Entwicklung Kindergartenlust über Mittag

Unser Sohn (2,5) geht seit September in die Krippe. Bis vor 1,5 Wochen ist er von 8-12:30 gegangen, und die Kita hat ihm mega gut gefallen, er wollte immer wiederkommen und fand die Kita "toll" und "schön" und war begeistert. Ab November muss er bis 15:30 gehen und wir sind jetzt in Überlegung, was wir machen. Er geht seit 1,5 Wochen nämlich bis 14:30, und seitdem geht er gar nicht mehr gerne in den Kiga. Man merkt richtig dass er sich riesig freut, wenn ich komme, sagt aber dass er nicht in den Kiga will, ist erschöpft und muss zuhause erstmal bestimmt 45min. mit Papa kuscheln, bevor er wieder aufnahmefähig ist, obwohl er dort geschlafen hat. Es ist ihm zu lang. Und langsam mache ich mir Sorgen.

Woran liegt es und was können wir tun?
Derzeit bin ich noch im Schichtdienst, könnte ihn theoretisch gegen 13 Uhr abholen. Ich bin mir nur nicht sicher, ob ich ihm damit einen Gefallen tue - ich selbst habe dann ab 3:30 Uhr gearbeitet und würde mich gerne nochmal hinlegen, und er muss sich ja auch irgendwie dran gewöhnen, dass er ab November lange gehen muss.
Ich könnte ihn auch erst 15:30 abholen, in der Hoffnung dass er wenn er nicht direkt nach dem Mittagschlaf abgeholt wird sondern in der Kita noch den Nachmittagssnack ist, besser gelaunt ist. Finde ich aber auch doof, wenn ich selbst ja ab 12:45 zuhause bin.
Oder ich könnte ihn langsam ranführen - immer ein paar Tage bis 14:30 und ein paar bis 12:30. Aber dann ist es für ihn ja auch doof, wenn dort keine Kontinuität drin ist?
Oder ihm einfach noch Zeit geben, weil er ja erst 4 Wochen geht und ihn bis 14:30 lassen, obwohl er nicht glücklich ist damit? Aber vielleicht wird das mit der Zeit noch besser?

Mit den Erziehern habe ich nächste Woche erst ein Gespräch - ist wegen Corona etwas schwierig derzeit weil ich sie bei Abholung etc. Gar nicht sehe sondern nur eine Tagesmail abends erhalte, was die Kids gemacht haben.
Aber vielleicht habt ihr ja schon Ideen?

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Huhu,

so wie du es beschreibst hat dein kleiner Mann noch gar nicht lange den typischen Kita-Alltag. Er ist ja erst seit ca 4 Wochen in der Kita, da ist man noch immer dabei richtig anzukommen und das kann durchaus anstrengend sein.
Nun geht er seit 1,5 Wochen erst länger in die Kita und das ganze 2 Stunden mehr am Tag. Das ist viel für ein Kind und eine große Umstellung. Lass ihn sich erst einmal wieder an den neuen Alltag gewöhnen. Nach 1,5 Wochen hat man das noch nicht und da ist es ganz verständlich, dass man mittags müde ist und die Reserven erst einmal mit Kuscheln wieder aufgefüllt werden müssen. Die Kita ist für die Kleinen nämlich durchaus anstrengend und wir wissen alle, wie es uns in einem neuen Job mit neuen und längeren Arbeitszeiten die erste Zeit lang geht. Da sind wir auch müde, wollen uns mittags hinlegen und erst einmal schlafen. So geht es den Kleinen auch, zumal er ja erst 2,5 Jahre alt ist. Lass ihm etwas Zeit in der neuen Situation anzukommen, sich daran zu gewöhnen und auch seinen Energiehaushalt daran anzupassen. Dann sollte sich das von alleine langsam wieder legen.

Unregelmäßige Abholzeiten würde ich an deiner Stelle auch nicht einführen, wenn es nicht sein muss. So kann er sich an feste Tagespunkte gewöhnen, die ihm helfen seinen Alltag zu strukturieren - z.B. Mama kommt kurz nach dem Mittagsschlaf. Das gibt Halt und hilft den Kindern dabei ihren Tag besser einzuschätzen.
Was du tun kannst, falls ihr das möchtet und euch die Zeit im Kita im Moment zu lange ist, führt einen besonderen "kurzen" Tag ein. An dem gibt es dann eben ganz besondere Eltern-Kind-Zeit, in der vll etwas unternommen werden kann, z.B. in den Wald, in den Tierpark, etc.

Aber so wie du es beschreibst ist dein Sohn sich noch am Eingewöhnen und Anpassen an den Alltag und das braucht einfach seine Zeit, auch wenn die eigentliche Eingewöhnung schon abgeschlossen ist.
Warte mal noch das Gespräch mit den Erziehern ab und hör dir ihre Einschätzung der Situation an. Wenn sie das Gefühl haben, dass dein Sohn überfordert ist mit der langen Zeit, dann werden sie dir das bestimmt mitteilen.

Liebe Grüße und alles Gute
nakaomi93

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Ich seh das ähnlich.
Das dein Kind das alles auf einmal nicht mehr so prickelnd findet, muss gar nicht am längeren Tag liegen, sondern einfach daran, dass er noch gar nicht angekommen war.
Das Neue ist weg, so langsam wird's Alltag und das ist eben nicht immer so klasse.

Viele Kinder - auch die, die am Anfang alles mega fanden, kommen an den Punkt wo sie doch lieber zu Hause bleiben würden.

Ich würde es bei 14.30 Uhr lassen und dann ab November die Stunde länger.