Kind 18 Monate lehnt Papa ab

Hallo,

meine 18 Monate alte Tochter war schon immer ein extremes Mamakind. Bislang war ich tagsüber mit ihr allein zu Haus, vor einer Woche haben wir mit der Kita-Eingewöhnung begonnen. Mein Mann arbeitet sehr viel und kommt meist erst um 18 Uhr nach Hause. Er möchte dann gerne so viel Zeit mit unserem Kind verbringen wie möglich. Macht kleine Ausflüge mit ihr, tobt, geht auf den Spielplatz.

Alleine klappt es gut mit ihnen, aber sobald ich da bin, ist er abgemeldet. Sie lässt sich von ihm nicht Wickeln und tritt aus, er darf ihr kein Buch vorlesen, sie nimmt es ihm aus der Hand und bringt es zu mir. Ich habe bislang auch immer die Nächte allein gemacht, da mein Mann einen sehr verantwortungsvollen Job hat und sie eine schlechte Schläferin ist.

Nun, haben wir aber angefangen jede Nacht abzuwechseln, weil ich auch nicht mehr konnte. Wir machen das seit etwa 3 Wochen und sie weint jedes Mal bitterlich, wenn ihr dämmert, dass er sie ins Bett bringt. Heute saßen wir gemeinsam auf der Couch und als er angefangen hat, seiner Gute Nacht Routine zu starten, rollten bei ihr schon still die Tränen. Das hat sowohl meinem Mann als auch mir das Herz gebrochen. Mein Mann gibt sich solche Mühe, aber sie lehnt ihn regelrecht ab. Sie kuschelt auch nur ganz selten mit ihm. Er hatte vor kurzem Urlaub und da haben sie viel Zeit verbracht, es lief viel besser, weshalb ich einfach denke, dass sie eigentlich mehr Zeit mit ihm braucht. Nur leider, lässt sich seine Arbeitszeit gerade nicht reduzieren. Hat jemand ähnliche Erfahrungen machen müssen und hat einen Tipp? Ich bin für jede Antwort dankbar. LG

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Na das Problem habt ihr ja schon mal erfasst ;)

Motte (17 Monate) liebt ihren Papa. Aber wenn ich da bin, weint sie sofort, wenn er mit ihr den Raum verlässt oder ich den Raum verlasse, selbst wenn sie grade noch mit ihm lacht. Allerdings fängt sie sich meist schnell. Grundsätzlich will sie trotzdem lieber zu mir.

Ich weiß aber, dass es Phasen sind, wir hatten das nämlich auch schon umgekehrt.

Ins Bett bringt aber seit inzwischen 6 Monaten ausschließlich der Papa (es sei denn, er ist mal nicht da, kam bisher vllt 5 mal vor und 4 mal war es dann halt schwierig für mich 😅). Er sieht sie nämlich auch wenig, da er erst 18/18.30 heim kommt und das ist deren Ding.

Ich glaube, ein festes Ritual, was NUR der Papa macht, kann helfen. Z.B., dass er beim Baden dabei ist oder so. Oder er kümmert sich, dass sie isst (beim Abendessen sitzt bei uns immer der papa neben Motte und assistiert ihr).

Vielleicht hilft das ja etwas. Ansonsten ist es normal, dass einer „bevorzugt“ wird. Das kann auch wechseln. Zudem hat sie ja auch grade einen wichtigen neuen Lebensabschnitt (Kita), da braucht sie dich vllt noch mal verstärkt.

Ich würde es also annehmen und akzeptieren, aber auch feste Papa-Rituale einräumen.

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Das ist eine gute Idee! Danke! Da bin ich noch nicht drauf gekommen. Fahrradtouren macht nur er mit ihr, aber das ist ja keine Routine. Ich besprech das mal mit ihm. Vielleicht finden wir was schönes. Liebe Grüße