Was ist mit meinem Kind nur los

Guten Abend ,

Es belastet mich schon länger und deswegen wollte ich Erfahrung und Meinungen hören .

Meine Tochter ist bald 21 Monate und ist sehr sehr aktiv , schreit viel rum .

Wir stehen Morgens auf und sie meckert gleich in der Früh wenn wir uns umziehen beim Zähne putzen versucht sie mich zu hauen und will weg rennen .

Frühstück klettert sie ganze Zeit am Hochstuhl rum sie schnallt sich selber ab. Sie fährt mit den Fingern in den Joghurt und verschmiert ihn am Tisch nimm ich es weg rastet sie aus .

Beim spielen schmeißt sie ihr Spielzeug nur herum sie räumt die Kisten aus und das war’s geht zu dem stiften schmeißt einen nach den anderen raus .

Sind wir draußen will sie nur getragen werden beim einkaufen möchte sie alles nehmen und aufreisen .

Ich versuche mit ihr zu spielen aber sie geht dann immer weg wenn ich mit spiele .

Am Abend das selbe mit den Abendessen und wieder Geschrei beim Zähne putzen und sich fertig machen .

Lesen will sie gar nicht sie hat soviel Bücher aber will sie nicht mal anschauen .
Puzzles schmeißt sie auch nur rum versuche ich es ihr zu klären ist sie nervös und geht einfach weg .
Ich verstehe nicht warum sie so ist. Sie kommt
mir so nervös vor und als wäre sie hyperaktiv.

Sie muss immer alles schmeißen . Wenn sie am Wohnzimmer Tisch vorbei läuft schmeißt sie alles runter was oben liegt .

2

Hallo meine Liebe,

Vorab, ich bin keine Fachexpertin und ohne euch zu kennen ist da eine Antwort oder ein Rat echt schwer aber meine ersten Gedanken waren, dass deine Tochter zu viel Angebot hat und einfach überfordert ist. Ich würde bei. Frühstück nicht mehr den kompletten Kühlschrank anbieten. Sie schmiert im Jogurt? Gut, dann gibt's nur noch ein Brot. Und bei den Spielsachen würde ich ähnlich verfahren. Sie schmeißt alles Rum? OK, dann gibt es noch 2 Auswahlmöglichkeiten und will sie das nicht dann Pech....

Ich glaube sie macht solche Sachen weil sie damit weiter kommt.

Und ich würde sie draußen nicht mehr tragen. Ich kann mich erinnern, dass ich da auch Schreianfälle aushalten musste aber das muss man dann wohl durchstehen. Ich denke dass 21 Monate auch generell ein schwieriges alter ist. Es heißt nicht um sonst terrible two.

Ich wünsche dir alles gute.

3

Ich würde die Dinge auch auf ein Minimum runterfahren und bei allen Dingen konsequent bleiben. Wenn sie deine Erklärungen nicht versteht, dann zeigt sie damit auch deutlich, das sie momentan noch nicht die kognitiven Fähigkeiten dafür hat - also keine großen reden schwingen. Wenn es z.b. an heute heißt, es wird draußen nicht mehr getragen, dann ist das so. Nicht erklären, kein großes Drama daraus machen. Entweder sie läuft mit oder es geht wieder rein, fertig.

Dein Kind scheint einen hohen Bedarf an Bewegung zu haben, sie klingt unruhig, unausgewogen. Wenn sie gerne Dinge wirft, dann räum so gut wie alles an Spielzeug weg und gib ihr einen stoffball. Damit kann die gut in ihrem Zimmer rumwerfen, dabei geht ja in der Regel nix kaputt. Lass sie toben, hopsen, krabbeln..... Wenn ihr einen Garten habt, dann immer raus mit ihr. Und lass sie einfach mal ALLEINE tüdeln - soll sie rausfinden, was sie mit ihrer Zeit machen möchte und was ihr liegt, Freude macht. Dafür muss sie aber "losgelassen" werden, um selber loszufliegen. Was ja nicht heißt, das du sie alleine im Garten oder so lässt. Nur lass die einfach mal alleine spielen.
Gib ihr einen sicheren, konsequenten Rahmen an Regeln, Tagesablauf. Lass sie sich selbst als spielendes kind entdecken. Und biete ihr das, was sie braucht - das sind scheinbar derzeit keine Bücher, Puzzle oder anderes ruhiges Zeug. Nimm es ihr nicht krum, sie braucht gerade etwas anderes :)

1

Wie gehst du denn damit um, wenn sie alles runterschmeißt?

4

Hallo,

Habe das gsd nicht bei meiner gehabt, sie liebt Bücher und ist auch sonst ein sehr umgängliches Kind. Klar manchmal rastet sie auch aus (trotzphase) ... Wird aber schon wieder weniger.

Sie ist aber so wie deine ruhelos und nervös aber nur wenn sie keine Bewegung hat und nicht in Kindergarten kann.
Ich mach mit ihr so gut es geht immer Program, spazieren am Vormittag... Mittags liest Papa Bücher vor dann wird gebastelt oder gezeichnet und am Nachmittag geht's wieder raus an die Luft.
Im Sommer sowieso am See und Frühjahr und Herbst aufn Berg wandern. Im Winter wenn dann hoffentlich mal das Wetter passt Eisschuhfahren. Sie fordert viel und ist sehr wissbegierig, sobald sie aber "ausgelastet" ist ist sie ein ruhiger ausgeglichener kleiner Mensch.

Sollte sie hampeln und Blödsinn machen werden Konsequenzen gezogen... Spielzeug wird weggenommen oder es wird nicht gespielt mit ihr, wir gehen nicht raus... O. Ä.
Wenn beim Essen gespielt wird hat sie ja anscheinend keinen Hunger, Essen geht wieder in die Küche... Inkl protest von Kind 😉, meist isst sie dann wieder ganz brav.

Denk das es bei deiner eine Phase ist und du nur konsequent drüber stehen kannst. Viel Glück
Sorry für den langen Text

5

Zum einen würde ich vieles wegräumen.
Was nicht greifbar ist, kann sie nicht ausräumen.

Das wenige, das greifbar ist: was sie rausschmeißt, muss sie wieder einräumen.

Wegrennen würde ich auch, wenn ich etwas nicht mag.
Habt ihr Rituale beim Zähne putzen?
Ein Lied oder so?
Etwas, dass sie positiv mit Zähne putzen verbindet?


Das andere sind die Augen und Ohren.
Ward ihr mal beim Augenarzt?

Meine schien perfekt zu sehen. Sie entdeckte Stecknadelkopf große Dinge auf gleichfarbigem Untergrund.
Beim Augenarzt stellte sich heraus, dass sie auf einem Auge fast gar nichts sah. Das andere konnte kompensieren.

Ab dem Moment, als sie eine Brille bekam, wurde sie ruhiger. Sehr viel ruhiger. Ab dem Moment liebte sie es Wimmelbücher anzusehen.
Davor war es ihr offenbar zu anstrengend.

6

Auch wenn ich mich unbeliebt mache... dein Kind ist total normal und Juchee, ein Mädchen was kein zartes Mauerblümchen ist.

Ich will garnicht groß auf die Details eingehen, außer dass du deine Anforderungen runter fahren solltest was das Kind betrifft. Es ist ein Kind, kein Roboter. Und ja.... wäre sie ein Junge würdest du vielleicht nicht so viel drüber nachdenken. Oder?!

Anschnallen? In dem Alter ? Ohne Witz jetzt, lass das. Angeschnallt habe ich Babies aber keine Kleinkinder. Orginal in dem Alter sind Hochstühle zum selber rauf und runter gehen. Tripp Trapp ist die teure Variante, es gibt aber auch preiswertere. Wenn sie fertig ist dann lass sie gehen.... anschnallen klingt wirklich so, als ob ihr verpasst habt von Baby auf Kleinkindmodus umzustellen. Und wichtig, nur wirklich Dinge auf den Tisch stellen die gegessen werden... und in greifbare Nähe wirklich nur ihr Essen.

Und alle meine drei Kids haben sich wahrlich gewährt beim Zähne putzen.... ich kenne ich es nicht anders. Das hörte etwa mit 3,5 Jahren auf.anziehen? Lass sie abends selber raus suchen. Das hatte meine Tochter in dem Alter auch schon gemacht. Wenn es morgens zu viel Gezerre gab, dann ging es eben auch einmal halb bekleidet in die Kita. Erzieher unserer Kita kennen das. Die Phase haben alle mal.

Alles andere.... sie ist eher ein bewegungskind. Mit 21 Monaten muss kein Kind puzzeln und Bücher angucken wenn es das nicht wirklich will. Wie gesagt, bei einem Jungen würdest du nicht drüber nachdenken. Meine Tochter war auch so. Daher war ich schon abgehärtet als ich noch zwei Jungs bekam. Alleine ruhig spielen... das fing mit 3,5 langsam an. Vorher nur Action. Wutausbrüche vom aller feinsten. Das können nicht mal meine Jungs. Und heute mit 10.... Sportskanone (immer 1 in allen), aber auch sehr beliebt. Wo sie ist, ist meistens vorne...sie gibt gerne den Ton an in einer Gruppe.

Was du tun kannst? Ruhiger werden. Weniger ist mehr. Nicht überfrachten mit irgendwelchen Dingen die man wohl tun muss als Mädchen ... wie bspw. Puzzeln. Versuchs mit Musik. Das war und ist immer der Knüller bei unseren Kindern. Tanzen uns bewegen...und in ruhigeren Phasen ein Hörspiel.
Und wenn sie mit Absicht Dinge runter schmeißt dann sind die eben weg bzw. Das Essen ist beendet.
Einkaufen habe ich mit Kids in dem Alter nur im buggy gemacht. Und dann erst wieder ab 5. Ich habe einfach solche Katastrophen vermieden, wo ich von vornherein wusste, das wird nichts. Und trotzdem gehen meine beiden großen gerne und ordentlich heute einkaufen... also nix verpasst.

Es wird besser werden. Aber bis dahin hör auf dein Kind irgendwie zu analysieren. Es ist wie es ist und nun gilt es nur euch, die Grenzen an bestimmten Punkten sinnvoll zu setzen.

8

Ich bin mit 2 Jahren aus dem Hochstuhl gefallen. Schlüsselbein gebrochen. Hätten meine Eltern mich anschnallen können, hätten sie es gemacht. Bitte pauschalisiere das anschnallen nicht. Mein Großer fängt an zu heulen, wenn wir es nicht mehr machen, weil es zur Routine gehört.

Halb angezogen im Winter zur Kita halte ich auch für nicht durchführbar.

LG

10

Das Kind der TE wehrt sich aber wie der Teufel, wenns ums anschnallen geht. Da kann man ja mal was anderes versuchen.

Babys haben Schlüsselbeinbrüche durch die Geburt, vermeidbar, wäre ein Kaiserschnitt gewesen.

Ein 2 Jähriger der immer vorsichtig war, hat auf einmal doch mal an die Ofenscheibe gefasst, und waren dann im Krankenhaus mit einer Brandverletzung. Die Hand hat an der Scheibe geklebt. Wir hatten auch erst beim 2. Kind eins angeschafft, den 1. interessierte es gar nicht.

Bei uns Jahrgang 1966 bis 1976 gab es keine Hochstühle, hat man nicht ordentlich gesessen, ist man von der Eckbank gerutscht und hat sich das Kinn am Tisch aufgehauen.

Warum nicht auch im Winter halbangezogen in die Kita? Die Eltern haben die Klamotten doch dabei! So blöd ist kein Kind, sich nach paar Sekunden anziehen zu lassen, weil es merkt, oh, doch kalt.

Wenn das Kind das anschnallen einfordert, ist doch ok. Aber manche hampeln so herum, oder stoßen sich mit Schwung vom Tisch ab, da gibt es Hochstühle die fallen dann mit Kind, ungebremst in die Küche.

Man muss so oft, zu und abgeben, was heute noch gut war, kann morgen Mist sein. Das Kind was von 1,5 Jahren bis 4 Jahren super aufgeräumt hat, ist auf einmal der größe Durcheinanderbringer vor dem Herren. Dann wird mal entrümpelt, und sortiert. Damit es auch einfacher geht, und wieder mehr Übersicht drin ist.

weitere Kommentare laden
7

Hallo,
ich weiß, wie anstrengend das ist... aber mir kommt das jetzt trotzdem nicht ungewöhnlich vor. Es gibt ruhige Kinder und wilde, folgsamere und rebellischere. Gerade in diesem Alter kommen sie ja in die schönste Autonomiephase, da kann es hoch hergehen!
Von meinen Kinder waren zwei eher etwas ruhiger (zumindest in dem Alter noch), eins war extrem wild und aktiv (hat JEDEN Blödsinn gemacht, ist draußen permanent weggerannt, hat Dinge beschädigt etc) und die Jüngste jetzt (genau so alt wie deine) ist auch eher von der aktiven Sorte.
Das kann einen auf Dauer wirklich fertig machen- aber meiner Meinung nach ist das einzige, was du machen kannst, selbst die Ruhe zu bewahren und sie so anzunehmen, wie sie ist.
Ob ein Kind dann tatsächlich hyperaktiv ist oder nicht, kann man sowieso erst viel später wirklich beurteilen.
LG

9

Ich find mit der ist nichts los, klingt normal bzw. nach "Handhabungsfehlern"

Wie läuft denn das aufstehen ab? Dann gehts zum waschen und dann Frühstück, habt ihr das mal umgekert versucht? Oder noch im Bett Frühstücken.. ich weiß das ist nicht das was man sich vorstellt, wenn sonst nichts hilft sollte man es trotzdem mal ausprobieren. Und so viel es geht selber machen lassen, auch wenn es dauert oder die Klamotten farblich nicht besonders zusammen passen.

Ich weiß man hört oft wie toll die kleinen doch das Zähneputzen mitmachen, die wenigsten erzählen offen das ihr Kind das nicht ab kann. Wenn spielerisch nicht hilft , ne E-Zahnbürste und Augen zu und durch. Wenn man das als gegeben hin nimmt Stresst es einen weniger.

Wie verschmiert sie den Jogurt? Interessiert, gelangweilt... es muss nix heissen, Kinder schmieren gerne mit essen. Wenn man den nach Vorwarnung abnimmt passt das schon. Klar schreit sie da muss man leider durch. Wenn sie gerne schmiert kann man Fingerfarben anbieten, das selbe beim Sachen werfen. Versuch das zu lenken und ihr etwas anzubieten das sie werfen darf. Schmeisst sie was anderes kommt es den Tag weg und wenn der Tisch abgeräumt wird muss es wieder hochgestellt werden. Das lernen was OK ist und was nicht geht mit viel Geschrei einher, es ist einfach eine doofe Zeit.

Sie scheint nicht zu wissen wohin mit sich und teilweise überfordert, was ist denn das angebotene zusammen spielen? Puzzle oder Bücher sind für ein aktives Kind nicht das richtige und spielen in dem Alter anders als man sich das als Erwachsener vorstellt, da wird man schnell mal zu komplex. Wenn ich das richtig im Kopf habe spielen sie in dem Alter auch nur etwa 10 Minuten am Stück mit etwas. Wichtig wäre das ausgeräumte auch wieder einzuräumen dann ist das auch OK... solange es Spielzeug ist mit dem sie etwas anfangen kann, wenn nicht weg damit.

Sie ist nicht mal 2, klar möchte sie getragen werden im Laden alles anfassen und aufreisen. Sie muss das erst lernen und das dauert nun mal. Es kann helfen sie das benötigte holen/in den Wagen werfen zu lassen.

Auch das am Abend klingt nicht ungewöhnlich, die wenigsten gehen freiwillig und ohne Theater ins Bett. Man kann allerdings mal schauen ob der Zeitpunkt denn überhaupt passt. Ist sie müde, zu müde war die Stunde dafor sehr stressig wie läuft das hinlegen ab. Ins Bett und Licht aus oder noch etwas kuscheln, vorlesen, ohne Theater noch das Sandmännchen...

Wie viel ist sie denn draussen, bewegt sich kann toben, tanzen und sich auspowern? Alle haben Hummeln im Hintern wenn sie dafon zu wenig haben. Wie gut spricht sie? Ich fand das Alter furchtbar, desto besser das sprechen und die Verständigung wurde desto besser wurde der Rest..ausser das Theater morgends, Morgenmuffel bleibt Morgenmuffel.
Es fällt oft schwer noch gelassen zu bleiben, man steht auf und weiß schon das man nur Stress und Geschrei hat. Man fängt schnell an wiedersprüchliche Anweisungen zu geben oder zu viele auf einmal das verkompliziert alles nochmal. Versuch ein Problem nach dem anderen anzugehen, alles gleichzeitig überfordert alle und es fällt einem schwerer das auch durchzuziehen.

14

Was sagt der Kinderarzt?

15

Motte ist auch 20 Monate. Sie ist insgesamt ein eher etwas ruhigerer Typ, ich denke aber, es gibt auch durchaus wildere, die Hummeln im Hintern haben.

Grundsätzlich muss man sich immer fragen, ob die eigenen Erwartungen nicht zu „erwachsen“ sind. Ruhig sitzt Motte auch nicht am Tisch, muss sie auch nicht. Aber aufstehen - dann ist ihr Essen beendet. Aber wir tanzen zusammen im sitzen oder schneiden Grimassen oder machen witzige Geräusche, das ist alles erlaubt und somit haben wir alle Spaß :)

Motte ist insgesamt eher vorsichtig, draußen will sie auch eher auf den Arm, statt zu rennen. Wir gehen gerne auf umzäunte Spielplätze und immer zu den gleichen und ich laufe mit, dann kommt das irgendwann 😁

Stundenlang konzentrieren geht bei ihr auch nicht. Wichtig: es darf nur so wenig Spielzeug wie möglich sichtbar sein. Sonst ist sie super schnell abgelenkt. Und prinzipiell leitet sie. Ich würde nie sagen „komm her. Ich les dir vor!“ sie kommt mit einem Buch zu mir und sagt „lesen“. Dann schaffen wir sogar msl 5 Bilderbücher am Stück ;) ebenso ist es mit dem anderen Spielzeug.

Ich lasse sie also überwiegend einfach machen, versuche nur eine reizarme Umgebung zu schaffen. Sie weiß aber, wo alles ist und bei Bedarf bekommt sie es dann/holt es sich :)