Erst mit 3,5 Jahren Kiga bzw. Kontakt zu Gleichaltrigen?

Hallo Zusammen #winke

mein Anliegen ist nicht direkt lösbar, aber ich ich muss es mir jetzt einfach mal von der Seele schreiben.

Mein Sohn wird im Juni 3 Jahre alt und geht seit September letzten Jahres in die Krippe - zumindest theoretisch - wegen der Corona bedingten Schließungen hatte ich ihn bisher trotzdem fast mehr zuhause als dort #augen. Wenn er gehen kann, geht er allerdings gerne.

So, nun muss er ja zum nächsten Kita-Jahr die Einrichtung verlassen, weil zu alt und hätte eigentlich auch einen Kiga Platz. Allerdings handelt es sich dabei um einen kompletten Neubau, bei dem sich nun leider der Baufortschritt verzögert. Statt diesen Herbst kann der Betrieb wohl erst im Januar 2022 aufgenommen werden... #schock Wenn die Zahlen also so bescheiden bleiben wie aktuell und die Einrichtungen im Notbetrieb (wohnen in Bayern), wird mein Kleiner evtl. ein Dreiviertel Jahr weder Krippe noch Kiga besuchen können. Da wegen Corona auch sonst nichts stattfindet (Spielgruppen, Kinderturnen) und wir keine Freunde mit Kindern in seinem Alter haben, mache ich mir echt Gedanken um seine soziale Entwicklung :-(. Er ist Einzelkind und bleibt dann nahezu isoliert von Gleichaltrigen bis er 3,5 ist. Klar, treffen wir auf dem Spielplatz andere Kinder, aber da ist das ja im Moment mit dem Kontakt auch nicht so einfach und ich finde es nicht vergleichbar mit einer Kiga Gruppe. Ich habe echt Angst, dass er später Schwierigkeiten hat mit anderen Kindern klarzukommen, zu spielen, sich in eine Gruppe einzufinden etc. oder sich nicht altersgerecht entwickeln kann, wenn er so lange immer nur Mama zum Spielen hat...

Leider kann er wahrscheinlich auch nicht zwischenzeitlich in einen anderen Kiga, da die Plätze alle vergeben sind. Es macht mich richtig traurig, wenn ich daran denke, dass er so lange allein bleiben muss. Er selbst scheint zwar (noch) nichts zu vermissen, weil er es kaum anders kennt, aber ich habe eben auch gesehen, wie er in der Krippe aufgeblüht ist. Eine wirklich unglückliche Situation 😢.

Kann mir vielleicht jemand Mut machen, dass ich mir da zu viele Gedanken mache?

Vielen Dank an jeden, der bis hierhin gelesen hat! #danke

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Mein Kind kommt bewusst erst mit ü3 in den Kindergarten. Natürlich ist es momentan blöd mit corona, da alle Kurse etc ausfallen.
Wir haben allerdings eine feste Spielpartnerin.
Mein Kind ist sehr offen in Bezug auf andere Kinder. Ich denke das ist eher eine Charaktersache.

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Ich weiß nicht, wie das in Bayern geregelt ist. Bei uns bleiben die Kinder so lange in der Krippe bis ein Kindergartenplatz frei ist, also auch wenn sie schon Ü3 sind. Ihr habt ja ab 3 Jahren einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz und wenn der im Kindergarten noch nicht fertig ist (Zusage habt ihr ja wohl schon), dann halt weiter in der Krippe. Da würde ich auf jeden Fall mal nachfragen. Evtl auch beim Jugendamt.

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Hallo,

ich kann deine Sorgen nachvollziehen. Kontakt zu anderen Kindern ist mir auch sehr wichtig für meine Kinder.
Habt ihr eine schriftliche Zusage für den Kindergartenplatz? Dann ist es ja nicht "euer Verschulden", dass sich der Bau verzögert! Daher würde ich beim Träger/der Gemeinde/Jugendamt (ich weiß nicht, wer in Bayern zuständig ist) nachfragen, wie/wo nun die Betreuung stattfinden wird (weiterhin in der Krippe? Ausweichquartier für den zukünftigen KiGa? Ich würde auf ein Angebot bestehen! Stichwort Rechtsanspruch...).

Damit wäre schon Mal der Normalfall abgedeckt. Hättest du Anspruch auf Notbetreuung? Sollte wirklich wegen Corona weiterhin länger geschlossen sein und keine Notbetreuung für euch möglich sein, würde ich mich privat um regelkonformen Kontakt kümmern. Sprich andere Eltern auf dem Spielplatz an. Schaut, ob sich die Kids gut verstehen, dann könnt ihr euch zB zwei Mal die Woche für drei Stunden dort treffen. Ersetzt keinen KiGa, aber immerhin etwas Austausch. Oder vielleicht auch Kinder aus seiner Krippengruppe/aus dem zukünftigen KiGa?

Alles Gute.
mavikelebek

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Unsere Kinder kommen/kamen alle erst über 3 in den Kiga. Noch vor wenigen Jahren war das in Westdeutschland völlig normal.
Ich bin quasi als Einzelkind aufgewachsen – deutlich älterer Halbbruder, den ich alle paar Wochenenden und in den Schulferien gesehen habe. Ich kam mit 4 in den Kiga, wie es damals üblich war, und habe keinen Schaden davongetragen😊

Wenn er auf dem Spielplatz o. ä. trotzdem immerhin etwas Kontakt zu Gleichaltrigen bekommt, ist das in Ordnung. Du kannst auch gucken, ob du dich mit anderen Eltern (Freunde, Kollegen, Social Media) zusammentust, und die Kinder Zeit zusammen verbringen können.