Wurzelbehandlung bei 3 jährigem?

    • (1) 25.01.19 - 11:29

      Hallo ihr Lieben
      Hat jemand Erfahrung mit einer Wurzelkanal Behandlung in dem Alter?
      Mein Sohn hatte vor 2 Jahren einen Unfall wo er auf den Mund gefallen war,jetzt hat er leider ne Fistel bekommen am Zahnfleisch beim oberen schneidezahn.Geröngt würde gestern schon und der Zahn muss jetzt entweder ganz raus oder es muss eine Wurzelkanal Behandlung gemacht werden.
      Sind nächste Woche in der Kinder zahnklinik zum Vorgespräch.
      Bin wirklich nicht sicher was da das beste für ihn wäre ...Ganz ziehen lassen dann läuft er halt gute 3 Jahre mit der Lücke vorne rum oder die Behandlung aber bei einem 3 jährigen 🤷‍♀️ Das wird wohl auch alles mit Vollnarkose gemacht...
      Hat jemand das vllt auch schon gehabt und kann berichten?
      Grüsse Janine

      • (2) 25.01.19 - 13:09

        Hallo.

        Also, wäre ich an deiner Stelle, würde ich mich für die Option Zahn ziehen entscheiden.
        Ob die Wurzelbehandlung gleich beim ersten mal klappt ist fraglich, oft muss nachgebessert werden und da wird dein Kind erst recht nicht Lust dazu haben. Das kann ihn mit unter dazu bringen, Zahnärzte später mal zu meiden.
        Klar ist ein Milchzahn der Platzhalter für den darunterliegenden bleibenden, aber ich denke es wäre für deinen Sohn vertretbar nur einmalig eine kleine Betäubung zu bekommen, Zahn ziehen und 2-3 Jahre eine Lücke zu haben.

      Hallo!
      Erfahrungen damit habe ich keine. Ich würde den Zahn allerdings nicht ziehen lassen, sondern eher die Fistel behandeln lassen. Dein Kind ist erst 3 und der Milchzahn ist nicht nur Platzhalter sondern für die Sprachentwicklung enorm wichtig.
      Gruss und alles Gute!

      • Hallo
        Danke für deine Nachricht.
        Die Fistel ist nicht behandelbar sagt der Zahnarzt.Da die Wurzel schon schaden genommen hat gibt's nur diese zwei Möglichkeiten...
        Das mit der Sprache war auch mein Gedanke ist aber wohl völlig unbegründet meint er 🤷‍♀️

    Wurzelbehandlung heißt ja, das man in der ersten Zeit mit einem Medikament im Zahn rumlaufen muss und dann nochmal hin muss, damit man eine Wurzelfüllung bekommt. Das ist deutlich langwieriger als einmal Zahn ziehen.
    Ich würde wohl zum letzterem tendieren.

  • Unsere Tochter hatte, nach einem Sturz, auch eine Wurzelbehandlung am vorderen Schneidezahn.
    Sie war zu dem Zeitpunkt noch jünger, als dein Sohn- sie war erst 1,5 Jahre alt.
    Die Alternative zur Wurzelbehandlung in Vollnarkose wäre auch bei uns gewesen:
    sedieren mit Dormicum, Zahn ziehen.

    Wir haben uns für die Rettung des Zahnes entschieden und diese Entscheidung nie bereut!

    Wir ließen sie in einer sehr guten Kinderzahnarztpraxis behandeln. Sie hat die Narkose bestens vertragen, hatte keinerlei Probleme, war nach dem Ausruhen in der Praxis sofort wieder fit. Ihr war, selbst am gleichen Tag, Nichts anzumerken.

    Wenn ihr Euch in einer spezialisierten Praxis/Klinik behandeln lasst, ist so eine Wurzelbehandlung in Narkose wirklich gut.

    Alles Gute#klee

    • Zum Ablauf: wir waren zum Vorgespräch in der Praxis, dort wurden uns die beiden Behandlungsvorschläge unterbreitet und beide Varianten genau erklärt.
      Dann folgte beim nächsten Termin die Wurzelbehandlung und gleichzeichzeitig musste der Zahn mit einer Füllung versehen werden in Vollnarkose.
      4 Wochen später hatten wir einen Kontrolltermin, bei dem festgestellt wurde, dass Alles bestens ist.

      Seither hatten wir keine Probleme mehr mit dem Zahn, wir gehen lediglich alle 6 Monate zu den normalen Kontrollterminen der Zähne in die Praxis.

      • Hallo
        Danke für die ausführliche Nachricht.
        Genau das Vorgespräch haben wir auch nächste Woche.
        Ich habe halt nur bedenken dass wenn die Wurzelbehandlung nicht funkt dass dann der Zahn früher oder später doch raus muss...unsere Ärztin meinte eben nur dass wenn ganz gezogen wird,er dann auf jeden Fall Ruhe hätte.

        • Das war bei uns auch so! Die Rettung des Zahns ging nur über eine Wurzelbehandlung. Auch uns wurde gesagt, dass man erst, nach Öffnen, tatsächlich sieht, inwieweit Wurzel und Zahnnerv Schaden erlitten haben.
          Die Ärztin sagte uns, dass es passieren könnte, dass sie den Zahn doch ganz ziehen muss. Das wäre der Fall, wenn die Wurzel sich schon angefangen hätte aufzulösen.
          Sie wäre dann kurz aus dem Op rausgekommen und hätte uns Bescheid gegeben.

          Zum Glück war der Zahn aber noch zu retten. Sie hat sauber gespült und desinfiziert.
          Wir sind froh, uns für die Rettung des Zahnes entschieden zu haben- und haben, wie gesagt, keinerlei Probleme mehr damit.

Ich würde mir vielleicht eine Zweitmeinung einholen... Wurzelbehandlung bei einem Dreijährigen vorzuschlagen scheint mir doch utopisch...

LG

Ich kann Dir zum Thema Wurzelbehandlung nichts sagen, wohl aber zum Verlust des Schneidezahns. Bei einem unglücklichen Kontakt mit unserem Couchtisch hat mein Sohn (damals 2,5 Jahre) sich oben einen Schneidezahns komplett ausgeschlagen. Ich fand die Vorstellung, dass mein Söhnchen jetzt bis zu den bleibenden Zähnen mit Zahnlücke rumläuft fürchterlich. Aber inzwischen hab ich mich dran gewöhnt, ich seh es nicht mehr und irgendwie gehört die Lücke halt zu ihm. Ihn hat das nie gestört, er redet nicht komisch oder sonst irgendwie. Unsere Kinderzahnärztin hat damals gesagt, die Platzhaltefunktion der Schneidezähne sei zu vernachlässigen, die Eckzähne halten die Lücke frei und verhindern durch ihre tiefen Wurzeln, dass die Backenzähne vorwärts schieben. In der Tat, er ist jetzt fast 3, aber die Lücke ist wie am ersten Tag von der Größe her.
Stünde ich vor der Wahl, würde ich mich für's Zahnziehen entscheiden.

(14) 25.01.19 - 17:41

Unbedingt ziehen lassen, bei einer Wurzelbehandlung wird der Zahnkeim des 2. Zahnes beschädigt, wenn man Pech hat!

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