Mutter-Kind-Kur Wochenbettdepression

    • (1) 12.03.19 - 08:57

      Hallo.
      Ich möchte gerne bald wieder schwanger werden. Mein kleiner ist 2 Jahre alt. Nach der ersten Geburt hatte ich eine schlimme Wochenbettdepression und musste in die Psychiatrie.
      Ich habe große Ängste und das Gefühl, die schwere Zeit nochmal aufarbeiten zu sollen, bevor ich wieder schwanger werde.
      Macht da eine Mutter-Kind-Kur Sinn? Gibt es vlt. Sogar Kliniken die darauf spezialisiert sind?
      Liebe Grüße Ronja

      • Wende dich mit dieser Frage an die Rentenkasse, die haben meist einen guten Überblick über die Kurhäuser und können dir da weiteres zu sagen.

        Es gibt extra Beratungsstellen für die Beantragung von Kuren, da würde ich mal nachfragen. Ansonsten ist der Hausarzt oder bei dir vielleicht Therapeut auch ein guter Ansprechpartner.
        Ich persönlich denke, dass da eher eine Kurzzeittherapie hilfreich wäre, wo es um genau dieses Thema gehen kann.

      Hallo jade wow ich bewundere dich. Ich hatte sich schwere Wochenbett Depression war sogar in der geschlossenen Psychiatrie.
      Ich hatte sehr lange damit zu kämpfen - ging sicher über ein Jahr u so wie vorher bin ich nicht mehr.
      Ich wollte immer 2-3 Kinder - das hat sich bei mir erledigt. Hab solche Angst das das dann wieder kommen würde und das will ich auf keinen Fall.
      Daher bewundere ich deinen Mut!
      Ich hab gehört das es aber anscheinend eher selten ist das diese Krankheit wieder kommt bei der zweiten Geburt ..
      Ich würde es auf mich zukommen lassen.
      Ich hab es schon kurz vor der Geburt gespürt - und dann sofort handeln .
      Wünsche dir alles liebe
      Charly

      • Liebe Charly, danke für deine Antwort. Sie macht mir Mut.
        Ja der Wunsch nach einem weiteren Kind ist stärker als meine Angst. Ich möchte diesmal einfach auf das schlimmste vorbereitet sein. Beim letzten mal traf es mich völlig unerwartet.
        Mir geht es aber auch wie dir. Ich bin seitdem nicht mehr die gleiche und ein gewisser Schatten haftet auf mir.
        Meinen Sohn liebe ich über alles und ich bereue trotzdem nie, ihn bekommen zu haben.

    (7) 13.03.19 - 07:19

    Liebe Jade,
    auch ich finde Deine Entscheidung mega mutig und toll. Ich traue mich auch nicht, zu sehr lastet das alles noch auf mir.
    Ich weiß, dass es in z.B. Bonn,Hamburg und Berlin Kliniken gibt, die im Akutfall ambulant und stationär betreuen.
    Da werden meist auch Schwangere begleitet, die vorher erkrankt sind, also präventiv. Ob es in Deiner Nähe so ein Angebot gibt,weiß ich nicht, aber über die Seite von Schatten und Licht kannst Du in einer Liste nachschauen.


    Ich nutze Deine Frage mal und schließe mich mit einer Frage an, ich hoffe das ist ok für Dich.

    Habt ihr irgendwie damit abschließen können, dass Euch diese Krankheit so viele Momente in der Babyzeit genommen hat? Bei mir kommt es immer wieder hoch und ich trauere sehr, dass die ersten Monate nur Kampf gegen die Krankheit und Tränen waren, anstatt Babyglück.

    Wie geht es Euch damit?

    • (8) 14.03.19 - 19:39

      Ich trauer der Zeit auch nach. Mache deswegen Therapie, aber ich glaube, dass es ein Teil von mir bleiben wird. Ich akzeptiere immer mehr, dass das ganze passiert ist. Aber 100% verzeihen kann ich es mir nicht. Dabei weiß mein Kopf, dass ich nichts dafür kann. Mein Herz sagt manchmal etwas anderes.
      Danke auf jeden Fall für den Tipp mit den Kliniken und der Seite. Da schaue ich definitiv mal nach!

Guten Abend,
Auch ich hatte nach der ersten Geburt eine schwere Wochenbettdepression mit Psychiatrieaufenthalt.
Ich wollte eigentlich nie wieder Kinder. Aber auch bei uns war der Kinderwunsch irgenwann größer als die Angst vor der Krankheit. Nach 4 Jahren haben wir uns zu einem 2. Kind entschieden.
Ich wollte aber nicht blauäugig in das Vorhaben stürzen. Bei uns an der Uniklinik gab es ein spezielles Programm "psychisch gesund für zwei" nennt sich das. Dort habe ich mich angemeldet und die haben mich in der Schwangerschaft und nach der Geburt begleitet.
Ich hatte allerdings auch nach der 2. Schwangerschaft eine PPD. Die ist jedoch glimpflich verlaufen. Ich wusste mit den Symptomen umzugehen, habe zeitig genug reagiert und habe das ganze im Keim erstickt. Es war bei weitem nicht so grauenhaft und schlimm wie beim ersten.

Eine Kur habe ich nie gemacht, obwohl ich eine beantragt hatte. Die hatte ich auch bewilligt bekommen, jedoch hatte ich gerade meinen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben und da habe ich mich dagegen entschieden.

Alles Gute.

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