Mamakind 15 Monate - Hilfe...

    • (1) 10.08.19 - 15:10

      Hallo ihr Lieben!
      Normalerweise bin ich stille Mitleserin und hätte nie gedacht hier mal selbst einen Post zu verfassen. Mir haben viele andere Beiträge geholfen, jetzt bin ich aber mit meinem Latein am Ende und hoffe auf eure Erfahrung und euer Wissen.
      Die Eckdaten zu meinem Problem: Sohn, 15 Monate, war noch nie ein "Anfängerbaby". Schläft schlecht, war als Baby immer unzufrieden, hat sich gebessert als er krabbeln konnte. Hat noch nie alleine gespielt o.ä. und wohnt sozusagen auf mir. Anfangs in der Trage, mittlerweile auf meiner Hüfte. Kann laufen, macht dies auch gerne, hat aber am liebsten mich dabei. Auch bei allen anderen Dingen. Papa ist ok, aber wenn es ums schlafen geht, dann geht nur Mama. Er ist alles in allem sehr neugierig und ein Wirbelwind der nie stillsitzt (ich deshalb auch nicht)
      Deshalb brauch ich einfach mal Pause...Ich möchte mich gerne Abends mit meinen Freundinnen treffen, ohne Angst zu haben dass zu Hause wieder die Hölle los ist. Bisher habe ich ihn immer ins Bett gebracht und gehofft dass er solange schläft bis ich wieder da bin. Das hat glaub ich einmal geklappt...Er lässt sich von Papa einfach nicht beruhigen. Ach ja, hab ich erwähnt dass er auch fast nur auf/neben mir schläft? Leider hat er noch nicht annähernd durchgeschlafen, drei Stunden am Stück sind Luxus.
      Jetzt meine Frage an alle Mamas mit Kindern die auch nur an Mama kleben. Wird das irgendwann besser?? Ach ja, wir haben vor zwei Wochen abgestillt, ganz ohne Drama obwohl er ein absoluter Brustjunkie war. Deshalb dachte ich dass es wenigstens jetzt etwas besser wird... Vielen Dank schon mal!

      • Hallo, klingt jetzt vielleicht hart, aber einfach mit den Freundinnen verabreden. Entweder ist Sohnemann ruhig weil Mama gar in der Nähe ist oder beide sind dann halt fix und fertig. Nehmt dir die Zeit. Ich weiß als Mama muss man es lernen, auch Verantwortung abzugeben.
        Genieß die Zeit. Eigentlich klappt es super mit dem Papa oder der Oma dann und man fragt sich wieso hab ich das noch nicht schön viel eher gemacht.

        • Danke für deine Antwort. Es ist nicht so, dass ich ihn nicht gerne abgeben würde. Aber er bleibt weder bei Papa und schon gar nicht bei Oma. Da wird gebrüllt wie am Spieß. Er ist ein sehr temperamentvolles und willenstarkes Kind und noch nie "einfach" gewesen. Ich war auch schon ein paar Mal Abends für zwei, drei Stunden weg. Solange der Kleine da schläft ist auch alles gut, nur wenn er aufwacht ist er von Papa nicht mehr zu beruhigen. Da muss erst ich wiederkommen, dann erst beruhigt er sich. Deshalb bleib ich meist gleich zu Hause. Deshalb hoffe ich dass mir irgendjemand berichten kann, ob das auch mal besser wird. Muss ja nicht gleich ein Papakind werden;-)

          • Naja, wenn du ihn nie abgibst zu seinem Vater fuer ein paar Stunden dann nimmst du ihm und auch seinem Papa die Chance ein enges Verhältnis zu bekommen. Wie soll sich das denn bilden wenn du immer um ihn rum bist und der Vater nur “Beiwerk”? Er wird auch beim Papa gerne bleiben wenn die beiden eine stabile Bindung haben- das scheint mir aber noch nicht so zu sein (ansonsten wuerde er mit ihm ohne dich bleiben). Daran solltet ihr arbeiten. Macht regelmäßige Papa Zeiten. Jeden Abend ne halbe Stunde richtig intensiv mit ihm spielen und du gehst in die Badewanne oder sonstwAs. Also du stehst nicht zur Verfügung. Und das langsam ausbauen. Auch wenn er anfängt zu protestieren, es ist keine Qual beim Papa zu sein, er leidet dann sicher nicht. Er will eben dich da Ei haben... protestgezeter ist aber ok, das kann man auch mal aussitzen. Und welches Kind protestiert denn 30 min am Stueck wenn Papa mit ihm Lieblingsspiele spielt?

            • Vielleicht hab ich mich da falsch ausgedrückt, tagsüber ist es bei Papa (fast) kein Problem. Wenn ich da weg bin ist das für den Kleinen ok. Es geht hier um die Abende und Nächte. Papa kann ihn Mittags auch zum Schlafen ablegen, nur am Abend hatten wir bisher keinen Erfolg. Und Nachts lässt er sich auch nicht von ihm beruhigen.

      (6) 10.08.19 - 17:12

      Ja! Hier, genauso!
      Und ja, ich habe versucht es dem Papa zu überlassen aber nicht zu jedem Preis! Mittlerweile ist Tochter 4 und alles ist gut! Versuch weiter, dir Auszeiten zu nehmen, guck aber was für dich gut ist! Sprich, wenn du es aushalten kannst, dass zu Hause Chaos ist (und Papa das auch mitmacht) ist das ok. Wenn es dich aber mehr stresst als alles andere ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür.
      Ihr habt gerade erst abgestillt, vielleicht dauert es jetzt noch ein bisschen aber ich denke, es wird besser, halte durch!
      Hier konnte Papa Kind erst nach 2 Jahren ins Bett bringen, die Zwei haben trotzdem ne total enge Bindung. Das bindet sich doch nicht nur beim ins Bett bringen...
      Was wir immer gemacht haben ist, der zuerst tröstet, tröstet. Nicht zeigen, ich kann das besser und Kind wegnehmen. Natürlich kommt Kind nach dem beruhigen auch zu mir, aber die Szene auflösen muss der Papa, wenn man mich versteht :)
      Ich weiß, dass diese Zeit mega hart ist aber es wird besser. Immer am Ball bleiben aber!!
      Halte durch!

    Mein Mann hat unsere Tochter auch selten ins Bett bringen können, mittlerweile hat sich das gedreht sie ist knapp 3 und möchte seit einigen Monaten fast nur noch von Papa hingelegt werden. Ihre Bindung hat also nicht gelitten. Trösten lassen ließ sie sich ebenfalls lieber von mir, generell war es mit Mama einfach besser. 😅 aber wie gesagt er war ja trotzdem da, hat mit ihr gespielt, dass baden z.b hat er dann übernommen, Seifenblasen gemacht, Boote durchs Wasser gefahren usw und jetzt "sucht" sie aus. Sie sagt dann "Papa soll ins Bett bringen, Mama bist du böse?" Ich sag dann nein Schatz ich bin nicht böse und wie gesagt seit einigen Monaten ist 90 Prozent Papa und 10 Prozent ich die sie ins Bett legen sollen. Er soll einfach weiter den bleiben und es nicht persönlich nehmen dann wird die Bindung genauso gut aufgebaut und du kannst irgendwann am Abend weggehen. 👍

Ich denke, es sind häufig verschiedene Faktoren, warum es Vätern häufig schwerer fällt als Müttern. Häufig sind sie generell seltener da, oder Mütter springen sofort, wenn der Vater das Kind hütet und Geschrei zu hören ist oder greifen ständig korrigierend ein. Die zwei letzteren signalisieren dem Kind, dass sie beim Vater nicht so gut aufgehoben sind wie bei der Mutter. Dazu kommt, wenn der Mann ein Jahr oder mehr immer nur Ersatz war, letztlich auch tatsächlich fehlende Übung.

Unter dem Strich hilft nichts anderes, als den Vater regelmäßig einfach machen zu lassen und auch mal eine schwierige Situation gemeinsam mit dem Kind zu meistern.

(12) 11.08.19 - 08:08

Ja hier, aber schon 20 Monate alt.
Bin gerade schwanger mit Kind Nr 2 und hab dadurch meinen Mann gleich eingebunden und gesagt "ab jetzt gehst du mit ihm schlafen, denn je größer der Bauch wird umso schwerer tu ich mich und bei 2 Kindern ist es einfach wenn der große sich an Papa gewöhnt hat mit schlafen"

Hab es ganz hart gemacht, Kind den Papa in die Arme gedrückt, gute Nacht gesagt. Papa ist dann mit ihn schlafen gegangen. Er hat ja e den Papa zum beruhigen und wenn es mal wirklich nicht geht dann tauschen wir, aber mein Mann soll es zuerst probieren.

War auch schon paar mal abends weg, hab sie aber schon paar Stunden vor dem Schlafen alleine gelassen damit der kleine weiß "ok jetzt ist nur Papa da, der mich ins Bett bring"

Großer Fehler ist, wenn du ihn hinlegt und er zwischendurch munter wird. Weil er sich dann denkt "Mama ist ja e da, sie hat mich ja hingelegt"

Wenn ich weg bin, dann legt Papa ihn hin und dann funktioniert das beruhigt auch.

Bei uns ist es vielleicht nicht ganz so schlimm aber unser kleiner 22 Monate schläft nur bei uns und das einschlafen geht auch nur mit Mama. Schlimm. In 3 Wochen gehe ich wieder 1 mal die Woche abends arbeiten. Da muss es klappen. Wir sind gerade am Testen. Wenn ich abends mal kurz um den Block laufe und er merkt, dass ich nicht da bin, dann klappt das auch, dass Papa ihn ins Bett bringen darf.
Vielleicht klappt das bei euch auch. Mal ausprobieren. Die müssen sich einfach daran gewöhnen.

Toi Toi Toi Sabi

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