Mittelohrentzündung ohne Antibiotikum?

    • (1) 05.02.19 - 13:55

      Hallo ihr Lieben...

      Unsere Lütte (2) fiebert seit Donnerstag mit fiesem Husten und triefender Nase, die Temperatur ist durchgehend um 39,5-40°... Leider ist unsere Kleine sehr sehr willensstark, was sie nicht, will sie partout nicht, so nimmt sie leider keinerlei Medikamente ein... Egal ob mit Bestechung oder mit "sanfter Gewalt", es bleibt nichts im Kind, auf Bestechung geht sie nicht ein, mit "Gewalt" würgt sie solange, bis das Medikament wieder raus ist, meistens inkl Mageninhalt... Zäpfchen gehen mit sehr viel Protest, allerdings auch nur zu zweit, also einer hält sie fest, der andere schiebt das Zäpfchen...

      Nun haben wir heute endlich einen Termin beim Arzt gehabt und unsere Püppi hat eine Mittelohrentzündung... Durch die Medikamente Problematik haben wir jetzt erstmal nur abschwellendes Nasenspray bekommen und sollen es damit probieren, sollte es dadurch nicht besser werden, müssen wir weitersehen, dann wird es wohl auf einen Krankenhausaufenthalt hinauslaufen...

      Unsere beiden Großen hatten nie Probleme mit den Ohren, daher habe ich in dem Bereich tatsächlich keinerlei Erfahrungen... Meint ihr, nur das Nasenspray reicht da aus? Hat da jemand Erfahrungen? Ich würde mit ihr ungern im Krankenhaus landen, damit sie Antibiose i.v. bekommt...

      LG

      • (2) 05.02.19 - 14:30

        Hatten wir vorletzte Woche. 7 Tage war das Antibiotika 3x täglich notwendig. Wie sonst sollen die Bakterien abgetötet werden die schon vorhanden sind? Versuch ihr doch mal zu erklären, dass wenn sie das Medikament nicht nimmt, sie dann ins Krankenhaus muss und man ihr dort weh tut. Ist nicht gelogen, die Nadel tut weh! Vielleicht hilft das?

        Wir haben die ersten Male auch gekämpft, ging nur mit sanfter „Gewalt“, also festhalten, aber er hatte sich nach 3 Tagen so daran gewöhnt, dass er den Mund freiwillig aufgemacht hat. Ich habe halt immer wieder positiv auf ihn eingeredet und gesagt das ist zaubersaft, der macht ihn wieder gesund. Mein Sohn ist 15 Monate.

        • (3) 05.02.19 - 14:37

          Meine hat aktuell auch gerade ne Ohrenentzündung und ich muss sagen dass wir überhaupt keine Probleme mit der Einnahme haben. Wir haben das Ceclor aufgelöst. Also es riecht und schmeckt total nach Erdbeere, ist ja schon so gemacht damit die Kleinen das nehmen. Meine fährt volm drauf ab. Die freut sich schon wenn ich mit dem Löffel komme 😂🙈 Wenns gar nicht geht würde ich es mit der Dosierspritze Schluck für Schluck geben. Das wird schon gehen. Mit Antibiotika geht sowas schon rascher vorrüber

          • (4) 05.02.19 - 14:45

            Keine Chance, hab es unten grad schon beschrieben... Wenn wir den Saft, egal welcher es ist, in sie reinbekommen, würgt sie solange, bis er wieder raus ist, das dauert maximal eine Minute... Nurofen schmeckt nun auch nicht schlecht, wir haben beide Geschmacksrichtungen probiert, in Saft und Joghurt gemischt, auch wenn man das nicht unbedingt machen soll, sie nimmt es nicht bzw kommt es wieder hoch... Ich bin da schon mehrfach verzweifelt mit ihr...

            Unsere beiden Großen waren nie so problematisch, was Medikamente angeht... Spätestens mit "Medizin soll nicht schmecken, sondern heilen" haben sie alles genommen...

        (5) 05.02.19 - 14:42

        Sie weiß, dass wir sonst ins Krankenhaus müssen, auch dass Nadeln weh tun, weiß sie von mir... Das interessiert sie alles nicht...

        Jeglichen Saft, den wir bisher probiert haben, landete nach Schlucken im Magen und spätestens in der nächsten Minute hat sie den Magen komplett entleert, ob es Hustensaft ist oder Nurofen, ist da unerheblich... Sie lässt es nicht drin und würgt solange, bis es raus ist... Sie ist schon öfter krank gewesen, da haben wir wirlich alles probiert... Auch in Saft oder Joghurt gemischt (auch wenn man es mit vielen Medikamenten nicht machen soll, das weiß ich) nimmt sie es nicht...

        Naja, notfalls muss ich in den sauren Apfel beißen und mit ihr ins Krankenhaus... Wäre nur schade, der Große wird am Donnerstag 10...

    (6) 05.02.19 - 14:40

    Eine Moe ist in den seltensten Fällen bakteriell. Also bringt ein Antibiotikum gar nichts.
    Abschwellende Nasentropfen und ein Schmerzmittel wie Nureflex oder Parkemedsaft reichen.
    Ich hatte selbst schon unzählige Mittelohrentzündungen.

    • (7) 05.02.19 - 14:46

      Gut, das beruhigt... Ich habe bisher wirklich keinerlei Erfahrungen in dem Bereich, unsere Großen hatten es eher mit den Bronchien und mit den Mandeln... Man lernt halt nie aus...

      • (8) 05.02.19 - 15:40

        Ich hätte einfach zu viel Angst davor das die Bakterien weit im Innenohr eindringen ohne Antibiotkum. Das kann tatsächlich ziemlich gefährlich werden. Es kann sein dass es Viren sind aber es kann genau so gut sein, das es sich um Bakterien handelt. Außerdem tut eine unbehandelte Mittelohr Entzündung irgendwann so weh, das es nicht zu beschreiben ist. Das wäre mir einfach zu riskant..

        Hast Du versucht das Antibiotikum als Tabletten auf Rezept zu bekommen. Die gibt es auch fast geschmackslos für Kinder oder sogar mit Geschmack. Die Tablette kannst Du dann total zerquetschen mit einen Löffel und die Tablette in ein bisschen Fruchtmus unterrühren. Bevor dein Kind überhaupt die Tablette schmecken kann, wenn überhaupt, ist der Fruchtmus doch schon im Magen.. Muss doch irgendwie gehen..

        (9) 05.02.19 - 16:07

        Na Ja, nur weil ein User es unwichtig und nicht für notwendig hält, eine Mittelohrentzündung bei ein kleines Kind mit Antibiotikum zu behandeln, muss es ja nicht korrekt sein..

        Es gibt einfach Regeln die von den Kinderärzten normalerweise eingehalten werden, was die Verschreibung von Antibiotikum angeht, bei eine Mittelohrentzündung beim Kleinkind.

        Wenn das Kind unter 2 Jahre alt ist und wenn die Temperatur über 39 ist, wird Antibiotikum verschrieben.

    Ja das stimmt.. ABER durch das geschädigte trommelfell kommen die Bakterien rein... also macht ein Antibiotika schon sinn

    (11) 05.02.19 - 15:49

    Das ist nicht korrekt.

    Klar gibt es Mittelohrentzündungen die durch Viren verursacht werden, aber meistens sind Bakterien die Ursache, wenn Kinder Mittelohrenttündung haben. Eine unbehandelte Mittelohrentzündung kann tatsächlich ein ziemlichem Schaden im Innenohr verursachen und einfach davon auszugehen dass es sich um Viren handelt, ist nicht gerade Verantwortungsvoll.

    Dazu kommen auch noch die extreme Schmerzen, die unerträglich Werden können. Einfach die Symptome mit Schmerzmittel zu behandeln ohne die Ursache zu bekämpfen, ist nicht den richtigen Weg, es sei dass man einen Abstrich machen lassen hat, der Viren als Ursache bestätigt hat.

    Ich gehe davon aus das der Arzt Ahnung hat und ziemlich sicher ist, dass es sich um eine bakterille Mittelohrentzündung handelt, wenn er eigentlich ein Antibiotikum verschreiben wollte.

    • (12) 05.02.19 - 16:40

      Ich glaub du hast keine Ahnung von einer Moe.
      Weißt du woher die Schmerzen kommen?
      Ich glaub nicht, nachdem was du schreibst.

      Noch dazu ist nicht jede Moe automatisch schmerzhaft.

      Ärzte, ja auch Kinderärzte verschreiben gerne vorschnell ein AB. Aber es gibt auch ein paar schlaue, die nicht so behandeln.

      Eines stimmt, eine Moe kann im schlimmsten Fall bakteriell werden, aber das kommt nicht so oft vor.
      Von daher ist es sinnfrei im Vorfeld ein AB zu verabreichen, sondern erst dann, wenn nachgewiesen ist, dass die Infektion bakteriell ist.

      • (13) 05.02.19 - 17:16

        Ein guten Arzt erkennt ziemlich gut durch die Symprome, Höhe der Temperatur und wie das Sekret im Ohr aussieht, ob ein Antibiotikum sinnvoll ist oder nicht. Da eine bakterielle Mittelohr Entzündung ohne Antibiotikum in schlimmsten Fall ziemlich gefährlich sein kann, Hirnhautentzündung etc, gehen die Kinderärzte meistens keinen Risiko ein, wenn:

        Das Kind unter 2 Jahre alt ist und wenn die Temperatur über 39 ist. Sowas kann ein guten Kinderazt besser einschätzen, als Laien in einem Forum. Deswegen finde Ich schon dass man aufpassen sollte, bevor man hier ein Antibiotikum als meistens unnötig hinstellt.

        Ich bin schon der Meinung dass man nicht unnötig Antibiotikum verschreiben sollte, aber es gibt halt Sachen wo es notwendig ist und ob es notwendig ist, sollte der Kinderarzt entscheiden.

        • (14) 05.02.19 - 18:16

          Mag ja sein, dass ich ein Laie bin.
          Aber ich bin 38 Jahre alt und habe seit meiner Kindheit viele Mittelohrentzündungen gehabt. So ca. 1 bis 2 im Jahr. Das hat bis heute angehalten.
          Keine einzige davon war bakteriell seit ich mich zurück erinnern kann.
          Nun ja vielleicht hatte ich zig mal Glück.
          Hätte ich jedes Mal sofort ein AB genommen, wäre ich heute vermutlich resistent gegen alle AB's

          Ich verstehe auch, dass man vielleicht gerade bei Kindern mehr Angst hat, dass dies und das passieren kann.
          Aber wenn man nur nach dem geht, dann kann ein AB genauso nach hinten los gehen, wenn man die Nebenwirkungen, die auftreten könnten beachtet.

          So gesehen kann immer etwas passieren. Egal ob mit AB oder ohne.

          • (15) 06.02.19 - 07:43

            Ich bin 31 und habe in meiner Kindheit gefühlte 20 Mittelohrentzündungen gehabt. Jeden Winter hätte Ich mit den Mist zu tun. Sogar fast jedes Mal im Winteruralub etc.

            Alle meine Mittelohrentzündungen waren Bakteriell. Am 2. Tag nach die erste Antibiotikum Einnahme waren meine höllischen Ohrenschmerzen, die Ich jedes Mal hätte, verschwunden. Jeden Abstrich weißte Bakterien auf.

            Siehst Du wie unterschiedlich es ist. Deswegen kann man nicht sagen dass Mittelohrentzündungen meistens durch Viren verursacht wird.

            Klar kann immer was passieren, aber als Mutter geht es mir erst Mal darum sicher zu stellen dass mein Kind keine Schmerzen hat oder bekommt und darum dass mein Kind nicht tagelang fast 40 Fieber hat, was tatsächlich auf Bakterien deutet. Dazu kommt auch noch dass es mir natürlich darum geht als Mutter, ein größeren Schaden im Innenohr zu vermeiden, was passieren kann wenn die Entzündung bakteriell ist und nur symptomatisch behandelt wird.

            Einfach Schmerzmittel zu geben und darauf hoffen dass die Entzündung von Viren. verursacht wird, würde für mich als Mutter niemals in Frage kommen.. Wie gesagt es ist meistens sichtbar für den Arzt ob die Entzündung von Viren oder Bakterien verursacht ist.

            Ich vertraue den KIA, sonst brauche Ich nicht dahin zu gehen..

(17) 05.02.19 - 15:59

Hallo, eigentlich wird immer ein Bluttest ( schnelltest am Finger) gemacht um den Entzündungswert zu bestimmen. Wurde dieser denn gemacht? Meine Tochter hatte vor 2 Wochen eine schwere Mittelohrentzündung mit sehr hohen Entzündungswerten ( 105) was mit Antibiotikum behandelt werden musste. 3 mal am Tag, ob sie es wollte oder nicht, wir haben sie "gezwungen". Die entscheidung haben wir ihr garnicht gelassen. Sie hatte auch 5 tage lang sehr hohes Fieber von 41grad. Unsere Ärztin meinte allerdings das sie nicht bei jedem Entzündungswert Antibiotikum gibt( bis 40 gibt es keins). LG

Hi,

Kind Nr1 war genauso. Ich habe es unbemerkt in ein Kleines Glas Limo gemischt. Da sie Limo nicht oft bekommen hat, hat sie es weder rausgeschmeckt noch Theater gemacht. Und es auch Ruck zuck ausgetrunken. Ist das eine Option für euch?

Mit war es lieber zu so unpädagogischen Mitteln zu greifen statt wegen sowas im Krankenhaus zu landen.

Viel Erfolg!

(19) 05.02.19 - 16:11

Häufig sind Mittelorentzündungen viral und müssen daher nicht mit Antibiotikum behandelt werden. Meist gibt man Antibiotikum wenn sie eitrig sind da das oft auf Bakterien schließen lässt.
Ich gebe meist Nasenspray und Otovowen Tr.und hab damit meist Erfolg.

Das ein Kind wegen einer MOE ins Krankenhaus muss hab ich noch nicht gehört. Hatten diesen Fall in unserer Kia Praxis auch noch nie.

(20) 05.02.19 - 16:47

Mir erschließt sich nie warum man seinem Arzt kein Vertrauen schenken kann.

Wenn die User hier andere Erfahrungen hätten, würdest du dann zum Kinderarzt gehen und sagen "...die Muttis von Urbia haben gesagt ihre Behandlung ist unzureichend?"

  • (21) 05.02.19 - 18:20

    Klar vertraue ich meinem Arzt, wenn nachgewiesen wurde, dass die Infektion bakteriell ist, spricht auch nichts gegen ein AB. Allerdings bestehe ich bei meinem Kind oder auch bei mir auf eine Untersuchung dahingehend.

    • Also bei unseren 3 Kids haben wir schon viele Mittwlohrentzübdubgeb durch und haben alle super ohne Antibiotika geschafft.
      Mit Nasentropfen und Schmerzmittel sah bei den Nachuntersuchungen alles super aus. Man merkt es aber auch sehr am Zustand des Kindes. Wenn es nach zwei Tagen nicht besser wird, hilft nur noch ein Besuch und dann ggf ein Antibiotikum.
      Gute Besserung!

(23) 05.02.19 - 20:13

Wir hatten bislang erst eine Mittelohrentzündung, da hieß es auch erst mal Nasentropfen, ruhig alle 2-3 Stunden und Nurofen gegen die Schmerzen (gut, das letzte ist für Eure Maus dann vermutlich keine Option, da müsste dann das Zäpfchen her). Wurde dann engmaschig kontrolliert, ob es besser wurde, und in der Tat, wir haben das schnell abgeblockt bekommen, schon einen Tag drauf war unsre Maus beschwerdefrei. Keine Ahnung, ob das daran lag, dass sie schon sehr früh gejammert hat 🤷🏼‍♀️

Drück die Daumen,
Doline

(24) 05.02.19 - 22:04

Hallo,

Versuchs mit otovowen Tropfen. Sind homöopathisch und für Mittelohrentzündung.
Hat unser Arzt empfohlen, er empfiehlt nämlich auch nur nasentropfen und ggf. Fieber Saft.

Die Tropfen sind super! Hab ich eigentlich immer zuhause. Kannst du mit saft mischen (da schmeckt man dann wirklich nix mehr - und meine Tochter ist wie dein Kind... Fieber Saft kommt postwendend zurück....) und anfangs wirklich viertelstundlich geben. Genau Menge musst googeln.
Nach paar Stunden sind die Schmerzen normalerweise komplett weg!

Obwohl meine Tochter auch immer Probleme hat, Medizin zu trinken, die gingen immer. Mischen sie immer im Schnapsglas (oder Geschirr aus Kinderkuche) mit saft und trinken "Schnaps"

Viel Erfolg!

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