Kind deutlich weiter entwickelt...

    • (1) 17.03.19 - 08:22

      Hallo,

      Ich wollte mal fragen, ob es hier noch andere Eltern von Kindern gibt, die geistig deutlich weiter sind als ihr eigentliches Alter?

      Meine Kleine ist jetzt, 2,5 Jahre als und auf dem Stand einer 4 jährigen. Wie spricht schon lange wie ein Kind in dem Alter, kann bis 15 zählen und von alleine das ABC aufsagen. Man muss dazu sagen, dass wir ihr das nicht beigebracht oder geübt haben mit ihr... Wir konnten auch schon feststellen, dass unser Kind uns bewusst "Unwahrheiten" erzählt um an ihr Ziel zu kommen. Die Kleine ist ziemlich selbstbewusst, eigenständig und überschätzt sich sehr selten mit ihren Fähigkeiten. Sie ist charakterlich dazu sehr geduldig und ausdauernd um an ihr Ziel zu gelangen. Sprachen schnappt sie schnell auf (wächst auch zweisprachig auf) , so das sie auch Englisch und Spanisch immer wieder mit uns teilt, also Farben und Zahlen bzw Lieder... Spricht man sie in der Sprache an, antwortet sie auch...

      Die Kinderärztin von uns ist etwas erstaunt, da unsere Maus sonst noch keine 90cm groß ist und etwa so 11/12 kg erst wiegt.

      Wie geht ihr bei euren Kindern damit um?

      • Ihre Fragen beantworten und schauen dass sie geistig ausgelastet sind. Evt auch falls es Defizite z.B. in der Motorik gibt diese gezielt durch z.B. Kinderturnen fördern oder auch ein Musikinstrument lernen dann mit 4 oder 5. in zwei Jahren dann so ungefähr darüber nachdenken wann sie eingeschult wird. Und dann bleibt die Frage ob sich das stetig weiter entwickelt oder ob sie im einen oder anderen Bereich stagniert weil ihr anderes wichtig ist und gleichaltrige aufholen. Gerade zahlen und Buchstaben sind aus meiner Erfahrung Fenster die aufgehen und es ist ein paar Monate ein riesiges Interesse und ebbt dann wieder ab. Meine Tochter schreibt mit 3,5 mehr als mein Sohn mit 6 konnte und hat zur Zeit ein riesiges Interesse an allem was mit Buchstaben und schreiben zu tun hat, aber wie sich das zur Einschulung entwickelt werden wir sehen. Bis jetzt mach ich mir keine Gedanken drum.

        • Meine kleine hat das Interesse seit mehr als einem Jahr an allem was zahlen und Buchstaben sind.

          Motorisch ist sie völlig normal entwickelt, also keinerlei Rückstände...

          Wir fördern sie schon so, dass sie ausgelastet ist, aber auch so, dass es gesund ist für sie...

      Mein Sohn wird nächste Woche 3.

      Uns wurde letztes Jahr zum Entwicklungsgespräch bereits in der Krippe mitgeteilt das er geistig mind. ein Jahr weiter ist und Kinder die teils ein Jahr älter wären sein Denken nicht an den Tag legen würden.

      Er fing zwar mit 8 Monaten das freie Laufen an und richtig sprechen begann erst mit 21 Monaten. Dafür hat er aber rasend aufgeholt und redet nun jeden zu dem er Vertrauen hat in Grund und Boden. Er schaut regelmäßig über Tablett so Kindervideos wo es um Farben geht (die sind generell nur auf englisch und spanisch zu finden). Mittlerweile ist grün - green (bzw. gwieeen spricht er es) und lila wurde in purple abgelöst. Er spricht ganze Sätze, zwar manchmal grammatikalisch nicht ganz korrekt (er hat es gerade mit mir und mich sowie dir und du, oder wirft Gegenwart und Vergangenheit/Zukunft durcheinander bei Verben. Aber das ist auch bei älteren Kinder nicht unüblich.)

      Er ist ein Tüfftler und hat mit etwas Geduld (welche er nur beim tüffteln hat nicht im Alltag!) schnell Systeme durchleuchtet und weis wie was funktioniert oder kann es umsetzen nach einmaligem zeigen. Da tut sich sein bester Freund der ein Monat älter als er ist, wesentlich schwerer. Der ist auch im vergleich zu meinem wesentlich grobmotorischer unterwegs. Dabei hat mein Sohn einen Schlaganfall um die Geburt gehabt und einen spastischen rechten Arm - in der linken Seite ist er aber schon sehr fein für sein Alter.

      Zählen in der richtigen Reihenfolge kann er seit ca 3-4 Monaten auch (vorher hat er es wild durcheinander geworfen) und bis 5 kann er manchmal sogar Dinge zusammenrechnen. Er kann auch mit den Fingern die Zahl die er sagt andeuten und zeigt 3 Finger wenn er sagt, das er jetzt bald 3 wird. Er will allerdings dahingehend gefördert werden. Wenn wir zur Krippe gehen müssen wir über eine Straße und wenn wir warten müssen weil Autos kommen, sagt er immer "Autos zählen" und dann zählen wir die Autos die an uns vorbei fahren bis wir die Straße passieren können. Auch sortiert er alles was farbig ist in Farben, selbst essen wie Gummibärchen.

      Das Alphabet kann er auch, weil er ein Spielzeug hat das das klassisch singt wo L-M- N-O-P wie ein Wort klingt und ohne pause durchgeschnauft wird. Daher ist das für ihn glaub eher ein einstudiertes Lied was er sich merken kann als das er das ohne Melodie auch wiedergeben würde. Wenn man mit A und B beginnt fängt er sofort an in dem Rhytmus weiter zu machen. Buchstaben erkennen kann er aber noch nicht (wäre auch echt krass).

      Was ich total komisch finde. Wirklich jedes Kind in seinem Alter stellt diese Warum Fragen die man irgendwann schon nicht mehr hören kann. Er gar nicht. Maximal ein "Was ist das" und dann fängt er an sich die Funktion von irgendwas zusammenzureimen und erklärt einem die Welt wie sie ihm gefällt. Manchmal sehr logisch, manchmal sehr utopisch und fantastisch und manchmal urkomisch aber dennoch nachvollziehbar wie er zu dem Schluss kommt.

      • "Buchstaben erkennen kann er aber noch nicht (wäre auch echt krass). "

        Als so krass würde ich das nicht bezeichnen. Unser ist auch so einer, der sich für Farben, Formen, Buchstaben und Zahlen super interessiert. Er kann das Alphabet und Zahlen bis 20 lesen, seit er anderthalb Jahre ist. Monatelang hat er statt selber zu malen uns immer gesagt, welchen Buchstaben oder welche Zahl wir schreiben sollten, habe noch einen riesen Stapel mit Papier, wo nur so Zeug drauf ist #rofl In der Kita wurden wir auch drauf angesprochen, auch mit etwas "Entsetzen" - aber ich meinte "Dafür kann er keinen Esel von nem Pferd unterscheiden - weil es ihn einfach nicht interessiert." Jetzt ist er 3 und sein Zahlenverständnis hat sich zwar erweitert (er weiß nun auch wirklich, wieviel 3 sind etc und zählt selbst an den Händen ab), aber beim Lesen hat sich in den anderthalb Jahren nicht mehr getan.

        An die TE:
        Sprachlich ist unser laut Pädagogin in der Kita ein Jahr weiter. Aber für mich hatte die Aussage eigentlich keinerlei Bedeutung. Jedes Kind hat seine Stärken und Schwächen und die Schwankungen, was ein Kind in welchem Alter kann sind viel viel größer, als man denkt.
        Also mir stellt sich die Frage gar nicht, wie ich damit "umgehe". Ich gehe einfach darauf ein, was er sagt, was ihn interessiert, genauso wie ich es bei anderen Kindern tun würde. Ich wüsste gar nicht, wo da Probleme oder Fragen aufkommen sollten #gruebel

        Achja magst du mal ein Beispiel sagen, wo sie bewusst Unwahrheiten erzählt? Ich glaube generell tun das alle Kinder, sie sagen etwas, weil sie sich eine bestimmte Reaktion erhoffen. Das hat nicht unbedingt damit zu tun, dass sie wissen, was eine Lüge ist.

        • Meiner kann auch bewusst Unwahrheiten erzählen. So behauptet er nicht selten er wurde von irgendeinem von uns geschimpft (wenn man ihn normal auf was aufmerksam macht, ala "pass bitte auf du fällst sonst hin") oder einer von uns hätte ihn gehauen. Und kommt dann zum anderen Elternteil, der den angeblich schimpfenden oder hauenden Elternteil schimpfen soll.

          Auch erzählt er immer, dass einer seiner Krippen Freunde "weggebracht" (klingt wie ne Deportation oder Entführung) wurde. Wenn man ihn Fragt und war der R. auch da? "Nein der wurde weggebracht." Naja das andere Kind war aber glasklar am selben Esstisch wie er gesessen bei seiner Abholung, soviel zum "wegbringen".

          Das geilste (und für das Alter nix bemerkenswertes) ist aber. "Hast du die Wand angemalt/dieses oder jenes kaputt gemacht?" und er total stolz "ja" sobald ich ihm aber ein Feedback gebe, was eher einem Tadel gleicht ala "das machen wir aber nicht, sonst muss ich schimpfen wenn du das nochmal machst"... rudert er sofort zurück "ich war das nicht, das war Papa/Oma oder auch mal sein 7 Wochen alter Bruder oder die Katzen!" #kratz

          Muss im übrigen auch sagen, dass jedes Kind so seine Stärken und Schwächen hat. Ich würde nie bewusst fördern (außer seinen gehandicapten Arm natürlich) sondern geh einfach auf seine Wünsche ein, irgendwas zählen zu wollen, zu sortieren, zu malen etc. Ich glaub aber auch das sich einige dieser anfänglichen Vorsprünge und Affinitäten irgendwann jenen angleichen die einfach etwas länger brauchen. Und wie jedes Kind (du mit dem Vergleich Esel und Pferd nicht unterscheiden) ist das auch nur dort ausgeprägt wo sein Interesse hingeht. Ich konnte in seinem Alter so ziemlich jede Automarke auswendig, mein Cousin jeden erdenklichen Dinosaurier bei seinem lateinischen Namen benennen. Mein Sohn mag zwar Tiere aber nur so oberflächlich. So ist bei ihm ein Mops oder eine französische Bulldogge schon mal ein Schwein, ein Chihuahua eine Katze und ein Zebra ein Pferd. Dafür weis er wiederrum was eine Taube von einer Ente unterscheidet.

          • Worte und die Semantik dahinter sind für Kinder noch sehr getrennt.
            Wenn man ein Kind fragt: "Hast du schon einen Keks gegessen?" Dann ist für das Kind nebensächlich, ob es den Keks tatsächlich gegessen hat oder nicht, es geht mehr darum, was seine Antwort bewirkt. "Nein" heißt: ich kriege einen Keks. "Ja" heißt: ich kriege keinen.
            Oder sie sagen die Sachen so, wie sie sich eigentlich wünschen, egal wie unwahrscheinlich das ist.

            Es gibt ein cooles Experiment, das zeigt, ob Kinder sich tatsächlich schon in die Sicht anderer hineinversetzen können, was ja die Voraussetzung fürs lügen ist, da sie ja davon ausgehen, dass der andere dann etwas anderes als die Wahrheit denkt. Man zeigt dem Kind eine Bilderbuchgeschichte, in der ein Kind mit einer Puppe spielt. Das Kind legt die Puppe in eine Schublade und geht aus dem Zimmer. Ein anderes Kind kommt herein und nimmt die Puppe aus der Schublade, spielt damit und legt sie dann unters Bett. Das erste Kind kommt darauf hin wieder ins Zimmer und will seine Puppe haben: Wo wird es wohl zuerst gucken?
            Bis zu einem gewissen Alter sagen Kinder, sie würde unters Bett gucken, da sie nicht verstehen können, dass sie etwas wissen, was das Kind aber nicht weiß.

            Also das ist jetzt ja überhaupt nicht wichtig zu wissen, ob ein Kind diese Fähigkeit hat oder nicht! Ich fands nur interessant :-)
            Apropos Bilderbuch: Meiner checkt zB nicht, dass in einer Geschichte mit mehreren Bildern auf einer Seite eine Person oder ein Gegenstand immer der gleiche ist. Für ihn sind da halt 6 verschiedene Kinder, die einfach genau gleich aussehen #rofl

            • (8) 19.03.19 - 17:47

              Super lustig. Mein 3 jähriger liebt die Geschichte vom Lebkuchenmann. Er sagt immer wieder guck mal Mama da ist wieder einer. Natürlich ist es immer der gleiche. Selbst mit Erklärungen kann er es nicht verstehen. Tja leider nicht hochbegabt. :-))))

              • (9) 19.03.19 - 19:50

                Erstens würde ich daran definitiv keine Hochbegabung ausmachen. Zweitens, was heißt schon "leider", die meisten Hochbegabten haben dafür in einem anderen Bereich eine ebenso extreme Tiefbegabung und oft ist es mehr Fluch als Segen. Ich muss sagen ich habe lieber ein glückliches Kind, als ein "hochbegabtes".

                Aber ich weiß ja was du meinst :-p Lustig ists manchmal schon, was für die Kleinen unglaublich ist, was für uns so völlig verständlich ist. Meiner denkt zB auch, dass er zwar gerade immer größer wird, aber irgendwann dann auch wieder kleiner und ein Baby ist #sonne

    Hallo, wer hat das beurteilt, dass sie auf dem Stand einer Vierjährigen ist? Ich würde zunächst den Ball flach halten und weiter beobachten.

    Meine Tochter (Frühchen) ist im Winter 2 Jahre geworden und kann auch das was du beschrieben hast. So extrem besonders finde ich das jetzt nicht, was nicht heißt, dass ich nicht verdammt stolz auf sie bin.

    Liebe Grüße

    (11) 17.03.19 - 14:16

    Hm, ich finde die Dinge die du aufgezählt hast (zumindest das mit den Zahlen, Buchstaben und Sprachen) für 2,5 Jahre jetzt nicht sooo ungewöhnlich. Habe das schon öfters gehört von Kindern in dem Alter. Mein Sohn konnte in dem Alter bis 20 zählen und die Zahlen (bis 10) sowie fast alle Buchstaben ablesen (er hat uns immer alle Autoschilder „vorgelesen“).
    Bis zu seinem 3ten Geburtstag ist das Interesse an den Zahlen und Buchstaben aber deutlich abgeflacht und er interessierte sich gar nicht mehr dafür, haben es auch nicht weiter gefördert.
    Jetzt mit 3,5 kommt das Interesse wieder und er wollte bis 30 zählen lernen und interessiert sich für leichte Rechenaufgaben (was ist 2+2 usw). Die Buchstaben hat er in der Zeit aber scheinbar wieder verlernt, er kann das Alphabet zwar einigermaßen aufsagen aber wenn ich ihn frage was das für ein Buchstabe ist, dann weiß er das oft nicht mehr (mit 2 wusste er es). Wir beantworten ihm alle Fragen, aber fördern das bewusst nicht aktiv weiter. Ich will nicht unbedingt, dass er noch vor der Vorschule rechnen und lesen kann und sich dann langweilt und Quatsch macht bzw auffällig wird (hört man ja oft).
    Also mein Tipp, wenn das Kind etwas wissen will oder von sich aus unbedingt lernen will, dann die Fragen beantworten. Ansonsten die offensichtlichen Stärken nicht in diesem Alter schon mit irgendwelchen Lernapps oder Büchern fördern sondern eher die Bereiche fördern wo das Kind vielleicht eher unterdurchschnittlich ist.

    • (12) 17.03.19 - 21:14

      Interessant, wie sich die Fähigkeiten mit der Zeit wieder verlieren... Ist mir beim Lesen gerade so eingefallen. Meine Tochter konnte mit 2 oder 2,5 Jahren einige Bücher auswendig, ein Jahr später, keinen schimmer mehr davon... Das ist glaub ich normal, auch im Bezug auf Buchstaben und Zahlen. Das Interesse kommt und geht...

Huhuuuu, ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen, wir haben hier auch so ein kleines “Genie“ zuhause 🙈
Kinderarzt und auch die Erzieherinnen aus der Kita sagen dass er überdurchschnittlich entwickelt ist 🙈
Er ist jetzt 2,3 Jahre alt und ist unheimlich clever.
Als kleine Beispiele: er beherrscht in null Komma nichts Regelspiele (für 4 jährige) und kann vorhandenes Wissen auf neue Spiele übertragen, genauso auch bei Puzzle, 64 Teile sind nichts für ihn (die kleinen Teile). Lieder singt er mit, kann viele Farben, Formen und zählt, kann 2 sprachen gut auseinander halten (wächst auch zweisprachig auf), Gegensätze (groß/klein, hell/dunkel, nah/fern etc) beherrschte er sehr früh, noch vor seinem 2 Geburtstag, eine sprossenwand hält ihn nicht ab bis ganz oben zu klettern, balancieren etc., und quatschen kann er wie ein großer 🙈 er will auch alles wissen, den ganzen Tag fragt er was machst du Mama, warum machst du das.... könnte die Liste noch erweitern, aber um deine Frage zu beantworten: ich denke er ist auf der Überholspur ja, aber wird sich bestimmt bald “normal“ weiterentwickeln. Wir fördern ihn wo wir können, bieten ihm das an was er braucht, kaufen dann halt Spiele die seinem Entwicklungsstand entsprechen und gehen drauf ein. Was soll man sonst machen? “Du bist 2, mach nur das Puzzle mit 15 Teilen“? 🙈
Einfach drauf eingehen und fördern und stolz wie oscar sein 😁😁😁
Lg Flockenblume86 mit Babyboy 2,3J. ❤️

Mein Kind ist gleichaltrigen auch 2-3 Jahre vor raus und sehr weit für sein Alter für mich aber nicht ungewöhnlich es hat ältere Geschwister irgendwann gleicht sich das in den meisten Bereichen automatisch an .

Hier das selbe in etwa. Sie ist knapp 2 Jahre. Redet aber schon länger volle Sätze, auch vom ganzen Handeln her deutlich weiter. Kennt man ihr Alter nicht, wird sie auf 3-3.5 Jahre geschätzt. Das macht aber such ihr ganzes auftreten.

Sie schnappt auch jedes aber auch jedes Wort auf wie ein schwamm! Und zack gespeichert 😂🙈

Sie ist 99cm und wiegt 14.5kg

Ich förder sie nun nicht extra aber gehe schon auf ihren Entwicklungsstand ein 🤷🏼‍♀️

Also bis auf das Unwahrheiten erzählen, liest sich dein Text wie von meinem Sohn. Der wird in 2 Monaten 3 und kann die aufgezählten Sachen bereits seitdem er 2 Jahre alt ist.
Auch er wächst zweisprachig auf und interessiert sich dazu noch für eine dritte Sprache (englisch).
Auch motorisch ist er sehr weit, hat alles schon früh gekonnt, ob krabbeln, sitzen oder laufen. Er war immer der erste in den Krabbel- und Spielgruppen.

Wir achten darauf, dass wir sein Wissen befriedigen (er fragt sehr komplexe Sachen, die ich manchmal nicht aus dem stehgreif beantworten kann) und ihm nicht langweilig wird, wir bringen also viel Abwechslung rein in den Alltag.
Irgendetwas üben tun wir nicht mit ihm. Das fühlt sich aktuell noch nicht richtig an.
Seit ein paar Wochen interessiert er sich sehr für die Uhr. Deshalb bekommt er jetzt ein Buch, in dem die Uhrzeiten erklärt werden.

Er ist auch sehr ordnungsliebend und sortiert immer alles ganz genau. Alle seine Autos zb. müssen immer ganz gerade stehen. Chaos mag er gar nicht.
Wir freuen uns einfach, dass wir solch ein schlaues und fleißiges Kind haben, mit dem man sich unterhalten kann wie mit einem Erwachsenen. Über seine durchdachten Gedankengänge staunen wir doch immer wieder.
Mal sehen, wie es wird, wenn er im Sommer in den Kindergarten kommt.
In der Turngruppe ist er am Ende der Stunde immer damit beschäftigt alles aufzuräumen, während die anderen Kinder alles durcheinander schmeißen. 😣 das wird im Kindergarten sicherlich nicht anders sein.

Gibt es denn irgendwelche Probleme? Langweilt sie sich in der Kita? Kann sie mit den anderen Kindern nichts anfangen?

Wenn nicht, einfach weitermachen :) Wenn du sensibel für dein Kind bleibst, dann wirst du es schon richtig machen.

Achja, es gibt mitunter Ärzte oder Lehrer, die abraten, dem Kind das Lesen beizubringen, wenn es selbst darum bittet. Oder die sagen, man solle nicht dem Schulstoff vorgreifen.

Ich würde das ignorieren und wirklich auf das eingehen, was dein Kind aus auch heraus möchte. Kaum etwas ist frustrierender als ein nicht erfülltes großes Interesse für eine Sache, die wie beim Lesen immer und überall präsent ist und eine neue Welt eröffnet. Diese Welt kann für Kinder, die den Drang zu hoher Leistung haben, ein großes Geschenk sein, weil es ihnen mehr Möglichkeiten gibt, selbstbestimmt ihren Interessen nachzugehen. Das bis zur Einschulung zu blockieren, halte ich für giftig.

Aber - das ist alles Zukunftsmusik. Dein Kind ist anscheinend gut drauf, für auch nicht unterfordert oder isoliert. Dann musst du auch nichts ändern :-)

(22) 18.03.19 - 15:14

Also, "nur" weil dein Kind bis 15 zählen kann und das ABC aufsagt und zwischen zwei ihr bekannten Sprachen wechselt, empfinde ich das Kind noch lange nicht als "hochbegabt" oder was du auch immer hören willst.

Unsere Kleine wird im Juli 3, sie spricht grammatikalisch noch sehr kreativ ;-) - während ihr großer Bruder in dem Alter keine Fehler mehr machte sprachlich. Dafür ist sie seit Oktober tags wie nachts sauber und geht völlig selbständig aufs Klo - da bekomme ich oft den ganzen Tag über nichts mit. Sie zieht sich völlig allein an, sogar die komplette Skikleidung samt Skischuhen und Handschuhen. Natürlich erzählt sie Unwahrheiten um ans Ziel zu kommen - bevorzugt über ihren Bruder #rofl.

Angelerntes Wissen ist nicht so ihr Ding - zählen oder so. Also, sie kann durchaus unterscheiden, was mehr oder weniger ist, aber Zahlen oder Alphabet aufsagen mag sie gar nicht. Sie hat einen krassen Orientierungssinn und findet auch nach einem halben Jahr ihr bekannte Orte wieder. Und sie interagiert auffallend mit ihrer Umgebung. Dazu kann sie wahrscheinlich 100 Lieder auswendig. Das ist halt das, was ihr Spaß macht, was sie kann.

Sie ist auch noch keine 90 cm und wiegt 12 kg. Und jetzt? Der Große war auch nicht größer als Kleinkind, jetzt ist er fast der größte in der Klasse. Motorisch ist sie sehr fit und geschickt.

Was möchtest du hören? Jedes Kind hat "seine" Begabung. Da ist es immer wichtig, die Gratwanderung hinzubekommen zwischen "auch noch andere Dinge fördern" und die Begabungen und Interessen der Kinder zu befriedigen.

Hallo
Zählen und ABC können ist immer leicht gesagt. Aber wenn man näher hinschaut, wird oft einfach auswendig gelerntes runtergerattert. Das meine ich nicht böse, es ist einfach nur eine Beobachtung.
Ich habe hier eine mittlerweile 10 jährige, von der wir mittlerweile nachweislich wissen, dass sie hochbegabt ist. Getestet wurde sie aber auch nur, weil es teilweise für sie und uns richtig hart ist.
Dass da irgendetwas ist, hat man sehr sehr früh gemerkt. IIm Kindergarten hat man sie genommen wie sie ist und zu nichts gezwungen. Sie bekam Futter und wurde in allen Bereich ausgelastet. Diese klassische spielen ging nie von ihr aus. Mal mit Freunden, das wars aber. Das hätten wir früher akzeptieren sollen. Gezwungen haben natürlich auch wie sie nie, aber wir haben es dennoch versucht und immer mal Spielkram angeschleppt.
Die ersten Problemchen kamen im Vorschuljahr. Die Diskrepanz zwischen ihr und den meisten Altersgenossen wurde da immer deutlicher, spürbar für beide Seiten.
Das mal als andere Seite der Medaille.
Was genau Sache ist, kann man in dem Alter nicht sagen. Aber die rosarote Brille kann man in jedem Fall mal abnehmen. Wirklich erstrebenswert ist es nämlich nicht unbedingt.

LG

Einfach munter das kleine Köpfchen füttern und das Kind ernst nehmen 😉 Meine Tochter ist wahrscheinlich auch hochbegabt - jetzt schmeißen wahrscheinlich viele mit Steinen 🙈 Ich bin es auch und ich sehe, dass sie mir ziemlich ähnlich ist. Noch mehr Steine bitte 😅

Wir hatten ein Entwicklungsgespräch in der Kita als sie 2 1/2 war. Damals war sie sprachlich auf dem Stand einer fünfjährigen. Sie wird auch zweisprachig erzogen. Besonders gut kann sie Zusammenhänge erkennen. Sie kennt jedes Kind in ihrer Kita und weiß wer wann und von wem abgeholt wird. Wie die Geschwister heißen und ob die älter oder jünger sind. Sie kann ganze Bilderbücher auswendig mitsprechen und singt mir die Lieder aus der Kita vor. Das finde ich es alles noch okay.

Krass ist ihr Erinnerungsvermögen. Wir hatten nach über einem Jahr ihr Reisebett aus dem Keller geholt. Wir waren auf Reisen als sie 1 Jahr alt war. Sie zeigt auf das noch verpackte Bett und erklärt mir, dass es ihr Bett sei und dass sie darin geweint hat. Das stimmt, sie hat es gehasst 😆 Letztens erzählte sie mir von unserem "alten Haus" dort hätten wir keine Garage gehabt, jetzt haben wir eine. Das stimmt, aber wir sind vor über 1 1/2 Jahren umgezogen und haben nie darüber mit ihr gesprochen. 😱

Unser Problem ist, dass sie emotional nicht verarbeiten kann, was sie kognitiv versteht. Sie flippt häufig total aus, hat viele Alpträume und so. Ich fühle mich echt hilflos und hätte gerne eine Anlaufstelle. Vielleicht hat eine von euch einen Tipp?

(25) 18.03.19 - 22:13

Huhu!
Mein Kind (fast 3) ist auch so. Extrem wissbegierig und klug. Auch sein Erinnerungsvermögen ist grandios.
Ich müsste nicht, wie man damit großartig umgehen sollte. Das was ihn interessiert und wozu er Fragen stellt, beantworten wir. Ansonsten machen wir nix zusätzlich.
Ich finde es wichtig, es nicht immer hervorzuheben. Dies könnte Druck bei den Kids erzeugen, dass würde ich vermeiden. Bei uns ist es schwierig, weil wie irgendwie ständig von irgendwelchen Leuten darauf angesprochen werden, wie „weit“ unser Sohn doch wäre. 😏. Ehrlich gesagt nervt mich das schon.
Naja, jedenfalls mach dich nicht verrückt und warte ab, wie sich deine Tochter entwickelt.

Liebe Grüße

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