2-Fach Mama: hab ich’s nicht drauf? (Achtung lang)

    • (1) 08.04.19 - 18:35

      Hallo zusammen,

      Ich bin eigentlich Fan von bedürfnisgerechter Erziehung, stillen, tragen, Familienbett etc.

      Seit unsere Tochter da ist (jetzt bald 14 Wochen alt), ist das Familienleben sowas von anstrengend geworden, dass ich häufig meine Grundsätze „vergesse“: Großer Bruder (3jahre) wird angemotzt, obwohl das ja so gar nichts bringt. Ich bin oft an überlegen abzustillen, weil die Kleine so oft kommt (mach ich dann ja doch nicht 🤷🏻‍♀️), meine Schultern tun vom Trageb weh (bis zu 5h am Tag;trotz guter Trage) und ich bin genervt, das die Kleine den Kiwa überhaupt nicht akzeptiert.

      Untertags ist unser Großer bis 16:00 in der Krippe. Ich kann das Baby also ganz gut genießen und die Zeit mit beiden allein ist begrenzt.

      Sobald aber der Große krank wird oder die Krippe zu hat, komme ich ins rödeln. Mit beiden allein ist einfach ein Alptraum 🥴 ich kann nicht in Ruhe stillen, kann den großen nicht zum Mittagsschlaf hinlegen weil die kleine immer getragen werden will und Bewegung braucht, er aber Händchen halten will. Er ist schrecklich eifersüchtig, weil seine Schwester so anhänglich ist etc. Er tut mir deswegen auch wirklich Leid, aber es gab jetzt so viele Situationen, in denen ich ihn angeschimpft hab, weil er zu grob, zu laut usw ist.

      Ich gehe dann viel raus mit beiden, hier läuft er dann einfach auf die Straße. Sehr gefährlich - Es ist zum Mäuse melken.

      Ich muss dazu sagen, ich bin keine Vollblutmama. Bin beim ersten nach dem Mutterschutz wieder arbeiten gegangen. Dieses Mal werde ich dann nach 6 Monaten wiede los (bin Hauptverdienerin).

      Ich liebe meine Kinder und finde es toll, eine Familie zu haben. Wenn mein Partner da ist, genieße ich die Zeit zusammen sehr...und er übernimmt wo er kann, hat ja auch beim ersten Elternzeit gemacht.

      Ich frage mich oft, wie andere das mit noch mehr Kindern so locker hinbekommen? Hab ich’s einfach nicht drauf? Ich mache mir dann oft Vorwürfe, wenn ich meinen Stress dann quasi am Kleinkind auslasse.
      So endet es oft damit, dass ich mir die Oma herorganisiere, wenn mal wieder so ein Tag ohne Papa ansteht... aber das ist ja keine Dauerlösung ...

      Danke fürs lesen und ggf. Erfahrungen!
      🍀👍

      • HAllo, ich habe drei Kinder. 8j 3j und 1j. Und ich bekomm das ganz bestimmt nicht locker hin 😂 mittlerweile ist es natürlich einfacher geworden, dadurch das der kleinste schon 1 Jahr alt ist, aber die Anfangszeit war verdammt schwer. Wir hatten Bauchschmerzen ohne Ende und jeder Schub wurde kräftig mit genommen und meine mittlere kommt erst diesen Sommer in den kiga. Es war hart und schwer, aber mein Vorteil war, dass meine mittlere ja ihren großen Bruder hatte und die beiden gespielt haben. Ich musste schon früh abstillen und so gab es kein langes stillen. An manchen Tagen ging ich so am Stock, weil ich leider auch oft nicht wirklich geschlafen habe, dadurch war ich auch gereizter. Ich habe es so gemacht, dass meine mittlere erst zu Bett ging und danach das Baby, das mach ich heute noch so. Jetzt wird das Wetter auch schöner und man ist viel mehr draußen. Mit der Zeit wurde es halt einfacher. Du bist deshalb keine schlechte Mutter! Ihr müsst euch erst einleben zu viert.
        Alles gute

        Hallo ich habe 3 Kinder, die mittlere ist 3 und die jüngste 1 Jahr alt. Solche Situationen haben wir auch, aber ich habe mir angewöhnt gerade in diesen Situationen extrem ruhig zu bleiben. Das fällt mir nicht immer leicht, aber es hilft in diesen Situationen wirklich weiter. Ich habe oft die mittlere mit Baby am füttern und Bett gebracht. Im übrigen sieht das von außen vielleicht entspannt aus, ich denke aber das viele solche Situationen erleben. Das beste ist es wird besser mit Zeit.

        Habe 2 Kinder und glaub mir einfach ist es nicht. Sie sind 5.5 und knapp 3. Die Kleine ist gerade in der Trotzphase. Ich geh momentan wirklich auf dem Zahnfleisch 😢

      • Huhu


        Mein Sohn ist 2 Jahre im Februar geworden und die Kleine ist 6 Wochen alt. Ich schlafe mit beiden Kindern im Familienbett, ich in der Mitte. Ist schon anstrengend. Die Kleine schreit sehr viel, stillt zum schlafen lange und mein Sohn habe ich auf der anderen Seite der natürlich kuscheln will. Wir lesen dann noch eine Geschichte und dann wen die Kleine eingeschlafen ist machen wir Licht aus und ich kuschel mit meinem Sohn. Er ist zu Zeit ziemlich trotzig und Abends dauert es zu Zeit auch meist bis zu 2 Stunden das er schläft obwohl er sau müde ist. Eifersüchtig ist er zum Glück kaum, er liebt seine kleine Schwester aber oft ist es sehr anstrengend. Das mit auf die Strasse laufen macht er auch wenn wir spazieren sind, dann kommt er sofort im Buggy. Die Kleine habe ich dann immer in der Trage. Klappt ganz gut so. Es wird sicher besser.



        LG

        Mein zweites kommt erst noch..aber ich befürchte es geht mir dann wie dir 😅🤔😥

        Und ich hab diese Gespräche und ähnliche Zweifel schon oft mit ner guten Freundin gehabt. Meine Meinung: es gibt anspruchsvollere und weniger anspruchsvolle Kinder und natürlich auch Eltern. Kenne Kleinkinder die anscheinend kaum anstrengend sind, sich wunderbar selbst beschäftigen und immer schon alleine ein- und durchgeschlafen haben. Diese Kinder sitzen auch wirklich muxmäuschen still im Einkaufswagen während ich bestimmt 15 min mit der Mutter plaudere...meine wäre schon sehr laut aus dem Wagen geklettert und hätte angefangen Regale aus zu räumen oder so 🤣
        Es gibt Kinder die mit 1,5 Jahren nur auf Mamas Bauch einschlafen und 8 Wochen alte Babys die allein einschlafen. Es gibt phantasievolle Kinder und Bewegungstalente...für nix davon brauchen sich die Eltern selbst zu loben..denn das kommt aus dem Kind allein.
        Meine kleine ist anspruchsvoll..und das ist anstrengend für mich. Ich kann kaum mal einen klaren eigenen Gedanken fassen..weil sie mich voll und ganz beansprucht und es merkt wenn ich abgelenkt bin.

        Wird bestimmt besser und einfacher mit der Zeit. Hab auch Geduld und Verständnis für dich selbst. Und such nach neuen Wegen 😊🤗 viel Ausdauer wünsche ich dir 😉

      Hey,
      dein Text könnte von mir stammen. Ich habe zwei Kinder mit 14 Monaten Abstand. Als der Kleine im Juli geboren wurde, war meine Große gerade 14 Monate alt und konnte noch nichtmal laufen. Die erste Zeit war sehr hart. Mein Kleiner hat sehr viel geschrien, oft stillen, wollte keinen Nucki und auch nicht in den Kinderwagen. Ich habe mir dann Hilfe geholt. Meine Tochter geht morgens von 8-15 Uhr zu einer Tagesmutter ( ab Aug in den Kiga) und zweimal in der Woche kam meine Mama nachmittags zur Unterstützung. Ich habe dann letztendlich meinen Sohn mit 5 Monaten tagsüber abgestillt. Und seitdem ist er viel ruhiger und ausgeglichener :-). Familienbett hat bei uns nicht geklappt. Ich schlafe in einem getrennten Raum mit meinem Sohn und mein Mann mit meiner Tochter im Ehebett. Ich kann dir nur sagen: Du gibst mit Sicherheit dein Bestes und bist eine gute Mama! Es werden bessere Tage kommen! Hol dir Hilfe!

      VG
      Carina

      Hi,
      man wächst einfach mit seinen Aufgaben 🤷‍♀️ Ich habe 3 Kinder (8 Jahre, 4,5 Jahre & 1,5 Jahre), man lernt alles besser zu händeln & organisieren. Mein Kiga Kind geht nur bis 12 Uhr.
      Dein Baby ist noch so klein, es muss sich noch alles einleben.
      Anfangs (sicher das erste halbe Jahr) war bei mir auch noch oft Stress, weil die Grosse Hilfe bei den Hausaufgaben brauchte, das Baby müde war & schrie & der Mittlere laut am Singen war, solche Situationen 😬 Da war ich sicher auch nicht immer fair. Jeder muss Rücksicht auf den anderen nehmen & jedes Kind braucht seine Zeit.
      Dein Kleiner geht sehr lange in den Kiga & braucht danach einfach mehr Mama, natürlich ist es dann anstrengend wenn das Baby dich auch fordert. Der nun Große muss sich ja auch noch daran gewöhnen.
      Es wird auf jeden Fall besser, es ist Anfangs ganz normal 😊

      • (10) 08.04.19 - 20:21

        Achja ich habe dann öfters abgepumpt um In stressigen Situationen, wie Morgens oder vor einen Termin die Flasche geben zu können. Die ist schneller leer als zu stillen ☺️

    Vielen lieben Dank für die netten, aufbauenden Worte und Einblicke „hinter die Fassade“, 🤗🎈auch für die Tipps. Mal sehen, was ich davon hier umsetzen kann, um uns den Alltag zu erleichtern!

    Ich wünsche euch auch weiter gutes Durchhalten und hoffe, dass die Zeit uns hilft 🥴

    Huhu, bei uns ist auch oft stressig, die Kleine ist 14 Monate die große Leute Woche drei geworden und auch hier bemerkte ich öfters das ich ungerecht werden oder zu laut. Meine große geht bis 12:30 in die Kita und wenn sie Ferien hat, krank ist o.ä und der Papa nicht da ist bin ich auch schnell gestresst. Wir sind auch viel bei der Oma. Aber bei uns das wichtigste raus gehen sobald U so oft es geht! Zuhause ist auch viel Eifersucht mit in Spiel. Wir gehen viel dorthin wo keine Autos fahren, die große mit Laufrad oder zu Spielplatz da kann sie Kleine mittlerweile auch schon spielen. Bei uns wurde es tatsächlich leichter als die große den Mittagsschlaf abgeschafft hat, ich musste nämlich immer begleiten. Und noch besser als die Kleine ihren Schlaf auf einmal am Tag nach dem abholen der großen gelegt hat ( davor musste sie immer im Kinderwagen schlafen, wegen abholen) Jetzt hab ich vormittags für die kleine, nach der Kita schläft sie seit kurzen und ich hab Zeit für die große und danach gehen wir wenn das Wetter es zu lässt raus. Seit ein paar Wochen geht es also so langsam bei uns. Und ich werde auch ausgeglichener. Ich befürchte du brauchst Geduld und gute Nerven und wo es geht Auszeiten. Es hat jetzt 14 Monate gedauert bis der Tag eine für mich gute Struktur hat. Und jetzt geht's unterwegs los dass die Kleine laufen will aber super langsam ist und die große natürlich schnell u ungeduldig und noch nicht so gut hört. Ich fürchte der Sommer wird anstrengend. Ich erwische mich manchmal dabei das ich denke dass ich auch gerne arbeiten würde um Mal raus zu sein und meinen Kopf was anderes zu bieten. Lg

    Ich werde dazu lieber nix sagen, bei uns kommt Nr. 2 erst im Mai 😜🙈

    Deinen Beitrag finde ich sehr interessant, weil ich mich das in deiner Situation auch immer gefragt habe. Mir ging (geht) es nämlich genau so. Die Anfangszeit ist am schwierigsten. Meine beiden sind 4 1/2 und 1 1/2 und seit Nummer 2 mobil ist, ist es auch wieder anders herausfordernd. Locker bekomme ich aber auch nichts hin. Es ist vielmehr ein Gewöhnungsprozess an den Wahnsinn ;) Ich denk mir heute noch oft ich bin nicht gemacht für Multitasking. Trotzdem wollen beide Kinder immer was von mir und oftmals gleichzeitig. Man gewöhnt sich daran und wird gelassener. Aber 3 Kinder würden meine Kapazität sprengen.

    Mit einem Kind lässt sich das alles sicher noch ganz gut umsetzen mit zwei oder mehr und je nach Altersabstand wird es dann schwierig dann funktioniert das mit diesen Grundsätzen oft nicht mehr was dann verständlicher Weise zu Frust führen kann denn schließlich macht und tut man alles aber dieses alles und vor allem immer zerrt natürlich ungemein .Die eigenen Bedürfnisse immer komplett hintenanstehen zu lassen fördern die eigene Grundzufriedenheit nicht unbedingt man ist eben auch nur ein Mensch . Etwas weniger perfekt und flexibel aus dem Bauch raus bringt manchmal mehr bzw. weniger Enttäuschung oder angesammelten Frust . Das heißt ja nicht das man die Kinder deswegen vernachlässigt oder sich nicht kümmert um Gottes Willen . Diese rein bedürfnissorientierte war nie meins so gern ich meine Kinder auch habe ich bin definitiv nicht der Typ der stundenlang ein Kind an sich hängen haben kann oder nachts im Familienbett mit den Kindern hätte schlafen können. Einschlafbegleiten kennen meine Kinder nicht ich denke daher haben sie es auch nie gefordert . Für mich wäre rein bedürfnissorientiert auch organisatorisch der Untergang gewesen. Meine ersten 4 sind innerhalb von 4,5 Jahren geboren mit mehreren kleinen Kindern laufen die Dinge anders denn es ist schlicht und einfach nicht möglich immer gleich alle Bedürfnisse sofort zu erfüllen da muss man Prioritäten setzen, klar mussten die Kinder auch mal warten einer hat eigentlich grundsätzlich geschrieen ,manchmal auch alle gleichzeitig #schwitz. Ich denke nicht das es ihnen geschadet hat konnte ich bislang jedenfalls nicht feststellen .
    Ich musste sehen wie ich im Alltag weitgehend alleine klar komme der Papa war arbeiten und Omas die helfen haben wir nicht . Das es mit kleinen Kindern oft anstrengend ist , ist normal das war es bei uns auch aber gewisse Dinge mussten einfach laufen ich hatte z. B. keine Möglichkeit ohne Kinder einkaufen zu gehen auch weglaufen ging einfach nicht da war ich sehr strickt . Sicherlich war und bin ich in vielem unperfekt und auch manchmal genervt oder gestresst was muss das muss eben , zweifeln gehört dazu unterm Strich bin ich aber sehr zufrieden manchmal hilft es wirklich nicht ganz so streng oder pädagogisch mit sich selber zu sein .

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