Probleme mit Nachtflaschen. Wie angewöhnen?

Hallo Zusammen,

mein Sohn ist bald ein Jahr und ein Monat alt. Seit seiner Geburt ist er mehrmals in der Nacht aufgewacht, um gestillt zu werden bzw. später die Flasche zu kriegen. Irgendwann ist er nur 2-3 Mal. Mich hat es nicht gestört, da ich dachte, wenn er es braucht, dann soll er es auch kriegen. Nun hat sich das Ganze aber total verschlimmert. Seit zwei Wochen will er immer vier Flaschen in der Nacht trinken. Also er trinkt jetzt über 500 ml in der Nacht und dementsprechend isst er am Tag nur sehr wenig. Die Kinderärztin war überhaupt nicht zufrieden und empfahl mir, die Nachtflaschen komplett und auf einmal wegzumachen. Ich habe es mehrmals versucht. Aber mein Sohn weint fürchterlich. Er will weder Schnuller noch Wasser. Er will nur seine Milch trinken.

Ich bin wirklich ratlos. Ich möchte ungern ihn weinen lassen, aber die KiÄ meint, dass er feste Nahrung noch mehr braucht, als die Milch, um wirklich satt zu werden.

Habt ihr Tipps. Heute Nacht habe ich zum ersten Mal die Milch verdünnt. Er hat nichts bemerkt und hat trotzdem die Flaschen leer getrunken. Nun habe ich Angst, dass er weiterhin nachts aufwacht, um verdünnte Milch zu trinken :/

Soll ich es einfach durchziehen und ihm nichts mehr geben (außer Wasser)? Eine Bekannte meinte, dass sie von heute auf morgen abgestillt hat. Ihr Sohn hat in der Nacht ganz schlimm geweint. Aber seitdem vermisst er die Brust nicht mehr und schläft sogar durch.

Ich weiß jedes Kind ist anders. Aber ich muss was verändert. Wir haben in wenigen Wochen wieder einen Termin bei der KiÄ, dann sollte ich ihr berichten, ob ich es hingekriegt habe oder nicht.

1

Sorry, ich habe mich vertippt: wie abgewöhnen? Soll die Frage lauten.

2

Das könnte auch nur eine Phase sein. Um den 1. Geburtstag rum hab ich schon öfters gehört, dass Kinder nachts plötzlich wieder öfters trinken wollen. War bei uns auch so, dachte ich hab wieder nen kleinen Säugling 🙈
Ich würde es erst einmal so hinnehmen. Bei uns wars nach ca 2 Wochen einfach wieder vorbei.

3

Also wenn dein Sohn erst knappe 13 Monate alt ist, würde ich ihm die Milch lassen. Er ist doch noch so klein, fast noch ein Baby.
Normales Essen einfach ganz normal über den Tag verteilt anbieten, entweder er isst es oder eben nicht.
Vielleicht macht er gerade einen Schub durch. Irgendwann wird sich das mit der Milch nachts noch ändern. Und wenn nicht, kann man nochmal drüber nachdenken was zu ändern, aber ich finde das ehrlich gesagt zu früh. Andere stillen in der Nacht noch 5x in dem Alter.
Gibst du normale Kuhmilch oder Flaschenmilch? Bei Kuhmilch sollte man eine gewisse Menge (weiss nicht genau ob 300ml pro Tag oder so) nicht überschreiten, aber wenn du Flaschenmilch gibst, sehe ich da kein Problem.
Und von verdünnen wie das viele hier machen, halt ich rein gar nix. Dann würd ich eher Schritt für Schritt die Menge reduzieren. Also z.B. wenn er heute 200ml bekommt, dann das nächste Mal nur 190ml usw.
Und noch was: Kinderärzte und Ernährungsfragen passen nicht immer 100% zusammen. Mach das so, wie du es für richtig hälst. Kein 13 Monate altes Kind "muss" durchschlafen und 5 normale Mahlzeiten am Tag essen, viele brauchen in dem Alter halt noch ihre Milch. Lass dein Kind bestimmen wie viel es wann und von was isst.

4

Wir hatten zwar zum 1. Geburtstag nur eine Flasche, aber wir haben dann nur noch Wasser gegeben. Sie hat gleichzeitig auch angefangen, mehr und mehr verschiedene Sachen zu essen. Die Wasserflasche hat sie nach einigen Tagen auch nicht mehr benötigt.

5

Über das richtige Alter zum Abgewöhnen streiten sich die Geister. Ärzte wollen es schneller, Mütter verzögern lieber.

Wenn Du die Entscheidung getroffen hast, dann reduziere die Mengen pro Flasche deutlich und dann auch die Stückzahlen.

Wir hatten die nächtlichen Flaschen auch lange und Kind musste sich nachts erst müde kämpfen, so dass er erschöpft irgendwann wieder eingeschlafen ist. Wir hatten 3-4 Tage viel Gebrüll, danach war der Spuk vorbei, Kind schlief durch. Und aß tagsüber plötzlich deutlich besser.

Heißt für Dich, dass Du am besten nicht Montagabend mit der Abgewöhnung starten solltest. 😉

Ich habe ein verlängertes Wochenende ab Donnerstag mit Brücken-Freitag plus Sa+So genommen. Nach nächtlichen Tirraden hab ich tagsüber bisschen schlafen können während mein Mann mit Kind draußen war.

6

Hallo

Ich kann dich total verstehen, dass es dich nervt. Besonders wenn man schon bei weniger war.

Allerdings gebe ich dir klar den Tipp lass ihn trinken, gib ihn seine Milch. Vielleicht hat er Zahnschmerzen einen Schub oder weiß der Geier was.
Versuch ruhig ihn erst Wasser anzubieten möchte er das nicht, gib ihm sein Fläschchen. Er schläft schnell wieder ein und du damit auch.

Ich bin davon überzeugt, dass er von ganz alleine diese irgendwann nicht mehr benötigen wird.
Bezüglich des Essens am Tag, oftmals hängt das eine nicht mit dem anderen zusammen. Biete ihm weiterhin alles an.

Ich habe als mein Sohn gefühlte 100 mal die Nacht wieder seine Milch wollte auf die 2er Milch umgestiegen - ja ich weis auch diese ist umstritten, aber er hat dadurch wirklich länger geschlafen.
Milch verdünnen hat bei uns überhaupt nicht geklappt. Also ich habe es ebenfalls probiert nach kurzer Zeit aufgeben und ihm einfach die Milch die er eindeutig brauchte geben.

Mit 16 Monaten war das Thema dann erledigt und er schlief von heute auf morgen problemlos durch.
Gib ihm die Zeit und lass dich nicht aus der Ruhe bringen.

Bezüglich des Kinderarztes.
Konnte er dir begründen warum ein 13 Monate alles Baby keine Milch nachts mehr trinken soll ? Milch ist im gesamten ersten Lebensjahr Hauptnahrungsmittel Nummer eins und von heute auf morgen klappt ein abgewöhnen bestimmt nicht. Absoluter Schwachsinn. Man soll darauf achten, dass die Kinder nicht dran nuckeln sondern wirklich zügig austrinken - klar. Aber ansonsten gibt es daran nichts verwerfliches oder besorgniserregende

Viele grüse

7

Beim Zahnen braucht meiner auch ein paar Fläschchen nachts. Ich persönlich nehme ihm absolut nichts weg, er bekommt auch jetzt mit fast 15 Monaten noch seine Pre Milch.
Ich entscheide das total nach Bauchgefühl.
Dieses ganze verdünnen werde ich wohl nie verstehen warum das angeblich helfen soll. Ich denke mir die kleinen wissen ganz genau was sie brauchen, das ist zumindest meine Meinung!
LG

8

Hallo,

Ich habe auch alles probiert....

Am besten du verdünnst die Milch nach und nach....
bei meiner Tochter hatte ich auch das Problem.... wir sind erst mit 19 Monaten davon gekommen als sie einen Magen-Darm-Infekt hatte....

Lg

9

Also ehrlich gesagt verstehe ich den Zwang nicht das Kinder mit einem Jahr zwingend durchschlafen müssen und keine Milch mehr haben sollen.
Warum dürfen das die Zwerge nicht in ihrer eigenen Zeit schaffen.
Mein Kinderarzt hat nicht gemeckert. Wir trinken mit 12,5 Monaten 19/23/3/7 Uhr 190er Flascherln, meist leer bis auf den letzten Tropfen.
Sicher wäre es fein wenn ich wieder arbeiten gehe und sie durchschläft, ist aber nunmal nicht und ich habe hier schon öfter Beiträge dazu gelesen wo es genauso ist.

Klar kann ich meine Schnecke ne Woche lang in der Nacht schreien lassen bis sie gecheckt hat das es nicht nach ihren Bedürfnissen geht...
oder ich warte einfach bis sie so weit ist, vielleicht mit 18, vielleicht erst mit 24 Monaten, finde ich persönlich netter.

Der Kinderarzt kann meckern, Augen zu und durch, was soll er denn machen, das Jugendamt informieren? Jedem Kind seine Entwicklung in seinem Tempo.

Meine Kleine isst tagsüber auch nur mäßig und auch da gibts manchmal ne Bulli. Stückig ist nicht so ihrs, wir füttern vor allem pürierte Kost und weiche Beeren, Joghurt, Brot.
Probiere immer wieder festere Sachen, aber sie verweigert. Vielleicht klappt es ab September im Kiga (Gruppendynamik), mal schauen.

LG, alles Gute und kein Stress 😎 ❤️🍀

10

Ich weiß um die 300g/Tag bei Milchprodukten, da kommen wir nicht hin 👍 falls sich wer am Joghurt aufhängen möchte.