Komisches Verhalten 3 Jährige

    • (1) 11.08.19 - 20:06

      Hallo unsere Tochter war heute bei ihrem Opa und das jeden Sonntag. Sie ist dort sehr gerne und möchte dann ungern nach Hause. Das legt sich aber nach ein paar Minuten nach dem Abschied. Heute hatte sie allerdings anscheinend bei ihrem Opa ein altes Taschentuch aufgehoben und mitgenommen. Zuhause hatte sie dies die ganze Zeit in der Hand und wollte es nicht hergeben. Mein Freund hat ihr gesagt, dass das ein dreckige Tuch ist und es deswegen in den Müll kommt. Er hat es weggeschmissen und die Kleine ist komplett ausgerastet und hat es wieder rausgeholt. Sie war die ganze Zeit noch sehr traurig und es war schwer, sie zu überreden das Tuch zum Schlafen auf den Nachtschrank zu legen. Sie sagte die ganze Zeit, dass Opa das Taschentuch verloren hat und er es abholen müsse. Ich habe ihr gesagt, Opa würde es morgen abholen, wenn sie im Kindergarten ist.

      Ist das normal, hattet ihr das Problem auch? Und ist es in Ordnung wenn wir es morgen entsorgen und ihr sagen, dass es abgeholt wurde?

      Woran kann das liegen, dass sie da so sehr dran hängt? Hat das einen Zusammenhang mit dem Krankenhausbesuch, den sie heute mit ihrem Opa gemacht hat? Die Uroma hat Krebs und lebt nicht mehr lange und deshalb haben wir es erlaubt, dass sie sie besuchen darf. Kann sich das negativ auf die psyche auswirken?

      Ich finde das Verhalten keineswegs komisch. Der Opa ist offenbar DIE Bezugsperson für sie und alles was damit in Zusammenhang steht, ist emotional total wichtig für sie. Kann es sein, dass sie ihn anstatt dich oder deinen Freund in der Hierarchie ganz nach oben setzt? Das ist oft so, wenn Großeltern aus falschem Egoismus versuchen sich durch lockere Erziehung oder besonderer Zuwendung sich selbst an die Spitze der Bieliebtheitskala zu setzen. Das führt dann zwangsläufig dazu dass die Großeltern unantastbar werden und die eigentliche Erziehung boykottieren. Solche Fälle kenne ich zur Genüge. LG

      • (5) 11.08.19 - 22:19

        Liebevolle Grosseltern sollen also am besten nicht mehr liebevoll sein, damit sie sich ja nicht an die oberste Stelle der Hierarchie setzen? Gibt's noch Familienhierarchien in Deiner Welt? Furchtbare Auslegung. Sehr viele junge Eltern wären sehr froh, es gäbe liebevolle Großeltern in der Familie. Du hast garantiert keine liebevollen Grosseltern gehabt, sonst würdest Du nicht so einen Stuss schreiben, aber ehrlich. Kinder lieben immer die Eltern, deswegen dürfen sie Oma und Opa genauso lieben.

        • Lieben ja, aber sich nicht über die Eltern stellen, nach dem Motto, wir sind besser und geben mehr .. und sei dir gewiss, dass das kein Stuss ist, sondern bittere Erfahrung aus 3 kinderreichen Beziehungen. Hast Du annäherne Erfahrungen?

          • (7) 12.08.19 - 08:33

            Wir sind eine sehr große und weit verzweigte Familie mit 4 Generationen, somit in allen Verzweigungen ausreichend Großeltern und Urgroßeltern vorhanden, um ganz klar behaupten zu können, dass Großeltern was sehr Schönes für alle Nachkommen sind. Sie verwöhnen und helfen, wo sie können. Hierarchiegerangel gibt es ganz sicher keines. Eifersüchtige Eltern wären natürlich nicht hilfreich, von denen es auch genug gibt.

      (8) 12.08.19 - 09:12

      Ich und mein Partner hatten beide sehr, sehr liebe Großeltern und waren beide gerne da. Es war was besonderes, wie nachher als meine Eltern geschieden waren jedes zweite Wochenende bei meinem Vater und klar würde ich dort dann verwöhnt. Aber deswegen habe ich meine Mama nie weniger geliebt oder war nicht froh wieder zuhause zu sehr.

      Egal wie sehr andere Familienmitglieder verwöhnen, wenn das Kind dadurch ein schlechteres Verhältnis zu den Eltern bekommt, dann machen diese in meinen Augen was falsch. Und dafür müssen sie nicht mal Unmengen an Geld ausgeben, sondern nennt sich Urvertrauen und Geborgenheit und die kann man nicht kaufen.

      Ja, bei Opa darf sie so gut wie alles und auch 2x Eis am Tag, Capri Sonne, Pommes etc. Das gibt es bei uns nur selten.

      • Du fragst ob das von dir beschriebene Verwöhnprogram, Auswirkungen auf die Psyche deines Kindes hat? Ganz klar ja. Und keine Positiven. Wer mein Kind mit 2 Eis, Pommes und Capri Sonne (das so ziemlich widerlichste Getränk nach Eistee) vollstopft, dem würde ich empfehlen mal einen Ernährungsratgeber zu lesen. Wieso macht er das, wenn Du das nicht machen würdest?

        • Wir haben schon gesagt, dass es nicht jeden Sonntag Pommes geben soll. Die beiden sind immer beim Sportplatz Fußball gucken und dann kriegt sie dort immer Pommes. Das klappt jetzt auch ganz gut und er hat es verstanden. Aber die Uroma ist auch so schlimm mit Süßigkeiten, als wir einmal mit dabei waren, hatte sie meiner Tochter einen Lolli gegeben und ich habe gesagt, dass sie heute schon einen hatte und keinen mehr bekommt. Die Uroma war richtig beleidigt und findet das von uns ungerecht 😫

    (12) 12.08.19 - 22:11

    Ist doch vollkommen normal. Deswegen muss man sich die Erziehung nicht boykottieren lassen, da ist man dann selbst schuld. So ein Käse.

Seltsam klar ;) aber nicht total abgefahren. Was hier manchmal für Geschichten passieren ... Ohje ohje.
Soll sie das Taschentuch doch dem Opa geben. Wenn es total dreckig ist, steckt ihr es in eine Tüte.

Dass es etwas mit der Uroma zu tun hat, glaube ich nicht. Damit könnten Kinder meist sehr gut umgehen.

Ich finds toll, dass sie ihren Opa so mag!!

(14) 12.08.19 - 00:08

Es ist nur ein Taschentuch...macht euch und die kleine nicht so kirre deswegen,ich glaube nicht daß es etwas mit dem KHBesuch zu tun hat.

Sie ist 3! wahrscheinlich denkt sie einfach der Opa freut sich wenn er das Tuch wieder hat,er hat es ja schließlich verloren.

Wenn es eins aus Papier ist wegschmeißen und sagen der Opa hat es geholt.

Wenn es eines aus Stoff ist,ab damit in die Waschmaschine und die kleine kann es dem Opa beim nächsten Besuch wiedergeben.

Und zum Thema Hierarchie:mMn totaler Blödsinn sie hat ihren Opa gern ist doch toll.
Das der Opa die Erziehung mit Absicht sabotiert,kann ich aus dem Text nicht erkennen.

Mein Opa war wie ein Vater für mich aber nicht weil er mich irgendwie besonders behandelt hat,auch bei ihm gab es regeln,sogar mehr als bei meiner Mutter.Er hat mich behandelt als wäre ich seine Tochter und ich bin mit meinen Sorgen immer als erstes zu ihm bzw meiner Oma gegangen.Bei ihnen hab ich mich im Gegensatz zu bei meiner Mutter nämlich gehört und verstanden gefühlt.

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