Jeden Abend Theater 🙈 Trotzphase 3jĂ€hriger

Hallo zusammen,

Ich wende mich nun mal hoffnungsvoll an euch und hoffe, ihr habt vielleicht Ideen...

Unser Sohn ist 3 Jahre alt, also gerade in der Hochzeit der Trotzphase.. soweit ist das auch ok und man weiß ja, dass es in dieser Zeit oft schwierig mit den Kids ist...
Ich weiß nur leider langsam nicht mehr, was wir noch machen sollen..
Problem ist, dass unser Sohn einfach nicht hört..
Beispiel: wir sagen 1000 mal, er soll bitte aufrĂ€umen... Am Anfang noch ganz ruhig und entspannt... Resultat: er ignoriert uns einfach komplett... dann werden wir etwas nachdrĂŒcklicher, heben den Ton an... dann sagt er, er kann nicht aufrĂ€umen... wir erklĂ€ren ihm also warum es wichtig ist, aufzurĂ€umen... er ignoriert uns einfach wieder... dann wird der Tonfall noch schĂ€rfer, wir drohen auch mit Konsequenzen, wenn er jetzt nicht langsam aufrĂ€umt (zb dass er keine Geschichte mehr lesen darf, alleine ins Bett gehen muss oder dass die Spielzeugmonster dann eben aufrĂ€umen und seine Spielsachen mitnehmen...) Resultat: er lacht uns aus... was uns natĂŒrlich noch wĂŒtender macht... diese Szene schaukelt sich also weiter hoch.. irgendwann schreit er nur noch und auch wir werden immer lauter... total Eskalation... und das jeden Abend in Ă€hnlicher Weise... ich kann nicht mehr... Das macht mich wirklich fertig... warum hört er einfach nicht auf uns??? Ich bin auch schon oft am weinen weil mir das sehr nahe geht, dieses viele schimpfen.. ich mag nicht stĂ€ndig sauer auf ihn sein..

An sich ist er so ein lieber und freundlicher Kerl.. und er darf wirklich viel, auch oft selbst entscheiden, was er (machen) möchte...
Wir verlangen wirklich nicht viel.. aber ein paar Regeln mĂŒssen doch einfach eingehalten werden...

Habt ihr vielleicht Tipps?
Danke schon mal fĂŒr's lesen und LG

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Geht es jetzt nur ums aufrĂ€umen? FĂŒr mich liest sich das so, als wĂŒrdet ihr da ein riesen Trara um ein paar Bauklötze machen.

Mein kleiner ist zwar erst 2,5 aber wenn er sein Lego nicht aufrĂ€umen will setze ich mich zu ihm auf den Boden und fange damit an. Da hilft er dann eigentlich immer sofort mit. Ich drohe ihm allerdings auch wĂ€hrenddessen nicht dabei sondern mache es einfach und sag ihm dass er morgen frĂŒh alles wieder rausholen kann. Wenn er gerade einen großen Turm gebaut hat der unbedingt stehen bleiben muss, dann ist das fĂŒr mich auch ok.

Ich hĂ€tte eher Angst dass ich ihn mit so seltsamen Geschichten ĂŒber Spielzeugmonster noch AlptrĂ€ume einjage 😅

LG

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Nein, das mit dem aufrÀumen ist nur ein Beispiel...
Er hört auch nicht wenn wir sagen, er soll zum wickeln kommen oder dass wir uns jetzt bettfertig machen oder dass wir essen... etc...

Wir helfen ihm schon auch beim aufrÀumen... nur er ignoriert uns ja einfach... auch wenn wir ihm schon helfen

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Das ist aber bei uns auch so, ich glaub das ist ganz normal in dem Alter. Wenn er ganz viel meckert beim Wickeln biete ich ihm immer das Töpfchen an. Mal nimmt er es an und mal verweigert er es.

Gegessen hat unser kleiner schon immer schlecht und wenig, ich habe das irgendwann akzeptiert so lange das Gewicht im Rahmen bleibt ist es ok.

Ich denke euer kleiner ist völlig normal, ich sehne manchmal auch die Stunde herbei wann mein Mann von der Arbeit heim kommt aber irgendwann verstehen sie auch mehr denke ich dann wird es bestimmt leichter đŸ€—

LG

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Je nach Zustand des Zimmers können 3 jĂ€hrige das Ganze noch nicht alleine wegrĂ€umen. Vielleicht macht ihr ein Spiel draus,oder ihr helft mit. Ich helfe meiner Maus oft beim aufrĂ€umen indem ich ankĂŒndigen, dass nun Zelt zum aufrĂ€umen ist. Dann fange ich an. Oft macht sie direkt mit , tut sie das nicht hole ich sie immer wieder dazu und gebe ihr AuftrĂ€ge. "Tu alle blauen Bausteine in die Kiste". Dann wird das Ganze etwas spezifischer und klarer.

Und versuch dich nicht Ă€rgern zu lassen 💚Da hat keiner was von, auch wenn sich das leichter sagt als es getan ist.

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Wir helfen ihm ja beim aufrÀumen... also das war jetzt wirklich nur ein Beispiel..
Oft klappt das mit dem aufrĂ€umen zb total super, dafĂŒr mag er sich halt dann partout nicht bettfertig machen oder Ă€hnliches...

Und ja, wir versuchen schon, uns nicht zu Àrgern, aber manchmal fÀllt das einfach echt schwer...

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Huhu,
Wir haben das gleiche Exemplar hier. Das viele "ich kann das nicht" bei den Dingen, die eigentlich gehen. Er ist jetzt 3,5j.
Ich bin so oft auch genervt, aber oft in den Situationen, wo ich meinen Kopf durchsetzen möchte.
Ich kann mich nicht anziehen, ich kann nicht gehen, ich bekomme die badtĂŒr nicht auf... Das könnte ich ewig so weiter aufzĂ€hlen. Die kita Betreuung sagte mir, dass er kĂ€mpft und ruhig auch mal einen Kampf gewinnen darf um zu lernen, dass es sich lohnt , fĂŒr sein Ziel einzustehen.
Das versuche ich bei Dingen umzusetzen, wo es eigentlich egal ist, auf welche Art wir es tun. Bei Dingen, wo es fĂŒr mich kein verhandeln gibt, komme ich an manchen Tagen auch auf ihn zu, wenn ich schon beim aufstehen merke, heute ist wieder ein zehrender Tag. Z.b. anziehen. Keine ZĂ€hne putzen ist keine Option, da setz ich mich immer durch. Und ich fordere nicht mehr als ca 3 x und setze dann um.
Mal gibt es Geschrei, aber oft finden wir einen guten Weg. Ich denke,da mĂŒssen wir durch und z.b. Ablenkung ist nicht mein ding.
GrundsĂ€tzlich ist er draußen vertrĂ€glicher, daher machen wir noch oft was zusammen und spielen weniger drin.
Das ist das einzige, was ich raten kann: viel raus, wenn deiner auch so tickt.
Lg

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Danke fĂŒr deine Worte! Ist sehr beruhigend zu wissen, dass es anderen Ă€hnlich geht đŸ€—

Wir sind auch seeeeeehr viel draußen.. wenn auch jetzt etwas weniger, wetterbedingt...

Ich ĂŒberlege mir auch eigentlich immer vorher, ob es fĂŒr mich jetzt quasi wirklich wichtig ist, das jetzt durchzusetzen.. und wir beschrĂ€nken uns da tatsĂ€chlich auf das (fĂŒr uns) wichtigste.. also zb anziehen, ZĂ€hne putzen, essen und aufrĂ€umen.. alles darĂŒber hinaus kann er ja eigentlich frei gestalten..
Wir gehen auch oft Kompromisse mit ihm ein.. aber dieses ignorieren und auslachen nervt und stört mich wirklich sehr!

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Hallo :)
Ich hab jetzt keine persönliche Erfahrung damit, aber ich wĂŒrde diese Konsequenzen - kein Buch lesen, allein schlafen gehen - bleiben lassen. Das steht doch gar nicht in Verbindung mit "AufrĂ€umen". Was hat schlafen gehen mit AufrĂ€umen zu tun đŸ€·đŸŒâ€â™€ïž
Wenn es schon eine Konsequenz geben muss, dann vielleicht "bitte rÀum jetzt mit mir gemeinsam diese Bauklötze ein, sonst rÀume ich sie weg und du kannst morgen nicht mehr damit spielen"
Schlafen wurde bei uns noch nie als Drohung, Konsequenz oder sonst was eingesetzt. Das soll doch etwas Schönes bleiben.
Meine 2,5 JĂ€hrige rĂ€umt mittlerweile gern und selbststĂ€ndig auf. Neulich hab ich ihren Obstteller verzweifelt im Wohnzimmer gesucht - Töchterchen sah mir eine zeitlang dabei zu, bis sie endlich sagte "das hab ich in die KĂŒche gerĂ€umet" 😅
Ich wĂŒrde es spielerisch versuchen. Ein Bauklotz du, ein Bauklotz ich - so funktioniert es bei uns ganz gut. Und wenn sie mal abends schon richtig mĂŒde ist und absolut nicht mehr mithelfen möchte, dann ist das okay. Lieber ein mal kein AufrĂ€umen, als dass ich ihr den Spaß daran verderbe 😁

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Ja, da hast du Recht... alleine schlafen gehen hat erstmal nichts mit dem aufrÀumen zu tun..
Es ist auch tatsĂ€chlich nicht immer das aufrĂ€umen! Das klappt auch hĂ€ufig super! Er hat zb auch aus dem Kindergarten das "AufrĂ€um Lied", das Singen wir und rĂ€umen gemeinsam auf... dafĂŒr mag er halt dann zb einfach nicht ZĂ€hne putzen oder sich bettfertig machen oder oder...
Gestern habe ich zb auch gesagt, dass ich dann aufrĂ€ume aber seine Spielsachen dann weg sind (besagte Spielzeugmonster)... aber das hat ihn auch nicht interessiert, hat er einfach ignoriert... ĂŒbrigens sind die Spielsachen jetzt auch weg..

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Das erste, das mir eingefallen ist: du machst ein Machtspielchen mit einem 3-jÀhrigen daraus. Das kannst du nur verlieren. Und es ist bescheuert, genauso, dass du weinst deswegen. Ich bitte dich, du bist erwachsen. Du sagst 1000mal, du sprichst Strafen aus (nein , Konsequenzen sind das keine).

Ein DreijÀhriger ist garnicht dazu in der Lage was du verlangst.

Setz dich zusammen mit ihm hin zum AufrÀumen, sag ihm vorher Bescheid das er nix xy Minuten spielen kann, zeig ihm wieviel das zeit das ist.

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Was wĂ€ren denn dann fĂŒr dich "Konsequenzen"??

Logisch ist das ein "Machtkampf".. aber was verlange ich denn "Zu viel" von ihm?? AufrĂ€umen, ZĂ€hne putzen und essen ist doch nicht zu viel verlangt đŸ€·â€â™€ïž
Und nochmal: er muss nicht allein aufrÀumen, wir helfen ihm immer dabei...

Ich bin schon der Meinung, dass Kinder sich an gewisse Regeln halten mĂŒssen.. im Kindergarten mĂŒssen sie das doch auch! Und spĂ€ter in der Gesellschaft sowieso..

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Wir haben es ĂŒbrigens auch schon anders rum, mit Belohnung versucht.. hat auch nicht geholfen đŸ€·â€â™€ïž

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https://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2015/09/mein-kind-kooperiert-nicht-warum-kinder-scheinbar-nicht-kooperieren-wollen-teil-1-der-serie.html?m=1


https://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2015/09/wie-man-die-kooperationsbereitschaft-von-kindern-erhoehen-und-verbessern-kann-teil-2-der-serie.html?m=1


Die beiden Blog-EintrÀge sind etwas lÀnger, aber ich hab gerade gestern das entsprechende Buchkapitel gelesen und fand es sehr erhellend...

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Also wie Trotzphase klingt das nicht fĂŒr mich. Ein 3 JĂ€hriger kann mit angedrohten Konsequenzen noch nicht sonderlich viel anfangen.
Er hat eher gelernt, dass wenn er laut wird, ihr auch laut werdet. Das ist dann fĂŒr ihn eher normal.
In dem Alter geht es eher um ein gemeinsames Miteinander bei allem. Vorleben und Hilfe anbieten. Niemand muss es alleine machen. Man selber hat manchmal auch keine Lust etwas zu tun, was man sonst immer macht.

Hören mĂŒssen Kinder wenn es gefĂ€hrlich fĂŒr sie sein kann. Das ist etwas anderes.

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Ja, das stimmt... irgendwann sind wir alle laut 🙈 aber genau deswegen schreibe ich ja jetzt hier, weil das ja so auch nicht sein soll...

Hilfe bieten wir ihm immer an... wie gesagt: er muss ja nie alleine aufrÀumen..

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Ich wĂŒrde da auch gar nicht so lange rum eiern.

Ihr könnt ankĂŒndigen, dass bald aufrĂ€umen angesagt ist (z.B. in 5 Minuten, in 3 Minuten etc). Dann wĂŒrde ich ruhig, aber bestimmt sagen: „Jetzt wird aufgerĂ€umt!“ nicht „Kannst du bitte aufrĂ€umen?“ (-> da kann man ja auch theoretisch einfach mit Nein antworten!).

Ihr könnt es ja gemeinsam machen.

Sowas wie „heute Abend keine Geschichte“ ist keine logische Konsequenz. Sowas verstehen Kinder meist gar nicht.

Also ich wĂŒrde eher sagen „wir fangen nix neues an, bis nicht aufgerĂ€umt ist!“ oder (je nach Zeit), „wir bleiben hier solange, bis wir gemeinsam aufrĂ€umen. Dann muss eben alles andere warten!“

Also, schneller aktiv und bestimmend werden. Das ist wirklich okay, Kinder brauchen oft einfach klare Ansagen!

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Das machen wir ja schon... er bekommt klare Ansagen und eine gewisse Zeitvorgabe.. wir wollen ihn ja auch nicht einfach aus dem Spiel reißen... aber er ignoriert uns ja einfach komplett! Erst wenn wir lauter werden reagiert er ja erstmal auf uns...
Ansonsten helfen wir ihm ja auch immer... aber es geht ja nicht nur ums aufrÀumen sondern generell dass er nicht auf uns hört

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Hast du mal die Links gelesen, die die eine Userin eingestellt hat? Vom gewĂŒnschtesten Wunschkind?

Hab sie gestern gelesen, obwohl ich die Artikel schon kannte, war’s toll, das noch mal zu lesen. Ich finde, das erklĂ€rt soooo viel!

Wenn er nicht hört, wĂŒrde ich natĂŒrlich handeln. Aber eben logisch. Es ist anstrengend, keine Frage (gönn dir abends Schoki und Wein 😂).

Manchmal muss man sich auch ein bisschen fragen, was man vorlebt. Hört ihr oft auf euren Sohn? Muss er auch erst BrĂŒllen? Wie oft entscheidet er? Welche KĂ€mpfe muss man wirklich austragen?

Vermutlich hast du dir da auch schon Gedanken gemacht. Aber noch mal reflektieren schadet ja nicht ;)

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Mein tipp: ĂŒberlegt euch gut, was euch wichtig ist und wo es unnötig ist mit dem kleinen im Krieg zu sein.

Je mehr Grenzen, desto mehr trotz.

Auch wichtig ist: Ă€ndert die Regeln nicht. Also nicht dass er an einem Tag eure Hand halten muss wenn ihr draußen seid und am andern Tag darf er rum rennen.

Überlegt euch auch was ihr zulĂ€sst. Kleinen Kindern oder allgemein Kindern Dinge abzugewöhnen, die sie davor durften, ist enorm schwer und auch eins der GrĂŒnde von starken trotzphasen 😉

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Danke fĂŒr die Tipps!
TatsĂ€chlich ĂŒberlege ich eigentlich immer vorher, ob es das jetzt wert ist, durch zu setzen...
Mittlerweile haben wir ja nur noch anziehen, ZÀhne putzen, essen und aufrÀumen als "Muss".. bei allem anderen darf er frei bzw mit entscheiden....