Essen werfen - wie reagieren?

    • (1) 01.08.19 - 20:14

      Hallo!

      Mein kleiner wirft momentan alles was ihm nicht schmeckt von sich. Der Hochstuhl ist seit ein paar Tagen umgeben von Essen 🙈

      Ich bräuchte dringend Tipps wie ich damit umgehen soll 🤷‍♀️ Er ist 14 Monate

      Es ist nicht so dass er es macht weil er satt ist, er pickt nur das für ihn ‚schlechte‘ raus und schon liegts am Boden. Früher hat er alles probiert und mittlerweile mag er fast garnichts mehr, er ist total wählerisch geworden..

      Probiert hab ich schon:
      Ignorieren
      Nein sagen und ernst gucken
      Essen wegnehmen und füttern

      Hat alles nicht wirklich geklappt.

      Oder ist das wieder eine berühmte Phase und ich muss da durch??

      LG 😊

      • Es ist eine Phase... Hier noch zwei Tipps, lege recht wenig auf seinen Teller, dann kann nicht so viel runter fallen. :-)
        Ich habe auch immer nein, gesagt und böse geschaut, aber hat auch nicht viel geholfen.
        Grundsätzlich kann man versuchen zu erklären was er mit dem essen machen soll das ihm nicht schmeckt. Vielleicht in ein Schälchen auf den Tisch legen, besser als runter werden wäre es. Irgendwann wird es besser.
        LG

      (4) 01.08.19 - 20:40

      Augen zu und durch. Das ist so eine dieser ollen Phasen.

      Mir war das ehrlich gesagt immer zu lästig zu schimpfen oder etwas in der Art, ich hab ihn einfach dann mit zum Putzen abkommandiert.

      Sieh es gelassen, es kommt auch noch die Auf-dem-Boden-wälz-und-Heul-Phase bei den kleinsten Unstimmigkeiten 🙄

      Wünsche dir starke Nerven 🥰

    Was bei uns zumindest ansatzweise funktioniert hat: Sätze positiv formulieren anstatt negativ. Also zum Beispiel anstatt "Wirf das Essen nicht runter" --> "Leg das Essen/Gabel/Löffel bitte hierhin" und zeigst dann zB auf den Teller oder so. Das macht er dann stattdessen wirklich ab und zu;) er ist jetzt 16 Monate.

    Bei uns fing die Runterwirfphase mit 9 Monaten an und wird jetzt seit einem Monat etwas besser... Aber leider immer wieder mit Rückfällen 😄

Danke für die Frage, mir geht’s genauso. Ich hab Zwillinge (19 Monate) und sobald Nr 1 mit Essen wirft, macht Nr 2 das nach. Es geht schon wochenlang so und ich hab auch noch keine Lösung gefunden. Schimpfen und Essen wegnehmen hilft nicht und ich will ja auch, dass sie satt werden. Mein Sohn ist auch extrem wählerisch und lässt dann auch vieles wieder aus dem Mund fallen und die Schwester findet das dann interessant und macht es nach. Was mir bei diesem Chaos immerhin ein bisschen hilft ist ein großes Handtuch unter den Hochstühlen, das schüttele ich dann jedes Mal danach aus.

(10) 01.08.19 - 21:22

Huhu

Ich hab einen zweiten leeren Teller hingestellt und ihr gesagt das sie es da hingegen kann 😅
Was nicht schmeckt muss halt aus dem Weg 😂

Liebe Grüße

Unsere Tochter wird in zwei Wochen vierzehn Monate, ich habe den Eindruck, dass es im Moment eher wieder besser wird, d.h. dass sie weniger und seltener Nahrungsmittel verweigert als auch schon. Wir hatten bisher die Strategie, es einfach hinzunehmen und verweigerte Lebensmittel wegzuräumen.

(14) 01.08.19 - 21:28

Hallöchen,

bestimmt mache ich mich jetzt wieder nicht beliebt, aber bei uns war ignorieren keine Lösung mehr:

Mein Sohn hat auch mit circa 9 Monaten angefangen immer mal wieder etwas runter zu werfen... Aus Spaß... Als Experimentalphysiker... Und als er irgendwann verstanden hatte, dass ich das nicht gut finde, meiner Meinung nach auch zum Grenzen testen... Letztlich steigerte es sich massiv... Schimpfen und Nein, haben mehr zur Unterhaltung beigetragen, weil Mama, dann eben anders war. Mein Sohn darf Essen erforschen, ausprobieren, rummatschen auf seinem Tisch, das ist mir egal bzw. Finde ich gut, damit er Lust am Essen hat, aber Essen runterschmeißen ist für mich ein NoGo. Er fand auch mit ignorieren das Runterwerfen dann mit 11 Monaten so unterhaltsam, dass das Essen letztlich 2 Stunden dauerte und er kaum was aß. Ich fand das Essen so auch nicht mehr schön und spaßig und die Situation nicht mehr hinnehmbar. Ich habe zwei erfahrene, liebevolle Mütter meiner Generation befragt und ihr eindeutiger Ratschlag war, dass mein Sohn kein Baby mehr ist, sondern ein Kleinkind und es Zeit für liebevolle Erzeihungsmaßnahmen ist. Essen wegnehmen war bei uns keine Lösung, denn das Werfen war abends am schlimmsten und ein hungriges Kind in der Nacht nur eine Selbstbestrafung gewesen wäre und Mein Sohn nach meinem Bauchgefühl auch den Zusammenhang Essen weg bei Schmeißen und deswegen früher und doller Hunger nachts gar nicht verstanden hätte. Wir haben uns deshalb für die Erzeihungsmaßnahme Auszeit entschieden. Wenn er geschmissen hat, bekam er eine Verwarnung, dass das Essen nicht runtergeworfen wird und er beim 3.Mal eine Auszeit bekommt. Wenn das dritte Mal dann kam, wurde er aus seinem Stuhl genommen, gebeten das runtergeworfene aufzugeben, was er auch meist mit drüber halten gemacht hat. Das würde dann auf seinem Tischchen abgelehnt und er kam in den total sicheren Küchenlaufstall aus dem demonstrativ alle Spielsachen entfernt wurden mit der Erklärung Auszeit wegen Essen Runterwerfen. Dort blieb er für maximal 2 Minuten. Und mein Mann und ich haben so weitergegeben, dass er gehört hat, dass wir Essensspaß ohne ihn hätten. Wenn er dann wieder geholt wurde, würde erklärt, dass die Auszeit jetzt vorbei, er mit uns wieder mitessen darf, wenn er möchte, dass wir ihn trotzdem lieben, er aber eine Auszeit bekommt, wenn er Essen runterwirft. Ich bin ehrlich, den ersten Tag gab es beim ersten Essen circa 13 Auszeiten. Aber nach circa 2 Wochen hatte es sich gut erledigt. Nach 3 bis 4 Tagen, konnten wir wieder normal Essen ohne 2 Stundendauer und das Essen hat mir auch wieder Spaß gemacht. Heute reicht meist eine Verwarnung nach dem Runterwerfen und er lässt es fröhlich bleiben. Die Erfahrung, dass er sich an eine Regel halten muss, damit wir alle Spaß (beim Essen) haben, finde ich auch ziemlich gut. Deswegen stehe ich total hinter unserer Entscheidung. Wir haben das auch nicht aus Verärgerung gemacht, sondern als konsequente, liebevolle Maßnahme, damit wir alle wieder Spaß beim Essen haben.

Viele liebe Grüße
Sidney

  • (15) 01.08.19 - 21:33

    Danke 😄 ich kann dich gut verstehen, es ist wirklich nicht schön anzusehen wie das zubereitete Essen in den Müll wandert deswegen. Ich merke auch oft wie er es mit dem Blick auf mich gerichtet wirft ‚wie reagiert Mama denn diesmal‘ deswegen habe ich hier gefragt weil ich schon merke dass das wohl schon so Testphasen sind 😊

    Mal sehen wie sich das nun entwickelt hier 🙈

    LG

    Wozu das ganze? Es ist nur eine Phase. Wir haben bei unserer Tochter einfach 4-5 Monate lang die Küche nach dem Essen gewischt. Das Essen hat ihr viel Spaß gemacht. Nach 4-5 Monaten war die Sache von selbst erledigt. Ich werde nie verstehen, warum man fas Kind bestrafen muss, anstatt sich 5 Minuten Zeit zu nehmen und die Küche zu putzen.

    • Und ich verstehe nicht, warum es falsch sein soll einem Kind nicht beizubringen, dass es auch gewisse Spielregeln gibt, wenn man/frau zusammen Spaß haben möchte. Natürlich fällt ihm auch mal was aus Versehen runter und das hat überhaupt keine Konsequenzen. Ich finde es schon wichtig, dass es Regeln für Kinder gibt und für mich bzw unsere Familie gilt halt die Regel, dass kein Essen bewusst runtergeworfene wird (genauso, wie nicht in der Steckdose gespielt wird oder die verschluckbaren Kantenschutzteile abgefriemelt werden dürfen oder der Grill (egal ob heiß oder kalt) nicht angefasst werden darf... Und bei Essen von 2 Stunden pro Mahlzeit hat es mir keinen Spaß mehr gemacht.) wenn es für Eure Familie kein Problem ist, ist es ja wirklich nicht schlimm und Eure Entscheidung.. Für mich war es nicht mehr hinnehmbar und damit wurde es meines Erachtens völlig schadlos für meinen Sohn geändert.
      Bye the Way ich arbeite wieder vollzeit und mein Mann demnächst auch... Da finde ich täglich auch 10 Minuten mehr Spiel-als Wischzeit auch besser und die Erzieherinnen in der Kita freuen sich bestimmt auch, wenn sie etwas weniger hinterputzen müssen nach dem Essen.

      Mein Sohn darf Spaß haben. Hauptziel meiner Erziehung ist, dass er ein glücklicher, fröhlicher und guter Mensch wird. Aber er muss dafür nun wirklich auch nicht alles dürfen, was ihm auch nur irgendwie Spaß macht. Er darf an seinem Tisch das Essen erforschen und meinetwegen sogar rummatschen. Wenn er es nicht mehr mag, darf er es mir geben oder bei Seite legen. Nach meiner Überzeugung tuen Grenzen Kindern gut, natürlich nicht beliebig viele und willkürliche... Aber so war es hier ja nicht.

      Aber sicher gibt es auch andere Konzepte und jede Familie darf da ihres entwickeln, Hauptsache die Familie kommt klar damit.

      Viele liebe Grüße
      Sidney

      • Ich habe damals auch noch studiert, derzeit ist die Tochter 3Jahre alt und sie käme im Leben nicht auf die Idee irgendetwas darunterzuwerfen.Das Kind kann außerdem dabei sein beim wischen und z.B mit den Töpfen spielen, dann sind alle glücklich.

Guten morgen 🙈
Ich gab auch alles probiert. Erklären, ernst sein und ignorieren 🙈 nichts brachte Erfolg und sie wurde nur noch provokativ 🤦‍♀️ sie nahm das Essen hielt es in der Hand und hat gesagt "fallen". Und dann schmiss sie es🙄 komischerweise hat sie es nur zuhause gemacht.🤦‍♀️ unterwegs oder bei Oma zuhause nicht. Zeigte mir dass es nur eine Phase ist 😂
Mittlerweile ist sie 16 Monate alt und seit ca. 2 Wochen kam nur was runter wenn sie es nicht halten konnte oder sie mal wieder mit ihren Wutanfällen nicht klar kam 🙈
Allerdings hat sie mir gestern den Wackelpudding in der ganzen Küche und Flur verteilt als ich Frühstück vorbereitet habe 🤦‍♀️ und das noch 20 Minuten bevor die Schwiegereltern kommen 🙈 ich wusste nicht ob ich weinen oder lachen soll🤦‍♀️😂

Halte durch 😂 es wird besser!

Liebe Grüße

Huhu, ich stelle immer einen kleinen Teller hin, sage beim werfen:"Nein" und lege es darauf dann erkläre ich, wenn du was nicht magst, lege es hier hin.
Klappt so lala. Naja zumindestens bei der dreijährigen und ihren Erbsen ;)
Ne, im erst es kann schon funktionierten aber sicher ist es auch eine Phase .lg

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