Bewegungsmuffel, muss ich ihn mehr motivierten?

Guten Morgen,

mein Sohnemann (22 Monate) ist irgendwie ein Bewegungsmuffel und ich frage mich, ob das so okay ist, oder ob ich ihn irgendwie mehr motivierten sollte. Zu Hause spielt der gerne mit Duplo, schaut sich Bücher an, oder puzzelt. Wir haben ihm schonmal ein Puky Wutsch und Bobbycar im Wohnzimmer angeboten. Da ist genug Platz zum fahren. Aber er setzt sich nur kurz mal drauf und rollt ein bisschen hin und her. Das mit dem lenken versteht er auch nicht so richtig. Draussen wollte ich ihm diese Fahrzeuge erst anbieten, wenn ich merke, dass er wirklich Interesse dran hat und auch ein bisschen damit umgehen kann. Wenn wir draussen spazieren gehen und den Buggy dabei haben, läuft der kleine Mann meist nur ein paar Meter bis er in den Wagen will. Wenn wir ohne Wagen unterwegs sind, will er oft auf den Arm, oder legt sich heulend auf den Boden. Spielplatz ist ihm im Moment zu kalt. In Sommer hat er da aber auch eigentlich nur um Sand gebuddelt und nicht groß rumgeturnt (Es hat ihm aber auch im Sand Spaß gemacht). Ich dachte immer Kinder bewegen sich gerne und mache mir deshalb etwas Sorgen ob ich irgendwas ander machen müsste. Habt ihr auch solche Bewegungsmuffel zu Hause?

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Hi, also bei meinem Sohn ist es ähnlich. Er ist 22,5 Monate. In der Wohnung ist er nur am rumflitzen und bekommt nicht genug vom Laufen. Sobald wir aber draußen sind, geht er ein paar Meter und setzt sich hin oder will dann wieder in den Buggy. Wenn wir ihn dann an die Hand nehmen läuft er auch längere Strecken. Meine Vermutung ist das die große Weite Welt einfach noch unheimlich ist und er da einfach noch die Sicherheit vom Buggy oder eben Mamas oder Papas Hand braucht. Evtl . Ist es bei euch ja ähnlich. Liebe Grüße

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Ach ganz vergessen, wir machen es auch oft so das einer mit dem Buggy vorgeht und der andere dann beim Kind bleibt und erstmal versucht ihn verbal zu motivieren.

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Wenn man ihn verbal motiviert, kann man das ganze etwas hinaus zögern. Aber auf kurz oder lang hat er dann doch immer keine Lust zu laufen.

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Wir haben auch einen Bewegungsmuffel (17 Monate alt). Er bewegt sich immerhin etwas, wenn wir uns gegenseitig krabbelnd durch die Wohnung jagen und dabei Tiergeräusche machen oder auf dem Bett toben. Das findet er zumindest eine Zeit lang ganz lustig. Gymnastikball ging auch mal, aber momentan wieder nicht. Bälle werden vielleicht zwei mal zurückgeworfen, dann hat er keine Lust mehr. Ein wegrollender Ball wird ignoriert. Draußen ist er am liebsten in der Trage. Als es wärmer war, ist er gerne über die Wiese gekrabbelt, aber momentan kreischt er, wenn ich ihn dort absetze. Ich versuche auch immer, ihn zu motivieren, aber bis auf die beiden oben genannten Beispiele gelingt es mir nicht. Ich denke, bei uns wird es noch mal auf Physitherapie hinaus laufen.

Läuft er denn sicher? Ist er motorisch fit?

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*Physiotherapie

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Ja, er läuft schon relativ lange sicher und ist auch motorisch total fit. Klettert in der Wohnung auf das Pikler Dreieck und wieder runter und auf den Tripp Trapp und zurück. Das klappt alles ohne Probleme. Also er kann schon. Er will nur meist nicht :/

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Ich weiß nicht, ich glaube Motivation ist da nicht das Richtige.
Ja, Kinder sind normalerweise enorm energiegeladen und immer in Bewegung. Ich habe 3 der Sorte zuhause. Bobbycar fahren ist natürlich auch erstmal etwas, das man können muss und wo nicht jedes Kind gleich schnell dabei ist.
Aber wenn gar keine Lust auf Bewegung da ist, würde ich das abklären lassen.
Da können ganz verschiedene, aber überwiegend völlig unkritische!, Sachen dahinter stecken.
Z.b. Eisenmangel oder auch eine Blockade, wo der Osteopath eine Lösung sein könnte.

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Hmm, also ich persönlich würde draussen schon verschiedene Fahrzeuge bereit stehen haben. Nicht erst "anbieten", wenn er es mag/verlangt. Alles muss erst gelernt werden, auch Laufrad und Rutschauto und nicht alles macht von Anfang an Spaß. Aber wenn solche Fahrzeuge deshalb gleich weggeräumt werden, machst du es deinem Sohn ja unnötig schwer. Lass ihn doch einfach ausprobieren, ohne den Druck dass er gleich nem Spaziergang damit absolvieren muss.

Das ist übrigens das nächste: Spaziergänge machen Erwachsenen Spaß, aber nur selten Kindern. Mein extrem bewegungsfreudiger Sohn ist in dem Alter keinen Meter mir gegangen, hat sich aber im Garten mit allen möglichen Fahrzeugen, rennen und vor allem klettern ausgetobt. Jetzt, 10 Monate später geht er meistens gerne mit, wenn wir irgendwelche Erledigungen machen. Ist dann aber offiziell auch kein Spaziergang.

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Da bin ich ein bisschen unsicher wo ich diese Fahrzeuge anbieten soll. Wir wohnen leider zur Miete ohne Garten an einer viel befahrenen Straße. Es tut mir für meinen Kleinen richtig Leid, dass wir keinen Garten und keine ruhige Umgebung haben.

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Zum Spielplatz mitnehmen, zur Not mit dem Auto dort hin fahren? Oder irgenwo an den Ortsrand, wo weniger los ist?

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Motte ist auch eher ne ruhige ;)

Sie ist 22 Monate und kuschelt am liebsten ganz viel. Bobby Car und Puky fährt sie zwar drin, aber nicht ewig und nicht täglich. Sie hüpft gerne, tanzen ist auch ok, aber sie guckt auch super gerne Bücher, spielt mit ihren Bauklötzen, der Tut-Tut Bahn, etc. Beim spazieren läuft sie auch nur sehr kurze Strecken 😅

Sie ist halt keine Wilde, für mich ist das ok :)

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Ich würde auch auf jeden Fall alles anbieten und dauerhaft zur Verfügung stellen, was sich grundsätzlich als Bewegungsspielzeug eignet. Nicht erst lange warten oder wegräumen. Sonst kann euer Kind ja gar kein Interesse entwickeln und vor allem keine Übung.

Draußen würde ich schon etwas daraufhin arbeiten, dass das Kind mehr läuft. Also immer öfter auch mal ohne Buggy raus gehen. Es müssen ja am Anfang keine langen Wege oder Spaziergänge sein, das entwickelt sich dann mit der Zeit, wenn das Kind sich daran gewöhnt hat und auch etwas fitter geworden ist.
Viele Kinder finden normales "gehen" meist ja auch langweilig. Motivierend kann es sein, unterwegs mal zusammen fangen zu spielen, ein Stückchen zu hüpfen, rückwärts zu gehen, seitwärts etc. Das macht Spaß und das Kind "merkt" das Laufen nicht so sehr.

Klar, sehr lange Spielplatzaufenthalte sind mit so kleinen Kindern bei den Temperaturen gerade ungünstig. Grundsätzlich ist er für die meisten Kinder ja aber als Ort, um sich zu bewegen, sehr attraktiv. Bei dem Wetter momentan tun es da vielleicht auch mal nur 30 Minuten.

Es gibt auch tolle Indoor-Sportgeräte, die Fitness, Beweglichkeit und Motorik schulen: Sprossenwand (mit Rutsche zum Einhängen), Wippe, Rollbrett, Klimmzugstange für den Türrahmen etc.

Bewegung ist so wichtig für die Gesunderhaltung! In diesem Alter werden wirklich die Grundsteine in diesem Bereich gelegt. Da du schon den Eindruck hast, dass dein Kind sich zu wenig bewegt, würde ich auf jeden Fall Anreize schaffen und motivieren.