Schwanger mit Kleinkind 2,5 - Angst!

Guten Morgen miteinander,

Ich weiß gar nicht, was ich mir von meinem Post erwarte. Wahrscheinlich möchte ich einfach nur ein paar Gleichgesinnte....

Ich bin schwanger in der 29. SSW und habe einen 2,5 jährigen Sohn. Ich habe total Angst vor der Zeit nach der Geburt. Dass ich das einfach nicht schaffe mit 2 Kindern.
Ganz besonders Bammel habe ich vor den Nächten. Wenn ich müde bin, dann habe ich richtig Probleme auf die Spur zu kommen tagsüber.

Leider habe ich keine Unterstützung, da ich selbst keine Familie habe und die Familie meines Mannes sich nicht soo besonders interessiert für uns. Lange Geschichte.
Jedenfalls habe ich keine bzw nur wenige Möglichkeiten, mal doe Batterien aufzuladen.

Mein Mann auch nicht. Er geht arbeiten und ist auch oft so erschöpft, weil uns eben Möglichkeiten fehlen, die andere haben. Sei es Kinder mal für eine Nacht zu den Großeltern zu gehen, um mal wieder klar zu kommen, oder sonst was.
Wir haben null Paarzeit jetzt schon.

Dazu kommt, dass wir im Moment noch in einer eher kleineren Wohnung leben, wo man jede Stecknadel fallen hört.

Das heißt, wenn mein Sohn nachts schreit, weil er träumt oder was auch immer, habe ich Angst, dass das baby dadurch aufgeweckt wird oder umgekehrt.
Ich muss dann alleine gucken, die Kinder wieder zum einschlafen zu bringen, weil ich meinem Mann das nicht zumuten will, da er ja e schon den ganzen Tag arbeiten gehen muss. Ich will nicht, dass er sich verletzt wenn er übermüdet ist.

Ichbhoffe, es war jetzt nicht zu wirr das Ganze, was ich geschrieben habe.

Geht es jemandem ähnlich?

Lg

1

Guten Morgen liebe mirifee,
ich kann dich so gut verstehen.
Meine kleine ist jetzt knapp 16 Monate alt und ich bin in der 36 ssw.
Momentan habe ich zum Glück Unterstützung von meiner Mama.(wohnt aber auch nicht gerade in die Ecke) Ich bin ihr wirklich dankbar dafür. Ansonsten wüsste ich nicht, wie ich es schaffen sollte, da bis vor einer Woche unsere Tochter noch nicht einmal Laufen konnte und ich sie oft tragen musste.
In Kombination mit der vom Arzt verordneten Schonung wegen der Gefahr einer Frühgeburt eher schwierig.

Nach der Geburt wird mein Mann Elternzeit nehmen ( 2 Monate ).
Aber danach muss ich dann alleine klar kommen. Das macht mir mega Angst
Mein Mann arbeitet teilweise 24h lang.
So wäre ich abends und nachts alleine.
Meine Tochter braucht Einschlafbegleitung. Kommt jede Nacht zu mir ins Bett und leidet unter dem sogenannten Nachtschreck.
Ich habe wirklich große Angst vor den Nächten mit 2 Kindern und weiß nicht wie das klappen soll.
Aber irgendwie werden wir da hineinwachsen.
Und meist kommt es ja eh anders, als man denkt.
Das erste Jahr wird bestimmt kein Zuckerschlecken werden und ich werde bestimmt oft an meine Grenzen kommen, aber ich hoffe, dass mich die schönen Momente wieder pushen werden.

Einen Rat konnte ich dir nicht geben, aber ich wollte dir wenigstens das Gefühl geben, dass du nicht alleine bist.

Bleib stark
Lg hummelchen

2

So Ängste sind bestimmt normal.

Aber so ohne Paarzeit bist du doch sicher nicht schwanger geworden, oder? 😅 sorry, ist nicht böse gemeint, ich musste grade nur schmunzeln 😊

Motte ist 16,5 Monate und hat noch nie wo anders geschlafen. Gestern war sie zum ersten Mal für ne Stunde alleine bei meiner Schwägerin nachmittags. Und trotzdem fühle ich mich oft erholt (sie ist übrigens ne miese Schläferin).

Geht die Große in die Kita? Dann schlaf wenn das Baby schläft.

Nimmt dein Mann Elternzeit, während du Wochenbett hast? Wäre mir super wichtig 😅

Ansonsten: Nächte teilen, Arbeit hin oder her. Ging hier auch nicht anders, am Wochenende musste mein Mann mit ran und teilweise auch unter der woche, weil ich am Ende war. Er arbeitet aufm Bau und fährt oft weite Strecken, also war es für ihn auch hart, aber so ist es eben.

Paarzeit hatten wir auch ewig nicht, aber das kommt ja wieder und dann genießt man jede Minute :) und abends muss man sie sich bewusst nehmen dann.

Du wirst das alles schon schaukeln und hinkriegen, glaub an dich 🙌

3

Ich hab auch 2,5 Jahre Abstand.

Es steht und fällt sicher damit, wie das Baby drauf ist. Es gibt tatsächlich auch einfache Babys, die einfach alles mitmachen und überall gut schlafen können. ;-)

Wenn es nicht so sein sollte, gibt Kinder s natürlich Hilfsangebote. Z.B. vom Verein Welcome. Oder eine Leihoma, von der Ihr und Eure Kinder sicher noch viele Jahre profitieren könnt, auch nach dem anstrengenden Babyjahr.

Bei Beratungsstellen wie z.B. von der Caritas bekommst Du Infos, wo Du konkrete Hilfen bekommen kannst. Such Dir schon mal ne Telefonnummer raus und behalte es einfach mal im Hinterkopf. Und falls es mit beiden Kindern dann zu anstrengend wird, kannst Du Dich dort melden.

4

Meine Kids sind 2 Jahre auseinander und beides sehr schlechte Schläfer. Mein Mann übernimmt jetzt die Nächte der Großen und ich schlafe mit dem Baby im anderen Zimmer.
Wenn mein Mann auf Dienstreise ist, schlafe ich eingekesselt und bin mich um halb Stunden Takt am hin und her drehen und habe quasi keinen Schlaf.
Meine Tochter will nicht bei Oma schlafen und auch Oma ist es zu anstrengend, sie hat einmal die Woche Oma Tag - mehr Unterstützung habe ich auch nicht. Es ist verdammt hart, meine Tochter kann nicht mit dem Baby spielen ohne ihn weh zu tun, also müssen wir die beiden ständig trennen. Wenn ich alleine mit den beiden bin, komme ich zu nichts. Der kleine schläft mittlerweile tagsüber nur noch 2*30 Minuten, die große macht garkeinen Mittagsschlaf mehr.
Würde mein Mann nicht mit anpacken, würde ich das nicht packen!
Aber wenn es muss, dann muss es und dann bekommt man das auch irgendwie hin.

5

Also ich muss sagen, in meiner Elternzeit habe ich mich auch ausschließlich um die Nächte gekümmert. Seit ich wieder arbeiten gehe wechseln wir uns täglich ab.
WARUM WAR ICH SO BLÖD DAS NICHT SCHON VIEL FRÜHER ERWARTET ZU HABEN!!!!
Ich habe auch immer gesagt, er geht arbeiten. Dann muss er keine Nächte machen.
Aber glaube mir. Das ist Blödsinn. Teilt euch die Nächte. Nur so überlebt man das. Und ich gehe auch 30 Stunden arbeiten und mache ja jetzt jede zweite Nacht. Es fühlt sich an wie Urlaub. Bis heute (mein Sohn ist 2j 2m) ärgere ich mich, dass ich das 10 Monate lange alleine gemacht habe.
Rede mit deinem Mann. Es gibt nichts schlimmeres als Schlafmangel...

6

Deine Sorgen kann ich verstehen! Ging mir ähnlich. Der Große ist jetzt 2.5 und die Kleine fast 5 Monate. Aber irgendwie kriegen wir es hin...
Wir gestalten alles so einfach wie möglich. Eine zeitlang haben der Große und der Papa im Wohnzimmer geschlafen, damit wir uns gegenseitig nicht wecken und maximal viel Schlaf bekommen. Ja, das ist für den Papa zumutbar! Der hat deutlich mehr Pause als ich, wenn er arbeiten geht!
Inzwischen ist die Kleine groß genug, dass wir auch alle im gemeinsamen Bett schlafen können (zumindest die 2. Nachthälfte).
Was wäre denn für euch die bequemste Lösung?

Geht dein Großer in die Kita?
Du wirst es schaffen, so wie viele andere auch...

In unserer Stadt gibt es ehrenamtliche Helfer für Familien mit Babys im 1. Lebensjahr. Vielleicht gibt es das bei euch auch? So Corona es will...

Alles Gute dir noch!

7

Natürlich geht es anderen Leuten auch so. Es geht sogar noch weiter... wenn der Mann selbstständig ist, ist auch ne Elternzeit keine Option und oft (gerade jetzt, wenn es nach/vor Corona gerade läuft) auch nur wenig Urlaub. So ist es bei uns.

Ihr müsst so viel wif möglich vorbereiten und auslagern. Lieblingsgerichte vorkochrn und einfrieren, Lagerfähige Lebensmittel und vor allem Drogerieartikel massenweise einkaufen und hamstern.

Natürlich werdet ihr trotzdem noch einkaufen müssen und was kochen oder zum essen holen. Aber es macht einen Unterschied, ob dein Mann nach der Arbeit ein paar frische Sachen mitbringt oder du/ihr einen kompletten Wocheneinkauf erledigen müsst. Ob du täglich oder nur 3 mal die Woche kochen musst...

Auch alles an Terminen (zB. Arzt - Vorsorge, Zahnarzt, impfen - sowohl was euch als auch den Kleinen betrifft) und Erledigungen (Anträge für nach der Geburt vorbereiten etc) auf die Zeit vor der Geburt vorverlagern.

Dann auslagern was geht: temporär eine Putzhilfe nehmen oder die Bügelwäsche angeben. Ggf ne Ladung bügelfrei Hemden für deinen Mann kaufen (wenn er überhaupt in so einem Hemdenberuf arbeitet) Evtl findet ihr noch einen Babysitter für den Großen..

So und jetzt kommt was, wo die meisten hier wahrscheinlich mit den Augen rollen: ich z. bin mir relativ sicher, dass mein Sohn keinen dauerhaften Schaden nimmt, wenn er für 6-8 Wochen mehr bzw viel mehr Fernsicht als sonst. Ich benutze aber sicher, dass es mir zumindest psychisch, sehr wahrscheinlich aber vor allem Körper nicht gut tut, wenn ich im Wochenbett pausenlos durchackere. Und das steht in keinem Verhältnis zu mal für ein paar Wochen mehr Fernsehen, damit Mama sich auch mal tagsüber hinlegen kann.

Dein Mann sollte sich trotzdem mit seinem AG mal zusammensetzen, was in Sachen Urlaub/Elternzeit möglich ist (sofern er nicht selbstständig ist). Ggf. wären auch 2 Eochrn Urlaub noch vor der Geburt sinnvoll zum Batterien aufladen.

Ich kann aber auch sehr gut verstehen, wenn man evtl erst gerade noch so dank Kurzarbeit mit nem blauen Auge davon gekommen ist, dass man dann seinen Arbeitsplatz nicht durch blindes Durchsetzen von Rechtsansprüchen gefähren möchte. Aber wie gesagt, da würde ich anstelle deines Mannes ganz generell auf ein Gespräch mit dem AG setzen. Vielleicht ist auch eine temporäre Reduktion der Arbeitszeit ne Möglichkeit?

Ich wünsche auc jeden Fall alles Gute. Und wie gesagt: alles was vor der Geburt erledigt werden kann, erleichtert dir/euch danach das Leben erstmal!

8

gewisse Ängste sind sicherlich normal aber warte doch erstmal ab irgendwie wird es sich schon finden man wächst mit seinen Aufgaben . Vielleicht ist dein zweites Kind auch ein guter Schläfer der Große macht doch sicher auch noch Mittagsschlaf vielleicht kannst du den nutzen und dich mit dem Baby auch hinlegen . Es muss auch nicht sein das die Kinder sich gegenseitig aufwecken . Du machst das schon

9

Huhu,
Ich kann deine Ängste verstehen. Ich habe einen Abstand von 24 Monaten und hatte auch ultra Angst.
Mein Mann hatte Gott sei dank 2 Monate Elternzeit wo ich mich im Wochenbett noch etwas schonen konnte. Mein großer ist ein ganz guter Schläfer, mein kleiner ein miserabler.
Die Kinder gewöhnen sich in der Regel ganz gut an die nacht Geräusche der Geschwister. Also sie wecken sich nicht ständig gegenseitig.
Mein Mann und ich teilen uns die Nächte, er ist für den großen verantwortlich und ich für den kleinen. Auch mein Mann geht arbeiten aber ich muss dass daheim mit beiden schaukeln, da hilft es niemandem wenn ich die ganze Nacht wach war.
Spann deinen Mann mit ein, auch wenn du ihn da schönen willst (versteh ich aber nicht so ganz die Einstellung, ich mein du arbeitest doch auch, halt nur daheim mit Kindern)
Es dauert bis sich alles eingespielt hat, diese Zeit ist extrem anstrengend, aber es wird sich alles einspielen und dann entspannt sich die Lage auch wieder.
Ich wünsch euch alles Gute.
Lg