Kind 3 Jahre hat kein Kontakt zu anderen Kindern - wie seht ihr das?

Hallo zusammen

Ich würde gerne mal eure Meinung hören, unser Sohn ist 3 Jahre alt, wir haben im Dez mit der Eingewöhnung im Kindergarten angefangen ist lief gut aber nach nicht mal 14 Tagen kam der Lockdown und nun sitzen wir wieder zuhause.

So wie es aussieht kann er ab 15.02 wieder gehen bzw wir machen wieder mit der Eingewöhnung weiter.
Ich bin jedoch schwanger und habe gute 2 Wochen später meine ET, daher kann gut sein das ich nicht mehr eingewöhnen kann und er daher erstmal Zuhause bleibt, bis das Geschwisterchen da ist und ich wieder in der Lage bin mit ihm hin zu gehen - also realistisch so gehen Ende März Anfang April.

Wor wohnen hier ohne Familie d.h Omas und Opas sieht er leider selten ... ich habe hier zwei Mädels mit Kinder kennen gelernt jedoch möchte sich die eine durch Corona mit uns auf Spielplätzen nicht treffen und die andere arbeitet wieder und der kleine geht fast den ganzen Tag in Kiga...

Daher hat unser Sohn den Tag über nur mich und abends natürlich uch den Papa sonst aber niemand ....

Wenn wir auf den Spielplatz gehen treffen wir dort komischerweise fast nie Kinder... ganz selten und ich frage mich wo sind die alle im Lockdown mit Kinder?

Was meint ihr ist es sehr schlimm bzw schädlich für ihn so fast ohne anderen Kontakt aufzuwachsen??
Er ist total glücklich und zufrieden ist gerne Zuhause und ich beschäftige mich auch den ganzen Tag mit ihm jedoch mache ich mir immer mehr Gedanken... ich war eigentlich froh das er jetzt in den Kiga kommt für ihn ... aber nun zieht sich das extrem in die Länge und im April wird er er dann schon bald 3,5 Jahre... wie sieht ihr das als erfahrene Mamas?

Lieben Dank 💙

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Hallo :)
Meine Tochter beginnt erst mit 3,5 in den Kindergarten. Aber ihr fehlt es an nichts, da sie Geschwister hat, auf einem unserer Spielplätze immer Kinder sind und wir uns 1 mal wöchentlich mit meiner Cousine treffen, dessen Tochter gleich alt ist.
Es sind ja nur ca. 3 Monate, die dein Sohn nun zu Hause ist - er wächst ja nicht ohne Kontakt zu anderen auf 😉 Nein, das ist ganz bestimmt nicht schädlich.
Liebe Grüße

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Hi,

Naja sooo lange ist es dann ja auch nicht mehr. Ich würde mir da keine Gedanken machen.

Ist natürlich etwas schade für ihn und für dich wird's wohl auch anstrengend, wenn das Geschwisterchen da ist und der Große dauerhaft zu Hause, aber das bekommt man schon irgendwie hin. 😊

Liebe Grüße kath 🍀

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Wenn er glücklich und zufrieden ist, ist alles gut :)

Natürlich wäre Kontakt schöner, aber momentan ist es halt leider so, was will man machen.

Kann denn kein anderer (z.B. dein Mann? Hat er Elternzeit ab Geburt?) die Eingewöhnung fortführen? Weil 3 mal ansetzen finde ich doch recht unglücklich 😅 aber letztlich müsst natürlich ihr entscheiden :)

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Naja, er ist ja nu nicht das einzige Kind ohne Kontakt zu Gleichaltrigen. Meine 4 Jährige hat jetzt auch seit Mitte Dezember nur noch ihre jetzt 6 Monate alte Schwester zum spielen 🤷🏼‍♀️

Ich denke, in dem Alter ist das noch nicht so schlimm. Das was sie jetzt an Sozialkompetenz vielleicht verpassen, lernen sie dann eben ein halbes Jahr später. Sie werden es überleben.

So lernen sie eben auch mal mit sich selber zufrieden zu sein und sich auch mal eine Zeit lang alleine zu beschäftigen. Oder auch mal sich zu langweilen, auch das ist wichtig für die Entwicklung und wird heutzutage viel zu wenig "beachtet".
Ständige Dauerbespaßung ist ja auch nicht nur vorteilhaft.

Ich bin übrigens erst mit 3,5 in die Kita gekommen. Da gab es nur die Möglichkeit im Sommer zu starten, ich bin im Winter geboren. War früher glaub ich oft so. Und da meine Mutter sehr krank war, waren wir auch nie groß unterwegs.

LG und alles Gute für die Restschwangerschaft

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Hi, naja ich hab mir vor kurzem dieses Video eines Hirnforschers angeschaut und da wurde mir ganz anders ums Herz.
https://youtu.be/fBIKBgFfhBg Wir können ja nichts dafür und leider machen wir uns sogar strafbar wenn wir uns nicht an die Verordnungen halten. Es will ja auch niemand riskieren krank zu werden. Eine absolute schwierige Situation. Es geht ja schon 1 Jahr so auf und ab und wer weiß wie lange noch. Für Kinder ohne Geschwister ist das dann doch eine Katastrophe. Warum? Dann guck das Video! Lg

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Also bis zu den letzte paar Minuten nur super dramatisch (samt zoom und musikeinsatz🤣) und Blödsinn, meiner Meinung nach.
Wieso sollen Kinder denn zu Robotern werden nur weil sie keine anderen Kinder treffen und soziale Kontakte eingeschränkt werden... Also meine große lacht und tobt/trotzt wie vorher.
Trotz Einladung seinerseits das Video abzudrehen hab ich es mir zu Ende angesehen, weil ich neugierig war was da noch für ein blabla kommt. Die letzten 2 1/2 min waren okay, aber das macht man doch ohnehin mit seinen Kindern, wenn man die Zeit hat.
Meine große hat im September 2019 mit dem KiGa gestartet (mit 27 monaten, hat ihr super gefallen), seit märz 2020 ist sie jetzt zuhause, weil ich ohnehin mit der kleinen zuhause bin. Die kleine war da 8m, also nicht wirklich ein Spielpartner.
Trotz allem war das für uns eigentlich ein super schönes Jahr! Wir haben so viel gemacht; haben viel gebastelt und gemalt, waren viel im Wald, haben viele neue Spiele gespielt und waren eigentlich immer beschäftigt. Ihr Papa durfte viel im homeoffice sein, dadurch haben sie ihn auch mehr als sonst gesehen. Also es ist nicht alles schlecht. Sozial hat sie auch eine Menge an Empathie dazugelernt und kümmert sich sehr Leib um ihrer kleine Schwester (natürlich nicht immer, aber das kann man in dem Alter auch nicht erwarten)
Ich finds eigentlich fast schade, dass sie jetzt beide bald in den KiGa gehen, weil ich bald zu arbeiten anfange. Die große, jetzt 3 1/2, freut sich schon auch wieder drauf, aber andererseits hat sie gemeint, dass sie auch ganz gern noch weiter zuhause bleiben würde.
Also, wenn man das Kind nicht nur beaufsichtigt sondern sich auch mit dem Kind beschäftigt und so behandelt wie man Kinder behandeln soll, dann klappt das in dem Alter auch ohne Kindergarten ganz gut.

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Naja jedes Kind und auch Eltern sind individuell. Der 4 jährige von meiner Freundin leidet sehr. Sie kann das halt nicht so gut abfangen. Er hatte vor kurzem seinen Geburtstag. Für einen 4 jährigen kann das schon belastend sein wenn keiner kommen darf. Unabhängig von dem Video habe ich in einem Artikel gelesen das die Maßnahmen bei vielen Mädchen zu übelkeit und Kopfschmerzen und bei Jungen zu Wut und Aggression führt. Mir kann keiner erzählen das jeder Mensch, jeden Alters das gleich super gut weg steckt,wie du und deine Familie anscheinend.

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Wie wäre es, wenn dein Mann Elternzeit nimmt und dann die Eingewöhnung ab et übernimmt? ;-) Da habt ihr aus meiner Sicht eigentlich sehr gute Voraussetzungen.

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"Was meint ihr ist es sehr schlimm bzw schädlich für ihn so fast ohne anderen Kontakt aufzuwachsen??
Er ist total glücklich und zufrieden ist gerne Zuhause und ich beschäftige mich auch den ganzen Tag mit ihm"

Dann passt es doch.

Manche Kinder wollten mit 2,5 Jahren mehr Kinder um sich herum haben. Diese sagten dann auch, dass sie "dahin wollen" oder "Kindergarten".
Andere sind froh, wenn sie bis 3,5 / 4 Jahre zu Hause bleiben können. Ja, da kann das herausnehmen und ein Jahr später eingewöhnen super sein. Bei ein paar Kindern war das der richtige Weg.
Späterer Kindergarten, sie gingen sofort gerne, dann problemlos zur Schule und sind heute glückliche Teenager. Sie haben Freunde, brauchen aber auch heute noch kein ständiges Gewusel um sich herum.

Meine war irgendwo dazwischen.
Sie genoss es zwar mit anderen Kinder Kontakt zu haben, war aber auch kein Problem, wenn es mal nicht so war.

Sie ist Teenager. Sie vermisst ihre Freunde und die Schule. Genießt aber auch die termindruckfreie Zeit und kann dem Homeschooling was abgewinnen.

Ich will es mal so sagen
- du sperrst dein Kind nicht ein
- du hast nicht vor deinem Kind bis ins Erwachsenenalter alle Kontakte vorzuenthalten
- er genießt es momentan zu Hause

schieb die Gedanken bei Seite!

Ihm geht es gut und ihm wird es gut gehen, wenn es wieder soweit ist.

Gegenbeispiel:
Mir hat der Kindergarten massiv geschadet. Lange und nachhaltig.
Ab Schule wurde es für mich endlich besser.

Aber: mein Kind ging sehr gerne. Ihr Kindergarten war auch ganz anders.
Ich habe sie mit gutem Gefühl und gutem Gewissen hingegeben, weil ich spürte, dass es ihr gut geht.

Bei einem anderen Kindergarten klammerte sie und schrie und ich spürte, dass das Konzept nicht für sie passte.
Für andere Kinder super. Für meine nicht.

Somit kann man auch nicht sagen, dass Kindergarten per se das Richtige/Wichtige ist.
Es kommt auf viele Faktoren an.

Meine spürt z.B. wenn ich auf Biegen und Brechen etwas tun muss-möchte, weil Studien besagen. Das schadet meiner mehr, als wenn ich entgegen der Studie noch ein paar Wochen warte , ihr die Zeit gebe und sie dann sagt: so, jetzt bin ich bereit dafür.
Auch heute in der Pubertät.

Manchmal liegt sie im Durchschnitt. Manchmal nicht. Dann ist sie mit dem Schlafbedarf am einen Rand, bei was anderem am anderen Rand.
Für uns habe ich entschieden, dass ich auf ihre Bedürfnisse eingehe. Nicht auf die Durchschnittswerte.
Schon so, dass sie langfristig gut in der Gesellschaft klar kommt. Aber das muss nicht sofort und auf der Stelle und nach Durchschnitt sein. Sondern so, dass es IHR gut geht ... und sie langfristig sich selbst nicht im Weg steht im Kontakt mit anderen.

Ja, sie vermisst ihre Freunde, kommt aber auch damit klar, dass es nicht so ist.
Beides kann und darf gleichzeitig sein. Sie darf traurig sein und es akzeptieren.
Hätte sie damit mehr oder andere Probleme, würde ich natürlich darauf eingehen.

Kinder, Jugendliche, die Probleme haben, denen sollte natürlich geholfen werden!
Diese pauschal zu übergehen, wäre genauso falsch, wie meiner aufzwingen, nicht damit klar zu kommen, weil es andere Probleme haben.
Meiner helfe ich, wenn sie Probleme hat. Auch dann, wenn 99% damit keine haben. Dann braucht sie Unterstützung.

Ebenso sollten dejenigen geholfen werden, die Probleme haben. Auch dann wenn Studien vorgeben, dass es da keine zu haben sind.




Zum Spielplatz:
bei uns waren Spielplätze tagsüber immer leer. Dann, wenn es Ganztagskindergarten gab.

Spielplätze mit Halbtagskindergarten waren eher mal besucht.

Manche Eltern fuhren einige km zu einem bestimmten, weil der groß und toll war.
Andere besuchten den immer gleichen, der am nächsten dran war.

Mit der Zeit haben wir rausbekommen, wie so die Uhrzeiten, Wochentage etc. Ein Kind war z.B. immer am Omatag da. Ein anderes, wenn der Papa seinen freien Tag hatte.
Ein Spielplatz war das Wochenendhighlight für viele.
Ein anderer eher vor dem Mittagschlaf einiger Kinder besucht. Und wieder einer fast nur abends.

Wenn ihr spazieren geht: Augen offen halten. Auch mal die Runde verändern.
Als ich neulich spazieren war, habe ich bestimmt 5 weitere, versteckte Spielplätze gefunden, die es schon länger geben muss.
Mit Kind waren wir meist auf den gleichen. Das fand ich angenehm, weil kurzer Weg, Vertrautheit, immer wieder gleiche Gesichter ;-)

Wenn da bisher noch keiner für euch dabei war, dann auch mal einen grooooßen Spaziergang machen. Auch mal in Seitenstraßen und so.