Bedrohung im Kindergarten

    • (1) 12.08.19 - 21:21

      Hallo.

      Ich bin noch ziemlich geplättet, versuche mich aber dennoch kurz zu fassen und auch wertfrei. Meine Tochter 4.5 Jahre alt kam heute aufgelöst zu mir als ich sie vom Kindergarten abholte. Sie und die Erzieherin schilderten mir den Vorfalls, dass sie und ihre Freundinnen von drei Jungs geärgert wurden. Ging wohl einige Male hin und her. Soweit so gut. Meine Tochter meinte dann zu mir, dass sie ein paar Mal sagte, dass sie aufhören sollen und dies aber nicht taten. Ich hatte den Eindruck, dass sie sich hilflos fühlte, weil sie sich nicht adäquat wehren konnte. Sie wirkte noch immer aufgelöst bei der Schilderung der Ereignisse und brach in Tränen aus.
      Das Thema kam von ihr aus heute Abend nochmal zur Sprache und sie teilte mit, dass ihr ein Junge, ebenfalls 4.5 Jahre, aus gegenüber äußerte: "Ich schlitze dir die Kehle auf." und tätigte dazu die dazugehörige Handbewegung.
      Ich bin sprachlos.
      Zudem weiß ich, dass der besagte Junge bereits Auffälligkeiten in der Kindergartengruppe zeigte. Er tritt andere Kinder (hatte bereits meine Tochter schon einmal getreten), stört massiv das Gruppengeschehen u. a.
      Ich kenne den Jungen und seine Familie bereits seit dieser geboren ist. Ich vermag nicht beurteilen, weiß aber dass einiges bereits unrund lief.
      Ich habe bereits mit der Mutter ein Gespräch erbeten. Erhoffe mir dennoch nicht viel, da sie beratungsresistent und resolut ist was offene Bereitschaft betrifft.
      Ich werde weiter morgen früh einmal das Gespräch mit der Erzieherin und Leiterin suchen, da ich finde, dass es zu weit geht.
      Sei es ein Streit um Spielzeug oder Bewerfen mit Sand, ist es als normales Verhalten m. M. n. zu deklarieren.
      Aber so eine Aussage finde ich qualitativ ne andere Hausnummer.

      Was meint ihr?

      Verzweifelte Grüße, Elsa

      • Hallo Elsa,
        wertfrei bewertest du die Situation nicht. Das mal vorweg. Ich frage mich nur, wo die Erz.waren? Haben sie die Situation nicht beobachtet? Wichtig ist nachträglich, dass die Fachkräfte das Vorgefallene besprechen und auch das Kind befragen, was denn eigentlich " Kehle aufschlitzen" bedeutet. Auch die Eltern sollten von den Erz.darüber informiert werden. Das ein 4,5 jähriger so etwas äußert ist schon heftig.

        • Ich denke, dass ich bemüht war... Wertfrei zu formulieren. Aber es ist schwer das rein objektiv zu gestalten. Da ich ja nun auch den Werdegang des Kindes kenne und auch die Kinder in einer früheren Betreuungseinrichtung zusammen waren. Also meine Tochter und der besagte Junge.
          Ich bin eben schon geplättet darüber.
          Die Erzieherin kam ja schon in der Abholsituatuon zu mir und meinte, dass es mit den Neckereien hin und her ging (waren aber ihren Schilderungen nach altersgerechte und sie erwähnte keinerlei Auffälligkeiten).
          Danke, dass du mich in meinem Vorhaben diese Situation anzubringen, mit deinen Worten unterstützt.

          Bin ganz deiner Meinung. Kinder sprechen häufig Dinge nach, die sie wer weiß wo, gehört haben, ohne dessen Bedeutung zu kennen. Oft sind sie sogar sehr betroffen wenn man ihnen die Bedeutung erklärt.
          Ich möchte aber zu deiner Aussage wo die Erzieherinnen zu dem Zeitpunkt waren, anmerken, dass Eltern oft von uns erzieherInnen erwarten alles zu sehen. Leider ist dem nicht so, da wir 25 Kinder zu beaufsichtigen haben und unsere Ohren und Hänse oft bei 4 Kindern gleichzeitig sind.

      (5) 13.08.19 - 09:03

      Ich stimme meiner Vorschreiberin zu: Wertfrei ist das ganz und gar nicht.
      Du schreibst eigentlich NUR über den Jungen, aber nicht über deine Tochter. Dass er Auffälligkeiten zeigt, dass er tritt usw usf - das wird dich aber nicht weiterbringen und der Teil der deine Tochter nicht betrifft, geht dich auch überhaupt nichts an. Du wirkst auch nicht wirklich so, als würdest du dieser Familie helfen wollen, sondern eigentlich nur darüber urteilen und eure Familie als "besser" betrachten.

      Stattdessen solltest du dich lieber mit deiner Tochter beschäftigen. Also ich find den Vorfall jetzt gar nicht mal sonderlich schlimm, natürlich sollte man drüber reden, aber eigentlich ist doch nichts passiert. Wir wohnen in einer Großstadt und es kommt immer mal wieder vor, dass wir irgendeinen betrunkenen Obdachlosen sehen, der lauthals "ich bring euch alle um ihr Hur**Sö***" oder sonstwas.
      Klar ist das nicht schön, aber ich kann nicht beeinflussen, was andere zu meinem Kind sagen oder was er hört, ich kann ja nicht immer dabei sein und notfalls die Ohren zuhalten.
      Stattdessen rede ich mit ihm darüber. Ich sag ihm, dass sich das für andere (in dem Fall ja insbesondere für uns) nicht schön anfühlt, man auch Angst bekommen kann, sich ekelt oder sonstwas, wenn man sowas hört. Dass man schnell weitergehen kann und dem keien Aufmerksamkeit schenken, wenn es nicht an uns gerichtet ist oder eben jemanden um Hilfe bitten, notfalls die Polizei rufen, wenn man sich bedrängt fühlt.

      Das ist natürlich ein heftigeres Beispiel. In deinem Fall würde ich mit ihr vielleicht im Rollenspiel durchgehen, was sie tun kann. Das erste wäre, eine Antwort zurechtlegen "Hör auf! Ich will nicht, dass du sowas zu mir sagst!" ganz bestimmt und auch laut wenn es ihr hilft, übt das einfach. Wenn das nichts bringt, zu einem Erzieher gehen. Der sollte sich dann weiter darum kümmern.

      • (6) 13.08.19 - 17:36

        Hi.

        Die Sache konnten wir heute konstruktiv klären und haben sachlich darüber gesprochen.
        Das du mir deine Meinung dazu schreibst ist völlig ok und Sinn in einem Forum. Jedoch persönliche Angriffe und Unterstellungen hier abzuliefern eine andere.
        Ohne weitere Worte...
        Alles Gute

    (7) 13.08.19 - 09:06

    Achja dass du mit der Mutter ein Gespräch erbeten hast finde ich vollkommen unangemessen!!
    Nach diesem Tonfall den du hier anschlägst würde ich zumindest behaupten, dass IHR das in keiner Weise weiterhelfen wird und höchstens DIR Genugtuung verschafft.

    • (8) 13.08.19 - 11:40

      Ich würde auf jeden Fall das Gespräch mit den Eltern des Jungen suchen. Zum Einen herauszufinden, ob der Junge es kognitiv verstanden hat, was er gesagt hat und Zweitens herauszufinden, ob tatsächlich eine Gefahr von diesem Jungen (für meine Tochter) ausgeht. Unabhängig davon, würde ich das Gespräch im KiGa suchen. Da der Junge anscheinend verhaltensauffällig ist, würde ich dort eine Gefahreneinschätzung der KiTa Leitung und der Bezugserzieherin verlangen.
      Sollte der Junge allerdings nicht verstehen, was er sagt, dann hätte ich keine Bedenken, mein Kind weiterhin in den Kindergarten zu geben. Dann obliegt es mir, das Kind zu instruieren, wie es mit solchen Aussagen umgeht bzw umgehen wird.

      Anmerkung: sollten die Eltern ein konstruktives Gespräch verweigern und die Erzieherinnen können das Verhalten des Jungen nicht eindeutig einschätzen, würde ich das Jugendamt (mit der entsprechenden Aufforderung zu handeln) kontaktieren.

      • (9) 13.08.19 - 16:21

        Und was befähigt die TE dazu, solche Entscheidungen und Urteile zu treffen? Wenn sie nicht zufällig eine Ausbildung in der Richtung hat, ist sie mehr als schlecht geeignet dafür, da sie ja offensichtlich schon ein persönliches Vorurteil hat, wie soll es da überhaupt zu einem konstruktiven Gespräch kommen?

        Also wenn ich mir vorstelle, mein Sohn hätte so etwas getan und dann will eine Mutter, die nichts von gewaltfreier Kommunikation versteht, uns da "prüfen" würde ich auch nein danke sagen.
        Dass ein Gespräch mit den Erzieherinnen stattfindet steht wohl außer Frage. Sie hatten die Situation ja schon von sich aus angesprochen, wie ich das verstanden habe.

        Unsere Kita ist da sehr klar, wenn die Erzieher sagen, dass eine Situation geklärt wurde, dann besteht da von den Eltern kein weiterer Handlungsbedarf (außer eben mit seinem Kind darüber zu sprechen, wenn es das möchte). Und ich hab da auch vollkommenes Vertrauen, sonst würde ich mein Kind gar nicht erst in diese Einrichtung geben.

        • (10) 13.08.19 - 17:09

          Ich kenne die TE nicht und auch nicht ihre Ausbildung. Aber durch die allgemeine Lebenserfahrung kann man sich schon einen guten Überblick über die familiäre Situation und die Fähigkeiten des Kindes verschaffen. Ich selbst bin keine Pädagogin, sondern nur eine Juristin, aber ich traue mir schon eine laienhafte Einschätzung zu. Ein Gespräch im Kindergarten wäre mir persönlich zu wenig, da hier möglicherweise eine Gefährdungssituation für mein Kind vorliegt und ich diese vollständig und vollständig beurteilen will.
          Wie gesagt, es gibt unterschiedliche Ansichten dazu.
          Wäre es mein Kind, das solche Äußerungen von sich gegeben hätte, würde ich mich tausendmal bei dem betroffenen Kind und dessen Eltern entschuldigen und zusehen, dass solche Konflikte zukünftig nicht mehr entstehen (in Kooperation mit dem Kiga).

          • (11) 13.08.19 - 17:53

            Ich habe einige Jahre mit Familien und Jugendämtern zusammengearbeitet. Und mit Familien aller sozialen Schichten.
            Daher kann ich schon einschätzen in welche Richtung es geht und welche Möglichkeiten bestehen.
            Klar jedes Kind überschreitet Grenzen und gehört in den kindlichen Phasen dazu. Nur es gibt für mich qualitative Unterschiede. Und das war eine für mich hoch anzusiedelnde. Daher habe ich mich für Gespräche und Interventionen entschieden.
            Bin nur erstaunt, dass es denn noch immer wieder User gibt, die persönlich werden und gefährliches Halbwissen verbreiten 🤷‍♀️

        (12) 13.08.19 - 17:48

        Bitte arbeite GFK nochmal nach und dann bitte deine Beiträge nochmal neu gestalten. GFK beinhaltet nämlich keine verbalen Übergriffe, die hier definitiv aus deinen Posts zu entnehmen sind. Dann am besten nochmal die vier Säulen der GFK nacharbeiten und schauen, dass gefährliches Halbwissen unverbreitet bleibt. Dann ist allen geholfen. Danke!

        VG

        • (13) 14.08.19 - 01:08

          Habe ich irgendwo denn behauptet, ich würde das können?

          Leider nein. Ich bin eigentlich erst vor kurzem damit in Kontakt gekommen und muss noch VIEL üben und verstehen, das weiß ich wohl.
          Es ging mir in meinem Post sicher nicht darum, das in richtiger Weise zu demonstrieren.
          Aber welches gefährliche Halbwissen meinst du denn? Ich dachte ich hätte nur meine persönliche Meinung geschrieben, war jedenfalls meine Absicht.

(14) 13.08.19 - 17:37

Bähmbäm: erneute Unterstellung & Angriff...

Hallo,

weiß der Junge denn überhaupt was er da sagt?
Vielleicht versteht er es ja gar nicht.
Manchmal hören Kinder etwas - und sei es in der Glotze oder auf der Straße... plappern es nach und schauen wie reagiert wird.

Wertfrei finde ich deinen Beitrag nicht, aber ich kann auch keinen bestimmten „Tonfall“ herauslesen wie meine Vorschreiberin Dir vorwirft.

Ich frage mich nur, ob der Junge das grundlos gesagt hat oder ob deine Tochter nicht im Vorfeld auch irgendwas gesagt oder gemacht hat? Erzieherinnen haben meist schon im Gefühl oder bekommen mit, wenn es ernst wird und sie haben nichts besonders Auffälliges bemerkt.
Ich würde mit deiner Tochter klären, wie sie solche Situationen vermeiden kann bzw wie sie sich verhalten kann, wenn der Junge wieder so einen Quatsch redet.
Ein offizielles Gespräch mit der Mutter des Jungen finde ich erstmal übertrieben, außerdem brächte es doch eh nichts, weil du die Mutter für beratungsresistent hältst (was würdest du ihr denn überhaupt raten wollen?).

Ganz ehrlich... bei mir gab es früher auch gemeine Jungs im KiGa oder in der Nachbarschaft. Einer ist immer mit einer großen Schaufel hinter mir her gelaufen und wollte mich hauen - passiert ist aber nie etwas. Der wollte nur schauen wie ich reagiere.

Beruhige deine Tochter, mache sie stark und dann beobachte erstmal, bevor du gleich den Hammer schwingst.

(16) 13.08.19 - 17:35

Hallo,

ich finde diese Aussage auch echt krass. Erster Schritt nachdem Du mit Deiner Tochter gesprochen hast, ist mi der Erzieherin zu sprechen. Teile ihr mit, was Dir Dein Tochter gesagt hat.

Erwarte aber nicht zu viel bzgl. ihrer Reaktion. Das ist etwas, was sie ins Team tragen sollte. Das ist etwas, worüber im Team gesprochen und diskutiert werden sollte. Es gibt so vieles zu klären, bevor Du mit einer adäquaten Antwort rechnen solltest.

Für die Fachkräfte steht dann erstmal an, en Jungen zu fragen, ob das stimmt (seine Version anhören). Dann werden seine Eltern angesprochen. Und erst dann kannst Du damit rechnen, nochmal z dem Thema angesprochen zu werden.

Es ist viel über den Hintergrund (was war der Auslöser, wie ist das erständnis des Jungen ggü. seiner Worte etc.) zu klären, bevor kluge Ratschläge erteilt werden können, wie z. B. "wie gehen wir mit der Situation um, wenn sie sich wiederholt?"

Sprich also die Erzieherin an und a e Geduld. Sie wird auf Dich zukommen, wenn es im Team besprochen ist.

Und ganz wichtig natürlich -fast vergessen- sprich mit Deiner Tochter! Es ist nur verständlich, dass sie Angst bekommen hat. Sag ihr aber auch, dass sie dann sofort zur Erzieherin gehen soll, nachdem sie etwas geantwortet hat wie "Hör auf/ich möchte sowas nicht hören/das sind böse Worte/...". Das verlangt allerdings Mut von ihr. Das müsst ihr evtl vorher üben. Aber sie muss sich sicher sein, bei ihrer Erzieherin immer Schutz und ein offenes Ohr zu finden.

Alles Gute!

  • Danke für deinen Beitrag. Es gab heute sachliche Gespräche darüber und ich habe auch nochmal darüber geschlafen und denke, daß ich da heute mit mehr Abstand in die Gespräche rein bin. Habe lediglich sowohl Erziehungsberechtigte und Fachkräfte in Kenntnis gesetzt. Ich gehe von mir aus und würde auch wissen wollen, wenn meine Kinder derart sich äußern oder etwas vorfällst, was als kindgerecht nicht mehr deklariert werden kann.
    Was die Erziehungsberechtigten oder Fachkräfte im Nachklang resümieren, ist deren Sache und soll auch so sein.
    Ja, ich interveniere mit ihr und ist ja auch wichtig, denn wird ja sicher immer wieder Situationen geben, in denen sie sich abgrenzen sollte, um sich zu schützen. Will ja da auch Verantwortung geben.

    Lg und danke für deinen konstruktiven Beitrag 👍🏻

    • Das hört sich doch sehr gut an. Ich selbst wäre wahrscheinlich sofort auf die Eltern des Jungen los marschiert und hätte gar nicht erst um ein Gespräch gebeten >.< Bei so nem Satz hätte definitiv zu impulsiv reagiert. Hut ab, dass Du da noch Kontrolle über Dich und Dein Handeln hast!!!

      Von außen betrachtet ist es immer recht einfach, Ratschläge zu erteilen...

      Wie hat die Erzieherin Dir gegenüber denn reagiert? Vor allem nach dem Gespräch? Wie ist das gelaufen?

      LG

(19) 13.08.19 - 18:01

Warum hat die Erzieherin nicht gleich eingegriffen? In so einem Fall sollte deine Tochter gleich zu ihr gehen, damit es gleich eine Konsequenz gibt

(20) 13.08.19 - 19:45

Die Aussage ist auch qualitativ eine andere Hausnummer als normales necken unter Kindern. Wo auch immer das Kind sowohl Begrifflichkeit als auch entsprechende Bewegungen herhat. Für das Alter ist es sicherlich nicht normal und auch nicht als harmlos herabzustufen. Hier ist definitiv eine Gespräch mit den Erziehern fällig. Wenn die Eltern sowieso Beratungsresistent sind, dann würde ich mit denen gar nicht sprechen. Bringt nur Aufregung und nichts weiter. Mit deinem Kind wirst du sicherlich weiterhin sprechen und das aufarbeiten. Bei uns im Kindergarten haben ähnliche Kaliber zu einem Mädchen gesagt, dass sie ihre Eltern umbringen. Das ist ebenfalls nicht unter normal einzustufen.

(21) 13.08.19 - 19:54

Sowas ist nicht normal. Dass Kinder mal treten, kann vorkommen, aber den Satz muss er sich ja irgendwo abgeschaut haben. Gruselig.

Ich würde auch definitiv die Kita-Leitung ansprechen und die Eltern des Jungen mit ins Boot nehmen.

Sollte sowas noch einmal vorkommen, würde ich das Kind aus dem Kindergarten nehmen.

(22) 15.08.19 - 10:58

Ich kann das natürlich nicht einschätzen, aber im Kiga meines Sohnes gibt es auch so einen.. ich nenn ihn mal „bully“ - der gern mal den ein oder anderen kommentar abgibt, der alle sprachlos macht, haut, schubst, beisst, etc. Mein Sohn kam an einem Nachmittag zu mir und meinte „Mama der b... hat gesagt der Mann darf die Frau hauen“ - ich hab herzlich gelacht und meinem Sohn erklärt wie der Hase läuft. An einem anderen Tag kam er nach Hause und hat gesagt „mama der b... hat mich heute gehaut und ich hab geweint“ - so ende gelände also gespräch mit den erzieherinnen gesucht, ihnen die vorfälle geschildert, gebeten da mal ein augenmerk drauf zu haben, und seither gibts auch nix mehr.. ausser das b... das bei allen anderen kindern auch macht & von denen mittlerweile keiner mehr mit ihm spielen will und er nun ganz schön einsam ist, mein mitleid hält sich jetzt in grenzen. Für mich ist nur wichtig mein kind zu stärken, ihm lösungswege zu zeigen wenn er unverschuldet in blöde lagen kommt, ihm zu sagen an wen er sich wenden kann, und auch erzieher miteinzubeziehen. Die Eltern des anderen Kindes bzw das Kind selbst ist sein eigenes Problem und muss mit sich selbst zurecht kommen, wichtig ist mir nur das auch mein Sohn weiß vor solchen störenfrieden brauch ich keine angst haben, die tun mir höchstens Leid.

  • (23) 23.08.19 - 22:08

    Danke für dein Beispiel. Wir versuchen auch, dass unsere Tochter da resoluter wird und sich abgrenzen kann. Wir stärken sie da auch und ich habe auch gesagt, dass sie ihm das deutlich sagen kann. Und der Angst keine Macht gibt. Das sagte auch die Erzieherin heute nach dem zweiten Vorfall zu ihr.
    Wir bestätigen sie darin, dass sie sich Hilfe holt und wir auch jeder Zeit hinter ihr stehen.
    Und auch dem keinen Raum gibt, dass es das Problem des Jungen und deren Familie ist.
    Ehrlich gesagt scheue ich mich auch nicht davor Instanzen weiter zu gehen, wenn es weiter so läuft und hier keine probaten Mittel eingesetzt werden oder eben auch helfen.

(24) 23.08.19 - 21:40

Hallo,

also ich kann dich gut verstehen. Und ob dein Post jetzt wertfrei ist oder nicht, manche Antworten von anderen Forenteilnehmerinnen finde ich ziemlich daneben.

Fakt ist, dein Kind wurde bedroht. Ihr solltet es unbedingt der Leitung berichten und es sollte ein gemeinsames Gespräch gesucht werden.
Ob jetzt Gefahr im Verzug ist oder nicht, das kann man so natürlich nicht beurteilen.
Aber ganz ehrlich, eine "normale" Aussage für einen 4-jährigen ist das meiner Meinung nach nicht.
Also ich habe das noch von keinem Kind im Freundes- oder Bekanntenkreis gehört. Mein Sohn ist erst 3 aber ich wüsste nicht, wo er so etwas aufschnappen sollte.

Es ist vielleicht jetzt eine andere Geschichte, aber mich erinnert das ein bisschen an einen Jungen aus der Nachbarschaft aus meiner Kindheit, der mir etwa mit 5-6 Jahren immer wieder gedroht hat, er würde mir "den Schädel einhauen". Seine Mutter hatte es auch belächelt, nachdem meine Mutter sie darauf angesprochen hatte. Auf alle Fälle hat er mir dann irgendwann eine Eisenstange auf den Kopf geschlagen, dass ich eine Platzwunde hatte. Naja, das war vor 30 Jahren, damals wurde dem nicht nachgegangen. Ich weiß nur, die Mutter behauptete, dass es keine Absicht gewesen wäre, sondern beim Spielen passiert ist.

Ich will damit nur sagen, man darf solche Aussagen keinesfalls abtun, solange man nicht weiß, was dahinter steckt.

  • (25) 23.08.19 - 22:02

    Wertfrei wird es langsam nicht mehr... Oder eben zunehmend unwertfreier. Da es nun leider seitens seiner Mutter als Lapalie abgetan wird und wie schon geschrieben, kenn ich die Familie nun auch seit geraumer Zeit. Da ich ja nun auch Augen im Kopf und Ohren an dem Kopf habe, konnte ich schon das ein oder andere vernehmen.
    Ich fragte auch die Erzieherin, warum mein Kind. Schließlich waren auch noch zwei andere Mädchen anwesend. Sie bestätigte, dass meine Tochter sensibel sei und sowas auch annehme bzw sie bewege. Die beiden anderen Mädchen reagieren etwas distanzierter... Was wohl auch damit zusammen hängt, dass sie den Sinn nicht verstehen. Letztens ärgerte sie auch ein Junge und der sagte: "Da kommt mein Papa und wirft dich übers Dach." Meine Tochter meinte, ja, das kann der gar nicht. So stark ist er nicht und so hoch kommt er nicht. Sie versteht schon, was in der Realität machbar ist und was nicht. Daher nimmt sie das auch leider in dem Alter schon auf und macht ihr Angst.
    Ich hoffe nur, daß ihr Selbstwertgefühl nicht sinkt und auch sie da sich abgrenzen kann und eben auch lernt.

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