Diese Ängste ... Heute Glas verschluckt...?!

Hallo ihr Lieben,
ich schon wieder.. Irgendwie ist immer was, was mich in einer Panik verfallen lässt. Ich hatte die Tage doch den Beitrag geschrieben, dass ich Angst hatte weil unser Sohn (22 Monate) sich an einer Pommes verschluckt hatte.
Heute morgen hat er sich, als ich den Frühstückstisch abgedeckt hatte, mein Handy vom Tisch gemopst. Ich gleich hinterher. Er hat dann das Handy in den Mund genommen und das genau an der Stelle, wo meine panzerglasfolie die Tage gesprungen ist. Er hat genau auf die Ecke gebissen, dran gelutscht. Habe ihm das Handy natürlich blitzschnell aus der Hand gerissen. Er war wie immer, bin aber ganz schnell mit ihm zum Waschbecken gerannt und habe ihm den Mund ausgespült. Er wusste gar nicht was das soll. War so ängstlich, dass er womöglich ein kleines Stück Glas von der panzerglasfolie geschluckt haben könnte. Wenn dann wäre es Mini-Klein. So wie ein zuckerkorn oder höchstens 1cm lang. Hatte aber dennoch total Panik, dass ich in der Kinderklinik angerufen habe. Ihr schüttelt nun wahrscheinlich den Kopf ... aber es musste sein ....
Hatte ihm danach direkt ein Milchbrötchen zum Essen und etwas zu trinken gegeben. Die Ärztin meinte wenn die Kids danach normal essen und trinken wird es „wenn“ in den Darm wandern und mit dem Essen rauskommen. Eigentlich müsste ich nun beruhigt sein. Er macht total ruhig Mittagsschlaf, hustet nicht, alles gut.
Dennoch macht mich die Sorge um den kleinen Mann echt nochmal verrückt.
Wie schaffe ich es wieder ruhiger zu werden..?! Habt ihr da Tipps? Ich weiß, mir wird nur eine Verhaltenstherapie helfen, aber bis dahin... :(
Hoffentlich hat der Kleine nichts im Mund gehabt.
Tut mir leid, dass ich euch damit nun vollheule.. mein normaler Menschenverstand sagt mir auch: ganz ruhig, es wird nichts passiert sein :(... aber diese angststörung...
Ist hier vielleicht jemand, der auch eine Angststörung hat?
Liebe Grüße und seit bitte nicht zu streng mit mir..

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Meine beste Freundin hatte so eine ängstliche Mutter und ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber sie ist bis heute geschädigt in ihrem Leben.
Bitte lasse dir helfen damit dein Kind nicht dauernd mit deiner Angst konfrontiert ist.
Meine Freundin hat Zwangshandlungen entwickelt und sich gegen Kinder entschieden damit diese nicht in einem ungesunden Umfeld groß werden.

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Oh man... das möchte ich wirklich nicht! :( Möchte ja auch, das mein Kleiner unbeschwert aufwachsen kann.

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Glaube ich Dir!
Trotzdem musst Du etwas tun.

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Was soll denn genau passiert sein? Entweder es war ein scharfes Stück, dann hätte das aber mit Sicherheit schon im Mund zu Verletzungen also Blutungen geführt. Oder es war so klein, dass es mit dem restlichen Mageninhalt wieder rauskommt.
Eher hätte er sich am gesprungenen Display die Lippen/Zahnfleisch aufgeschnitten als etwas davon zu verschlucken.

Aber nochmal: du brauchst dringend eine Therapie. Mir tut es so leid wie fertig du dich wegen (sorry) jedem Sch**ß machst. Dein Sohn tut mir auch sehr leid, weil er mit jedem Tag mehr verstehen wird, dass seine Mama in allem eine Gefahr sieht und das übernehmen wird.
Was sagt eigentlich der Papa zu deinem Verhalten? Kann er dich nicht beruhigen? Vielleicht wäre es besser wenn er die Entscheidung übernimmt ob was passiert ist oder nicht. Zumindest wenn er da ist.

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Danke für die liebe Antwort. Habe halt Angst, dass er eventuell ein spitzeres Stück geschluckt hat und dann gibt es Probleme im Magen oder Darm.. aber die Ärztin meinte ja da gäbe es keine Probleme, weil es mit der nahrung rauskommt.
Sie fragte mich auch, ob er geblutet hat oder Ähnliches, aber da war ja nichts.
Ich weiß.. mir tut das auch alles so leid! Ich wäre gern so unbeschwert und lockerer. Stattdessen sitze ich hier mit meinem Kaffee und meine Gedanken kreisen...
Mein Mann ist total liebevoll und versucht nix. Dann immer zu beruhigen :(. Es ist für ihn auch nicht leicht, ich weiß sehr zu schätzen, dass er da für mich da ist. Dennoch überwiegen die Ängste, die mich dann lähmen und in Panik verfallen lassen. :(

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Hallo, ja ich.
Ich verstehe dich und es kann auch niemand wirklich verstehen, der es nicht hat. Mir hilft es tatsächlich immer darüber zu reden was mir Angst macht, dann ist es meistens aus dem Kopf. Meine Ängste drehen sich auch nur über die Kinder. Ist natürlich nicht gerade förderlich wenn man dann ein Kind hat, das Epilepsie und ne Wahrnehmungsstörrung hat. An manchen Tagen fressen mich meine Gedanken auf.
Aus Erfahrung kann ich sagen, dass sie Ängste bei meinen beiden älteren Kindern weniger wurden, je älter sie wurden und Vorallem wenn sie sprechen konnten, so konnten sie mir sagen was sie haben ect. Kann der jüngste leider noch nicht und es manchmal einfach nur psychisch extrem anstrengend.

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Hey! Schön von dir zu hören! Es tut mir leid, dass es dir auch so geht wie mir. Ich habe damals nie gedacht, wie schlimm sowas sein kann. Das kann man sich echt nicht vorstellen...
diese Ängste und Gedanken machen einen wirklich verrückt! Dennoch ist es schön zu hören, das man nicht alleine ist.
Vielleicht wird es wirklich besser wenn der kleine reden kann und ich fragen kann: hast du was im Mund oder sowas.. das Problem sind halt diese Gedanken.. Was wäre wenn?! Ist womöglich was passiert..?!
So wie jetzt.. denke nur: was wenn er Glas geschluckt hat?! Was denn es spitz ist? Was passiert nun? Usw... usw ... :(
Das lähmt den Alltag so ungemein ....

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Ich bin sicher, dass es ihm gut geht und nichts weiter passiert ist!

Wenn du von Angstzustände oder Angststörung redest, hast du evtl schon mal deine Schilddrüsenwerte überprüfen lassen? Nicht selten hängen Panikattacken, Angstzustände und Depressionen mit der Schilddrüse zusammen! Gerade während oder nach der Schwangerschaft entwickeln viele Frauen aufgrund der Hormonschwankungen zb eine Unterfunktion oder Hashimoto

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Hey :), danke dir! Ich hoffe es auch. Er war heute aber wirklich wie immer.
Also ich habe eine Unterfunktion und nehme momentan l-thyroxin 75mg. Hatte bis vor zwei Wochen noch 50mg genommen, habe aber mehr und mehr symptome der UF gespürt. Nun sollte ich auf 75mg erhöhen. Habe eine sehr kleine schilddrüse und angeblich war da mal eine Entzündung. Aber mittlerweile sind die Antikörper auf Hashimoto unterhalb der Grenze und somit habe ich angeblich kein Hashi...

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Wenn sich dein kleiner normal verhält, kannst du sicher sein dass nichts war 😊
Ich habe Hashimoto und hatte noch nie Antikörper und bei meiner Schwester ist es genauso. Meine Schilddrüse ist auch sehr klein und unter 3ml Volumen. Wenn ich nicht gut eingestellt bin, habe ich auch oft das Problem, dass ich mir Sorgen mache und ziemlich negative Gedanken mache, wo ich aber auch selbst merke dass es total übertrieben ist. Ich nehme zb 162,5 L-Thyroxin und 5 Thybon mein TSH liegt aktuell bei 0,07, aber die freien t3 und t4 Werte sind entscheidend. Die liegen bei mir im oberen Drittel der Norm und damit geht es mir gut. Wenn die tiefer sind, bekomme ich auch schon mal ganz leichte Depressionen, aber ich weiß ja jetzt wo es her kommt und kann dann entsprechend damit umgehen.
Ich würde das an deiner Stelle auf jeden Fall im Auge behalten. Oft wird es nicht erkannt, dass psychische Probleme auch von der Schilddrüse kommen

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Hi!
Meine große hat mal ein trinkglas runtergeworfen und ich habe scheinbar nicht alle splitter erwischt. Sie ist dann stunden später am Boden gesessen und auf einmal hör ich ein sehr widerliches geräusch aus ihrer Richtung. Hat sie doch tatsächlich einen kleinen splitter noch im Mund zerkaut und dann sofort runtergeschluckt wie ich hingesprinntet bin🙈
Ich hatte auch einen riesen schreck und hab unseren KiA angerufen und der meinte auch, dass da im Normalfall gar nix passiert.
Zwei Tage später hat sie trotz zwei weiteren mal saugen immer noch einen splitter gefunden, den konnte ich ihr dann aber wenigstens noch aus dem Mund fischen🙈
Therapie wird sicher sehr wichtig für dich und deine Familie sein. Da wird noch ganz viel kommen, dass man nicht verhindern kann.
Kinder sind gemacht uns zu überleben. Die halten ganz schön viel aus. Das heißt natürlich nicht, dass man nicht aufpassen muss, aber es hat schon seinen Grund warum kinderknochen flexibler sind als unsere.
Du musst echt aufpassen, dass du deine Ängste nicht auf dein Kind überträgt, damit er selbstsicher groß werden kann!
Alles Gute und lg

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Hallo :), danke für deinen lieben Beitrag! Oh man... das wäre ja auch was for mich gewesen. Aber manchmal kann man gar nicht alle Gefahren beseitigen :(. Aber wie gut, dass alles gut ausgegangen ist.
Die Ärztin bei mir am Telefon meinte das ja auch. Wichtig wäre das danach gegessen wird, damit es runterrutscht. Dennoch habe ich natürlich schiss, dass es vielleicht ne spitze Kante gewesen sein könnte.
Aber ich muss versuchen die Gedanken beiseite zu schupsen... wie auch immer ich das schaffen soll...
Also ich war bereits zweimal bei einer Psychologin. Es war wirklich gut, allerdings meinte sie ich sollte eine Verhaltenstherapie machen, das würde mir mehr helfen. Ich bekomme momentan aber leider nirgends einen termin hier in der Umgebung. Werde morgen nochmal weiter telefonieren..
ich weiß, so geht es ja nicht weiter..

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Nein man kann wirklich nicht alle Gefahren beseitigen... Und das sollte man vermutluch auch gar nicht, weil die Kinder ja auch lernen sollen gefahren selber zu erkennen und damit umzugehen. Natürlich altersgemäß!
Bei meiner großen war ich auch viel ängstlicher und vorsichtiger als bei der kleinen jetzt. Ich hab viel öfter eingegriffen, wenn ich Angst hatte, dass sie wo runter fällt und hab sie viel weniger selber testen lassen. (ich würde zwar sagen im normalen Rahmen einer erstlingsmama, aber eben einer vorsichtigen) bei der kleinen kann ich viel weniger eingreifen, weil ich oft auch gar nicht direkt dran sein kann, weil ich gerade bei der großen bin. Die kleine ist viel geschickter und klettert viel selbstständiger herum. Klar es vergeht keine Woche ohne blauen Fleck, aber sie ist auch einfach viel draufgängerischer und selbstsicherer unterwegs. Das kann natürlich auch typsache sein und vorbildwirkung der großen. Ich denk mir aber öfter, ach hätte ich die große doch einfach machen lassen. Sie ist auch eher ein vorsichtiger Typ, wobei sie das vermutlich auch so wäre, weil sie schon als Baby sich mal alles in Ruhe angeschaut hat bevor sie mitgemacht hat.
Trotz aller Vorsicht ist mir die große mal vom kletterturm gefallen, wo ich direkt daneben gestanden bin. Zum Glück im schneeanzug auf weichen Boden 🙈 und heftige Beulen gab es auch. Man kann einfach nicht immer zu jeder Zeit da sein, das ist unmöglich!
Und wie gesagt, Kinder halten viel aus. Die sind dafür gemacht die Welt zu erforschen, Fehler zu machen und alles unbeschadet zu überstehen.
Wenn du keinen therapieplatz findest, vielleicht kannst du ja trotzdem weiter zu der Psychologin gehen, wenn es zumindest etwas hilft bis du einen Platz bekommst. Vielleicht gibt es ja auch selbsthilfegruppen.
Ich wünsch dir auf jeden Fall alles Gute und dass du diese blöden Ängste endlich los wirst, damit du das Mama sein auch genießen kannst!

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„ Wie schaffe ich es wieder ruhiger zu werden..?! Habt ihr da Tipps? Ich weiß, mir wird nur eine Verhaltenstherapie helfen, aber bis dahin...“

Bitte tue etwas gegen deine Ängste! Niemand hier verurteilt dich, denn viele kennen deine Posts und deine Probleme bereits. Aber du hilfst DIR nicht, indem du dich in dieses Forum flüchtest. Gehe zum Arzt, lasse dich überweisen, lasse dir helfen! Himmel, es ist nicht gesund, du hast eine Angststörung, die dringend behandelt gehört. Dein Kind wird älter, die Unfälle mehr (das ist vollkommen normal!) und du wirst jedes Mal tausend Tode sterben. Ich verstehe nicht, wieso man sich das eingesteht (immerhin - wirklich sehr gut! 👍🏻) aber dann den letzten Schritt doch nicht geht.

Wann beginnt denn deine Therapie?

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Ihr seit alle so herzlich, so lieb und verständnisvoll!! DANKE, dass ihr mich nicht verurteilt, sondern mir so lieb schreibt!
Ich werde mich weiter auf die Suche nach einer Verhaltenstherapeutin machen. Lebe auf dem Land und es ist hier wirklich schwierig jemanden zu finden. Klar, könnte ich fahren, aber wenn es weiter als 50km ist, ist es mit nem kleinen Kind schwierig. Aber ich werde weitersuchen. Drückt mir die Daumen!

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Ich würde dir auch lieb empfehlen dir Hilfe zu holen.

Meine Mutter war auch sehr ängstlich und hat dies voll auf mich abgefärbt.
So eine ähnliche Angst könnte mir daher auch passieren. Daher halte ich dich nicht für verrückt. Im Gegenteil. :-)

Aber damit es dir besser geht würde ich dir empfehlen es zu therapieren.
Einfach damit du dich selber etwas wohler fühlen kannst weil ein Leben mit Angst muss nicht sein. :-)

Da du einen liebevollen Mann hast, vertraue es ihm an. Schau was dir besser hilft. In dem er dir nur zuhören soll, beruhigen soll oder vielleicht liebevoll ins lächerliche ziehen darf ... Klingt lustig , aber mir hilft es wenn er es bisschen ins lächerliche zieht. Dann merke ich:" ja stimmt mega übertrieben mein Gedanke" und muss dann selber auch schon schmunzeln. ;-)
Wenn dein Problem nicht zu tief ist, dann reicht es vielleicht auch einfach nur aus, dass man gemeinsam über solche Sachen schmunzelt. Wenn dein Problem tiefer ist dann natürlich nicht :-)

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Meine Mama war auch immer sehr ängstlich. Ich habe seitdem ich klein bin Schuppenflechte. Meine Schwester nicht. Daher war ich immer das „sorgenkind“, da es als Kind wirklich schlimm war. So hat meine Mama immer ein besonderes Auge auf mich geworfen. Vielleicht hat das etwas in mir ausgelöst, ich weiß es nicht. So schlimm wie momentan war es aber noch nie.
Mein Mann ist wirklich super lieb, aber ich merke auch wie sehr es ihn belastet. Er sagte heute noch, dass es immer schlimm wird und ich ja jeden Tag was Neues habe. So ginge das nicht weiter... und er hat ja recht :(

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So langsam finde ich deine Ängste leider auch nicht mehr normal.

Klar etwas besorgt sein oder sich auch mal erschrecken - geschenkt. Geht uns allen so.

Aber du verfällst ja richtig in Panik und es geht dir noch lange nach. Das ist weder für dich, noch fürs Kind gut und du solltest es wirklich ganz dringend angehen! Bevor sich da ungesunde Ängste übertragen und in der Entwicklung hemmen.

Bitte sprich mal mit dem Hausarzt oder noch besser einem Psychologen drüber, mir kommt man zu denen meist besser, wenn man vorher beim Hausarzt war...

Alles Gute dir!

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Ich finde gut, dass du eine Therapie machen willst. Mache das :)
Ich bin auch so eine ängstliche Mama und habe damals deshalb eine Verhaltenstherapie gemacht, die mir sehr sehr gut geholfen hat!

Man wächst auch mit dem Kind und die Ängste werden besser. Aber eine Therapie würde ich dir unbedingt empfehlen!

Liebe Grüße!