Ist das normal? Krippeneingewöhnung

    • (1) 08.03.19 - 13:37

      Hallo zusammen,
      Ich bräuchte mal eure Erfahrung, um einzuschätzen, ob es in allen Krippen so läuft oder nur in unserer🙈
      In unserer Gruppe gibt es 2 Vollzeit und eine Teilzeit Kraft plus eine Praktikantin. Aber irgendwie spielen die so gut wie gar nicht mit den Kindern. Sie sind immer mit irgendwas beschäftigt, aufräumen, organisieren etc. Ansonsten sitzen sie dabei und ermahnen recht viel. Ist das normal so? Ich hatte mir da irgendwie viel mehr interaktion vorgestellt🤷🏼‍♀️
      Es war jetzt die erste Woche, ist es da üblich, dass die bezugserzieherin maximal 2x am Tag Kontakt aufnimmt mit meiner Tochter?
      Oh Mann, das ist so schwer, ich werde einfach gar nicht warm mit den Erzieherinnen, hab aber auch keinen Vergleich...
      Erzählt mal, wie läuft es bei euch?

      • Also ich kann dir nur von meinem Erfahrungen erzählen. Unser Sohn ist jetzt 20 Monate und geht seit September auch in die Kinderkrippe, in die selbe wie unsere große damals schon ging, da wir total begeistert waren. Es gibt dort 3 Erzieher und max. 9 Kinder. Liegt vielleicht auch an der Gruppengröße. Aber unsere Erzieher tanzen und singen mit den kleinen, es wird gebastelt, zusammen Bücher entdeckt, mit den Bällen aus dem Bällchenbad lustige Abwerfspiele gespielt. Aber die Kinder beschäftigen sich auch ganz viel alleine, vorallem wenn sie im Sommer mit der Gruppe auf den Spielplatz gehen. Aber ich empfinde dem Umgang dort als äußerst liebevoll. Jedes Kind hat auch eine Bezugsperson, die die Eingewöhnung übernimmt usw. Und zu der hat auch mein Sohn eine super Beziehung, da wird sich umarmt und gekuschelt..... es ist schön zu sehen.

        Wenn du ein sehr ungutes Gefühl hast dort, würde ich das vielleicht etwas beobachten und wenn du nicht wirklich warm wirst, dann vielleicht doch nochmal nach einer Alternative umsehen.

        LG

        Wir hatten im Januar Eingewöhnung und bei uns gibt es 2 Vollzeit Kräfte u ab u an eine Aushilfe. Aber ich bin sehr zufrieden. Die Erzieher haben immer wieder Kontakt zu meiner Tochter gesucht ohne sie zu überfordern. Es wird viel gespielt, gekuschelt, Fingerspiele gemacht, gesungen, getanzt. Meine Tochter war in 2 Wochen eingewöhnt u geht sehr gern hin. Natürlich spielen die Kinder auch mal alleine aber die Betreuer sind immer ansprechbar u im Kontakt. Ich glaube das eigene Bauchgefühl ist da schon entscheidend. Wenn du ein schlechtes Gefühl hast ist evtl ein Wechsel in eine andere Gruppe möglich?

        Deine Beschreibung ist ziemlich ungenau, da kann man schwer einschätzen, ob das "normal" ist...
        Was heißt denn z.B. den ganzen Tag? Seid ihr noch in der Eingewöhnung? Warst du wirklich einen Tag lang dort oder nur 2 Stunden? Je nachdem, finde ich es nicht dramatisch, wenn nur 2 mal Kontakt zum Kind aufgenommen wird bzw. ich würde erwarten, dass man das situationsabhängig macht. Warum das Kind "stören", wenn es sich wohl fühlt und erkundet?
        Wenn die Kinder miteinander spielen, finde ich es völlig ok, dass die Erzieher währenddessen etwas räumen, organisieren o.ä. - das spielen an sich würde ich jetzt nicht gerade zur Hauptaufgabe der Erzieher zählen. Ich seh es eher so, dass sie zum Spielen (oder anderen Aktivitäten) anregen... In den Krippen die ich kenne, gibt es zwischen 8 und 11 Uhr Spielzeiten und mehr oder weniger angeleitete Angebote (z.B. gemeinsames basteln, malen aber auch draußen toben). Diese wechseln täglich und je nachdem, welchen Tag man erwischt, ist halt viel oder wenig Interaktion zwischen Kindern und Erziehern.
        Wenn die Erzieher ein Kind, was Hilfe, Beschäftigung oder einfach Kontakt sucht, direkt und mehrmals abweisen würden, fände ich das nicht ok. Dann muss das Umräumen o.ä.einfach warten. Aber wie gesagt, wenn die Kinder beschäftigt sind, muss man es auch nicht erzwingen...
        Mit dem Ermahnungen, das lässt sich auch schwer beurteilen. Wenn sie das 1 Stunde ausschließlich machen, dann käme es mir auch komisch vor.

        • Entschuldige, man will immer keinen Roman schreiben und dann vergisst man wichtige Infos:)
          Also, wir hatten diese Woche die erste Woche Eingewöhnung. Wir waren immer so von neun bis kurz vor zwölf, als die anderen Kinder schlafen gegangen sind.
          Deswegen frage ich ja, ich kann mir gut vorstellen, dass das alles so richtig ist und nur meine Erwartungen einfach anders waren.
          Ich glaube, das es grade eine Mischung ist aus meinen falschen Erwartungen, generellem Problem mit der frühen Kita (sie wird am Wochenende 13 Monate) und der Tatsache, dass ich mit den Erzieherinnen einfach menschlich nicht so gut kann.

      Um deine Frage zu beantworten (Ist das normal?), müsste man ein paar Infos haben.
      Wie alt ist dein Kind? Woher hast du die Info zur Frequenz der ontaktaufnahmen/Interaktionen? Du bist ja nicht den ganzen Tag da und das Kind wird das vermutich nicht so erzählen.

      • Mein Kind ist fast 13 Monate. Wir sind noch in der Eingewöhnung, daher bin ich noch die ganze Zeit dabei. Ich seh halt auch bei den älteren Kindern keine besonders liebevolle Interaktion, es wird vormittags eine Aktivität angeboten und sonst ist einfach freies Spiel. Das finde ich im Prinzip völlig ok! Nur ist meine Tochter halt noch echt klein und sehr anhänglich, da mache ich mir einfach sorgen, dass sie zu sehr alleine gelassen wird...

        • Was spricht dagegen, genau das auch zu kommunizieren? Du kannst doch einfach fragen. Wobei das wirklich Themen sind, mit denen die Erzieherinnen von sich aus auf uns zugegangen sind. Beim Vorgespräch ein paar Tage vor Krippenstart waren wir nochmal eine Stunde in der Gruppe und dabei wurde uns ganz viel erklärt: zum Tagesablauf, zum Essen, zu den ersten Regeln... Im Laufe der Eingewöhnung hat man uns immer erklärt, warum bestimmte so oder so gemacht werden.

          Grundsätzlich finde ich, dass heute viele Eltern viel zu schnell über Wechsel von Kita, KiGa, Schule, Turnverein usw nachdenken. Vor allem finde ich doof, wenn Kinder permanent aus ihren Umfeld gerissen werden, ohne dass man vorher versucht, Dingezu besprechen.

          Für Euch wäre es ja aber ein bisschen anders. Wenn Du Dir bei der anderen Einrichtung sicherer bist und ihr den Platz jetzt gar nicht akut benötigt, würde ich das Kind vielleicht bis September zu Hause lassen. Das kannst aber nur Du entscheiden. So oder so würde ich zeitnah das Gespräch suchen und Fragen stellen. Bestimmt haben die Erzieherinnen Gründe für ihr Verhalten. Euch alles Gute!

    Tatsächlich wars bei der Eingewöhnung unseres Mini in der Kita auch so, dass die Erzieherinnen nicht so viel auf ihn zugegangen sind. Uns wurde aber auch erklärt, dass sie ihn am Anfang nicht überfordern wollen mit ständigem neuem Kontakt. Der Mini hat ganz ganz viel beobachtet und so lange er interessiert war, hat man ihn gelassen. Erst ganz langsam hat die Bezugserzieherin ihn immer mehr angesprochen, wenn er von sich aus kam. Das war - zumindest für unser Kind - so genau richtig, weil er so ganz viel gucken konnte und es viele "freiwillige" Kontaktaufnahmen durch ihn gab. Frag doch einfach mal nach. Unsere Erzieherinnen haben auf Nachfrage alles immer erklärt und es war für uns dann völlig okay.

    "Streng" sind unsere Erzieherinnen auch. Die Kinder werden schon dazu angehalten bestimmte Sachen zu machen oder zu lassen. Das passiert alles in einem sehr lieben Ton, aber auch bestimmt. Da geht es zum Beispiel darum, dass bestimmte Schubladen nicht ausgeräumt werden sollen oder andere Kinder nicht geschubst werden oder so. Ich war erstaunt, wie gut die Kinder da hören, obwohl sie ja noch echt klein sind.

    Wie gesagt: Frag nach - und zwar die Erzieherinnen Deines Kindes. Nur die können Dir sagen, was sie wie handhaben und warum.

    • (10) 08.03.19 - 19:48

      Das mache ich:)
      Wir sind nur in der „doofen“ Situation, dass wir eine zweite Zusage für einen Platz ab September haben und bis Montag entscheiden müssen, ob wir abbrechen oder nicht...

      • Wenn du mit den Erziehern nicht warm wirst, dann würde ich die Einrichtung wechseln.


        Bei uns in der Krippe sind die Erzieher zwar auch mit Dingen wie Essen richten, mal was aufräumen usw beschäftigt, aber sie haben die Kinder sehr individuell im Blick, lassen sie zwar während der Freispielzeit (7h30 bis 9h) "in Ruhe" spielen, aber interagieren, lesen vor, wenn ein Kind ein Buch bringt, singen, wenn die Kinder tanzen usw.

        In der Eingewöhnung sind sie auf unsere Kinder auch nicht sofort zugegangen, sondern haben erst Raum und Zeit gegeben, damit das Kind die Umgebung und die Abläufe kennenlernen kann.

        Du hast dich innerlich schon entschieden. Gebe vielleicht der zweiten Kita eine Chance.

        Ps.: Erzieher die nur rumwuseln und die einzige Kommunikation zu den Kindern Ermahnungen sind, würde ich arg hinterfragen.

        Höre auf deinen Bauch!

Also in unserer Krippengruppe wird viel gekuschelt und gemacht. Klar, müssen sich die Kinder auch mal alleine beschäftigen, aber meistens sitzt immer eine Erzieherin mit auf dem Teppich und hilft bei diversen Problemchen z.b. die Bahn aufbauen, den Kaffee trinken der aus der spielküche gebracht wird, die Hausschuhe richten... 😅
Wenn du noch einen alternativen Platz woanders hast, würde ich dort abbrechen. Klar, die Eingewöhnung ist meist für Mama schwerer als fürs Kind, aber ein gutes Gefühl solltest du schon haben.

Viel Erfolg!🍀

Also bei der Eingewöhnung fand diese damals in der Gruppe statt. Sprich alle wurden gleichtzeitig eingewöhnt, ergo waren die Erzieherinnen mehr damit beschäftigt sich 100 Fragen zu stellen die die einzelnen Mütter hatten. Es ist auch nicht der Sinn einer Erzieherin permanent die Kinder aktiv zu bespaßen. Auch wenn das lieblos klingt und meine Schwiegermutter bemängelt das auch mit "die sitzen ja nur rum". Man darf 1. die Verhältnisse nicht vergessen. Wenn 3 Erwachsene Personen auf 12 Kinder aufpassen und jeder einem Kind auf Deutsch permanent am Hintern klebt, bekommen sie nicht mit was die anderen 9 Kinder machen. Sie sind zum unterstützen, zum schlichten da und natürlich auch individuell zum trösten wenn ein Kind das benötigt hängt dieses auch mal lange Zeit auf dem Schoß einer Erzieherin. Beschweren würde ich mich, wenn die Erzieher die meiste Zeit gar nicht im Raum anwesend wären und die Kinder unbeaufsichtigt wären. 2. ist es für die Entwicklung in dem Alter besonders wichtig frei zu spielen. Die Aktive Förderung wird erst frühestens ab 2/3 Jahren relevant. Vorher macht das wenig Sinn, daher werden bei uns in der Einrichtung auch nur einmal die Woche die Kinder gefördert, die im Folgeseptember in den Kindergarten wechseln. (Kochen Marmelade, Trockenwerdtraining, Ausflüge etc.). Die Singen und Tanzen auch mit denen oder malen und basteln. Aber nicht jeden Tag und nicht die komplette Betreuungszeit über. Im Normalfall machen sie nur 2x die Woche vormittags was mit denen wie basteln oder letztens haben sie Kresse angesäht in Töpfchen und 1x die Woche nachmittags (Bewegungsbaustelle Freitags wo ein Parcour aufgebaut wird) und täglich im Morgenkreis ein Lied und hopsa tralala und das wars von 6 Stunden schlafen die Kinder 2 Stunden, ca 1 Stunde essen sie mit Frühstück, Mittag und Nachmittagssnack und 30-60 Minuten und das auch nicht jeden Tag wird was aktiv gebastelt, gemalt, gekocht oder weis der Geier was. Der Rest der Zeit ist Freispielzeit. Morgens und Nachmittags werden die Kinder die ersten und letzten 2 Stunden sogar zusammen gelegt von den Gruppen (auch weil hier noch nicht alle Kinder komplett sind). In der Freispielzeit hocken die Erzieher eigentlich nur wie Aufpasser im Raum, quatschen, räumen auf, organisieren irgendwas. Oft erleb ich es das ich mein Sohn abhol und ein oder zwei Erzieher irgendwas ausschneiden und machen was sie für irgendeine Aktion am Folgetag brauchen.

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