Erfahrungsbericht Polypen und Ohr OP

    • (1) 17.02.19 - 12:09

      Meiner Tochter wurde mit 1,5 Jahren die Nasen Polypen operativ entfernt und Paukenröhrchen eingestzt. Dazu hatte ich vorher selbst viel recherchiert und möchte hier meine Erfahrung für ander betroffene Eltern teilen.

      Meine Tochter hatte ab beginn de Kita mit einem Jahr häufig Schnupfen und damit verbunden Mittelohrenzündungen. Zusätzlich bekam sie immer schlechter durch die Nase Luft und wachte häufig dadurch nachts auf. Am Tag begann sie nur noch durch den Mund zu atmen und verstärkt zu sabbern.

      Der Kinderarzt hat uns immer damit vertröstet, dass es besser werden wird und das erste Krippenjahr häufig so ist. Wir (Kind und Eltern) haben uns dann weitere 2 Monate mit den Sympotem und schlaflosen Nächten gequält. Wir haben Otriven und Koxhsalzlösung in die Nase geträufelt. Und dann immer wieder Otriven abgestzt damit die Schleimhäute nicht geschädigt werden.

      Auf Empfehlung einer Kollegin sind wir zum HNO Arzt gegangen, der nach der Beschreibung der Symtome die Diagnose vergrößerte Polypen und Paukenergüße gestellt hat. Sie hat dadurch auch schlecht gehört. Wir haben dann einen Monat mit gemischten Gefühlen auf den OP Termin hingefiebert.

      OP hat dann schließlich 15 Minuten gedauert und wir konnten nach 2 Stunden die HNO Praxis wieder verlassen. Der Zugang für das Narkosemittel in der Hand war schnell gelegt. Das Aufwachen war nicht so schön, aber nach einer Stunde Tränen und Geschrei dann doch vorbei.

      Die ersten 2 Tage nach der OP war sie weinerlich und angeschlagen. Nach einer Woche hat sich die Atmung durch die Nase deutlich verbessert und sie schläft nachts besser wegen der wieder freien Nase.

      Durch die negative Erfahrung beim Kinderarzt kann ich Eltern mit den beschrieben Symtomen nur Empfehlen eine Diagnose beim HNO Arzt einzuholen.

      • (2) 17.02.19 - 13:28

        Nachtrag: Wir hatten übrigens Zwiebelsäckchen, Otovowen, Globuli, Babix ausprobiert, alles ohne Erfolg. Wenn die Polypen die Nase verstopfen helfen die normalen Hausmittel leider nicht. Bei Erklärungen helfen sie hingegen gut. Hat Zeit, Geld und Nerven gekostet.

        (3) 17.02.19 - 13:40

        Danke für deine Erfahrungen!

        Mich würde interessieren, wie der HNO das festgestellt hat? Welche Untersuchung wurde gemacht und vor allem WIE ?
        Die kleinen halten ja nicht still...
        Ich hadere auch mit mir wegen HNO.

        • (4) 17.02.19 - 13:56

          Die Nasenpolypen sind leider nicht zu sehen, dass heißt der HNO hat die Symptome und den Krankheitsverlauf erfragt und daraus auf die Polypen geschlossen. Die Ohren werden schmerzfrei mit Schall untersucht. Wenn die Trommelfell nicht richtig schwingen ist Flüssigkeit im Ohr und die Kinder hören nur tiefe Töne und haben dann Hör- und Sprachprobleme.

          Der HNO Arzt meinte, dass man am deutlichsten die Nasen Polypen Probleme merkt, wenn das Kind ohne Schnupfen kaum Luft durch die Nase bekommt und durch den Mund atmet.

          Bei der OP wurde das Sekret aus den Ohren abgesaugt und dann, weil das Sekret dickflüssig war, Paukenröhrchen eingesetzt. Die Polypen waren wie erwartet stark vergrößert.

      • Bei unserem Kleinen (12Monate) wurde eine Endoskopie (kleine Kamera im Schlauch) gemacht. Ergebnis: 90% der oberen Atemwege durch massive Polypen verlegt.

        Er bekam ein Betäubungsmittel für die Schleimhäute in die Nase gesprüht und ich musste dann festhalten.
        Sehr unschön aber mit eindeutigem Ergebnis, das uns nun weiterbringt.

        Lg

        • Wenn man dann endlich ein Ergebnis hat, weiß man, wo man dran ist.
          Operieren sie denn schon in dem Alter?
          Unser HNO operiert erst ab 3 jahŕe...sollte es früher stattfinden, geht es in die nächst gelegene Kinderklinik.
          Würde ich glaube eh bevorzugen.
          Wir haben aber noch kein ärztl Ergebnis.

          • Unser HNO sagt, dass man wohl üblicherweise erst ab 2 Jahren operiert.

            Außer es gibt eine dringende Indikation. Die gibt es bei unserem Kleinen. Er hat unter anderem häufige schwere Lugeninfekte, die durch die permanente Mundatmung begünstigt werden.

            Operiert wird in der Kinderklinik mit stationärem Aufenthalt.

    (9) 11.03.19 - 14:21

    Vielen Dank das ihr das mit uns teilt. Mich würde interessieren wie die kleinen das ganze weg gesteckt hat und in wie weit und was ihr ihr erklärt hant bzgl der OP

    • (10) 13.03.19 - 10:46

      Mit 1,5 Jahren war sie noch zu klein um den Sachverhalt zu verstehen. War wie ein normaler Arztbesuch. Wir haben das Ganze nicht sonderlich thematisiert, sondern versucht ihr ein Gefühl der Geborgenheit zu vermitteln.

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