Tageskind doch absagen?

Hallo ihr lieben.

Ich bin seit anfang März Tagesmutter und hätte seit gestern mein erstes Tageskind fix. Die Eingewöhnung ging ganz gut, er ist erst 5 Monate alt und schläft noch viel. Nun habe ich das Gefühl er fühlt sich nicht wohl und auch ich fühle mich der Situation nicht gewachsen. Ich habe selbst eine Tochter im Alter von 14 Monaten und sie fordert mich sehr viel. Sie weint immer wenn er kommt und will nicht das ich ihn halte bzw. Weint dann auch wieder. Nun weiss ich nicht wie ich der Mama sagen soll das es vlt. Doch nicht passt und sie besser eine andere Tagesmutter suchen soll. Wie könnte ich es ihr schonend beibringen. Es tut mir so so so leid aber ich glaube das wird nichts 😐habt ihr tipps?

DANKE SCHONMAL 💕

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Gibt's für sowas keine Verträge, die einzuhalten sind!?

Unfassbar, wie kann man bitte als Tagesmutter nach 1 Tag hinwerfen! Sowas überlegt man sich doch vorher 😠

Ich sehe ja mal schwarz, wenn du Kind Nr. 2 bekommst. Gibst du das zur Adoption frei, nur weil deine große Tochter Einwände hat?

Sorry, aber wenn ich die betroffene Mama wäre, würde ich dir eine Bewertung bei Google reindrücken, dass du nie wieder als TaMu arbeiten würdest.

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Auch ich habe keine Tipps für dich.
Ich als betreffende Mama wäre richtig sauer, denn sie verlässt sich auf dich und muss ja wahrscheinlich auch (bald) wieder arbeiten.
Daher würde ich an ihrer Stelle mich auch schlau machen was man rechtlich machen kann, denn höchstwahrscheinlich wird sie ja so kurzfristig keine andere Betreuung finden und selbst wenn bedarf es einer neuen Eingewöhnung, die Zeit kostet.

Man sollte sich vorher überlegen, ob man es schafft oder nicht und dann muss das eigene Kind auch lernen damit umzugehen. Dass dies nicht innerhalb eines Tages geht, sollte jedem klar sein.
Da das Problem nicht im Verhalten des zu betreuenden Kindes liegt, finde ich dein Vorhaben der anderen Mama gegenüber nicht gerade fair. Aber an ihrer Stelle würde ich mein Baby auch nicht zu jemandem bringen wollen, der es quasi als Belastung ansieht und gar nicht will. Von daher ist es für sie und ihr Kind vielleicht auch besser direkt zu wissen woran sie sind.
Wer weiß.
Ich drücke dir dennoch die Daumen, dass sie nicht zu enttäuscht ist.

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Sei einfach ehrlich.
Natürlich wird die Mama des Kindes alles andere als begeistert sein, aber es ist auch ihr fairer ggü., wenn du ganz ehrlich sagst, dass das für dich nicht ganz passt!
Denn wie meine Vorschreiberin schon sagt: als Mama möchte man sein Baby ja gut untergebracht wissen und nicht, dass es als Belastung angesehen wird.

...wenn man ehrlich sagt, wo das Problem liegt, wird einem meistens netter begegnet, als wenn man sich eine schicke Ausrede zurecht legt.

Es ist außerdem menschlich, dass man nicht immer alles vorher weiß - auch wenn du es natürlich hättest kommen sehen müssen, aber als Mama eines Kleinkindes ist man natürlich auch nochmal ganz anders emotional involviert. Da hast du wohl wohl einfach dein Mamaherz nicht mit eingerechnet:)

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Menschlich ja, aber man hat da ja auch eine entsprechende Fortbildung/Ausbildung gemacht. Vermutlich auch mit dem Ziel irgendwann die volle Anzahl an möglichen Tageskindern zu betreuen. Da wird man doch hoffentlich auf die Belastung und organisatorischen Herausforderungen vorbereitet oder wie naiv stellt man sich das dann vor?!

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Es gibt leider viele die denken das ist leicht verdientes Geld.

Wobei ihr würde das Jugendamt sofort die Erlaubnis zurückziehen wenn man nach einem Tag sagt ich bin der Aufgabe nicht gewachsen.

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Hui, also wenn ich die betroffene Mutter wäre, wäre ich echt stinksauer.
Man gibt nicht ohne Not sein 5 Monate altes Baby ab, also wird sie wohl auf die Betreuung angewiesen sein, weil sie arbeiten muss. Es ist wahnsinnig schwer, eine Tagesmutter kurzfristig zu finden, jedenfalls bei uns in der Gegend.

Ich als Mutter würde allerdings mein Kind auch nicht irgendwo abgeben wollen, wo es nicht willkommen ist, von daher wäre ich dafür mit offenen Karten zu spielen, aber das Kind solange zu betreuen, bis die Mutter was neues hat, bzw. eine andere Betreuungsmöglichkeit gefunden hat.

Dass deine Tochter eifersüchtig reagiert und dich viel braucht, war abzusehen, das ist normal in dem Alter. Ich denke allerdings, dass sie sich mit der Zeit daran gewöhnen würde, aber das musst du für dich wissen.

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Hallo.

Puh. Ich versuche, es möglichst wohlwollend zu formulieren. Es macht den Eindruck, dass du sehr blauäugig an deine Aufgabe heran gegangen bist. Kläre doch zunächst für dich, ob du schon absagen willst (dann greifen wirklich die Verträge! Und ansonsten natürlich möglichst zeitnah, persönlich und mit ehrlicher Begründung, ggf weißt du um einen freien Platz bei einer Kollegin) oder es nochmals versuchen möchtest. Die Eingewöhnung lief doch gut. Es ist dein Beruf, da ist nicht immer alles eitel Sonnenschein. Du hast dich für einen Beruf entschieden, den dein Kind hautnah miterlebt.
Professionell wäre aus meiner Sicht, mit den Verlust- und Konkurrenz-Gefühlen deines Kindes umzugehen, nicht den Auslöser zu entfernen. Dein Kind nabelt sich ab, vergewissert sich aber gleichzeitig, dass du für es da bist. Der Vergleich mit einem Geschwisterkind passt recht gut. Gab es keine Schulung, was man in so einem Fall tun kann? Hast du Begleitung vom Jugendamt, einen Ansprechpartner bei Problemen? Wie sieht die andere Mutter die Situation?

Hat die andere Mutter noch Zeit für eine längere Eingewöhnung? Wieder stundenweise, positive Zeit für beide Kinder. Also Treffen, wenn beide wach/satt/zufrieden sind. Dann würde ich tolle Dinge unternehmen, die deinem Kind gefallen (Tiere gucken auf dem Bauernhof, Spielplatz, Steine in den Fluss werfen etc. Ich weiß nicht, was deinem Kind gerade gefällt).

Alles Gute.
mavikelebek

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Ist das Kind jetzt erst ein paar Tage da oder ging die Eingewöhnung schon länger?

Es ist doch klar, dass das für alle eine Umstellung wird. Wie hast du es dir denn vorgestellt? Wenn du außer Haus arbeiten würdest, dann wäre deine Tochter ja stattdessen in der Fremdbetreuung?!

Also als Mutter wäre ich extrem sauer, wenn du nach so kurzer Zeit hin wirfst. Sie will/muss ja vermutlich wieder arbeiten gehen? Und glaubst du, dass du dann später noch Anfragen bekommst, wenn sich das rumspricht?

Ich würde jetzt auf jeden Fall mal ein paar Monate durchziehen!

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Es ist schade dass Sie solche heftigen Kommentare bekommen, ich finde es gut dass Sie zugeben sich überschätzt zu haben, dass passiert uns allen, so würde ich es auch der Mutter mitteilen.

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Sicher kann das allen passieren, aber letztendlich kann es auch nicht die Lösung sein.
Es bleibt nur komplett sich etwas anderes zu suchen, da beim nächsten Kind genau das gleiche Spiel von vorne losgehen kann oder man gibt das eigene Kind auch in eine Fremdbetreuung. Im ersten Fall hat man dann halt Zeit und Geld umsonst investiert.

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In erster Linie würde ich erstmal mit dem zuständigen Jugendamt reden. Oder vielleicht gibt es ein Netzwerk mit anderen Tagesmüttern. Die Situation ist sicher nicht glücklich, aber direkt aufgeben?
Ich denke über den Austausch findet man bestimmt Wege die man erstmal versuchen kann.

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Auch deine Tochter muss sich erst an die neue Situation gewöhnen. Eingewöhnung in 1 oder 2 Tagen ist kaum möglich. Gerade bei kleinen Kindern dauert das doch ein paar Tage oder Wochen.
In 3 / 4 Wochen denkst du vermutlich, oh man wie konnte ich am Anfang nur so denken.