Rückschritte oder Phase?

Mein Sohn 22 Monate hat in den letzten Tagen sich völlig auf links gedreht. Alles was immer super und ohne Probleme geklappt hat, funktioniert nicht mehr. Ob alleine essen (will wieder gefüttert werden), Ohren sauber machen (jetzt ein Kampf), Fingernägel schneiden (reißt sofort Hand und Fuß weg), Treppe hoch und runter gehen (Ich soll ihn tragen, sonst Gebrüll)...
Es war vorher wirklich alles ohne Stress machbar und nun... Ist alles ein Kampf.
Ich bin im 6 Monat wieder schwanger und auch auf mir rum klettern ist jetzt seine Leidenschaft, oder beim wickeln bockig treten,da werde ich leider auch ziemlich wütend.
Habt ihr Ideen oder Tipps für mich die uns das Leben wieder entspannter machen können?
Danke euch

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Hallo 👋🏻,

Meine Tochter ist zwar erst 16 Monate und noch nicht ganz so trotzig und zappelig, aber ich bin auch im 6. Monat schwanger und hab mir ein paar Tricks angeeignet. Zum Füttern und Treppe steigen kann ich nichts schreiben, da ich hauptsächlich noch selbst füttere (ist ja nicht anstrengend) und sie meist die Treppen hochtrage (anstrengend 🤷🏻‍♀️).

Aber wickeln und Fingernägel schneiden geht bei uns ausschließlich mit Ablenkung. Am Wickeltisch liegt immer etwas zum Spielen/Anschauen/Fummeln und die Fingernägel schneide ich grundsätzlich nur mit Hilfe eines YouTube-Handyvideos.

Auf mir rumkrabbeln versuche ich zu vermeiden. Ich versuche ihr auch immer wieder zu erklären, warum Mama nicht mehr so wild spielen kann. Ich glaube allerdings nicht, das sie es versteht 🤣. Viel Erfolg!

Lg, babyelf mit babygirl (16 Monate) und babyboy im Bauch (21+5)

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Ich würde sagen, das ist eine Mischung aus Trotzphase und Verunsicherung wegen der Schwangerschaft.

Für Deinen Sohn wäre es gut, wenn Du auf seine Bedürfnisse (umsorgt werden) eingehen würdest. Natürlich musst Du auch auf Deine Bedürfnisse und Möglichkeiten achten.

Füttern sollte ja kein Problem sein. Das sind meist sehr kurze Phasen, dann essen sie wieder alleine. Die Phase vergeht schneller, wenn man nicht dagegen kämpft.

Nägel schneiden geht vielleicht im Schlaf ganz gut. Ansonsten hilft vielleicht ein kurzes Video als Ablenkung.

Versuch nicht wütend zu werden. Besser ist es, wenn Du streng aber neutral bist. Und zuverlässig. Was Du ankündigst muss auch passieren. Also gut überlegen, was man ankündigt. ;-)
Bei so Sachen wie Klettern oder Treten:
Situation verändern, Regel formulieren. Immer und immer wieder. Man muss wirklich handeln, nicht nur reden. Kind wegheben oder Gegenstand abnehmen...

Und nicht zu viele Regeln. Dafür verlässliche Routinen und rechtzeitige Ankündigungen. Und immer bisschen Zeitpuffer einplanen, falls es doch zum Wutanfall kommt.

Ihr steht gerade an Anfang der Trotzphase. Das geht noch ne Weile immer mal wieder mehr oder weniger heftig zur Sache. Bleib gelassen. Er macht das nicht um zu ärgern, sondern weil er einen Plan im Kopf hat, der nicht klappt und dann bricht seine Welt zusammen und er weiß nicht wohin mit seinen Gefühlen.
Dazu die Verunsicherung, was da auf ihn zu kommt mit dem Baby.
Hab bisschen Nachsicht, bleib aber zuverlässig und vorhersehbar.