Kita nur 3 mal pro Woche? Erfahrungen

    • (1) 07.11.19 - 12:59

      Hallo ihr Lieben,
      ich plane meinen Jobrückkehr und wüsste gerne eure Meinungen bzw Erfahrungen zu folgenden Optionen.

      Mein Sohn ist bei Kita-Eintritt 22 Monate alt, jetzt ist er 15 Monate. Es ist also noch eine Weile hin, aaaaaaber er ist seit Geburt ein hochsensibles, unsicheres und verkuscheltes Kind. Er mag laute Kindergruppen nicht gerne. Obwohl wir seit über einem Jahr in eine Krabbelgruppe gehen, hat er damit immer noch Probleme und ist an diesem Tag dann nicht mehr zu gebrauchen. Weint viel, klebt an mir. Er bleibt auch bei niemandem außer mir. Bei meinem Mann bleibt er mittlerweile 5 Stunden, wenn ich sonntags arbeite, bei den Großeltern klappt das noch keine zwei Minuten. Er flippt dann total aus und lehnt jeglichen Trösteversuch ab. Bei dem wöchentl. Kita-Spieletreff rennt er sofort panisch zu mir, wenn ihn eine Erzieherin anspricht.
      Kurzgesagt: ich rechne mit großem Drama in der Kita. Ich selber war ähnlich und habe den Kindergarten bis zuletzt gehasst

      Nun habe ich zwei Optionen

      1.) ich arbeite Mo-Fr vormittags und mein Sohn wäre täglich von 8:30 bis 12:30 in der Kita

      2.) ich arbeite am Wochenende und müsste nur 2-3 Vormittage unter der Woche arbeiten. Mein Sohn müsste dann nicht direkt täglich in die Kita, sondern könnte für etwa ein halbes Jahr noch 2 Vormittage Zuhause verbringen.

      Die Kita fand Option 2 nicht so sinnvoll, sie denken dass ihm Routine gut täte. Ich finde diese Option jedoch besser, auch mit dem Hintergedanken dass wir die 3 Vormittage besser organisieren könnten falls es mit der Kita echt gar nicht klappt.

      Habt ihr Erfahrungen? Was denkt ihr darüber?

      • Pardon. Er ist bei Kita-Eintritt 25 Monate alt.

        Hey, mein Kind 17 monate ist auch so wie deins. So sensibel und bei anderen Kindern ängstlich, weint sobald ihm ein anderes Kind zu nahe kommt und ihm zb Spielzeug wegnehmen möchte.
        (allerdings kann ich ihn zb zur Oma geben etc).
        Er geht nächstes Jahr auch mit etwa 25 Monaten in die Kita und zwar so wie dein Modell 1, jeden Tag halbtags.

        Ich bin der Meinung, wie eure Kita, dass keine Routine reinkommt, wenn er nur 3 mal die Woche geht. Ist bei uns in den Kitas übrigens auch nicht gern gesehen.

        Ich persönlich gehe positiv daran bei uns und hoffe meinem Sohn vermitteln zu können dass Kita was tolles ist. Man kann spielen, Freundschaften schließen etc.
        Jetzt in dem Alter können die Kinder ja auch noch nicht richtig miteinander spielen, aber wenn unsere Kids in die Kita gehen, werden sie bestimmt freunde finden und ich denke das wird ihrer Entwicklung gut tun.

        Wichtig ist aber m. E. nach, dass du als Mutter hinter eurer Entscheidung stehst und dein Kind nicht unbewusst verunsicherst.

        Alles Gute euch.
        Lg juju

        Du solltest als erstes versuchen deine eigenen Ängste und Sorgen abzulegen. Sowas kann sich ganz einfach aufs Kind übertragen und dann wird das Projekt sicher scheitern. Ist nicht böse gemeint, aber du bist ja vorher quasi schon sicher, dass es ihm nicht gefallen wird und vergleichst es mit dir früher.
        Geh positiv(er) ran und wählt Variante 1. Eine langsame Eingewöhnung kann man ja abstimmen. Aber danach fände ich Routine wichtig. Wenn dein Kind 4 Tage zu Hause ist und nur 3 im Kiga, wird es viel länger brauchen, um mit allen!!! Abläufen vertraut zu werden, alle Kinder und Erzieher kennenzulernen (dafür reicht auch eine 6-wöchige Eingewöhnung nicht) und alle Orte im Kiga.
        Wenn ihr es ermöglichen könnt, dann darf ja immer mal ein freier Tag eingelegt werden und wahrscheinlich wird der Kleine auch ab und zu krank sein. Da kommen genug "Fehltage" zusammen.
        Letztlich ist eine gute Kommunikation mit den Erziehern notwendig...

        Wäre ansonsten nicht auch eine Tagesmutter eine gute Alternative?

        • Leider ist eine Tagesmutter keine Alternative. Hier ist das noch sehr unüblich, da die Kita Plätze ab 2 kostenfrei sind. Unter Zweijährige werden meist durch Großeltern betreut. Entsprechend wenige Tagesmütter gibt es hier - und finanziell wäre es für uns leider wohl auch nicht machbar.

      (6) 07.11.19 - 18:42

      Hallo
      In der Schweiz geht praktisch kein einziges Kind 5 Tage in die Kita, im Schnitt so 2-3 Tage, höchst selten mehr. Das ist hier völlig normal und es funktioniert prima 🤷🏻‍♀️. Ich würde mein Kind z.B. nie in die Kita geben an den Tagen, an denen ich nicht arbeite, wozu habe ich es dann 🤗

      Vielleicht ist es einfach schwieriger für „Teilzeitkinder“, weil die anderen Kinder immer da sind und es dann zwecks Integration nicht so einfach geht. Das kann ich mir schon vorstellen. Hierzulande ist an jedem Wochentag eine andere Konstellation und die Kids kennen es nicht anders. Man muss es ausprobieren.

      Ich wünsche Euch alles Gute, Ihr findet schon den richtigen Weg!

      Liebe Grüsse

      • (7) 07.11.19 - 18:45

        Ps: ich meinte das mit dem „an Tagen an denen ich arbeite“ nicht im Bezug auf Dich, ich hoffe das kam nicht falsch rüber!

        • (8) 07.11.19 - 20:20

          Nein, kam nicht falsch rüber und entspricht genau meinem Gefühl. Mit 3 sehe ich das wieder anders, aber bis dahin finde ich eigentlich 3 mal wöchentlich ausreichend. Hier findet auch noch viel Leben auf den Straßen und Spielplätzen statt, sodass man auch fernab der Kita bestimmt gut Freundschaften pflegen kann...

    (9) 07.11.19 - 19:52

    Mein Kind geht zwar nicht in die Kita, hab somit selbst keine Erfahrungen damit, aber im Bekanntenkreis gibt es sehr viele Kinder die nur 2 bis 3 Tage zur Kita gehen. Zum Teil teilten sich sogar zwei Kinder quasi einen kitaplatz. Dieses Modell mit Platz teilen wurde inzwischen abgeschafft da es dann zur Folge hatte das es dann mit kiga Platzvergabe schwierig wurde.

    (10) 07.11.19 - 19:55

    Für die Eingewöhnung gehe ich ebenfalls vob aus, dass täglich besser ist! Danach kannst du doch individuell ihn rein tun bzw daheim lassen

    Danke für eure Rückmeldungen. Es wird ja offensichtlich recht unterschiedlich gesehen. Das Argument mit der Routine verstand ich nie richtig- woher soll mein Kind in dem Alter wissen dass ein Wochenende nur 2 und keine 4 Tage dauert? Aber es ist ein guter Punkt, dass er dann nicht die Abläufe an jedem Tag kennenlernt. Ich sollte also auf jeden Fall feste Tage finden.
    Ich gehe nicht so pessimistisch an die Sache heran wie es sich wohl angehört hat. Ich sehe nur, wie sich mein Sohn verhält und dass es keine Phase ist, sondern er seit Geburt sensibel auf alle Reize reagiert. Natürlich kann sich bis dahin noch viel tun, aber ich muss nunmal jetzt einen Plan entwerfen. Vielleicht sieht es im Sommer ja wieder ganz anders aus und er würde gerne täglich in die Kita gehen. Nur brauche ich jetzt eine Lösung, falls es nicht so wäre.

    Eingewöhnung würde ich natürlich täglich machen und in Absprache mit den Erzieherinnen, auch 4 Wochen dafür einplanen.

    Vielleicht finden sich ja noch ein paar Meinungen, das wäre sehr spannend für mich.

    • (12) 07.11.19 - 20:31

      Hallo, ich bin auch für die 5Tage Woche. Aber eher wegen deinem freien Wochenende. Damit ihr als Familie zusammen seid. Wenn du jedes Wochenende arbeitest, siehst du deinen Mann ja auch nicht so oft.
      VG

(13) 07.11.19 - 20:31

Hallo!
Meiner Meinung nach ist das wichtigste die Kita und die tägliche anwesenheitszeit. Also es sollte ein topkita mit hohem betreuungsschluessel und kleiner U3 Gruppe sein. Dann ist doch 830 bis 1200 täglich kein Problem. Meine Kinder gingen beide ab 15 Monate in ein traumkita, und ich versuche immer gg 1400 abzuholen, also nach dem mittagsschlaf meines Sohnes. Hole ich mal nach dem snack gg 1515 ab, ist mein Sohn schon deutlich mueder, aber immer noch happy. Meine Tochter wuerde am liebsten bis zum Ende bleiben, aber meine Kinder sind auch nicht sensibel. Uns tut es trotzdem gut, jeden Tag denselben Ablauf zu haben.

Alles Gute!

  • (14) 07.11.19 - 20:35

    Ach und ab 2.5 spielt das schon eine Rolle fuer die Freundschaften unter den Kinder wie oft die Kids da sind. Meine Tochter moechte jeden Morgen unbedingt in die Kita, vor allem seit sie etwa 34 Monate ist. Kita und die Kinder und Erzieher sind ihr superwichtig. Sie erzählt viel davon.

Die Erzieherinnen unserer KiTa haben damals solche Modelle abgelehnt. Insbesondere Kindern, die sich schwer tun, tut die tägliche Routine gut. Bei nur drei Tagen Kindergarten fehlt die Routine, die Einbindung in den KiTa-Alltag und auch die Akzeptanz einer gewissen Loslösung von dir. Wenn er einen Tag geht und einen Tag nicht geht, das versteht doch kein Kind...

Ich würde also auf jeden Fall den täglichen KiTa-Besuch empfehlen.

Für mich erscheint es auch nicht besonders sinnvoll, euch als Familie das Wochenende komplett zu stehlen, wenn du am ganzen Wochenende arbeiten musst.

Geh mal etwas posiitver an das Thema heran. Es haben schon viele gedacht, das wird eine Katastrophe und dann klappt es doch recht einfach.

Hallo, unsere Kita bietet dieses Modell auch an, das sich zwei Kinder einen Platz teilen. Ein Platz ist dann Montag bis Mittwoch, der andere dann Donnerstag und Freitag.

Unser großer, mittlerweile 4jahre, ging seitdem er 13 Monate alt war in die Krippe. Auch nur von Montag bis Mittwoch. Wir hatten damit nie Probleme, bis heute nicht. Natürlich geht er nun jeden taflg in den Kindergarten (gleiche Einrichtung).

Unser kleiner, gerade 12 Monate alt, wird momentan auch eingewöhnt. Ebenso auch nur von Montag bis Mittwoch. Es läuft bis jetzt super.

Also ich bin definitiv für dieses Modell, kenne aber auch viele erzieherinnen, die nicht dafür sind.

Liebe Grüße

Meine Tochter war ein Jahr alt, als sie in ihre erste Kita ging. Das waren 4h an 3 Tagen. Bis zuletzt war das oft ein Kampf, sie hat ständig geweint beim Abgeben, obwohl in ihrer Gruppe oft nur wenige Kinder gleichzeitig waren (meistens 3). Einen anderen Kitaplatz gab es für uns in der Stadt aber nicht. Im übrigen ist sie sonst ein Sonnenschein, liebt andere Kinder und wir waren quasi seit der Geburt in Spiel-und Krabbelgruppen. Auch sonst hatte sie keine Probleme bei einer Trennung, wenn zum Beispiel der Papa, Tante, Oma etc aufgepasst haben.

Wir sind dann umgezogen und haben durch Glück kurzfristig eine neue Kita gefunden. Das war ein Unterschied wie Tag und Nacht. Sie geht nun 5 Tage in die Kita und die Eingewöhnung hat keine 3 Tage gedauert. Sie machte da sofort Mittagsschlaf, isst sehr gut (vorher wollte sie 14 Monate lang nur ihre Milch und Obst), brauchte auf einmal keine Milch mehr, keinen Schnuller und hat noch nie geweint.
Sie geht da unglaublich gerne hin, allerdings ist der Kindergarten um Längen besser, als der davor. Das spürt man eben deutlich 😊

Meine Tochter brauchte auf jeden Fall diese Regelmäßigkeit und eine passende Kita für Ihre Bedürfnisse 😊

Hey ich Arbeit im Kindergarten mit Kindern ab 1 Jahr.
Ich kann dir nahe legen deine eigenen Ängste abzulegen und möglichst nur gute gefühle zuzulassen. Das erleichtert die eingewöhnung ungemein. Ich würde es auf jeden Fall versuchen mit den 3 Tagen. Klappt es nicht kann man die Tage noch hoch Stufen. Wäre das für deinen Job möglich ?
Manchen Kindern fällt es wirklich leichter öfter in der Kita zu sein als nur 3 Tage. Ich kenne beide Fälle.
Alles gute dir

(19) 09.11.19 - 18:05

Mein mittlerer war von 2 bis 3, also das Jahr vor dem Kindergarten jeweils Mittwoch und Donnerstag vormittag in der Krippe. An den anderen Tagen war ich zuhause und hatte keinen Bedarf. Rückblickend muss ich sagen, dass es genau richtig so war, dadurch dass er nur zwei Tage dort war und den Rest der Woche bei mir hat er es schnell akzeptiert. Mit mehreren Tagen wäre er überfordert gewesen (ab und an war wegen Brückentagen etc er mal di+mi+Do dort) und da hat man wirklich gemerkt dass das noch zu viel für den Knirps war.

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