Gedanken über 2. Kind - Haben wir uns unterbewusst schon entschieden?

    • (1) 06.03.19 - 11:47

      Hallo liebe Mamis,

      Unser Sohn ist 20 Monate alt. Die ersten Monate waren nicht leicht. Er hat sehr viel geweint, ob es nun Bauchweh etc war, oder er sich in der neuen Welt "einfach" schwer getan hat... man weiß es nicht.
      Er ist auch heute noch sehr fordernd und es ist schon anstrengend (sein Schlafverhalten etc.). Aber er ist ein Sonnenschein und ein aufgewecktes Kerlchen :-) Mein Mann und ich lieben ihn über alles.

      So, nun machen wir uns seit einiger Zeit Gedanken bzgl. einem zweiten Kind...
      -wird es wieder so schwierig wie beim ersten
      -noch weniger Paar Zeit
      -finanzielle Gedanken
      -Geschwisterchen für unseren Sohn wäre aber sicher so toll
      - und und und .. Ich denk ihr wisst es selbst am Besten.

      Also wenn wir uns dafür entscheiden würden, hätten wir gerne einen Abstand von ca. 3 Jahren. Also im Sommer diesen Jahres schwanger werden, wäre super.

      Nun kam mir gestern ein neuer Gedanke. Bei diesen ganzen Überlegungen... haben wir uns unterbewusst etwa schon GEGEN ein zweites Kind entschieden?
      Ich mein, wenn man gerne ein zweites möchte, dann sagt man sich doch gleich JA und überlegt nicht sooo viel.

      Wie seht ihr das?

      LG
      biabas

      • Ich finde nicht das man sich automatisch gegen was entscheidet, nur weil man sich mit evtl "negativen" Seiten beschäftigt.

        Wir haben uns schon vorm ersten Kind Gedanken um finanzielles..Karriere.. Wohnsituation.. ehe mit Kind etc.. trotzdem wollten wir ein Kind. Da es nun Zwillinge sind.. entfällt die Frage noch einmal zu stellen..weil wir von vorne rein nur 2 Kinder wollten und das ist weiterhin so.

        (3) 06.03.19 - 12:27

        Vor dem ersten Kind haben wir uns natürlich auch Gedanken gemacht, aber da war es irgendwie einfacher. Schließlich wussten wir dass wir ein Kind möchten.
        Beim zweiten ist es so viel schwieger... vielleicht weil man einfach schon weiß wie es ist mir Kind...

        Unsere Tochter war auch kein einfaches Baby, bzw. jetzt Kleinkind.
        Sie war ein Schreibaby und lange allgemein sehr unzufrieden und brauchte
        immer die volle Aufmerksamkeit. Auch nachts war lange "Party" angesagt :)

        Von Herzen habe ich mir immer ein zweiten Kind gewünscht. Der Kopf jedoch sagte mir immer "wart noch". Mit 2. J. wurde aber vieles besser. Unsere "Rahmenbedingungen" haben sich auch gebessert. Wir haben mehr Hilfe von Familie und finanziell geht es uns auch gut. Daher wünschen wir uns ein zweites. Der Abstand wäre dann halt circa 4 Jahre, wenn's klappt.

        Ich hoffe das zweite wird kein Schreibaby mehr. Und wenn doch, dann habe ich wenigstens schon Erfahrung damit, und weiss auch, dass es irgendwann vorbei ist.

      • Hallo.
        Ich finde es sehr realistisch und normal, dass man sich mit allen Seiten beschäftigt, die ein 2. Kind mit sich bringen. Auch ich fand die Entscheidung für ein 1. Kind viel leichter. Aber nun weiß man was auf einen zukommt und wie sehr man tatsächlich eingeschränkt ist, vor allem als Mama in der ersten Zeit. Und man weiß auch wie sehr man sein 1. Kind liebt und macht sich Gedanken ob man dem dann noch gerecht werden kann... Und ob die Zeit für sich selbst und die Paarzeit zu sehr drunter leiden...

        Finanzen und Platz waren bei uns schnell geklärt. Auch das Herz sagt ja zu einem 2. Kind. Wie es dann tatsächlich wird, kann man einfach nicht sagen... wir haben uns dafür entschieden. Aktuell sind wir wieder im 1.ÜZ.

        Dazu muss ich sagen dass wir es schon mal probiert hatten und es dann im Januar 2018 in einer MA endete. Bis jetzt haben wir uns nicht wieder bereit gefühlt, auch weil eben unsere erste Tochter sehr anstrengend war im letzten Jahr. Schlechter Schlaf und Autonomiephase... mein Mann sagte er will gar nicht mehr. Bis Silvester.

        Wenn es gleich klappt ist sie 3 und ich denke dann wird man beiden gut gerecht.

        Lasst es auf euch zu kommen. Wenn der Wunsch größer wird werden die negativen Gedanken weniger.

        Alles Liebe

        (6) 06.03.19 - 13:03

        "Wenn der Wunsch größer wird werden die negativen Gedanken weniger"

        Das hast du schön geschrieben.

        Es ist wahrscheinlich wirklich eine Herzensentscheidung. Wenn natürlich alles andere passt, also finanziel etc.

        Wir möchten eben keinen zu kleinen Abstand, weil es einfach wirklich anstrengend ist und ich hoffe, dass wenn unser kleiner 3 ist, alles etwas einfacher wird.

      • Das ist unterschiedlich. Solche Gedanken können auch kommen und gehen und wieder kommen. Ich sag immer, alles kommt so wie es kommen soll.

        Mein 1. Kind war nicht nur selbst anstrengend sondern die Schwangerschaft war es und die Zeit nach der Geburt hat lange auch eine potenzielle Entstehung unmöglich gemacht, da ich über ein Jahr mit Vaginisumus durch die Saugglocke kämpfen musste. Das ist wie ne Vergewaltigung beim GV oder beim Frauenarzt - höllisch schmerzhaft wenn irgendwas eindringen soll!

        Nach 2 Jahren war ich bzw. wir bereit für ein 2. Kind und das das so schnell geklappt hat, da waren wir beide positiv überrascht. Ich selbst kann zumindest dem Volksmund recht geben. Sowohl was die 2. Geburt betrifft (die ich als Spaziergang empfand von der Einfachheit, wie im vorbeigehen) als auch das Baby selbst. Klar hat er seine abendlichen Jammerzeiten. Aber das ist pillepalle gegen den Großen und an sich ist der Kleine viel entspannter (ist aber auch erst 5 Wochen alt).

        Hallo,
        wir sind aus diversen Gründen zu der Überzeugung gekommen, es bei einem Kind zu belassen. Es sei denn, irgendwann ist der Wunsch wieder (annähernd) so groß, wie beim ersten. Ich glaube nämlich, wenn man wirklich will, einem mit einem Kind was fehlt oder es der Herzenswunsch ist, ein zweites zu bekommen, sind einem diese Kopflastigen Gründe egal oder sie rücken zumindest in den Hintergrund. Dann nimmt man Schlafmangel etc auch gern wieder in Kauf. Unser Weg zu unserem Sohn war sehr hart, die Schwangerschaft war nicht leicht, mit vielen Wochen Krankenhausaufenthalt und die Nächte sind heute noch nicht toll. Trotzdem würden wir, wenn jemand die Zeit zurück spulen würde, wieder genau diesen Weg gehen und uns für ihn entscheiden. Weil er die Erfüllung eines oder des Herzenswunsches überhaupt ist. Solange man solche präsenten Zweifel bezüglich eines zweiten Kindes hat, hat man sich glaube ich, zumindest für den Moment, dagegen entschieden. Aber vielleicht wacht ihr ja auch eines Tages auf und denkt "super, jetzt ist es soweit, wir sind bereit". :-)
        LG

        (9) 06.03.19 - 15:35

        Ich verstehe dich gut. Beim ersten lief es bei uns auch völlig anders als erwartet. Totales Wunschkind, was dann aber so viel weinte, dass wir völlig überfordert waren.
        Ich hatte eine Wochenbettdepression und unsere Partnerschaft hat darunter auch gelitten. Den Spatz liebe ich aber über alles und auch wenn die Vernunft nein zum zweiten Kind sagt, möchte mein Herz es trotz allem.
        Gebt euch einfach noch was Zeit und schaut was euer Gefühl euch sagt.

        Also wir sagen definitiv nein zum 2. Kind
        1. Wir sind ü40
        2. Gefahr für Zwillinge oder ein behindertes kind ist hoch
        3. Finanziell würde es gehen aber dann kann ich wieder nicht arbeiten
        4. Weiss ich nicht ob ich das 2. Auch so lieben könnte wie das 1.
        5. Müssten auf vieles verzichten Urlaub Freizeit. Denn Oma würde bestimmt nicht auf 2 aufpassen
        6. Und ich will nicht wieder von vorne anfangen....Baby alter ist für mich das anstrengend gewesen.

        Aber das ist unsere Meinung dazu. Redet ihr noch mal im sommer darüber

        (11) 06.03.19 - 19:49

        Hallo,
        ich finde es jetzt grundsätzlich überhaupt nicht unnormal sich beim zweiten Kind „mehr“ Gedanken zu machen. Beim ersten Kind hat man ja doch oft die berühmte „rosarote Brille“ auf, man hat eine Traumvorstellung wie es sein wird mit seinem eigenen, kleinen, süßen Baby🤪 beim zweiten Kind weiß man dann aber, dass eben auch mehr dazugehört und es manchmal auch nicht einfach ist. Und wenn man dann noch ein ziemlich „anstrengendes“ erstes Kind hatte, ist dieses Denken doch nur umso natürlicher. Also nein, ich denke nicht, dass man beim zweiten Kind genauso euphorisch „Ja- Sagen“ muss, dafür schätzt man die Situation einfach realistischer ein😉 Das einzige das im Grunde ja sagen muss ist das Herz und wenn die Zweifel überwiegen, dann lasst euch doch noch etwas Zeit🤗
        Bei mir war es z.B. unheimlich schwer mich für ein Zweites zu entscheiden. Wir hatten unseren Großen sehr früh bekommen und es kam zu der Zeit nicht in Frage ein Zweites zu bekommen. Und irgendwann hatten wir das Gefühl den Punkt einfach verpasst zu haben. Aber letztlich hat das Herz gesiegt und unser Sohn wurde mit 11 Jahren großer Bruder😊

        Liebe Grüße

        Arlia

        Unsere erste war auch sehr schwierig bzw ist noch sehr fordernd. Wir wollten erst nicht dann b haben wir uns doch dafür entschieden. Allerdings klappte es früher als gedacht ( erstes Kind Kiwi Praxis) . Wir haben 21 Monate Unterschied und es ist oft sehr anstrengend, gerade weil die große noch fordert U schlecht schläft. 3 Jahre Unterschied finde ich aber deutlich besser. Bei der großen hat sich viel getan, jetzt ein Baby wäre leichter wie als sie 2 würde. Wir hatten das Glück dass unsere zweite deutlich einfacher ist. Sonst wüsste ich auch nicht wie ich das gemacht hatte.

        Wir sind in einer ähnlichen Situation. Meine Tochter ist auch 20 Monate alt und der Wunsch nach einem Geschwisterchen wird langsam stärker.
        Aber es stimmt schon was hier viele geschrieben haben, beim zweiten macht man sich mehr Gedanken und hat einen realistischeren Blick.
        Und zusätzlich finde ich noch, dass man ja schon ein existierendes Kind hat. Das zweite ist ein Wunsch, ein Traum. Aber das erste ist real und man trägt eine sehr gravierende und ernstzunehmende Verantwortung für dieses!
        Ich muss körperlich und psychisch fit genug sein, meine Beziehung muss gut genug funktionieren und die äußeren Umstände müssen passen. Wenn dem nicht so ist, geht man meiner Meinung nach schnell ein zu großes Risiko ein für das erste Kind, nicht unter guten Bedingungen aufzuwachsen. Und das wollen wir ja alle nicht. Das führt natürlich dazu, dass man sich viel mehr Gedanken macht.

        Ich glaube also nicht, dass ihr euch unbewusst schon gegen ein zweites Kind entschieden habt. Ich glaube bloß, dass ihr verantwortungsbewusst seid!

        Ich denke vielleicht schon .ich wusste immer ich bzw wir wussten immer ,dass wir zwei wollten ,auch als es eine ganz schwierige Phase gab .für uns wäre aber ein altersunterschied von 3 Jahren eher schon zu weit auseinander gewesen .unsere beiden liegen nur 2 auseinander :) wir haben gar nicht erst so lange überlegt :-) (natürlich stimmen bei uns die Grundvoraussetzungen )

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