Unglücklich mit der Situation

    • (1) 15.08.19 - 12:51

      Hallo,
      leider haben mein Mann und ich schon seit einer ganzen Weile Probleme mit seiner Mama. Es wurde leider immer schlimmer statt besser und nun haben wir folgende Situation. Mein Mann möchte seine Mutter nicht mehr sehen und sie ihn auch nicht. Mit mir hat sie zwar keinen Streit gehabt aber sie weiß, dass ich zu meinem Mann halte und dafür hasst sie mich. (Nebenbei: ich halte zu meinem Mann, weil ich finde, dass er im Recht ist und nicht einfach nur wegen der Tatsache, weil er mein Mann ist) Da wir aber zwei kleine Kinder haben, möchte ich es ihr dennoch nicht verbieten, die Kinder zu sehen. Daher kommt sie alle drei Wochen mal vorbei und holt den großen ab und unsere kleine knuddelt sie bisschen (sie ist noch sehr klein ein Monat alt). Wir sagen uns nur hallo und Tschüss mehr nicht. Ich habe vor jedem Besuch immer Bauchschmerzen, wenn ich weiß, gleich sehe ich sie. Mein Mann will sie aber auch nicht sehen, daher kommt sie zu Zeiten, wo ich alleine mit den Kindern bin. Aber mittlerweile stört mich das so sehr, dass ich sie auch nicht sehen will. Diese kalte Art ertrage ich auf Dauer nicht und mache es nur wegen der Kinder mit. Aber dann sieht sie die Kinder gar nicht mehr. Von einer Versöhnung sind wir auch sehr weit entfernt. Weiß nicht wo das hinführen soll? Sollte ich doch komplett den Kontakt abbrechen nur um mich besser zu fühlen? Unser großer fremdelt bei ihr auch schon, weil sie nur alle drei bis vier Wochen für 2 Stunden ihn abholt. Habt ihr auch solch eine ähnliche Situation durchmachen müssen? Würdet ihr es anders machen? Ich wollte es mir aus der Seele reden und fragen, ob ihr ähnliche Situationen durchgemacht habt. Fühl mich in meinem Umfeld nämlich ganz allein mit diesem Problem, weil alle um mich herum tolle Schwiegereltern haben und scheinbar habe nur ich das Pech. Schwiegerpapa lebt nicht in Deutschland also auch kein Kontakt.

      • Hallo,
        das lässt sich alles schwer beurteilen. Ihr seid von einer Versöhnung weit entfernt schreibst du. Ist sie denn unmöglich? Ist das Problem so schwerwiegend als dass man es nicht lösen könnte?
        Das Kaltherzige könnte ich auch nicht ertragen und ganz ehrlich: du bist momentan der Spielball deine Mannes und deiner Schwiegermutter. Du stehst trotzdem zwischen den Stühlen.
        Ich verstehe dich sehr gut... eine echte Zwickmühle, weil man den Kindern den Kontakt ermöglichen möchte.
        „... holt ihn nur für 2 Stunden ab...“. Naja. Meine Schwiegereltern und Eltern wohnen auch nicht mal eben um die Ecke und wir hatten noch nie jemanden, der unser Kind mal für ein paar Stunden abgeholt hat. Ich sehe das nicht als selbstverständlich an - denn für deine Schwiegermutter ist die Situation sicher auch nicht einfach. Sie muss das Kind immer aus einem Haushalt holen, in dem sie nicht erwünscht ist - warum auch immer.

        Entweder ihr klärt das mal am Runden Tisch oder ihr lasst es schleifen... dann knallt es irgendwann trotzdem und ihr seid evtl beim völligen Kontaktabbruxh. Macht euch klar, was ihr wollt.

        Durchaus kann man zu den eigenen Eltern den Kontakt abbrechen, aber man sollte sich schon vorher überlegen, ob der Streitpunkt es wert ist oder ob beide Seiten über den Schatten springen und das Kriegsbeil begraben können.

        LG

        • „Nur ein paar Stunden“ hab ich aus folgendem Grund geschrieben. Sie hat sich oft in der Vergangenheit beklagt, die Kinder kaum sehen zu können, was nicht an uns lag. Ich habe ihr immer gesagt, sie kann gerne die Kinder so oft wie möglich sehen. Zu sich nach Hause will sie die Kinder nicht nehmen, da es bei ihr nicht kinderfreundlich wäre und sie Angst um ihre Einrichtung hat 🙄 außerdem arbeitet sie rund um die Uhr und hat deswegen nicht immer die Zeit. Komischerweise hat sie auch an ihren freien Tagen nie Zeit aber naja. Seit fast zwei Jahren ist das Verhältnis zu ihr gestört. Es wurden sehr harte Sachen gesagt, immer wieder viel gestritten wegen derselben Sachen. Daher möchte mein Mann nichts mehr mit ihr zu tun haben. Es sei denn sie ändert sich aber tut sie nicht. Es wird immer wieder alles unter dem Teppich gekehrt und ein zwei Wochen später kommt es wieder zum Streit. Wir haben einfach nicht mehr die Kraft und Lust so ewig weiterzumachen. Sie zeigt leider keine Einsicht. Was noch schlimmer ist, denn sogar ihre eigene Mama, Schwester usw. denken genauso wie wir. Sie streitet auch sehr oft mit ihnen. Am liebsten würde ich den Kontakt zu ihr abbrechen aber wegen meinem Mann und vor allem wegen der Kinder bin ich in einer Zwickmühle. 😐
          Ich will nicht schuld sein, dass die Kinder keinen Kontakt zu Oma haben.

      (4) 15.08.19 - 13:45

      Hallo!

      Ich finde es recht einfach. Du lädst Sie alle drei Wochen zum Besuch, also ist ja dein Wille auf jeden Fall da, dass der Kontakt zu den Enkeln besteht (so mehr oder weniger).

      Aber warum verhält sie sich dann bitte so unmöglich und redet nicht mal mit Dir? Das registriert doch zumindest auch das große Kind? "Wenn Mama und Papa sich streiten, muss ein Kind das nicht wissen" heißt nichts anderes der Umgang hat dann auch normal zu erfolgen und wird nicht noch mit betretenem Schweigen unterstreicht!

      Jetzt ist es sogar schon so weit das der Große fremdelt und Du sogar Bauchschmerzen vor den Besuchen hast - ENDE - gibt keine komischen Besuche mehr, solange die Situation nicht entspannt für alle ist und das schließt deinem Mann auf jeden Fall mit ein! Genauso würde ich ihr das auch sagen - wie lange wollt ihr denn diese Scharade noch aufrechterhalten und für wen?

      Alles Liebe!

      • (5) 15.08.19 - 14:09

        Ja da hast du auch wieder recht. Lange mach ich das auch nicht mehr mit. Wie gesagt, die Kinder sehen sie sowieso selten und wenn ich jetzt auch NEIN sage, dann sieht sie die Kinder gar nicht mehr. Nur aus Liebe zu den Kindern habe ich das mitgemacht. Mittlerweile merke ich aber, dass das so nicht weitergehen kann.

        • (6) 16.08.19 - 11:57

          Zitat: Nur aus Liebe zu den Kindern habe ich das mitgemacht. Mittlerweile merke ich aber, dass das so nicht weitergehen kann.

          Die Kleine kriegt das ohnehin nicht mit, die braucht nur Dich! Der Große fängt an zu fremdeln und wird zudem sogar noch aufgehetzt!

          Hut ab, das Du die Tür bisher noch aufgemacht hast... bei mir wäre sie tatsächlich längst zu!

          Für deine Kinder brauchst Du das wirklich nicht machen!

          LG

    (7) 15.08.19 - 14:02

    Ich finde Familie ist es immer wert sich nochmal an einen Tisch zu setzen.

    Das würde ich versuchen. Die Situation ist ja sonst für alle schwierig.

    Im Zweifel würde ich die Besuche lieber einstellen. Ich denke damit ist keinem wirklich geholfen.

    • (8) 15.08.19 - 14:11

      Wie oft haben wir schon über alles gesprochen und alles ausdiskutiert aber nichts hat geholfen. Es wurde nur noch schlimmer oder es wurde unter dem Teppich gekehrt und irgendwann kam es wieder hoch. Schwierig leider. Ein Kontaktabbruch wäre mir lieber. Aber wegen der Kinder habe ich das nicht gemacht. Nur merke ich jetzt, dass es so auch nicht weitergehen kann.

      • (9) 16.08.19 - 08:20

        Da ich im Umfeld gerade etwas ähnliches mitbekomme: reden reden reden! Im Zweifel mit Mediator dazwischen, der unabhängig ist, keine der Parteien kennt und vermitteln kann. Oft liegen da ja echt nur Kleinigkeiten im Argen und in fünf Jahren wird gefühlt keiner mehr wissen, warum man sich auseinander gelebt hat.
        Ich weiß nicht wie das Verhältnis von deinem Großen zur Oma bisher war; das Baby wird wohl noch keine Beziehung zur Oma haben. Aber ich finde es wichtig, dass die Kinder, wenn möglich, auch Kontakt zu den Großeltern haben. Gerade, wenn sie so nah wohnen. Mag auch daran liegen, dass ich es aus meiner Kindheit gar nicht kenne. Oma wie Opa wohnten 2 bis 2 1/2 Autostunden entfernt und da keiner von beiden einen Führerschein besaß, sah man sich somit nur dann, wenn wir mal hinfuhren. Meine Oma kam uns allerdings einmal im Jahr für 2-3 Wochen besuchen. An meinen Opa habe ich kaum Erinnerungen - er starb als ich 7 war. Allein innerhalb der ersten zwei Jahre, die ich mit meinem Mann zusammen war habe ich seine Großeltern häufiger gesehen als meinen eigenen Opa. Und das stimmt mich in gewisser Weise traurig, weshalb ich es für meinen Sohn anders haben möchte.

        So lange also keine körperliche Gewalt in irgendeiner Weise ausgeübt wurde uund wirklich nur die falschen Worte gefallen sind, bin ich der Meinung, dass man das wieder gerade biegen können sollte. Eben im Zweifel mit Hilfe von Außen. (und ja, mir ist klar, dass auch Worte sehr verletzend sein können - eine mögliche Entschuldigung muss ich aber auch zulassen, was ich über einen Kontaktabbruch einfach nicht erreichen kann)

        • (10) 16.08.19 - 09:20

          Gerade, weil ich damals als Kind kaum Kontakt zu Großeltern hatte, möchte ich es meinen Kindern ermöglichen, öfters Kontakt zu beiden Omas und Opa zu haben. Nur macht die Oma (väterlicherseits) leider nur Stress. Sogar, wenn man sich selten sieht. Sie gönnt auch der anderen Oma den Kontakt nicht so wirklich. Das merke ich anhand von Bemerkungen wie...“der Junge sieht seine andere Oma mehr“ „war die andere Oma diese Woche wieder bei euch?“ „ wie oft sehen die Kinder die andere Oma?“

          Sie macht es uns schwer den Kontakt aufrecht zu erhalten, dass sie auch vor den Kindern uns immer schlecht macht. Gut mein großer ist 2 und die kleine 1 Monat alt also werden die nicht alles verstehen können, was abgeht aber trotzdem. Es fallen immer wieder seit fast zwei Jahren dieselben Kommentare wie „die Kinder erziehen euch nicht ihr sie“ „ihr müsst mehr machen“ „das Kind tut mir leid, es isst kaum bei euch was“ „wieso läuft er immer noch nicht, das Kind meiner Freundin läuft schön und ist im selben alter, aber die Eltern und vor allem die Mutter fördert das Kind auch sehr gut“
          Immer wieder kommen solche sticheleien. Das Schlimmste ist, sie mischt sich wirklich überall ein. Beispiel: wir haben einen neuen Fernseher gekauft. Wieso kauft ihr einen so großen Fernseher? Es ist nur Geldverschwendung und jetzt seht ihr mit den kleinen bestimmt nur noch fern. Das ist gar nicht gut.
          Oder Thema Freunde: „ihr braucht bodenständigere Freunde in eurem Umfeld. Die, die ich bis jetzt gesehen habe, gefallen mir nicht“

          Oder Thema unsere Einrichtung:
          Euer Wohnzimmer sieht sehr chaotisch aus. Und total schlicht eingerichtet. Da muss man mehr Mühe reinstecken. Eure Freunde werden euch das nicht ins Gesicht sagen aber hinter eurem rücken lästern. Ich als Mutter weise euch aber darauf hin, denn wenn ich nichts sage, dann warnt euch keiner davor und alle reden dann über euch“

          Ich könnte endlos weitererzählen, was sie sonst noch so alles von sich gibt.

          Mein Mann erträgt den Kontakt zu ihr auch nicht mehr, weil sie wirklich harte Worte benutzt wie „und du willst Papa sein, du bist ein Kind und noch nicht mal ein richtiger Mann“
          „Du bist genauso egoistisch, kalt und bockig wie dein Vater“ (die sind getrennt)

          Hab paar Sachen mal aufgezählt um zu erklären, warum eine Versöhnung mit ihr immer schwieriger wird.

          Das Verhältnis zwischen Oma und Enkelsohn war immer ganz normal. Aber die sehen sich nicht so oft wie meine Mama und mein Sohn. Das liegt aber auch daran, dass meine Mama einen Teilzeitjob und mehr Zeit hat. Die andere Oma hat einen Vollzeitjob und sagt dauernd, dass es unfair wäre, sie sieht den kleinen so selten und die andere Oma sieht ihn viel mehr. Ich habe ihr oft gesagt, sag einfach Bescheid, wann du Zeit hast und dann kommst du ihn besuchen oder er kommt zu dir. Aber zu sich nehmen will sie ihn auch nicht, da ihre Wohnung nicht kinderfreundlich sei und er was kaputt machen könnte und ich eine wickelkommode, Hochstuhl und Spielzeuge habe 🙄
          Also kommt sie lieber zu uns.
          Mehr kann ich ja auch nicht machen.

          Es ist wirklich nicht einfach.

          • (11) 16.08.19 - 10:11

            Gut, bei solchen Aussagen würde ich relativ klare Worte finden, dass es eure Sache ist, wie ihr eure Kinder erzieht und sie da schlicht übergriffig ist.
            Bzgl. der Wohnungseinrichtung und allem anderen eigentlich ähnlich. Ich würde sie durchaus auf ihre Übergriffigkeit hinweisen. Und dann auch klar "wenn du damit nicht klar kommst, zieh die für dich passende Konsequenz, auch wenn wir diese, für unsere Kinder, wohl schade fänden". Damit ist dann nämlich SIE diejenige in der Pflicht.

            Ja klar, vor 20/30/40 Jahren hat man noch anders erzogen. Schön und gut. vor 60/70/80 Jahren auch. "Was geworden" ist aus allen Menschen was. Gewisse Unstimmigkeiten sind zwischen Kindern und Eltern bzgl. der Erziehung der eigenen Kinder bzw. der Enkelkinder vorprogrammiert. Mit Sicherheit ist das heute mehr geworden als noch vor 30 Jahren - oder gar vor 50 Jahren, wo sich die Mütter im Zweifel nicht trauten ihren Müttern/Schwiegermüttern paroli zu bieten. Das ist heute halt anders.

            Wer mir vorhält, xy sieht das Kind häufiger würde einmal hören "du kannst gerne öfter vorbeikommen" - schwups, liegt der Ball wieder nicht bei einem selbst.
            Meine Eltern könnten sich auch beschweren, dass sie ihr einziges Enkelkind seltener sehen als meine Schwiegereltern - sie wohnen aber auch einfach 2 1/2 Stunden weiter weg als die Schwiegereltern. Dafür hat sich meine Schwiegermutter mal beschwert, dass meine Eltern ihn dann ja immer länger am Stück sähen - ja richtig, dafür aber nicht wöchentlich, so wie ihr. Seitdem ist da Ruhe im Karton.

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