Kann ein 12 Monate altes „Baby“ oder Kleinkind schon ein Trauma haben?

    • (1) 23.02.19 - 14:45

      Hallo!
      Gestern passierte etwas ganz schlimmes; ich brachte das Geschirr zum wegräumen in die Küche und die kleine Maus spielte mit ihren Geschwistern im Wohnzimmer, wir waren wirklich nur 1 Minute in der Küche. Plötzlich hörten wir sie würgen und gingen gleich zu ihr. Habe aber nicht damit gerechnet das sie gleich knallrot wurde und keine Luft bekam, ich hielt sie immer unter der Achsel oder unter dem Hals als Kopfstütze und massierte ihr fest den Rücken aus, als klopfen nichts brachte. Sie konnte nur alle 15 Sekunden mal Luft holen und so atmete sie das Teil (im
      Nachhinein wussten wir, es war ein Mini Stück Plastik, normal hätte sie das schlucken können aber es verfing sich bei der Luftröhre. Sie hatte das scheinbar irgendwo gefunden unter dem Sofa etc.) immer wieder ein. Sie wurde ganz blau nach einer Weile wo sie länger kaum Luft bekam und ich machte natürlich mit den erste Hilfe Maßnahmen weiter aber schrie natürlich die ganze Zeit weil ich dachte sie stirbt. (Die Rettung haben wir übrigens unmittelbar nachdem wir sie gefunden hatten gerufen, da ich dieses Mal spürte das es ernst wird.) die Kinder und ich waren natürlich total hysterisch während der Mann mit der Rettung telefonierte. Nach ganzen 4 Minuten überlebenskampf wo sie auch etwas Blut spuckte, griffen endlich unsere Maßnahmen und das Teil rutschte weiter vor und der Mann konnte es genau in dem Moment rausholen. Danach wurde ihr kurz schwummrig und sie war für paar Sekunden bewusstlos. Dann Traf die Rettung ein aber da ging es ihr zum Glück schon besser. Im KH war sie total ruhig aber erholte sich gut von den Strapazen, die Ärzte mussten außer Untersuchungen nichts mehr tun. Seit gestern isst sie nun sehr wenig, trinkt zwar aber auch weniger als sonst und Milch abends verweigert sie. Sie ist auch total ruhig. War sie zwar schon immer aber nicht so krass. Sie will die ganze Zeit plötzlich 24 Stunden nur getragen werden und kuscheln. Essen tut sie auch heute eher weniger. Und kuschelt noch immer am liebsten die ganze Zeit. Kann so ein kleines Kind also auch schon ein kleines Trauma haben? Mein Mann und ich hatten zwar gestern ein richtiges Trauma aber heute geht es uns allen schon besser. Wir lachen spielen etc. Also an uns kann ihr Verhalten nicht liegen. :-)
      Würde mich freuen wenn mir jemand helfen könnte? Bzw sagen könnte ob sowas geht? :-)

      LG

      • Ob das nun "Trauma" heißt weiß ich nicht. Aber klar kann das Verhalten noch von dieser Situation herrühren. Ich bin nicht zart besaitet aber hatte doch etwas Gänsehaut bei deiner Schilderung. Sie hat eure Panik gespürt, hatte selbst Angst und war im KH - natürlich hat sie das mitgenommen. Dazu hat sie vielleicht auch noch etwas Halsschmerzen, weshalb sie nichts essen möchte und ist auch so etwas ängstlich beim Schlucken?! Ich würde es weiter beobachten und ihr den Wunsch nach Nähe erfüllen. Sie muss sich ganz sicher erstmal von dem schrecklichen Ereignisse erholen.

        • Ja wir waren auch richtig fertig. Immerhin dachte ich mein Kind stirbt mir in meinen Armen weg. :-(

          Und natürlich geben wir ihr jetzt die Sicherheit und Kuscheleinheiten die sie braucht :-) es hat mich nur interessiert ob sowas vom Vorfall kommen kann.

          Danke dir für deine Nachricht. LG

          • Gottseidank ist es gut ausgegangen. Ja, ein 12 Monate altes Kind kann traumatisiert werden. Aber mach dich nicht fertig, denn Traumen gehören irgendwie zum Leben dazu. Sie wird es überwinden. Sie hat eure Unterstützung. Ihr habt ihr sofort geholfen.
            LG

      Hi,

      das ganze Tamtam außen rum mit Hysterie, KH Aufenthalt plus die eigene Panik, kann einem Kind schon zusetzen.
      Ich denke nicht, dass sie ein Trauma hat, eher, dass der Tag einfach mega anstrengend für sie war, plus zusätzlich wahrscheinlich noch Beschwerden im Halsbereich wegen dem Fremdkörper und ggf. auch im Rücken von deinem Klopfen.
      Da sind die Zwerge ja dann auch gerne mal anhänglicher.

      Bitte stell sie ärztlich vor. Es kann gut sein dass sie Speichel oder Blut oder ein Stück vom Plastik inhaliert hat und jetzt eine Lungentzündung hat oder entwickelt. Im besten Fall ist es doch nur Ersxhöpfung, aber wenn sie so ruhig ist ...

    • Ach du meine Güte ihr armen. Ich habe beim lesen selbst unbewusst den Atem angehalten.
      Zum Glück ist alles gut gegangen und es geht der kleinen Maus wieder gut.
      Ich hoffe ihr habt das ganze sehr bald vergessen...

      Auch wenn ich Dir nicht weiterhelfen kann, möchte ich euch allen alles gute wünschen und fühlt euch gedrückt 🍀

      Lg

      Ob nun Trauma oder nicht, es wird sie auf jeden Fall beeindruckt haben! Von meinen Kindern kenne ich Ähnliches. (Mein Ältester hat sich mit knapp 19 Monaten die Stirn aufgeschlagen und musste genäht werden, mein Mittlerer ist mal verloren gegangen - heißt: einmal weggeguckt, dann war er plötzlich weg, aber zum Glück schnell wiedergefunden, mein Jüngster musste schon zwei Mal für zwei Tage zur Überwachung ins Krankenhaus nach einem Unfall.) Wenn es bis Montag nicht besser ist oder gar Schlimmer, würde ich trotzdem den Kinderarzt zumindest mal anrufen. Nach seiner Platzwunde mochte mein Ältester erst auch nur Weiches essen, Banane und so. Alles Gute Euch!

      Oh Gott.... mir läuft ein Schauer über den Rücken. Ein Glück ist alles gut gegangen. Ich denke auch, das sie etwas traumatisiert ist bzw. noch etwas geschockt. Ich glaube aber auch, dass das wieder vergeht. Die Kleine weiß womöglich gar nicht so richtig was passiert ist. Es kann aber auch sein, dass das Plastik, falls es Kanten hatte, im Rachen kleine Kratzer gemacht hat, die jetzt wehtun. Meine Nichte hatte als Baby mal einen Pfennig verschluckt. Das war genauso schlimm. Sie ist auch richtig blau angelaufen.

      Logisch kann ein Kind ein Trauma davon tragen. Selbst die Geburt kann traumatisierend für ein Baby sein und in Momenten die trickern flackert dann Panik auf.

      Ich meine. Eine Freundin der Familie kam ein Monat vor Weihnachten zur Welt. Ihre Mutter dachte damals es wäre nett für ihre Tochter einen Weihnachtsmann zu organisieren. So kam der Nachbar im Kostüm. Panik bei ihr als Baby und bis heute wechselt sie die Straßenseite wenn sie Weihnachtsmänner sieht... und sie ist heute 38!

      Mein Sohn hat schon öfters Momente gehabt die so bleibenden Eindruck hinterlassen haben, das er es anschließend längere Zeit gemieden hat.

      Einmal hat er staubgesaugt da war er ca 13 Monate alt und hat sich selbst das hosenbein angesaugt... er hat Monate gebraucht um nicht panisch vorm Staubsauger wegzulaufen. Heute kann er wieder damit umgehen. Aber damals... Drama über Monate.

      Auch so unmittelbar nach sowas. Als mein Sohn den 1. Fieberkrampf hatte ist er mir gut 2 oder 3 Tage nicht von der Seite gewichen und war extrem kletterd obwohl nicht mehr fiebernd.

      Uiuiui da bleibt einen ja selber das Essen im Halse stecken wenn man Sowas liest.
      Uns ist Sowas zum Glück noch nie passiert aber meine Kinderärztin hat bei meiner Tochter relativ kurz nach der Geburt eine traumatherapie begonnen natürlich nur mit mein einverständnis, weil sie eine sehr harte/traumareiche Geburt hatte.

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