Ab wann in die Kita?

Hallo liebe Eltern,

in welchem Alter ist euer Kind in die Kita gekommen? Und wieviele Stunden wird/wurde es dort betreut?

Unsere Kleine soll demnächst in die Kita kommen und wird dann 13 Monate alt sein. Sie wird von 9 - 15:30 Uhr bereut werden. Ich hatte immer das Gefühl dass das die richtige Entscheidung ist und dass die Kleine bereit dafür ist. Kürzlich habe ich zufällig eine alte Bekannte getroffen und die war total entsetzt als ich ihr beiläufig davon erzählt habe. Unsere Kleine wäre viel zu jung um schon fremdbetreut zu werden und außerdem wäre sie viel zu lange in der Kita und sollte am Anfang spätestens mittags wieder abgeholt werden. Jetzt bin ich echt verunsichert. Diese Bekannte ist Lehrerin und selber Mutter und versteht daher durchaus etwas von Pädagogik. Ich weiß dass das ein sehr emotionales Thema ist. Trotzdem hoffe ich hier auf ein paar neutrale Meinung und Erfahrungsberichte.

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Unser Kind ist noch nicht geboren, aber es wird mit 3 oder 4 in den Kindergarten kommen und dann nur den Vormittag, wie mein Mann und ich auch.
Wir haben uns dafür entschieden, weil wir es rückblickend einfach schön finden, dass wir so lange bei unseren Eltern waren und bei den kleinen Geschwistern meines Mannes auch noch mitbekommen haben, wie sie zu so lange zu Hause waren. Die Zeit mit den Eltern und mit den Geschwistern ...
So nach dem Motto: Never change a winning system😁

Ich habe aber auch mal etwas gelesen, dass zu viel Fremdbetreuung bei Kindern unter drei Jahren (ich glaub, es waren 10 Stunden pro Woche, aber ich schwör nicht drauf) schädlich ist und sehr stressig für die Kinder, auch wenn man es ihnen nicht anmerkt.
In dem Artikel standen noch ein paar andere Dinge, die uns bestätigt haben, lieber länger zu warten.

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Kind 1 mit 15 Monaten 45 h Woche Kita

Kind 2 mit 16 Monaten von 7.30-15 Uhr tagesvater. Mit 3 Jahren dann in Kita 35h Woche.

Kind 3 mit 11,5 Monaten von 8-14 Uhr Tagesmutter. Mit 2 Jahren in die Kita 35 h Woche.


Alle ganz normal entwickelt.

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Unsere Maus kam mit 11 Monaten in die Kita, aber den ersten Monaten nur ein paar Stunden am Tag. Mit 12 Monaten dann für 5h/Tag.

Im Nachhinein war es vielleicht etwas zu früh für sie, weil sie wahnsinnig unsicher und verschlossen war. Das war aber auch in der Krabbelgruppe so wenn ich dabei war. Zum Glück sind die Tageseltern sehr darauf eingegangen und haben sich so gut es ging nach ihr gerichtet, um ihr ihren Freiraum zu geben.
Aber, seit sie im Juni wieder hingehen konnte hat sie sich so toll entwickelt. Sie ist jetzt total offen geworden, geht auf alle neuen Kinder zu und auch auf deren Eltern, spielt mit allen, hat ganz tolle Sozialkompetenzen entwickelt (gerade auch den ganz kleinen gegenüber), liebt es dort und ist einfach sehr ausgeglichen.
Ich finde Kitas auch für U3 Kinder wichtig. Ab wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, variiert von Kind zu Kind. Aber diese Diskussion, dass Kinder erst ab 3 fremdbetreut werden sollten, gibt es in diesem Ausmaß auch irgendwie nur unter deutschen Müttern. In anderen Länder ist das seit Jahrzehnten normal und ganz ehrlich, warum sollten nur wir in Deutschland in diesem Punkt recht haben? Das empfinde ich als ziemlich anmaßend.

Meine Stiefsöhne leben im europäischen Ausland und sind mit 4 und 6 Monaten zur Tagesmutter gekommen. Beide haben dadurch keine Probleme gehabt.

Früher wurden die Kinder halt von der ledigen Tante, Nachbarin oder wem auch immer versorgt, während die Mütter arbeiten waren. Jetzt sind es ausgebildete Fachkräfte. Ob das schlechter ist wage ich zu bezweifeln. Wichtig ist doch nur, dass das Kind eine gute Bedingung aufbauen kann und sich dort wohlfühlt. Und dass die Eltern Vertrauen in die Betreuer haben.

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Ich lebe auch im europäischen Ausland und hier ist es auch nicht ungewöhnlich wenn Kinder bereits mit 4 oder 6 Monaten den ganzen Tag fremdbetreut werden. Mir persönlich wäre das zu früh, aber ich glaube nicht, dass es einem Baby schadet, natürlich vorausgesetzt dass die Qualität der Betreuung stimmt.

Ich persönlich gebe mein Kind lieber zu einer ausgebildeten Fachkraft als zu irgendwem, der gerade Zeit hat.

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Hallo hier in Frankreich sind 3 jaehrige Kinder schulpflichtig. Meine Tochter sowie meine Schwiegertochter haben die Kinder mit 3 Monaten in die Krippe gebracht, da Beide wieder arbeiten mussten. Die Kleinen sind jetzt 4 und 5 und sind ganz ausgeglichen. Also machen Sie sich keine Sorgen. Gruss

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Hallo :)
Mein erster Sohn mit ca. 2 Jahren, weil ich die Schule fertig machen wollte.
Mein zweiter Sohn mit 2,5 Jahren, weil ich arbeiten musste.
Meine Tochter wird nun 3 und geht voraussichtlich im September mit 3,5 Jahren in den Kindergarten.
Für mich war immer klar, solang ich zu Hause bin, bleiben auch meine Kinder zu Hause :)
Alle 3 sind ganz normal entwickelt, die Jüngste mit ihren 3 Jahren ist sogar manchen Kindern ein wenig voraus, obwohl sie nicht fremdbetreut wird.
Das muss wirklich jeder selbst entscheiden und kommt auch sehr auf das Kind an 🙂
Wenn sich deine Kleine dort wohl fühlt und ihr alle davon profitiert - warum nicht? 🙂

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Mein Kind kommt mit 3 Jahren und ca 3 Monaten in die Kita. Ich hätte vom Gefühl her auch noch ein bisschen länger zu Hause betreut, aber das Kindergartenjahr startet dann.
Eine frühe Fremdbetreuung kam für meinen Mann und mich nie in Frage.

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Achja und die Betreuungszeit beträgt 4h pro Tag.

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Hallo,
habt ihr denn eine Wahl oder musst du wieder arbeiten, aus finanziellen oder anderen Gründen? Wenn ihr es sowieso nicht ändern könnt/wollt, ist es ja nun mal einfach so und dann wird es auch schon werden! Ihr habt ja anscheinend eine Einrichtung ausgesucht, bei der ihr ein gutes Gefühl habt! 🙂 Ich bin nach 18 Monaten wieder arbeiten gegangen, 4 Tage pro Woche war er da bei einer Tagesmutter, ca. 24Std pro Woche. Wenn es bei uns anders gegangen wäre, hätte ich es schöner gefunden ihn erst mit 2 und auch kürzer pro Tag „fremdbetreuen“ zu lassen. War aber leider nicht möglich... nach 1 Jahr konnte ich die Wochenstd reduzieren auf der Arbeit und das passte für uns dann besser.
Viele Grüße

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Ja, wir haben eine Wahl und uns bewusst für die Kita entschieden. Ursprünglich hatte ich 2 Jahre Elternzeit beantragt. In den letzten Wochen haben mir gemerkt, dass unsere Kleine ein sehr aktives, neugieriges und offenes Kind ist. Daher denken wir, dass es ihr gut tun wird täglich Kontakt mit anderen Kindern zu haben und "bespaßt" zu werden. Außerdem fällt mir hier echt die Decke auf den Kopf und ich möchte wieder arbeiten. Meine Arbeit hat mir immer Spaß gemacht und ich vermisse es auch mal etwas ohne meine Kleine machen zu können. Wir haben keine Verwandten, die uns helfen können und deswegen ist meine Tochter momentan wirklich 7 Tage die Woche 24 Stunden am Tag bei mir.

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Das ist eine gute Frage, mit der ich mich auch gerade beschäftige.

Habe das Angebot, meine Tochter mit 12 Monaten für 2 Tage die Woche vormittags (9 - 12 Uhr) in die Kita zu geben, über den Geschwisterbonus. Im Jahr drauf würde der Geschwisterbonus wohl nicht mehr unbedingt ziehen, weil die Große dann aus dem Hort raus ist.
Mein erstes Gefühl war, klingt doch gut. Für sie bißchen Abwechslung, für mich 2h, in denen ich entspannt was anderes erledigen kann.

Reaktion dann je nachdem, ähnlich wie bei Dir. Meine Schwester (hat ein Kind mit 9 Monate) fand es toll, würde sie sofort machen. Meine Freundin (3 Kinder, ist die total begeisterte Mutti) war entsetzt. Viel zu stressig, besser den Tag entspannt mit Kind daheim sein. Meine Cousine hat ihren Sohn gerade mit 12 Monaten in die Krippe. Sie findet es gut und meinte auch, sie wüßte gar nicht, wie sie das Kind den ganzen Tag alleine spannend beschäftigen soll.

Inzwischen denke ich auch wieder, gerade wenn die Alternative ist, daß das Kind alleine mit Mama oder Papa zu Hause sitzt, keine anderen Kinder drumrum, dann finde ich das gut. 12 Monate ist zwar jung, ja, aber mit liebevoller Betreuung, einer guten Eingewöhnung, und einer positiven Grundeinstellung wird das passen.
Freundinnen meiner Großen kamen mit 12 Monaten in die Krippe, 8 - 16 Uhr. Die sind ganz normal entwickelt (jetzt 10 Jahre).

Ich würde halt gucken, daß man dem Kind danach entsprechend viel Nähe geben kann. Meine Große kam mit 22 Monaten in die Krippe, sie fand es toll, hat danach aber auch viel quality time mit mir gehabt. Nachts hat sie bei mir geschlafen.

Ich hab mal den Vergleich eines Speichers gelesen, der mit Nähe und Vertrauen gefüllt wird. Wenn der immer wieder schön aufgefüllt wird, dann kann das Kind auch davon zehren und kommt gut klar.

Liebe Grüße,
Cahdi

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Ich würde dieses Angebot annehmen. Es ist doch auch wichtig mal etwas für sich zu machen, sei es ein Hobby, Sport oder mal zum Frisör gehen und manchmal muss man ja auch Sachen erledigen, die mit Kind einfach schwierig sind.

Auf die Quality Time werde ich achten. Die Kleine schläft auch bei mir im Bett und das wollen wir auch erstmal so beibehalten.

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Solche Menschen wird es immer geben. Und ja, ich kenne auch ein Kind (genau eines), was mit einem Jahr in die Kita ging, wo ich (nie laut) gedacht habe, dass ein Jahr länger Mama, Papa, Oma, Opa nicht geschadet hätte. Es ist sowohl eine Charakterfrage als auch eine Frage der Einrichtung. Aber meistens haben die Eltern dafür ein deutlich besseres Gespür als irgendwelche dahergelaufenen Pädagogen (da gehöre ich übrigens auch dazu - und auch unter meinen Kollegen gibt es mega viele unterschiedliche Einstellungen und Lebensweisen. Da kann man nichts verallgemeinern.

Ich würde bei solchen Fragen aber nie auf die "ältere Generation" 40+ hören, weil sich bei Kitas (hier im Westen) einfach unheimlich was getan hat in den letzten 15-20 Jahren und die Kitas heute nichts mehr mit Kitas von 2005 zu tun haben.

Wenn ihr euch gut damit fühlt, dann ist es richtig!

Unser Sohn kam mit 18 Monaten für 3 Stunden täglich in die Kita, aber nur von September bis Oktober (und da war die Eingewöhnungszeit jetzt schon inkludiert), dann war er lange krank und nach 3 Tagen im März wurde dann die Kita geschlossen.
Seit er 2,5 ist geht er meistens von 7:30-14:30, wurde häufiger vom Opa abgeholt. Wir haben beide ab Tag 5 nach der Geburt wieder Vollzeit gearbeitet, er war in der Zeit bei den Großeltern.

Ihm hätte es definitiv nicht geschadet, wenn er mit 14,15 Monaten in seine jetzige Gruppe gekommen wäre. Die Umstände waren halt anders und geschadet hat der "späte" Kitastart auch nicht, aber aber besser für seine Entwicklung war der gezwungene späte Start auch nicht.

Diese Grundsatzdiskussion über veralteten Methoden würde ich übrigens nicht führen, es ist gut genug nachgewiesen, dass frühe Betreuung eigentlich immer besser ist als wenn die Mutter zuhause hockt, eine hochwertige Kita vorausgesetzt.

Ich bin übrigens 4 Wochen nach meiner Geburt bei eines Tagesmutter Vollzeit betreut worden. Ich liebe meine ehemalige Tagesmutter und ihren Mann wie meine eigenen Großeltern und obwohl wir 2h entfernt wohnen, besuchen wir sie regelmäßig und auch mein Sohn hat eine ganz tolle Bindung zu ihnen. Diese Möglichkeit, zu anderen Menschen als Mama und Papa eine enge Bindung aufzubauen (klar, im Kiga seltener als bei einer Tagesmutter, aber trotzdem) würde ich meinem Kind auch in jungen Jahren nicht vorenthalten wollen.