Trotzphase - wie reagieren?

    • (1) 22.02.19 - 08:33

      Hallo liebe Mami's,

      ich brauche heute mal einen Rat, wie ich am besten reagiere, wenn mein Sohn (wird in knapp 2 Wochen 2 Jahre alt) mir aus Trotz die Zunge raus streckt.

      Die Situation war folgende:
      Er hat sich beim anschnallen in den Kindersitz so steif gemacht, dass ich mit ihm schimpfen musste, weil ich ihn nicht angurten konnte. (Ich stand draußen im Regen und er bockte rum)

      Als wir dann losgefahren sind, höre ich, dass er mir die Zunge raus streckt und sehe es auch im Rückspiegel. In dem Moment war ich so perplex, dass ich einfach so getan habe, als hätte ich es nicht gesehen.

      Aber wie reagiere ich, wenn er mich aktiv dabei anschaut und das macht?

      Er geht seit August in die Kita und befindet sich seit gut 1 Woche in der "Willkommen in der terrible two Phase" sprich Sachen die vorher nie Thema waren (wir gehen jetzt heim vom Spielplatz) werden jetzt mit bocken, weglaufen etc. beantwortet.

      Liebe Grüße
      Mützimaus

      • Oh ja wer kennt das nicht. In der Situation hilft nur reden. Sag ihm das du das nicht schön findest. Was will man auch sonst tun. Das wird noch besser und dann hilft nur noch tief durchatmen und ruhig und konsequent bleiben. 😀

        Wenn du Zunge rausstrecken schon mit Trotzphase und Terrible Two verbindest, dann wünsche ich dir viel Spaß in den nächsten 16 Jahren.

        Bei solchen Kleinigkeiten hab ich nie groß reagiert. Das Kind will eine Reaktion und dann ist es langweilig, wenn keine kommt, oder eine, mit der die Kinder nicht rechnen. Die "Drohnung", dass ich da gleich einen Knoten reinmachen werde, damit die Zunge nicht so lang aus dem Mund hängen müsse, hat eigentlich immer gut funktioniert - und die Situation auch entschärft.

        lg

        Huhu! Lass ihn doch die Zunge raus strecken! Er findet das wahrscheinlich einfach nur lustig und dass man sowas "aus Respekt" vor seinem Gegenüber nicht macht, weiß er noch gar nicht. Wahrscheinlich hat er das im der Kita einfach mal irgendwo gesehen. Bei kratzen, beißen, treten usw. ist das natürlich was anders - das tut nunmal weh. Wegen einer raus gestreckten Zunge zu diskutieren, fände ich aus der Sicht des Kindes einach verwirrend.


        Meine Tochter ist vor 2 Wochen 2 geworden. Ich lass sie halt bocken, und wenn sie dann auf dem Boden rumrollt, dann warte ich bis sie wieder auf mich zukommt. Natürlich geht das nicht in jeder Situation: an der Straße muss ich durchgreifen, zum Beispiel, wenn sie mich nicht anfassen will. Dann trag ich sie rüber und lass sie in sicherem Abstand zur Straßenw eiter bocken. Meistens ist das nach ein paar Minuten vorbei.

        In Ruhe bocken lassen finde ich wichtig. Die Mäuse sind ja auch in der Situation total frustriert, sie kennen ja unseren Terminplan nicht oder haben nicht auf dem Regenradar gesehen, dass es gleich zu schütten anfängt und wir deswegen schnell nach hause müssen. Auch ist für sie noch nicht verständlich, dass wir das Brötchen an der Kasse erst bezahlen müssen und man beim Einkaufen nicht alles aus den Regalen nehmen und sich angucken kann. Das ist ganz normal. Ich lass ihr so viele Freiheiten, wie es geht, beim Einkaufen und zu hause. Und durch die blöden Bock-Situationen müssen wir genauso durch wie unsere Mäuse.

        Was würde ich in der Situation mit der Zunge machen? Ich würde sagen: Ich weiß, du möchtest jetzt nicht mit dem Auto fahren und das muss jetzt sein. Gut, dass du jetzt drin sitzt." Und selbst die Zunge raus strecken. Was soll man auch anderes tun? :-)

        Ich schimpfe in solchen Situationen nicht, natürlich bin ich manchmal genervt und reagiere gereizt, das bekommt die Kleine auch mit. Aber Schimpfen? Im Grund wird das Kind gegen seinen Willen angegurtet - klar, muss sein und ich verstehe auch, dass das mit dem Regen total blöd ist - aber dein Kind kapiert das wahrscheinlich nicht, findet den Regen toll und versteht gar nicht, warum du schimpfst - klar, dass es da nicht mitmachen will. Blöde Situation, aber ich denke, schimpfen bringt da gar nix.

        An der Straße hab ich immer "gebetsmühlenartig" wiederholt, dass die Straße gefährlich ist und sie mich deswegen anfassen muss. Wenn sie nicht angefasst hat, hab ich sie auf den Arm genommen und bin rüber oder sie zurückgehalten, bis sie mich angefasst hat und bin dann mit ihr zusammen rüber gegangen, natürlich dann gelobt, dass das ja jetzt doch super klappt. Das kostet Nerven, aber mittlerweise hat sie es gut verstanden und sagt dann von sich aus "Straße gefährlich, Mama anfassen".

        • Zusatz: Ich denke nicht, dass meine Tochter mit ihren zwei Jahren weiß, was "gefährlich" heißt. Aber sie versteht es nicht, hat aber einen "Begriff" dafür und gleichzeitig eine Handlungsaufforderung. Ich habe das Gefühl, dass sie das dann auch einfach so hinnehmen kann, wenn man das in den wiederkehrenden Situationen immer wieder sagt.
          Anfangs hat sie viel nach Papa gefragt, wenn er zum Beispiel nach längerem Urlaub wieder zur Arbeit musste. Wir haben immer wieder gesagt "Papa ist auf der Arbeit", natürlich weiß sie nicht, was "Arbeit" bedeutet. In ihrer Wahrnehmung heißt es wahrscheinlich so viel wie "Papa ist jetzt nicht da aber kommt bald wieder". Wenn Papa oder Mama kurz mal weg müssen, dann sagt sie selber "Papa/Mama Müll runter" oder "Papa/Mama Wäsche aufhängen", weil das in ein paar Situationen halt genau so war und wir das entsprechend kommuniziert haben, sie kennt auch den Müll und Wäschekeller. Auch wenn sie teilweise nicht weiß, was es bedeutet, so hat die Situation für sie "einen Namen" und sie weiß genau, was passiert, also ob wir kurz weg sind oder länger.
          Das führen wir halt in den typischen Situationen, in denen Trotzreaktionen zu erwarten sind, weiter. Bisher fahren wir damit ganz gut und haben so typische Situationen, in denen es anfangs immer Trotz gab, entschärft und diese sind nun auch entspannt.

          Natürlich wird es immer wieder andere/neue Situationen geben und grad wenn die Kleinen etwas machen wollen und das nicht klappt, kann man auch nicht viel tun als daneben stehen und abwarten.

          Aber denke immer daran: Zumindest im Moment macht dein Kleiner nichts, um dich zu ärgern! :-)

      Hi,

      ich hab das immer ignoriert oder mitgemacht, sprich auch die Zunge rausgestreckt, je nach Situation. Ging dann schnell vorbei.

      Die erste Pups und Kaka Phase haben wir so auch gut überstanden. Hab dann auch öfter mal Pups zu ihm gesagt und er fand das dann doof. Mal schaun wie lange es anhält. 😅

      Ich habe mir zu der Trotzphasen Zeit angewöhnt alles anzukündigen und dann aber eben auch strikt durchzuziehen.
      Also, wir gehen gleich, du kannst jetzt noch 2 Sandkuchen backen, dann ist Schluss (mit demWort gehen gleich, können die Zwerge ja nix anfangen)
      Wenn wir danach noch was gemacht haben z. B. zum Bäcker gehen, habe ich ihn dann auch damit gelockt.
      Komm, schnell einpacken, dann gehen wir zum Bäcker und du bekommst eine Dampfnudel.

      Das hat oft gut funktioniert und leider manchmal auch nicht, dann hab ich halt ein heulendes kind im Buggy gehabt, ist halt so. Ich hab ihn getröstet und erklärt, warum es so ist und dann ging es heim.
      Unterwegs hat er sich auch meist schnell beruhigt. Zu Hause gingen die Schreikonzerte auch Mal 30 Minuten, wenn ihm etwas nicht gepasst hat. Kein Süßes weil es gleich Essen gibt, blauer Becher statt grün, obwohl er ja den blauen wollte. Nutella Toast, wie gewünscht, auf ein Mal sollte es Honig sein.

      Achja, es war ein wundervolles Jahr. 😂😂

    • Ich weiß nicht was daran schlimm sein soll, würde eher drüber lachen oder es einfach ignorieren. Das hat auch nichts mit Manieren zu tun oder anderes, da finde ich hauen, treten oder an den Haaren ziehen viel schlimmer und das sollte nicht ignoriert werden, ich glaube da hilft auch kein reden. Einfach nicht beachten, dann ist es sowieso uninteressant.

      lg

      Fandest du es echt jetzt sooo schlimm das dir dein Sohn 1 mal die Zunge rausgestreckt hat?
      Das wird erst der Anfang sein Sorry 🤣

      Unsere Wird 3 und hat kann sehr gut rotzen und trotzen wie man so schön sagt.
      Selbst wenn du es sagen würdest lass das sein dann macht Er es erst recht.
      Da es ein Spiel ist.
      Unsere kann auch zwischendurch hauen und kratzen wenn Madame schlechte Laune hat. Da wird sie auf die Treppe gesetzt und ignoriert bis sie sich entschuldigt.

      Wenn sie vom Spielplatz nicht weg will was nicht oft passiert wird sie einfach auf dem Arm genommen und zum Auto gebracht. Da kann sie noch so toben. Das ist uns dann egal. Deiner ist erst 2 stell dich drauf ein das es jetzt noch harmlos ist es wird schlimmer. Aber das ist nun mal so

      Also irgendwie muss er ja seinen Ärger rauslassen und das ist doch für das Alter eine super Methode.
      Denn ganz ehrlich: Da kannst du drüberstehen! ;-)

      Wenn es dich beschäftigt, solltest du es auch nicht ignorieren. Ignorieren ist immer doof und pädagogisch einfach nur Mist.
      Sag halt "Ich weiß, dass du wütend auf mich bist, weil ich dich so ins Auto gestopft habe. Das kann ich verstehen. Ich hoffe dein Ärger geht bald vorbei." - durch solche Aussagen können Kinder lernen.
      Denk immer dran, du bist die Erwachsene von euch beiden. Nach dir richtet sich dein Sohn, du bist sein Vorbild. Du solltest auch gar nicht in irgendeine "Rolle" schlüpfen, von der du denkst, so müsstest du als Mutter handeln. Sei authentisch und sag ihm ruhig, wenn du das doof findest, aber halt ganz einfach "Fühlt sich für mich doof an, wenn du das machst" ohne dabei wütend zu werden oder enttäuscht zu klingen oder zu erwarten, dass er deswegen damit aufhört. Das muss er gar nicht, du hälst das schon aus, aber es ist gut, wenn du deine Werte transparent gestaltest.

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