Schön wieder keinen Kita-Platz bekommen

    • (1) 03.01.19 - 11:49

      Ich bin total verzweifelt.

      Für 2019 haben wir schon wieder nur Absagen.

      Letztes Jahr hat es schon nicht geklappt mit einem Platz. Eigentlich brauchen wir sofort einen, aber die Plätze werden hier nur im August vergeben.

      Ich bin nicht sicher, ob ich klagen will. Die Qualität der Kitas ist sehr schwankend. Manche wickeln nur nach Uhrzeit, viele kochen nicht frisch und bei der ein oder anderen find ich den Umgangston ziemlich grob.

      Das klingt vielleicht doof, aber ich wünsche mir so sehr einen Platz, wo sich meine Kleine wohl fühlt.

      Sie hat inzwischen sehr großes Interesse an anderen Kindern und ist absolut reif. Obwohl wir täglich in Gruppen sind und oft etwas schönes Unternehmen, wird es ihr langweilig.
      Im Mai kommt auch noch ein Geschwisterchen dazu.

      Wir brauchen den Platz auch einfach dringend. Mein Mann muss regelmäßig ins Krankenhaus. Er ist in Elternzeit und ich benötige dringend Unterstützung.

      Und wir haben leider auch kein Auto, sodass unser Radius Recht eingeschränkt ist.

      Hat vielleicht von euch jemand den Klageweg beschritten und kann von seinen Erfahrungen berichten?
      Habt ihr einen Platz in der Nähe bekommen oder müsst ihr sehr lange fahren?

      • Bei uns muss man den Platz nehmen den man bekommt.. groß extra wünsche wie : täglich frisch kochen.. da gibt es in 50km Radius keine einzige Kita.

        Was ich nicht versteh: dein mann ist in EZ? Du gehst arbeiten oder wie? Also wenn man eh in EZ ist, dann würde ich nicht klagen sondern weiter hoffen dass man dann eine Kita bekommt die einem passt.

        Wenn man auf einen Platz angewiesen ist, dann ja, dann würde ich klagen. Aber wer klagt hat keine freie kita Wahl- sondern muss den Platz nehmen der zumutbar (Entfernung) ist. Und nunja..das ihr kein Auto habt ist dabei egal.

        • Ja, mein Mann ist in EZ und ich arbeite.

          Mein Mann ist aber regelmäßig im Krankenhaus, sodass ich alleine bin mit Kind und Job ohne Betreuung.
          Bisher konnte ich das mit Urlaub regeln, aber bis August 2020 würde das ja so weitergehen.
          Ich habe nur leider nicht so viele Urlaubstage, wie mein Mann weg ist. Das bedeutet unbezahlten Urlaub nehmen.

          Dass man den Platz nehmen muss, den man bekommt, ist mir auch klar.
          Ich bin da nur ganz arg im Gewissenskonflikt, ob ich meiner Tochter das so zumuten kann und will.

          Ich möchte keinesfalls, dass sie sich unwohl fühlt, eher müssen wir uns finanziell stark zurück nehmen. Dann brauche ich aber auch keine Klage einreichen.

          Ich weiß auch nicht, was ich mir von dem Post versprochen habe....

          • Wir haben beruflich etwas verändert um unsere Wunsch Kita zu bekommen..leider nur nicht unsere Wunschzeiten. Aber wie du schon sagst: man will sich bei der Abgabe ja auch wohl fühlen:)

            Wenn dein Mann hauptbetreuung für euer Kind ist dann könntet ihr gucken ob seine Krankenkasse dich als Haushaltshilfe bezahlt wenn du deswegen nicht arbeiten kannst.
            Bei Familien wo die Mutter erneut schwanger ist kann sich der Vater (unter bestimmten Umständen) auch als Haushaltshilfe bezahlen lassen.

          • Waa kannst du deiner Tochter nicht zumuten? Kein frisch gekochtes essen?

            Zum Umgangston etc weisst du doch nur vom Hören sagen und bei vielen Kindern reicht ein dutzi dutzi nicht, die orientieren sich oft an rubet"strengen" Erzieherin

      Hallo

      Ob ihr ein Auto habt oder nicht, ist grob gesagt, euer Problem. Ihr müsst den Platz nehmen, der euch zugewiesen wird. Wie ihr dahin kommt, ist euer Problem.
      Klingt hart, ist aber so.

    • Private Einrichtungen sind keine Option für euch? Da kriegt man viel unkomplizierter einen Platz.

      Du gehst aber doch auch bald wieder in EZ oder? Wenn im Mai ein Geschwisterchen kommt....? Dann geht es jetzt um 2-3 Monate?

      Ansonsten mal nach einer Tagesmutter geschaut?

      Wie alt ist denn deine Tochter?

      Hallo,

      ich habe das Gefühl, du gehst mit zu vielen Vorurteilen ran, an den Kitas die dir nicht gefallen. Bei uns zum Beispiel wird auch zu bestimmten Uhrzeiten gewickelt. Das heißt aber nicht, dass ein Kind mit voller Windel bis zum nächsten „Wickeltermin“ warten muss 🙈 Ich hatte bei unserer Kita auch etwas bedenken da sie sehr konservativ ist und in der Eingewöhnungsphase musste ich oft schlucken. Doch am Ende ging es ja um meinen Sohn, was ihm gefällt und nicht mir. Die geregelten Strukturen und der feste Tagesablauf tun ihm ausgesprochen gut. Er liebt seine Erzieher, auch wenn oft mal andere da sind. Im Endeffekt war es zwar nicht MEINE Traumkita, aber seine 😅 Also überlege Dir das vielleicht nochmal.

      Liebe Grüße
      Surfermami

      (10) 03.01.19 - 13:01

      Das ist ziemlich blöd. Ich kenne die Situation. Meine Tochter bekam zwar am alten Wohnort einen Platz, dann zogen wir um und es war aussichtslos. Sie ging dann für 10Monate in eine Kita, die 30Min Autofahrt weit weg von uns war. Erst dann bekamen wir einen Platz im "neuen" Wohnort.
      Du könntest bei der Stadtverwaltung nachfragen, deine Situation darlegen, auf dein Recht auf einen Platz hinweisen.
      Wenn ihr in der Nähe eine private Kita habt, die dein Kind aufnehmen würde, müsste die Kommune die zusätzlichen Kosten tragen. Theoretisch kann man auch in Nachbarkommunen nachfragen, dann müssen beide zustimmen und deine Kommune bezahlt ihren Teil an die andere Kommune. Manche schließen aber die Aufnahme anderer Kinder aus.

      Wie schon geschrieben wurde: Wenn dein Mann überwiegend die Betreuung übernimmt, kannst du (oder eine Tante,Oma,...) idR beim AG unbezahlten Urlaub beantragen, wenn dein Mann ausfällt. Die Kk übernimmt dann (einen Teil) deines ausgefallenen Verdienstes (= Haushaltshilfe). Frag einfach mal bei deiner KK nach. Bei uns lief das über Monate, als ich mit Kind 2 im Kh war und Papa sich um Kind 1 kümmern musste (und dadurch Arb.-Zeit reduzieren musste).

      Bei uns ging es nach 1 1/2 Jahren, nehmen was man kriegen kann. Ich muss wieder arbeiten und selbst nach det Zeit kein Platz in Sicht. Die ganzen Besichtigungen vorher hätten wir uns sparen können.
      Die Krippe jetzt ist 20 Minuten mit dem Auto und über Autobahn erreichbar. Angeschaut haben wir sie nicht vorher,da sie nun auch noch umgebaut wird. Aber hilft nichts. Länger zuhause kann ich nicht bleiben. Entweder du klagst, und nimmst was du bekommst oder du musst auf ein Wunder hoffen.
      Beim klagen, gibt's ja auch Dinge zu beachten, sonst dauert das ewig. Damit ist euch dann ja auch nicht geholfen.

      (12) 03.01.19 - 14:09

      Wie wohnen ländlich und fast gegenüber von unserem Haus ist eine kirchliche Einrichtung, in die ich meine Tochter niemals schicken möchte. 5 km weiter der nächste Kindergarten und alles passt. Allerdings sagte man mir dort, dass ich mir nicht viel Hoffnung machen soll. Das Jugendamt wird mir den Platz weiter weg nicht geben, wenn wir eine Kita vor der Tür haben. Also ist es wohl heutzutage leider so, nehmen was man bekommt! Ich hoffe dass ihr 2020 mehr Glück habt

      Seit ihr auch über Tagesmütter gegangen. Aussicht auf Erfolg wegen einklagen habt ihr nur, wenn ihr alle Optionen ausgeschöpft habt. Nur Kitas reichen hier leider nicht. Denn der Rechtsanspruch gilt für einen Betreuungsplatz, nicht auf einen in einer Kita.

      Was ihr aber machen könnt Mehrkosten für private Einrichtungen die häufig bessere Kapazitäten haben erstattet zu bekommen. Denn dafür habt ihr mit den breiten Radius an Kita Anmeldungen ausreichend was gemacht.

      Das Problem bei fremdbetreuung. Man muss immer irgendwo Abstriche machen. Denn eine Kita kann gar nicht auf die individuellen Bedürfnisse von zb 30-60 Kindern und vor allem derer Eltern eingehen. Und dein Kind kann sich dort auch wohl fühlen wenn es angekommen ist (kann ein paar Monate dauern), wenn die dort einen anderen Stiefel fahren. Unsere Krippe ist auch strenger mit ihm als wir... trotzdem liebt er die Krippe. Ein anderer Weg muss nicht als schlechter empfunden werden.

      Hallo.

      Einen platz in der Nähe steht euch nicht zu... Das ihr kein Auto habt, dafür kann ja keiner was.

      (15) 03.01.19 - 15:55

      Wie viele Kitas habt ihr denn angeschaut und bei wie vielen angemeldet?
      Seid ihr evtl. wirklich etwas unflexibel? Habt ihr einen Dringlichkeitsantrag beim Jugendamt gestellt?

      Unsere Tochter ist gerade 2 geworden, wir wohnen in NRW an der Grenze zu den Niederlanden und hier ist die Versorgung von U3-Kindern unter 30%. Unsere Tochter wurde mit 10 Tagen in mehreren von mir bevorzugten Kitas angemeldet, im März erhielt ich überall die Auskunft, für das kommende Jahr zu spät zu sein (das war 2017). Ich war verzweifelt, weil ich arbeitslos war und so nie einen Job bekommen hätte. Der Dringlichkeitsantrag beim Jugendamt wurde abgelehnt. Schließlich habe ich unser Kind wahllos in sämtlichen U3-Einrichtungen in der ganzen Stadt angemeldet, ohne mir auch nur eine einzige angesehen zu haben - ich konnte nicht mal schauen, wie die Betreuungszeiten sind oder gar ein Konzept der Einrichtung zu lesen, hauptsache ich hätte irgendeinen Platz bekommen.
      Nach ziemlich genau einem Jahr Wartezeit haben wir unerwartet und ab sofort im Januar 2018 einen Platz bekommen, die Kleine war da 13 Monate alt. Die Kita liegt 10km von unserer Wohnung weg und liegt weder meinem Partner noch mir am Weg zur Arbeit, aber das ist alles besser als keinen Betreuungsplatz zu haben. Mit einigen Gegebenheiten in der Kita bin ich unzufrieden, kann aber nichts daran ändern - man muss schon echt kompromissbereit sein.

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