Wutanfälle sobald wir zu Hause sind

    • (1) 03.01.19 - 22:16

      Hallo zusammen,

      ich brauche dringend ein paar Tipps, da ich momentan nicht erklären kann, was schief läuft.

      Unser Sohn ist 2,5 Jahre alt und momentan noch nicht im Kindergarten. Seit ca 4 Wochen haben wir ein großes Problem. Sobald wir nach Hause kommen (Einkaufen, Besuch bei Freunden, Spazieren etc) tickt er aus. Sobald wir zur Tür herein kommen, fängt er zu jammern, toben oder motzen. Manchmal will er nur getragen werden, oder brüllt einfach los. Mir graut es schon immer, wenn ich den Schlüssel im Schloss umdrehe, da ich dann schon immer weiß, was auf mich zukommt. Davor ist er lieb, brav und alles ist prima. Sobald wir daheim sind, ist es, als ob man bei ihm einen Schalter umlegt. Das Ganze dauert ca 5. - 10 min und dann ist der Spuk vorbei und er ist wieder wie vorher.

      Hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte und was ich machen kann? Wir haben noch eine 1,5 jährige Tochter, die ich natürlich beim nach Hause kommen, auch ausziehen muss etc. Kann mich also in der Zeit nicht ausschließlich um ihn kümmern.

      Ich freue mich über Tipps....
      Danke!

      • Hallo,

        Das kenne ich und kann echt anstrengend sein.
        Kinder haben nur ne bestimmte Kapazität an "brav sein" an "sich an Regeln halten" und an Kooperationsbereitschaft mit anderen.
        Wenn sie außerhalb diese Kapazität schon ausgeschöpft haben musst du dir das wir ein bis zum Rand gefülltes Glas vorstellen. Es reicht ein Tropfen und es läuft über.

        Was genau du dann machen kannst ist natürlich situationsabhänig und natürlich auch vom Kind selbst. Jedes Kind agiert und reagiert anders. Vllt hast du konkrete Beispiele vom Situation die bei euch immer wieder zu Frust auf deiner oder seiner Seite führen?

        Das einzige was ich nicht machen würde ist das Ganze zu ignorieren. (auch wenn oft von anderen Geräten)
        Ein kleiner Mensch hilflos im großen Ozean der Gefühle, Wünsche, Orientierung. Da möchte ich ihn nicht alleine treiben lassen sondern das Rettungsboot sein auf das er flüchten kann wenn alles zuviel wird.

        Und denke daran, Zuhause ist der Hafen der Kinder, du bist der Leuchtturm an dem er sich orientiert, bei dir kann er seinen Anker werfen und seinen Gefühlen freien Lauf lassen und weiß dass er trotzdem geliebt wird und nicht unter geht.

        Solche Phasen sind für uns alle schwierig, Eltern und Kinder.
        Drücke dich/euch und schicke euch viel Kraft und Nerven ❤🍀

        • Danke für deine Antwort. Die Situation ist wirklich immer gleich. Wir fahren in die Garage oder stehen mit dem Kinderwagen vor der Tür, ich trage ihn zur Garderobe und setze ihn hin und schon geht es los. Ein undefinierbares Jammern, Motzen, Weinen und Ausflippen. Ablenken hilft nicht, Aufgabe geben auch nicht, Essen genauso wenig 😉 und Nähe möchte er auch nicht.... Es ist auch egal, ob ich zuerst die Schwester aus dem Auto hole oder ihn.

          Heute waren wir zum Beispiel in der Spielgruppe und bis in der Garage hat er noch fröhlich „Oh Tannenbaum“ gesungen und dann als ich ihn ins Haus habe ging es los... heute wollte er ausnahmsweise „zur Mama, zur Mama“. Auf den Arm. Das mache ich natürlich, aber auch die Kleine kann ich nicht 10 min stehen lassen. Ich lass beide schon immer im Auto sitzen (Tür vom Haus direkt in die Garage) und ziehe mich schon aus und Wäsche mir die Hände.
          Heute wollte er dann auf den Arm, dürfte er natürlich und dann könnte ich aber nix recht machen. Falscher Becher, falsches Getränk, falsche Seife, dich wieder auf den Boden, doch wieder auf den Arm etc.

            • In dem Moment kommt man nicht an ihn ran. Er kann sich da gar nicht äußern (auch wenn er sonst perfekt spricht). Wenn man ihn später frägt, was los war, kommt auch nix mehr. Ich glaub, er weiß es selbst nicht. Macht man Vorschläge wie z. B. Warst du so sauer, weil du Hunger hättest?, kommt nur Mama, ist doch alles wieder gut. Ich spiel jetzt aber....

          Was sagt er denn dazu? Spricht er noch nicht?

    Hi!
    Ich kann verstehen, dass dich sein Verhalten ratlos und traurig macht. Und es ist auch nicht immer leicht den Grund dafür zu verstehen. Vielleicht muss er einfach etwas Dampf ablassen, wenn er zu Hause ist. Er benimmt sich woanders so gut. Das ist für die Kleinen auch manchmal sehr anstrengend. Bei dir fühlt er sich geborgen und seine Gefühle rauslassen. Wenn kurz danach wieder alles ok ist, dann ist würde ich versuchen im die Möglichkeit zu geben, seinen Frust rauszulassen. Vielleicht macht ihr eine Kissenschlacht oder so🤷‍♀️ ich kenne ja dein Kind nicht, vielleicht hast du ja eine Idee.
    Ich wünsche dir jedenfalls starke Nerven. Nimm es ihm aber bitte nicht übel, er weiß sich momentan einfach nicht anders zu helfen.
    Alles Liebe Pfreni

    Ich kenne das auch. Mein Sohn ist etwas über 2,5 und dieses Verhalten hat von heute auf morgen einfach aufgehört.
    Sobald man zur Tür rein kam hat er geheult. Nicht aus Wut- nein einfach geweint.
    Ich weiß nicht was jetzt anders läuft, aber es ist nicht mehr so. Jetzt gibt es eher Trotzanfälle nach einem anstrengendem Tag wenn es ums Thema Schuhe aus oder Hände waschen geht.

    Ich glaube es ist eine Phase.....

    Bleibe ruhig, ignoriere ihn NICHT, gehe auf ihn ein, sei einfach nur da. Biete ihm eine Umarmung an. Ich glaube mehr kann man nicht tun.

    Hatte/hat meiner auch.
    Meine Mutter also seine Oma sagt immer "wenn man nicht bei seiner Mama ausrasten kann, wo denn dann?"

    Bedeutet, er muss den ganzen Tag lieb sein, Regeln befolgen, teilen, zuhören und und und. Das ist anstrengend.
    Und man darf halt meist nur zu Hause die Sau raus lassen, bei Leuten die einen bedingungslos lieben und die es einem verzeihen und auch weiterhin lieben 😊
    Ich flippe auch nur bei meinem Mann aus, Weil der mich danach immer noch liebt 😊

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