Sie bricht mir das Herz (und Papa vor allem)

Servus,
unser Tochter (genau 2) bekommt seit etwa einem Monat Zustände (Wutanfälle, die nicht von dieser Welt sind), wenn Papi sie ins Bett bringen soll.
Generell hängt sie momentan mehr an Mama, aber eigentlich darf Papa tagsüber auch alles machen, was ich auch mache. Nur abends dreht sie völlig an. Mein Mann, der wirklich ein toller, liebevoller und geduldiger Papa ist, hat keine Chance einen Fuß auf den Boden zu bekommen. Sobald es dunkel wird, geht nur noch Mama. Papa ist dann nicht mehr neutral, sondern anscheinend der endgegner.
Mir bricht es das Herz, wenn ich sehe, wie traurig mein Mann ist. Natürlich nervt es mich auch, dass ich dann jeden Abend „dran bin“.
Heute haben wir versucht, dass sie (und er) da einfach durch müssen. Sie hat über eine halbe Stunde so geweint, dass sie gespiehen hat.
Obwohl Papa die ganze Zeit da war und alles gemacht hat, was ihr helfen könnte.

Kennt das jemand?
Hört das wieder auf?
Mein Mann ist so ein liebevoller Papa und es macht uns so traurig, dass das jetzt seit rund einem Monat so krass ist.

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Hat sie vielleicht schlecht von ihm geträumt und hat angst? Vllt können sie in dem alter nicht genau unterscheiden ob das ein traum war oder echt? Hast du nicht mal mit deiner Tochtet das gespräch gesucht und sie gefragt warum sie so reagiert? Alles gute.

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Sie ist 2. Mein Zweijähriger kann mir da noch nicht soviel dazu erzählen...

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Wir hier kennen das. Zwar nicht so extrem, aber ich muss bei unserem Sohn jeden Abend ran (2 Jahre und drei Monate). Angefangen hat es, als ich das erste mal für 3 Tage aus seinem Leben verschwunden war (um seinen kleinen Bruder im Krankenhaus zur Welt zu bringen). Papa bringt ihn ins Bett und er schreit so lange Mama, bis ich komme, zwei Lieder singe ihn zu Decke gute Nacht sage. Mein Mann findet das auch gerade nicht schön, aber ihr solltet da nichts erzwingen. Ich hoffe und denke, dass geht von selbst vorbei. Schlafen gehen ist für Kinder noch etwas, was mir viel Sicherheit verbunden sein muss. Und wärend ich diese Zeilen schreibe, höre ich den Großen durch die Wohnung nach mir rufen 😅...
Na dann, auf ein Neues!

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Hallo ja das hört wieder auf.
Es gibt Mama Phasen und es gibt Papa Phasen.

Ich durfte bis vor kurzem die kleine weder anziehen noch essen machen oder sonst was wenn Papa zuhause war.
Ins Bett bringen darf ich sie bestimmt seit über 6monaten nicht mehr.

Aktuell soll wieder nur ich sie anziehen und Papa darf nicht.

Ist aber der jeweilig andere ausm Haus klappt alles wunderbar.

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Ist hier momentan ähnlich, verstärkt seit das Baby da ist. Seit die Kleine abends im Zimmer in ihrem Bett weiterschläft und beide abends gleichzeitig müde werden, muss mein Mann den Großen eh ins Bett bringen wegen Stillen. Ansonsten ist aber auch fast alles „Nein, Papa“, wenn ich ihm Essen machen oder ihn umziehen will. Ist er nicht da, kein Thema.

Kinder tun das nicht um einen zu ärgern! Dein Mann sollte es nicht persönlich nehmen.

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Hallo :)
Ich würde mir da wirklich keine großen Gedanken machen, das ist ganz normal. Kommt nicht bei jedem Kind vor, aber ist trotzdem ganz normal.
Es hat nichts mit einer schlechten Bindung oder schlechten Erfahrungen zu tun.
Ich kann zu 100% sagen, dass meine Tochter ihren Papa liebt und ihm nicht weniger vertraut als mir. Trotzdem kann nur ich sie ins Bett bringen, sie wird bald 3. Sie geht gern mit ihm Zähne putzen, lässt sich dann noch im Bett von ihm Bücher vorlesen, aber wenn es um das Einschlafen geht, MUSS ich da sein.
Am besten wäre es, wenn ihr das einfach akzeptiert und es euch nicht zu Herzen nehmt ❤ der Papa braucht nicht traurig sein, denn das bedeutet ja nicht, dass sie ihn weniger lieb hat. Es gibt bestimmt andere Möglichkeiten, wo der Papa eine ganz besondere Rolle bekommt, die Mama nicht ersetzen kann. Bei uns z.B. das Haare waschen 😅 das kann mein Mann scheinbar viel besser als ich und sie bekommt einen Wutanfall, wenn ich ihr die Haare waschen möchte. Ist eben so 🤷🏼‍♀️
Wärst du nicht zu Hause, würde sie vielleicht nach dir fragen, aber dann ohne Tränen mit Papa schlafen gehen. Aber so weiß sie, dass du da bist und kann mit ihren 2 Jahren einfach noch nicht verstehen, wieso das Ritual jetzt plötzlich geändert wird, ohne einem für sie nachvollziehbaren Grund.
Das braucht euch wirklich nicht traurig machen 😉

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1. hilfreich wäre es, wenn ihr beide euch da nicht reinsteigern würdet sondern es als ganz normale Phase ansehen würdet!

2. warst du denn mal komplett außer Haus, als dein Mann euer Kind ins Bett gebracht hat? Also komplett nicht verfügbar?

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Ja so Phasen sind normal. Wie wäre es, wenn ihr sie gemeinsam ins Bett bringt? Dass sie wieder merkt „oh papa kann das auch“? Ansonsten würde ich mal abwarten.

Und dein Mann muss und darf es absolut nicht persönlich nehmen. Motte ist 22 Monate und wir hatten jeder schon so Phasen. ;)

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Danke für eure netten Worte. Dann warten wir wohl mal ab :)

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ich würde sagen das gibt sich wieder. es sei denn ihr haltet den kampf warm, dass sie das nicht vergessen kann. ich würde ihr nachgeben, dass sie ihre "abneigung" einfach vergisst. irgendwann später mal wieder versuchen oder soagr arten bis sie von selber fragt.

die tage werden auch länger, dann ändern sich die gewohnheiten... ohne scheiß... wo du sagst "im dunkeln geht papa gar nicht" dann erledigt sich dass mit den längeren tagen vielleicht ganz von alleine.. ;-)

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Ohja! Das hatten wir hier auch. Die Phase ging ca ein 3/4 Jahr und war für meinen Mann sehr frustrierend. Er hat so viel versucht, wurde aber immer verschmäht.
Irgendwann gegen Weihnachten wurde es dann besser. Als wenn ein Knoten geplatzt wäre.
Ich bin im Notfall zwar immer noch die Hauptbezugsperson, aber er darf sie jetzt auch wieder ins Bett bringen und wickeln usw..
Ihr braucht vielleicht einen langen Atem, aber das gibt sich wieder.

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Das kennen wir hier gut. Meine Tochter ist zwar erst 16 Monate alt, und sie liebt ihren Papa grundsätzlich ungemein. Das merkt man schon wie sie sich immer freut, wenn er am WE und jetzt im Lockdown auch öfter morgens wenn wir aufwachen auch noch im Bett liegt. Dann darf sie morgens mit Papa kuscheln und er bekommt immer Küsschen und wird umarmt. 😍
Tagsüber ist es sehr Tagesformabhängig. Es gibt auch Mal ganze Tage wo Papa entweder ignoriert wird, oder wo dann aus tiefster Seele geweint wird, wenn er sich nur versucht sie auf den Arm zu nehmen. Mein Freund ist dann auch immer sehr traurig. Aber es sind ja nur Phasen.
Abends ist es auch Mal so, Mal so. Da wir noch Einschlafstillen, ist Papa da auch raus. Aber meistens kann er sie zumindest umziehen. Aber auch da... An manchen Abenden wird dann geschrien wie am Spieß, so dass ich übernehmen muss. Er bleibt dann aber meist dabei und redet mit ihr.
Man darf das einfach nicht persönlich nehmen. Dein Kind wird den Papa auf jeden Fall lieb haben.
Ich sehe solche Phasen als Übung für die Pubertät. 😅 Da muss man sich auch vorstellen, dass das Kind einen lieb hat ohne, dass man Beweise hätte.