Windelfrei: wie erfolgreich?

    • (1) 06.08.19 - 08:25

      Ich stelle diese Frage, weil mich das wirklich interessiert. Es gibt Mütter, die ihre Kinder schon seit Babyalter windelfrei aufziehen(?).
      Mich interessiert nun werden die Kinder denn schnell trocken? Ist diese Methode gut umsetzbar? Ich stelle es mir schwierig vor und habe Respekt vor denen, die das machen.
      Hat jemand Erfahrungen?

      Vielen Dank und schönen Dienstag

      • Schwierig ist relativ und den Stress macht man sich selbst.
        Wenn man es nicht nur schwarz oder weiß sieht, kann es sogar sehr bereichernd sein.
        Ich habe mir damals keinen Stress gemacht. Ich dachte jede Windel, die eingespart wird, ist gut für die Umwelt und meinen Geldbeutel.
        Somit habe ich angefangen mit Standardsituationen. Das große Geschäft ging zuverlässig ins Töpfchen.
        Dass ich keine vollgekackte Windel mehr entsorgen musste, mein Kind nicht bis zum Hals vollgekackt war, keine Hautprobleme hatte, war für mich schon eine Bereicherung.
        Irgendwann wurde es immer mehr. Es ging auch Pippi ins Töpfchen. Man hat gelernt sein Kind zu verstehen und seine Bedürfnisse wahrzunehmen. Und das war für mich am meisten wert.
        Eine Windel haben wir zur Sicherheit immer an.
        Nach einer Zeit war es nur eine Nachtwindel und jetzt ist auch die weg.
        Mein Sohn ist 3,5 und ist seit genau einem Jahr tagsüber trocken. Seit einem halben Jahr nutzen wir auch nachts keine Windel. Er ist aber noch nicht ganz trocken nachts.
        Ich weiß nicht, ob Windelfrei-Kinder schneller trocken werden. Mein Sohn war nur Teilzeitwindelfrei. Ich würde sagen im Verhältnis 30:70, öfter mit Windel. Und auch nicht ab Geburt.
        Ich habe es einfach individuell, wie es für uns gepasst hat auch gemacht.

        (3) 06.08.19 - 12:56

        Diese Frage hab ich mir auch schon gestellt, wie das funktionieren soll. Ich hab bei meiner nur sehr selten Anzeichen erkannt das sie mal muss. Ich hab meine mit 1.25 Jahren im Sommer draussen oft ohne Windel gelassen, da sie da öfters mit wundem Po zu kämpfen hatte, sie hatte nur legins oder so an. War eine Hose nass gab's die nächste, war die dritte nass wurde die erste wieder angezogen. Haben wir halt bei entsprechender Witterung gemacht. Mit 1.5 stand sie dann vor dem töpfchen und zog an der Hose und sagte da da, Pipi könnte sie noch nicht sagen. Aufs töpfchen gesetzt und Pipi lief. Funktionierte eine Woche gut das sie Bescheid sagte oder selber ging. Dann machte sie wieder in die Windel, ohne ging sie alle. Zu Hause gab's dann keine mehr. Und nur noch unterhemden und Hosen die sie alleine aus und anziehen konnte. Mal funktioniert es eine Woche super, mal müsste ich sie 5x am Tag umziehen. Unterwgs klappte es mit Bescheid geben mal mehr mal weniger. Unterwgs ist sie seit Juni auch ohne, also mit 2 Jahren und 2 Monaten. Nachts noch weit entfernt das es es ohne klappen könnte.

        (4) 06.08.19 - 13:00

        Ich weiss nicht, ob meine Tochter windelfei schneller trocken geworden ist, aber an dem Müll, den die Windeln verursachen, wollten wir uns nicht beteiligen. Wir haben früh teilzeit windelfrei gemacht, wobei das große Geschäft ab dem 4. Monat zuverlässig ausserhalb der Windel gemacht worden ist. Nachts wird sie seit dem 8. Monat abgehalten, weil sie sonst ewig rumgewuselt hat, bis sie entwieder abgehalten wurde oder dann doch in die Windel machte. Da war abhalten für uns der richtige Weg. Sonst haben wir hauptsächlich mit Stoffwindel gewickelt. Und hatten eine Packung WWW, die dann für paar Monate reichte. Irgendwann wurde nur noch auswärts eine Windel angezogen. Und mit 14 Monaten hat sie die letzte Windel verweigert und seit dem auch keine angezogen bekommen. Zuhause hatten wir immer wieder "Unfälle" unterwegs vielleicht 2-3. Aber da war ich etwas mehr hinterher. Und gab es auf und abs, mit Abhaltestreiks und trocken Phasen und wieder paar Tropfen in die Hose. Nach dem 2. Geburtstag war sie ziemlich zuverlässig trocken tagsüber, nachts muss sie noch einmal raus, aber dafür halte ich sie im Halbschlaf ab. Für uns war das der richtige Weg und ich fand es nicht stressig.

      • (5) 06.08.19 - 13:18

        Hallo!
        Wir machen auch von Anfang an Teilzeitwindelfrei. Sprich: Eine Stoffwindel hat er fast immer an aber wenn ich Zeichen erkenne oder in Standardsituationen geht es aufs Töpfchen.
        Mit dem großen Geschäft war er mit drei Monaten sauber, also wirklich extrem früh. Wenn er groß muss wird wie bei Hunger oder Müdigkeit gemeckert bis das Problem behoben ist. Pipi klappt seit er 1,5 ist, allerdings nur solange er keine Hose an hat. Das geht also bisher nur im Sommer.
        Also ja, ich denke dass dieser Weg hier schon einen Schritt weit bei der Sauberkeitserziehung geholfen hat aber ich glaube nicht dass er überdurchschnittlich früh komplett trocken sein wird, sodass er auch in der Fremdbetreuung ohne Windel spielen kann. Ich selbst kann ihn zwar inzwischen komplett windelfrei laufen lassen, muss dann aber regelmäßig nachfragen damit es keine nasse Hose gibt. Ein wichtiges Spiel unterbrechen und selbstständig auf Toilette gehen ist meiner Meinung nach ein anderer Schritt und nicht mit windelfrei gleichzusetzen.
        Wenn wir irgendwo sind wo eine nasse Hose wirklich ungünstig wäre finde ich windelfrei unentspannt. Also zum Beispiel während einem Gottesdienst, im Stau oder im Bällebad. Damit ich mir nicht ständig Gedanken darum machen muss, ziehen wir dann eine Windel an und gut ist. Ansonsten haben wir eh meistens Wechselklamotten dabei und in der Regel finde ich es entspannter zur Toilette zu gehen als zu Wickeln. Aber ich kenne es auch nicht anders: wenn er Hunger hat holen wir Essen, muss er auf Toilette, dann gehen wir halt. Respekt habe ich ehr vor den Eltern die so geschickt die vollen Windeln wechseln ohne alles vollzusauen ;) ich denke das ist wohl Gewohnheit und man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben. Bei dem nächsten Kind würde ich es wieder so machen.

        Man sollte es halt nicht als Leistungssport betreiben. Es geht einen Tag gut, das nächste Tag verweigert unsere Tochter das Töpfchen und macht zwei Minuten später in die Windel, in einer Situation, wo uns beiden klar war, dass sie gleich muss. Man darf sich halt nicht zu Gedanken hinreissen lassen wie "Die letzten zwei Tage ging's doch auch gut" und darf keinen Druck aufbauen.

      • Schneller trocken werden die Kinder nicht, jedes Baby hat seinen eigenen Rhythmus und kann früher oder später den Schließmuskel selbst kontrollieren. Das kann man nicht beeinflussen, wie mehrere Experten bereits herausgefunden haben. Das ist erst ab einem bestimmten Alter möglich.

        • Der Schließmuskel wird damit wenig zu tun haben. Denn den können Babys schon kontrollieren. ZB machen manche Babys bei einem bestimmten Signal.
          Es bedarf aber emotionaler Reife, dass die Sauberkeit einen so hohen Stellenwert hat, dass man wirklich nicht in die Hose macht.
          Deshalb gibt es auch die sogenannten Abhaltestreiks. Die Kinder weigern sich einfach von den Eltern "bevormunden" zu lassen oder sich helfen zu lassen. Da sind andere Dinge nun Mal wichtiger.

      (10) 06.08.19 - 19:20

      Bei uns haben die Großeltern ständig genervt, sobald sie mit 11 monaten laufen konnte ging das gefragte wegen den Windeln los, Töpfchen wurden gekauft und angeboten. Ich hab immer gesagt lasst mein Kind bitte einfach in Ruhe. Vor 14 Tagen dann (wird im September 3 jahre) sagte sie dass sie pupi muss und ging aufs Töpfchen, seit dem trägt sie keine Windel, zieht ihre Hose selbst aus, macht pipi oder groß, wischt sich den Po ab und zieht die Hose wieder rauf. Es gab zuhause einen Unfall und in der Kita einen, dass wars. Sie sagt Bescheid oder geht selbst. Nachts trägt sie noch eine, sagt aber morgens gleich Mama ich muss pipi, zieh die Windel aus. Und das wars dann. Ich will dann die nächsten Wochen mal probieren ihr pantys und Schlafanzug Hose anzuziehen und ihr zu sagen dass sie die ausziehen kann wenn sie muss mal sehen ob es dann in der Nacht auch klappt.

      • (11) 06.08.19 - 20:50

        Also habt ihr keine Erfahrung mit Windelfrei und deine Tochter ist ohne Sauberkeitserziehung ganz klassisch mit knapp drei Jahren trocken geworden?

        Mich interessieren die Erfahrungsberichte hier und mir ist nicht ganz klar ob die Großeltern mit 11 Monaten Abgehalten haben oder auf dein Bitten hin doch nicht.

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