Schnuller Entwöhnung rückgängig machen?

    • (1) 07.08.19 - 13:52

      Mein Sohn ist 2 Jahre und 3 Monate alt. Vor 3 Wochen haben wir den Schnuller (er brauchte ihn nur noch für nachts) für die Babys aussortiert.

      Wir dachten es sei ein guter Zeitpunkt gewesen und mein Sohn machte es auch tapfer mit. Natürlich war es hart und das einschlafen und durch schlafen war nicht so leicht aber es lief und wir blieben konsequent aber liebevoll.

      Immer wieder kamen aber Zweifel ob es nicht zu früh war? Was meint ihr? Er knabbert nun beim Einschlafen manchmal an seinem Stofftier, manchmal an seinen Fingern oder meinem Shirt. Er hat also noch ganz klar das Saugbedürfnis. Schlafen war immer schon so easy bei uns - mit Schnuller. Jetzt ist es das nicht mehr so wirklich. Er albert abends beim Schlafen gehen herum aber weint nicht.

      Hin und wieder fragt er noch nach seinem Schnuller oder sucht ihn im Bett. Dann ist's aber auch wieder gut.

      Heut brach es mir beinahe mein Herz als er meinte "Nulliiii komm wieder". Er hat den Schnuller also gerufen ;) Er ist sprachlich schon ziemlich weit. Und meinte dann auch "Mama nur ein Nulli neu kaufen?"

      Nun meine Fragen. Würdet ihr ihm noch ein Stück weit Babysein zugestehen und ihm seinen Schnuller wieder geben? Sollen wir konsequent bleiben?

      Ich habe Sorge dass es ein großer Verlust war und er somit so viel Unruhe spürt. Ich bereue es , dass wir so früh den Schnuller abgewöhnen wollten.

      Klar, die Zahnärzte und Erzieher und Kinderärzte würden nun sagen "Alles richtig gemacht" aber mir geht es um das Wohlbefinden von meinem Sohn. Also diese emotionale Ebene.

      Ich freu mich auf eure Meinungen :)

      • Es sind gerade erst 3 Wochen, und wenn das Beschriebene alles ist, dann solltest Du den Schnuller nicht wieder rausrücken.

        Das fällt wohl in die Kategorie „problemlose Entwöhnung“. Andere wären dankbar, wenn es bei ihrem Kind so unproblematisch funktioniert hätte.

        Natürlich schmerzt es Dein Mutterherz und du willst deinem Kind das „Leiden“ ersparen, aber so wie du es beschreibst ist überhaupt kein Leiden, sondern es nur eine normale Wahrnehmung einer Veränderung, die das Kind ohne Weinen kommentiert.

        Warte mal etwas ab, in wenigen Wochen ist der Schnuller komplett vergessen.

        • Lieben Dank für deine Rückmeldung. Ich wollte gerade noch eine Ergänzung zu meinem Beitrag schreiben. Aber du warst schneller :)

          So eine Schnuller entwöhnung fühlt sich für mich im Moment ein bisschen so an, als hätte ich die Macht über die Situation und mein Kind wäre dieser Situation einfach hilflos ausgesetzt.

          Vielleicht bin ich einfach ein Sensibelchen ...

      Hallo
      Unsere Zahnärztin sagt bis drei ist ok. Natürlich ist kein Schnuller oder Daumen besser, aber er ist ja noch klein. Ich glaube ich würde, ehe er sich jetzt den Daumen angewöhnt, ihm den Schnuller wiedergeben. Und wenn er ihn eh nur zum Schlafen nimmt ist dich schon prima.
      Alles Gute

      also ich muss da ehrlich sagen, ich hatte gewartet bis mein sohn ihn nicht mehr brauchte, er hatte ihn auch nur noch nachts und irgendwann hatte es geklappt, das er ihn nicht mehr brauchte... es ist ja ein beruhigungsmittel für die und wenn man ein ersatz hat, bzw er sich allein beruhigen kann, dann brauch er ihn nicht mehr.. also beinuns hatte sich das schnullerthema von selbst erledigt.. ich hätte auch erst ab 3 jahren mit angefangen, da nach zu helfen, er ist jetut 2 jahre u 10 monate und glaube seit 4 monaten hat er nachts keinen schnuller mehr...

      allerdings ist ja aucj die frage, ob ihr ihn einfach weg gelassen hattet oder als art ritual gemeinsam ihn verabschiedet hattet!?
      ansonsten kaufe doch einen ganz kleinen, also die kleinste grösse, die sind ja ab nem gewissen alter eh ungemütlich😅 (so war es bei uns auch, hatte nie nen grösseren genommen, sondern immer nur die kleinste grösste... )

      liebe grüsse

    • War es eine Entwöhnung, eine Kopfentscheidung oder ein bereit sein dafür?

      Ich bin generell konsequent, aber nicht stur.

      D.h. wenn es notwendig ist/gefährlich ist bleibe ich bei dem, was ich tue und sage.

      Wenn ich merke, dass mein Kind noch nicht bereit dazu ist oder die Entscheidung (noch) nicht passt, dann probiere ich es anders aus. Mal einen Schritt zurück (um Anlauf zu nehmen), mal einen Schritt seitwärts (um mir nicht den Kopf an der Wand an zu schlagen, wo ich gerade mit dem Kopf durch die Wand wollte)



      Beim Schnuller habe ich darauf geachtet, wann sie ihn nimmt/braucht.
      Tagsüber hat sie ihn selbst abgegeben.
      Nachts brauchte sie ihn nur zum Einschlafen. Daher war es für mich ok, wenn da viele im Bett lagen. Sie nahm ihn, schlief ein, spuckte ihn wieder aus.

      Das Kind einer Freundin war Dauernuckler.
      Sie fand den Schnuller ok, so lange das Kind den Schnuller offensichtlich brauchte und ernsthaft daran saugte. Wenn sie merkte, es könnte nur Gewohnheit sein oder Automatismus, nahm sie ihn auch mal ab oder gab ihn nicht sofort.

      An der Reaktion des Kindes merkte sie schnell, ob ihr Kind gerade aktives Bedürfnis danach hatte oder eben ob es eher Gewohnheit war.


      Ich selbst war lange Schnullerkind. Heute kräht kein Hahn mehr danach.
      Nachts brauchte ich ihn lange intensiv.
      Tagsüber länger intensiv als andere, merkte aber schon, wenn er unpraktisch war.

      Was mir geholfen hätte: andere Methoden mich zu beruhigen.


      Wenn meine bereit war einen neuen Entwicklungsschritt zu gehen, dann gab es bei ihr zwei Gründe

      1. sie war von der Entwicklung und Reife her dafür bereit
      und/oder 2. sie hatte Möglichkeiten entwickelt, das eine los zu lassen um bereit zu sein für das nächste.


      Bei mir ist es so: wenn ich etwas Neues machen möchte, brauche ich eine Überganszeit und eine erarbeitete/erlernte Alternative.
      Da ist mein Kind oft schneller: Entwicklungsschub und Neuerungen von einem Tag zum anderen.



      wenn du merkst, dass er es noch BRAUCHT, würde ich ihm den Schnuller lassen.
      Wenn du merkst, dass es Gewohnheit ist, ausschleichen.

      Manche können mit der harten Tour (von einem Tag auf den anderen / meine kann es, wenn sie dafür bereit ist. Wenn nicht, dann #zitter nicht). Und ich bin eher eine von denen, wo es "weniger" wird und weniger und weniger und irgendwann passt.


      Beim Stillen war es bei meiner so, dass sie immer weniger stillte und weniger und weniger. Dann wieder voll wegen Infekt oder Schub, dann wieder nur noch 1x kurz und irgendwann hörte es auf. Wann weiß ich nicht mehr. Oh hoppla..... hm .... wie lange ist das letzte mal her?


      Hör auf deinen Bauch. Der Kopf kommt zum Einsatz, wenn es um Gefahren geht.
      Ansonsten kann man auch gerne mal ein bisschen vorwärts, seitwärts, rückwärts herumprobieren.
      Wenn ich mit dem Kopf durch die Wand will, weil eine Tabelle oder ein Alter etwas vorgeben, dann bildet mein Kind eine Wand.

      Ich muss auch nicht komplett von allem abweichen, manchmal reicht es das Prinzip minimal zu lockern um den Sinn hinter dem Prinzip durchzusetzen.

      Wenn das Einschlafen nun so zappelig ist und er den Nulli nur im Bett wieder haben möchte, würde ich tatsächlich einen nur fürs Bett kaufen.
      Du schadest ihm doch nicht wegen einem Schnuller zum Einschlafen, tust ihm aber einen großen Gefallen damit.

      Er braucht ihn offensichtlich um sich abends runter zu fahren/selbst zu beruhigen. Bis zum dritten Lebensjahr würde ich ihm auch einen geben.
      Gib ihm für die Nacht seinen Nulli zurück 😊

      In dem Alter ist es kein Saugbedürfniss mehr sondern eine Gewohnheit. Das Saugbedürfniss nimmt zum Ende des ersten Lebensjahres deutlich ab, da geht es in eine Gewohnheit über. Ich würde den Schnuller nicht wieder geben.

      Ich würde ihm den Schnuller wieder geben. 🙈
      Mein kleiner lässt ihn immer rausfallen sobald er schläft, braucht ihn auch nur zum einschlafen. Er ist aber auch noch deutlich jünger vielleicht sehe ich das dann in einem Jahr auch anders 😂🙈
      LG

      Hi,
      wir haben meiner Tochter den Schnuller gelassen, bis sie in eines Tages unvermittelt ausspuckte, alle anderen einsammelt und sagt: wir können sie jetzt abgeben, ich brauche keine mehr. und gut war es. da war sie vllt 3,5.
      ihre beste freundin hatte ihren noch etwas länger. bei beiden haben sich die zähne zurückgedreht.
      ich finde das theater ums abgewöhnen zum teil überspitzt. dann hätte man nicht damit anfangen dürfen.
      also,.meine meinung: wenn er ihn vermisst, ja kaufe einen neuen.
      lg

      • Vielen Dank für eure Meinungen - egal in welche Richtung sie gingen. Ihr habt mir sehr geholfen und auch nochmal andere Sichtweisen aufgezeigt. Wir werden nun nochmal sprechen und dann bestimmt zu Gunsten des Schnullers/des Kindes entscheiden :)

    Das ist vielleicht in der momentanen Situation nicht hilfreich: ich habe meinen 3 Kindern den Schnuller entwöhnt, als sie noch keinen Namen dafür hatten (zwischen 6 - 16 Monaten). Somit haben sie ihn für max. 3 Tage ein wenig vermisst (wenn überhaupt) - danach war gut.
    Ich persönlich würde den Schnuller nicht wiedergeben (zumindest, wenn er sich jetzt nicht zum Daumennuckler entwickelt - mal etwas rumknabbern ist ok), da es in 6 Monaten wohl noch schwieriger mit der Entwöhnung wird, wenn Baby den Schnuller dann behalten darf... Hat hilft es ja, wenn er sich ein neues Kuscheltier, einen Dinosaurier o.ä. aussuchen darf.

    Wir haben mit 8 Monaten den Schnuller weggelassen. Mit dem ersten Zahn.
    Mich wundert es ein wenig, dass mit fast 2,5 es als zu früh angesehen wird.
    Ich denke nicht, dass es das Saugbedürfnis ist.

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