Was muss mein Sohn mit 3 Jahren können? Erzieher äußern Bedenken

    • (1) 29.01.19 - 22:09

      Hallo,
      mein Sohn ist jetzt 2,5 Jahre und geht noch in die Krippe bis zu seinem 3. Geburtstag im August.

      Im Gespräch mit den Erziehern wurde gesagt, er sei sprachlich noch nicht weit und müsste da dringend aufholen. (Er spricht Silben Sätze, mal deutlich und manche Wörter auch etwas undeutlich, aber man versteht schon was er möchte und was nicht)
      Er ist sehr anhänglich bei den Erziehern und sucht ihre Nähe. Mit den anderen Kindern spielt er nicht wirklich, er zeigt da wenig Interesse aber mit seinem Cousin (ein halbes Jahr älter) spielt er gerne mit den Autos.

      Er ist aktuell noch weit davon entfernt „trocken“ zu werden und ich werde ihn da auch nicht zwingen. Ich finde mein Sohn muss da schon Anzeichen machen, dass er die Windel ab haben mag oder Bescheid gibt dass da was im Anmarsch ist.

      Er ist relativ „faul“ was das an- und ausziehen geht. Wir üben täglich mit ihm und nehmen uns viel Zeit. Auch morgens in der Kita beim umziehen und zuhause beim waschen etc. Er kriegt die Hose nicht richtig an, hat Probleme manchmal das richtige Loch beim Oberteil zu treffen. Aber sonst gibt er sich schon mehr Mühe.

      Laut der Kita muss er ab August sprachlich viel aufholen. Er muss sagen können was er möchte und was nicht um sich auch bei den anderen durch zu setzen bzw einen groben Konflikt mit hauen, schubsen usw aus dem Weg zu gehen.
      Er muss sich selbstständig an- und ausziehen können.
      Er muss alleine sein Brot schmieren und am Buffet selbst essen auffüllen und trinken einschenken.
      Er muss NICHT trocken sein. Aber der Waschraum ist weit entfernt.
      Und was ich ein wenig beängstigend finde, er könnte zum Haupteingang gehen und einfach „abhauen.“

      In der Krippe sind aktuell 16-17 Kinder mit 4 Erziehern.
      In der Elementargruppe wären 25 Kinder auf maximal 2 Erzieher. Im schlimmsten Fall bei Ausfall wegen krank nur eine Erzieherin.

      Ich hab wirklich Respekt davor... ist mein Sohn bereit dafür? Stelle ich mich nur an?
      Ich weiß nicht so recht...
      und auch sprachlich ... ich verstehe ihn ganz gut. Mein Neffe konnte mit 2,5 Jahren auch noch nicht grandios sprechen, das kam von heute auf morgen.
      Habe Angst das mein Sohn Probleme hat in der neuen Gruppe. Dass er dort unter geht...

      Entschuldigt mich bitte für diesen langen Text, ich musste mir das mal von der Seele schreiben... kann mir hier jemand Mut machen? 😪

      Liebe Grüße

      Nadia mit Milan an der Hand (2,5) und Baby Matteo im Bauch 💙

      Mmh, das können in unserer KiTa definitiv nicht alle 3jährigen. Manche können dies, manche das.
      Die einen quatschen einem ein Kotelett an die Backe, kriegen aber keine Hose an, die anderen machen Reißverschlüsse zu, würden aber beim Eingießen den Gruppenraum unter Wasser setzen.

      Ist das Problem vielleicht, dass es eben in allen Bereichen noch hapert? Sowohl sprachlich als auch grob- und feinmotorisch?

      Vielleicht muss er nicht alles können, sondern sich nur in diesen Bereichen weiter entwickeln?

      Auf der anderen Seite geht bis August noch viel Zeit ins Land. In 7 Monaten lernen Kinder in dem Alter so viel - das ist jetzt noch kaum abzuschätzen.

      VG Isa

      Ich würde mir da gar keine Sorgen machen. Er ist erst 2,5. Er kann schon 3-Wortsätze.Jungs sind ja bekanntlich in dem Alter sprachlich ein wenig den Mädchen hinterher. Meine Tochter ist jetzt auch 2 Jahre und 7 Monate alt. Bei ihr war vor einem Monat noch gar nichts mit trockenwerden. Vor genau 3 Wochen ist aber der Knoten geplatzt, sie wollte auf die Toilette und ist seitdem von heute auf morgen trocken. Bei den Kleinen geht es so schnell und bis August redet dein Sohn sicher schon, wie ein Wasserfall. Mit dem Anziehen könnt ihr Zuhause üben. Lass ihn einfach am Wochenende, oder sonst, wenn du viel Zeit hast sich selbst anziehen und lobe ihn, wenn es gut klappt. Meine Tochter hat die Krippe im selben Gebäude wie der KiGa. Und auch im Kiga sind längst nicht alle Kinder trocken.

    • Hallo, weil mein Sohn im August auch 3 wird antworte ich dir mal.

      Bei uns steht dann auch der Wechsel zum Kindergarten an, auch der BetreuungsSchlüssel ist ähnlich. Jetzt sind es zehn Kinder auf zwei Erzieher und dann 26 Kinder auf zwei Erzieher.
      Ich mache mir da aber was sein Können anbelangt nicht so viele Gedanken, denn es ist ja noch ein halbes Jahr hin. Und wenn ich überlege, in paar Monaten alles passieren kann.
      Folgendes kann mein Sohn, der übrigens auch zurückhaltender ist:
      3-4 Wort Sätze, aber nicht perfekt (großer Ball dahinten, ich (al)leine (ge)schafft, mama mitkommen, ich trinken haben blauer Becher).
      Er kann den Reißverschluss hoch und runter machen, Socken ausziehen und wenn man bei der Hose geholfen hat, die richtigen beinLöcher zu finden auch die Hose hochziehen (aber nicht über den Po) Oberteil anziehen geht noch gar nicht. (kann sich schon verständigen, seine Erzieherin fragte mich gesternungläubig, ob ich wirklich zwei Nähmaschinen habe, was er ihr erzählt hat. Und es stimmt.)
      Wenn er ein Brot schmiert sieht es aus wie ein Massaker.
      Er benennt alle Farben.
      Vom trocken werden ist der auch weit entfernt, er checkt es einfach nicht, wenn ich die Pampers weglasse ist die Hose nass und er tot traurig. Daher dränge ich nicht.
      Bei der neuen Kita habe ich schon nachgefragt, wie das ist: man soll einfach HöschenWindeln anziehen und die setzen die WindelKinder, wenn die andern aufs Klo gehen mit ab und zu dazu, sei also kein Problem.

      Also ich mache mir da bis jetzt überhaupt noch keine Probleme, habe aber auch erst in den nächsten Wochen das Entwicklungs Gespräch mit der Krippe...
      Überlege doch mal, was in dem letzten halben Jahr alles passiert ist, und was in den nächsten halben Jahr noch passieren wird…

      Hi. Ich bin Krippenerzieherin und Sicherheitsbeauftragte seit fast 20 Jahren und habe selbst eine Tochter von 2 Jahren. Was Du schreibst, hört sich nach vollkommen normalem Kind an. In meiner Gruppe sind auch 3, die im Sommer 3 werden und die können genau so viel. Einer davon ist sprachlich sehr fit, ein anderer spricht 5 Worte deutsch, hat aber Migrationshintergrund. Am sauber werden hat niemand von den 3en Interesse und ohne das klappt es sowieso nicht und ist nur frustrierend für die Kinder. Beim Anziehen brauchen auch alle Hilfe und Motivation. Brot schmieren, Wasser einschänken? Klappt mehr schlecht als recht. Aber sie üben ja auch noch. Sie spielen aber immer gern zusammen und machen viel Unsinn.
      Das mit der Tür würde ich ansprechen. Wieso könnte sie ein Kind öffnen?

      Hi,

      also das sprachliche kann man ja nicht erzwibfen und wird sich sicher noch einigestun bis August.

      Mein Großer hat auch erst mit 2,5 Jahren angefangen Interesse an anderen Kindern zu zeigen.
      Er kam mit 3 in den Kindergarten und hat am Anfang viel alleine gespielt und noch nicht wirklich Anschluss gefunden. Nach 4 Monaten gab es zwei Kinder mit denen er öfter unterwegs war.
      Die Erzieher meinten, nach den Sommerferien (er ist im Februar gestartet) wenn die neuen Kinder kommen und er nicht mehr zu den ganz kleinen gehört, wird es besser und so war es auch. Er ist inzwischen weiter aufgetaut und hat einen besten Freund gefunden 😊.
      Er ist trotzdem noch schüchtern fremden Kindern gegenüber. Wenn einer im Weg steht, traut er sich nicht was zu sagen. Zumindestens wenn ich dabei bin.

      Selbst anziehen konnte er sich auch nicht richtig, im Kiga hat es dann schnell geklappt. Außer beim Jacke zumachen braucht er keine Hilfe, Schuhe, Matschhose, Mütze und Jacke schafft er alleine.
      Zu Hause braucht er immer noch bei allem Hilfe, bzw. er will Hilfe.😉

      Trocken ist er jetzt auch noch nicht, aber es wird langsam. Sein Erzieher fragt ihn mehrmals am Tag ob er aufs Klo muss und 1x geht er dann mit ihm mit meistens und zu Hause üben wir ohne Windel, klappt auch immer besser. Wir lassen ihm die Zeit. Es sind bestimmt 10 oder 12 Kinder die noch Windeln anhaben und bei Bedarf gewickelt werden.

      Am Buffet bekommen die Kinder Hilfe, auch beim Imbiss ist das kein Problem. Trinken haben die Kinder in der eigenen Flasche dabei.

      Aber abhauen sollte in einem Kiga kein Kind können. Die Türen sind ja normalerweise so zu sichern, dass nur Erwachsene die aufbekommen. Bei uns gibt es an der Verbindungstür eine Klinke, die oben an der Tür angebracht ist, beim Haupteingang ist ein Schalter und gleichzeitig muss man die Tür drücken.
      Von außen kommt man nur zu den Abholzeiten rein, sonst ist abgeschlossen.
      Wenn bei euch die Kinder einfach so rausspazieren können, muss da dringend was geändert werden.

      Mach dir nicht so viele Gedanken, dein Sohn wird noch viel lernen bis August, und sich im Kiga auch viel von den Großen abschaun. War immer ganz erstaunt, was meiner auf ein Mal konnte😁

      Hallo!
      Ich kann dir Mal sagen was meine Tochter alles kann und nicht kann. Sie wird nächsten Monat 3.

      Sprechen kann sie ausgezeichnet. Natürlich nicht alles super deutlich aber ihr Wortschatz ist wirklich riesig.

      Anziehen ist bei ihr so ne Sache. Sie KANN sich allein die Schuhe und die Jacke anziehen (Reißverschluss muss ich machen), sie MÖCHTE aber nicht :D
      Hosen kann sie auch bis zum Po. Da hapert es noch. Da müssen wir dann helfen.

      Brot schmieren klappt mit extrem weicher Butter. Sieht dann nicht schön aus, aber es geht einigermaßen.

      Getränke einschenken klappt nur wenn die Packung, die Flasche halbvoll oder weniger ist. Bei ganz vollen Flaschen schwimmt danach alles :)

      Vom Trockenwerden hält sie recht wenig und tut dies auch genauso kund. Ich glaube, sie wäre in der Lage, aber auch hier möchte sie noch nicht loslassen.

      Allerdings wechselt sie auch erst mit 3,5 Jahren von der Krippe in die große Gruppe.

      Wenn du dir Gedanken machst dann sprich mit deinem Kinderarzt. Wenn er oder sie entspannt ist, würde ich mich auch erstmal entspannen und schauen was da kommt. Vllt platzt bei ihm der Knoten wenn er sich an größeren Kindern orientieren kann.

      Alles Gute!

      Hallo!
      Unsere Kleine wird auch im August 3 Jahre 😉 und kann dir erzählen was sie kann:
      Sprachlich ist sie für uns und die KiÄ sehr gut entwickelt. Sätze mit 5/6/7 Wörtern sind normal, so in etwa: „ Lisa lass das, ich mach alleine“ z.B. Sie spricht in der Ich-Form wie in der Vergangenheitsform 😘
      Motorisch ist sie dann eher „Durchschnitt“ ! Sie kann ihre Socken an - und ausziehen, ihre Hosen anziehen, zumindest bis zum Popo! Reißverschlüsse aufmachen ja, an Taschen usw auch zumachen... bei der Jacke muss man ihr dann auch helfen. Schuhe anziehen geht auch ganz gut. Dafür mag sie partout kein Laufrad etc. fahren 🤷‍♀️ Im selben Alter flitze die Große mit dem Lauftad um die Ecken! Naja und am trocken werden hat sie auch noch kein wirkliches Interesse. Klar saß sie auch schon auf der Toilette (mit Aufsatz 😉) aber im Moment möchte sie ihre Windel einfach noch. Ihre Schwester war in dem Alter bereits komplett trocken, auch Nachts! Sie malt gerne, schneidet mit der Schere einfache Schnitte ins Papier, sie hat eine wunderbare Fantasie, ist ein hilfsbereites Mädchen und ein Frechdachs 😘 also alles in allem ein ganz normal entwickeltes 2,5 jähriges Kind.
      Und genauso empfinde ich dein Kind, ganz normal entwickelt für 2,5 Jahre!
      Unsere Motte kommt im März direkt in den Kindergarten. In eine Gruppe mit 24 Kinder im Alter von 2,5 bis knapp 6 Jahren. Es gibt 2 Erzieherinnen und grundsätzlich 1 Praktikantin 😉 das war bei der Großen schon so und da hat es super funktioniert, und daher denke ich dass das auch bei der Kleinen klappen wird. Am Montag haben wir das Vorgespräch und bin aber ehrlicher Weise schon gespannt was und ob sich die letzten 5 Jahre etwas geändert hat!

      Viele liebe Grüße

      Hallo.

      Ich finde jedes Kind hat sein eigenes Tempo und man sollte sich da garnicht verrückt machen.

      Mit 2,5 konnte unserer noch nicht viel reden, sich nicht selbst aus und anziehen und vom trocken werden weit weg.

      Gestern ist er 3 geworden....er spricht den ganzen Tag. Kann problemlos sagen was er will, ist tagsüber trocken, kann sich alleine ausziehen, aber NICHT an.

      Brot schmieren? Kann er, das Brot ist aber dann total zerissen!

      Spielen tut er heute viel mehr mit anderen Kindern als noch vor einem halben Jahr.

      Ich finde es unprofessionell solche Dinge zu "erwarten"! Immerhin ist ja auch noch ein halbes Jahr Zeit und da kann noch viel passieren.

      Also die Erzieherin hat schon recht, wenn sie sagt, er muss sich alleine an und ausziehen können. Reißverschluss muss noch nicht, aber alles andere muss er hinkriegen, zwei Erzieher auf rund 25 Kinder können nicht jedes oder auch nur ein Drittel davon jedes mal an und ausziehen, wenn es rein oder raus, zum turnen geht.
      Auch das mit dem Essen muss er alleine können, auch hier ist in einer größeren Gruppe dafür keine Zeit.

      Sprachlich finde ich es soweit "In Ordnung", ich hatte auch die eine oder andere Nase dazwischen, die sprachlich so in den Kiga zu uns kam. Aber die Kinder haben sich durch die anderen schnell weiter entwickelt, das ist also ganz passend, er wird das aufholen können. Falls es nach drei Monaten Kiga gar keinen Unterschied gibt, würde ich aber mal beim Kinderarzt nach logopädie fragen um im Falle des Falles keine Zeit zu verlieren.

      Wegen der Eingangstür kannst du mit der Leitung sprechen, falls du da Bedenken wegen der Sicherheit hast. Und natürlich immer dem Sohn sagen, er darf nur raus, wenn Mama, Papa oder Erzieherin dabei sind.

      Hallo,
      Ich bin auch Erzieherin.
      Natürliche ist es schön, wenn dein Sohn sich schon gut Äußern kann, aber ein Muss ist es nicht. Wir bekommen viele dreijährige die nur sehr wenig sprechen.
      Auch ein Brot selbst schmieren können die wenigsten Kinder - sogar wenn sie schon älter sind.
      Wenn er sich noch nicht alleine anziehen kann bekommt er da selbstverständlich Unterstützung.
      Auch das Trocken werden wird im Kiga mit geübt, wenn die Kinder soweit sind.
      Ja, die Kinder müssen im Kiga schon selbstständiger sein, aber nicht direkt zu Anfang.
      So sollte es zumindest alles sein.


      Wird in der Krippe denn etwas für seine Sprache getan?

      Das nur eine Erzieherin für 25 Kinder da ist, kann niemals sein. Das ist gesetzlich verboten.
      Und warum sollte er abhauen können? Die Türen sollten geschlossen sein, solange sich alle Erzieher innen aufhalten.

      • Hallo und danke für deine Antwort 😊

        Ich hatte vor zwei Wochen das Entwicklungsgespräch und dort wurde mir gesagt, dass mein Sohn mit dem sprachlichen hinterher hinkt. Mehr wurde nicht gesagt.
        Aktuell wird das Thema „Gelb“ in der Krippe mit den Kindern durchgeführt.

        Ich wüsste nun nicht was die Erzieher sprachlich in der Krippe noch machen könnten? Sie singen ja auch mit den Kindern, malen, lesen vor, erklären usw.

        Wir singen auch viel mit ihm (er liebt Musik), ich lese ihm vor und erkläre ihm viel und er ist da auch sehr wissbegierig.

        Die Leitung meinte bei einem weiteren Termin nach dem Entwicklungsgespräch, dass normalerweise 2 Erzieher für 25 Kinder da sind. Sie meinte jedoch auch, dass bei Krankheit es auch vorkommen kann, dass nur eine Erzieherin da ist.
        Die Leitung ist wirklich sehr gut und hilft auch überall aus (auch dann wenn jemand fehlt). Aber man kann sich ja nicht drei teilen.

        Die Türen sind verschlossen. Jedoch können einige Kinder diese öffnen (ich meinte nicht das große Tor am Haupteingang Richtung Straße, sondern die Tür (Eingang/Ausgang) im Hauptgebäude. Diese kriege mein Sohn sogar auf. Zwar mit Mühe, aber wenn er sich dort gegen stemmt kriegt er sie auf.

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