen ist es ein Zustand, der uns wirklich fertig macht, da wir keinen Abend mehr zur Ruhe kommen, sondern nur bei ihr im Bett sitzen. Singen, Bücher schauen, leise Musik, schimpfen.......wir haben alles mögliche versucht. Es interessiert sie nicht, sie hält sich wach.
      Sie geht um 7/halb 8 ins Bett und ist spätestens um 9 wieder wach. Mittags schläft sie 1-2 Stunden. Da haben wir diese Probleme gar nicht. Es ist nur abends.

      Von unterschiedlichen Seiten haben wir nun gesagt bekommen, wir lassen uns auf der Nase rumtanzen und wären nicht konsequent genug. Wir sollten den Raum doch einfach mal verlassen oder nicht mehr mit ins Bett gehen. Vielleicht mag das ja sogar stimmen.

      Ein Versuch war es wert. So haben wir in der letzten Woche versucht, sie ins Bett zu legen und uns nur noch davor auf einen Stuhl zu setzen. Allerdings bekommt sie dann richtige wutanfälle und kreischt und schreit wie am Spieß, weil sie gern auf den Arm möchte und am liebsten wenn wir mit im Bett liegen. Sie kommt dann gar nicht mehr zur Ruhe und schreit nur.
      Dann haben wir versucht den Raum ganz zu verlassen ( womit ich gar nicht leben kann, weil mein schlechtes Gewissen direkt einsetzt und sagt ich würde sie alleine lassen und mein Mama-Herz daran zerbricht) . Aber wir haben es aus Hilflosigkeit versucht. Sie wird dann richtig wütend und schreit richtig los, haut mit den Händen auf die Matratze (ist es aber wirklich Wut oder einfach Verzweiflung????Das Frage ich mich natürlich) und dreht völlig auf. Zwischendurch schaut sie zur Tür ob jemand kommt und dann geht es weiter. Das macht sie ca. 10 min....dann legt sie sich hin und schläft.
      Trotzdem sagt mir mein Gefühl, dass ich sie alleine lasse und es fühlt sich so schlecht an. Auf der anderen Seite schläft sie gar nicht mehr ein, wenn wir da sind.

      Wir wissen einfach nicht mehr weiter. :( Sie ist gesund und ich weigere mich auch, ihr irgendwelche Medikamente zur Beruhigungzu geben. Zähne sind keine im Abmarsch und mit dem Magen ist auch alles ok. Sie hat keinen Hunger oder Durst, da schüttelt sie sofort den Kopf wenn man fragt.

      Vielleicht habt ihr ein paar gute Ratschläge für uns. Darüber wären wir wirklich unendlich dankbar. :(

      Liebe Grüsse von einer verzweifelten Mutter
      Nadine

      • (2) 01.01.19 - 23:31

        Hi Nadine,

        die Zauberformel kenn ich auch nicht. Kann Dir nur versichern, dass Du nicht allein bist! Hier sind die Nächte zur Zeit auch oft durchwacht...

        Nur eins weiß ich sicher: Die Tipps, die mit "Ihr solltet einfach mal..." beginnen sind häufig für die Tonne!

        Kennst Du Remo Lago? Oder H. Renz-Polster? Die zwei mag ich gern! Hinterlassen bei mir so ein entspanntes Gefühl, wenn ich deren Bücher lese!

        😀

        Gute Nacht

        Hi!
        O weh, das hört sich echt gefrustet an.
        Zunächst mal möchte ich dir raten, eine Lösung zu suchen, die sich für dich/ euch gut und richtig anfühlt. Alles andere ist einfach nur mit Stress verbunden und mit Stress lässt es sich nun mal schlecht schlafen.
        Habt ihr schonmal versucht, was passiert, wenn ihr bei ihr liegen bleibt? Du sagtest ja, dass eure Tochter einschläft aber nach 30-60 Minuten aufwacht und schreit. Was ist denn, wenn jemand da ist, wenn sie aufwacht? Oder wenn ihr merkt, sie wird wach und ihr redet ihr gut zu, summt oder gebt ihr körperliche Nähe? Vielleicht macht es ihr zur Zeit einfach Angst, aufzuwachen und allein zu sein. In dem Alter, begreifen die Kinder auch langsam richtig bewusst, dass Mama und Papa weggehen . Da kommen oft Verlustängste auf.
        Das würde mir jetzt so einfallen.
        Alles gute Pfreni

        (4) 02.01.19 - 01:16

        Hey ich kann dazu nur sagen das unsere von Anfang an in ihrem Bett schläft und wenn sie das jeden Abend bei euch so macht würde ich ihr einfach mal zeigen das sie auch ein eigenes Bett hat und es somit auch anders geht. Muss ehrlich zugeben unsere hatte früher mal zeigen wo sie nicht alleine schlafen wollte bin dann kurz rein hab gesagt das alles gut ist und wieder raus jedes mal hab ich länger gewartet bis ich wieder kam. Ja sie hat auch mal geschrien aber dennoch liebt sie ihr Bett geht freiwillig schlafen mittags abends und mit ihren fast 3 Jahren wartet sie immer brav bis jemand kommt und sie holt. In letzter Zeit will sie sogar lieber in ihr Bett als zu Oma und Opa. Also Vllt. Auch ein Versuch für euch.

      • (5) 02.01.19 - 07:42

        Hallo ich kann dich nur zu gut verstehen. Wir hatten das selbe Problem mit ca. 16 Monaten ging recht lange und war sogar soweit das er irgendwann garnichz mehr schlafen wollte. Ging wirklich an die Substanz. Aber ich kann dich beruhigen das dass nur eine Phase ist. In meinem Umfeld und in meinem Babyclub hatten fast alle dieses Problem. Macht es für euch so angenehm wie möglich weil wenn ihr gestresst seit markt sie es ja auch. Und ich drücke ganz fest die Daumen das es schnell vorbei geht.

        ich hab die Antworten jetzt nicht gelesen deswegen sorry wenn ich was doppelt rate.

        Mir fiel nur sofort aus entweder schwarz oder weiß...warum nicht grau?
        Du schreibst ihr habt versucht aus dem Raum zu gehen, sie tobt heftig und schläft (wohl aus Erschöpfung) oder ihr kuschelt bis sie schläft...es gibt doch auch ein zwischen Ding? Also bei uns bringen meine Tochter mehrere Menschen ins Bett und überall läuft es anders, warum? Weil es am erwachsenen liegt und das Kind sehr feine Antennen dafür hat was es von diesem bekommt.
        Meine Mama legt sich mit ihr hin und hält ihre Hand, geht sie raus schreit meine Tochter. Mein Mann erzählt eine Geschichte geht dann raus, geht wieder rein wenn sie weint und bleibt bei ihr, manchmal weint sie nicht und schläft ein. Ich kuschel mit ihr, im sitzen, sage gute Nacht, lege sie hin und gehe raus. Schreit sie gehe ich wieder rein, erkläre das sie schlafen soll und ich wieder raus gehe und das tue ich auch. Als wir sie in ihr Zimmer umgezogen haben dauerte es 3 Tage bis sie komplett selbstständig einschlief. Ich hab das gemacht mit ihr, sprich immer wieder rein, beruhigt, erklärt wieder raus. der erste Tag 40 Minuten Theater und ca 100 mal zurück ins Zimmer gehen, zweiter Tag 20 Minuten nur noch rufen. ich hatte ihr erklärt das sie einfach Mama rufen soll und ich komme sie braucht nicht weinen, das machte sie dann am zweiten Tag etwa 5 mal. am dritten Tag hat sie 1 mal gerufen und schlief nach 10 Minuten und seitdem klappt es(bei mir) mit kuscheln im sitzen, guten Nacht sagen, raus gehen.
        Wie gesagt schläft sie bei Oma liegt diese daneben und hält ihre Hand, bringt Papa sie ins Bett wird eine Geschichte erzählt und er geht raus, schläft sie aber nicht ein und weint geht er wieder rein und bleibt bei ihr. Den beiden ist es so lieber als sich die "Arbeit" zu machen 1000 mal hin und her zu gehen, das ruhig bleiben dabei ist ganz ganz wichtig, nicht böse werden immer wieder erklären usw das ist nervlich schon anstrengend vorallem wenn das Kind soll weint aber für mich war und ist das so richtig.

      • Hallo eurer Kind will euch nicht „auf der Nase“rumtanzen sondern braucht momentan einfach die Nähe.
        Es ist natürlich anstrengend und eine Phase die auch wieder vergeht.
        Meine kleine 27 Monate hat das erste halbe Jahr auch im eigenen Bett geschlafen dann nach mehreren kleineren Krankheiten und Zähne hat sie einfach bei uns geschlafen.
        Momentan ist es so das ich mit ihr im Bett schlafe und mein Mann im Kinderzimmer.
        Ich weiß nicht optimal aber das ist ja nicht auf Dauer.

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