Waldkindergarten oder normaler Kindergarten?

Hallo ihr Lieben,

was haltet ihr vom waldkindergarten?
Würdet ihr euer Kind lieber in einen normalen Kindergarten schicken? Bitte teilt mir eure Erfahrungen und Meinungen mit. Bei uns in der Nähe entsteht ein waldkindergarten. Wir sind sehr viel und gerne in der Natur. Wir sind dennoch unentschlossen da wir nicht wissen ob die Kinder auch im waldkindergarten genügend auf die Schulzeit vorbereitet werden.
Freue mich auf eure Antworten.

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Bei uns gibt es nicht viele Waldkindergärten aber in den hier in der "Nähe" würde ich meine Kinder auch nicht lassen.
Das Konzept an sich ist schön, aber es Bedarf dann doch mehr als einen Bauwagen, eine Pläne und ein Stückchen Wald, um mich zu überzeugen. Bei diese. Hat übrigens auch eine Bekannte von mir einen Job abgesagt und hat lieber weitergesucht. Sie ist nun etwas weiter weg in einem super Waldkindergarten angestellt.
Bei uns ist der Bauwagen des Kindergartens auf einem Schotterplatz, neben Müllcontainern, der Platz hat ganz fadenscheinigen einen völlig durchlöscherten Maschendraht ums Gelände. Das Tor steht immer offen und es ist vom Wanderwege auch komplett einsehbar. Direkt daneben ein großer frei zugänglicher Parkplatz vom Wildpark.

Unser jetztiger Kindergarten liegt näher, hat schöne Räumlichkeiten, die Kinder sind in Gruppen, dürfen aber viel im Flur toben, es gibt ein großes gepflegtes Außengelände, das regelmäßig genutzt wird und zusätzlich machen die Gruppen öfters Ausflüge zum Spielplatz, zum Wald.

Wir haben selber viel Wald vor der Türe. Mittags können wir also immer noch ganz viel in den Wald, wenn wir es möchten.

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Ein Waldkindergarten steht und fällt mit den Leuten die ihn betreiben. Wenn du jemanden hast der das lebt und der da wirklich hinter steht, dann ist das ein wirklich schönes Konzept.

Hast du jemanden der das nur macht damit er einen Job hat und kann sich damit eigentlich gar nicht identifizieren, bzw steckt nicht sein ganzes Herzblut da rein, kann man es glaube ich vergessen.

Ich denke da immer ein bisschen an mich... Ich bin auch erzieren in einer Regel Krippengruppe. Ich liebe meinen Job und kann mir wirklich nichts anderes vorstellen. Ich stecke viel Herzblut in meiner Arbeit und die Angebote und Projekte die ich mit meinen Kindern in meiner Gruppe mache. Und jetzt kommt das große ABER... Ich bin wahnsinnig gerne im Wald, aber ich würde niemals dieses Herzblut in einem Waldkindergarten aufbringen. Schon allein die Tatsache, dass ich da hin muss wenn es ausströmen regnet würde mir den Tag versauen...😅
Anderen macht das vielleicht nichts aus und wir lieben diesen Job...🙈

Grundsätzlich gefällt mir das Konzept des Waldkindergartens, unser Sohn geht trotzdem in einen normalen. Ich finde einen Waldkindergarten eigentlich nur bei Kindern wirklich sinnvoll die sowieso nicht viel draußen sind, oder in einer Großstadt leben ohne direkte Anbindung an Waldfläche.

Wir sind viel draußen, leben direkt neben einem Wald und der ist im Grunde unser zweites zu Hause. da muss er nicht noch vormittags im Wald rum kriechen...🙈

Schlussendlich müsst ihr das aber selber entscheiden. Ich würde es vielleicht auch ein bisschen von dem Betreuungsangebot und oder den Zeiten abhängig machen. Hier in der Gegend sind die Waldkindergärten oft nur drei oder vier Tage und oder nur am Vormittag, ohne Nachmittagsbetreuung... Das würde bei mir schon mal gar nicht reichen um die Betreuungszeit die ich brauche abzudecken.

Liebe Grüße

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Hallo,
Bei uns war es auch ein hin-und her überlegen :-)
Haben uns letztendlich dafür entschieden. Für mich persönlich! die Vorteile:
- viel Bewegung!!
- lernen mehr die Wertschätzung von Umwelt und Pflanzen/Tiere...
- lernen viel auch über Wetter usw.
- haben so viel Spaß draußen! (Ich glaube das Wetter stört die Erwachsenen eh oft mehr als die Kinder :-) )

Wir sind aber noch nicht lange dabei, habe aber von anderen gehört dessen Kind im Waldkindergarten war und jetzt Klassenbester ist..

Aber ja, es hängt sicher viel von dem Ort ab, auch ob sie nur einen Bauwagen haben oder ein richtiges Haus als Unterschlupf..und natürlich von den Erziehern!

Bei uns ist die betreuungszeit genau wie bei den „normalen“ Kindergärten.

Hat alles aber seine vor- und Nachteile :-)

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Welche notwendige Vorbereitung auf die Schule sollte denn im Waldkindergarten nicht möglich sein?

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Kommt vielleicht auch auf das Kind an. Meine Tochter liebt es draußen zu sein.
Aber sobald ihr Wind ins Gesicht peitscht, findet sie es doof.
Aber wir haben hier auch einen schönen normalen Kindergarten im Grünen. Sie gehen 1x wöchentlich auch in die nahegelegenen Wälder und Wiesen.

Und denke dran, dass du auch viel Geld in gute Outdoor-Kleidung stecken musst. Hat vielleicht auch nicht jeder auf dem Schirm

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Nur als Gedankenanstoß:
Wenn ihr eh viel draußen in der Natur seit stellt sich mir die Frage ob es für die Kindern nicht vielleicht auch mal "was anderes" sein könnte in einen normalen Kindergarten zu gehen.

Wir wohnen auf einem Bauernhof und sind viel draußen. Motte kann alles erkunden, rum rennen etc.
Wir haben uns daher gegen waldkindergarten entschieden. 1. Weil wir ihr diese Erfahrung täglich selber bieten können und 2. Weil es mit Sicherheit viele Kinder gibt, die von dem Platz im Wald mehr profitieren.
Unsere Maus ist sehr glücklich in ihrer normalen krippe.

Ansonsten wie schon vielfach gesagt, steht und fällt es mit der Betreuung vor Ort.

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Hey,
Mein Sohn geht in einen Waldkindergarten. Er geht sehr gerne hin und ich empfinde ihn da auch sehr gut aufgehoben.

Einige Punkte über die du vielleicht nachdenken solltest:
- eventuell kürzere Betreuungszeiten bei uns zb nur bis 13:30 Uhr
- höhere Ausgaben für Kleidung und Schuhe. Du brauchst zb 2 paar gute Winterjacken falls eine ganz nass wird und trocknen muss genauso 2 paar Schuhe, guter Rucksack etc
- sanitäre Anlagen, bei uns gibts nur ein Kompostklo
- es gibt natürlich viel weniger Spielzeug. Im Bauwagen gibt es zb Bastelmaterial, Bücher etc Aber halt nicht die Mengen wie im normalen Kindergarten.
- dein Kind sollte natürlich gern draußen sein, gern und viel laufen, keine Probleme mit Dreck haben

Man muss wirklich dahinter stehen auch als Eltern sonst ist diese Kindergartenform nichts. Ich würde meinen Sohn allerdings immer wieder in diesen Kindergarten geben 👍

Bei uns werden die Vorschulkinder 1-2 mal die Woche von der Gruppe getrennt und im Bauwagen auf die Schule vorbereitet.

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Waldkindergarten ist bestimmt ein interessantes Konzept, wobei es auch wie hier schon erwähnt Regelkitas in schöner Lage gibt. Mein Sohn geht in eine Regelkrippe und ist dort in der Integrativen Gruppe. Direkt am Wald gelegen. Bei schönem Wetter gehen Sie auch im Wald spazieren. Habe aber auch schon mitbekommen das es auch von den Erziehern abhängt. Es gibt in der Kita meines Sohnes auch zwei Kindergartengruppen, die eine ist überwiegend drin oder auf der Außenanlage und die andere Gruppe macht mehrmals die Woche lange Spaziergänge im Wald wenn es das Wetter erlaubt.
Unsere Heimatstadt grenzt an einen Wald. Wir gehen von unserer Wohnung immer nur ein paar Minuten und sind direkt im Wald. Also ich denke auch das Waldkindergärten eher für richtige Stadtkinder geeignet sind. Wo ein Garten oder der regelmäßige Zugang zu Grünanlagen fehlt.