19 Mon draußen nicht „zu bändigen“

Hallo zusammen,
möchte mal wissen, wie das bei euch so ist. Mein Sohn ist 19 Monate alt und eigentlich superlieb. Hört immer zu, hat wenige Ausraster und wirkt sehr ausgeglichen. Sobald wir allerdings draußen unterwegs sind und er nicht im Buggy oder angeschnallt auf seinem Dreirad sitzt, geht das „Gerenne“ los. Er hört nichts mehr, rennt von einer Gefahr zur nächsten, zB. schnell auf eine spitze Hecke zu (habe wegen den Augen Angst), vor Treppen hält er nicht an, in den Graben neben dem Feldweg, am Elektrozaun bei den Tieren macht er kein Halt... in unserem Garten gibts einen kleinen Hang, da rennt er so schnell runter und kann nicht bremsen. Augen/Ohren sind ok, is alles abgeklärt und wie gesagt - drinnen ist er nie so. Denke er ist einfach total überdreht und vielleicht auch überfordert... wenn man ihn ständig an die Hand nimmt, aufhält, etc. wirds nur noch schlimmer. Kann ihn keine Sekunde aus den Augen lassen. Wie ist das bei euren Kids (gewesen) in dem Alter?

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Meiner ist drinnen und draussen so und zwar seit er laufen kann (mit 12-13 Monaten) :)). Ich schaue, dass er nicht auf die Strasse rennt und nicht zu schlimm fallen kann, aber es gibt wöchentlich Schrammen. Allzu viel Angst sollte man den Kleinen nicht eintrichtern, finde ich (an so was wie Hecken habe ich nie gedacht, wenn es piekst, merkt er das schon selber). Sie müssen auch mal ihre Umgebung kennen und einschätzen lernen.

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Hallo, also zuerst einmal ist das normal das sie in dem Alter vor nichts halt machen. Sie haben noch kein gefahren Bewusstsein und wissen nicht, was gefährlich ist und was nicht. Das dauert auch noch😉 selbst wenn man es immer wieder sagt, müssen wir sie da noch vor schützen.

Den Hang hinunter zu laufen liebt meine Tochter auch🙈 sie ist 16 Monate 😉 ich erkläre es ihr und nehme sie aus der Situation raus und bring sie woanders hin.

Bei uns im Garten hilft sie oft mit, also ich geb ihr Schaufel und Gießkanne usw. in die hand und dann hat sie was zu tun.

Wenn wir spazieren gibt es vom ersten Tag an die Regel, an der Straße wird nur an der Hand gelaufen. Das gilt auch für Wege die mir nicht sicher erscheinen, wie zb mit Elektro Zaun usw😉 klappt bisher gut, wird aber sicher auch noch ne Phase kommen da probiert sie wieder aus 😉 wichtig, konsequent bleiben und wenn’s echt nicht hilft wieder heim gehen 🤷🏼‍♀️ Irgendwann verstehen sie es...

Aber es ist mühsam ich weiß 🙈🙈 viel Geduld! 😉😉

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Hallo, vielen Dank für die Antwort!
Konsequent bin ich... bei uns wird auch an der Hand gelaufen an der Straße, das macht selten Probleme, aber alle Felder ringsrum haben Weiden mit entsprechenden Zäunen und Gräben. Irgendwo muss ich ihn ja auch mal rennen lassen🤷🏼‍♀️ und je öfter ich ihn von hinten dann quasi aufhalte, je mehr geht er ran. Und unser Garten is echt super unsicher... überall hohe Steine wo er draufknallen könnte, Treppen, Hang, aber kann ja nicht alles absperren. Haben auch Schaukel, Sandkasten, Rutsche aber er geht dann lieber zu den „gefährlichen“ Bereichen. Bin am überlegen, ob wir das doch irgendwie abgezäunt kriegen, also einen sicheren Bereich erschaffen. Was dann aber wieder gegen „das Kind muss es ja lernen“ spricht. Ich merke es nur immer wieder, wenn wir Besuch haben (aktuell ja superselten, aber wenn dann im Garten), dessen Kinder spielen dann und sind sonst eher langsam unterwegs... klar die kennen die Umgebung ja auch nicht und das Interesse an anderen Spielsachen is immer größer.
Aber jetzt bin ich beruhigt, dass das in dem Alter noch „normal“ ist und ich mit Konsequenz, aufpassen und auch mal hinfallen lassen auf dem richtigen Weg bin.

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Dann geh mit ihm zu den "gefährlichen" Bereichen und lass ihn das erkunden. Er wird doch selber merken, wo er sein Gleichgewicht nicht halten kann etc. Steil abfalle de Böschungen habe ich auch mal runter rutschen lassen, sanft von mir gehalten. Das ist jetzt nicht mehr so interessant. Und jetzt verlangt er sogar mal selber die Hand , wenn er merkt, dass er es allein nicht gut hinkriegt.
Vielleicht einbisschen entspannen, oder mit Papa machen lassen? Männer sind meistens anders drauf bei solchen Sachen.

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Hallo,

das ist ganz normal. Alle Kinder die ich kenne sind so in dem Alter. Kinder in dem Alter können einfach noch keine Gefahren abschätze. Für sie ist alles ein Spiel.

Unsere Tochter hat mit 15/16 Monaten das Treppen rauf und runter gehen gelernt. Also runter rückwärts und rauf auf allen vieren. So geht sie auch heute noch meist die Treppe mit knapp 2. Nur wenn einer ihre Hand hält geht sie "normal" die Treppe runter.

Wir rennen auch hinter ihr her, wenn wir spazieren gehen. Aber wir haben von Beginn an Regeln aufgestellt und konsequent durchgesetzt. Sie darf selbst laufen, wenn sie auf "Stopp" nicht hört geht es in den Kinderwagen. Nach 4 Wochen täglichem spazieren gehen hatte sie es verstanden, wenn ich nicht höre darf ich nicht laufen, sondern muss in den Kinderwagen und werde angeschnallt.
Klar hört sich auch heute nicht immer, aber das ist normal das nenn sich Grenzen testen. Dann geht es an die Hand, klar schreit sie dann aber das ist dann egal. Ich erkläre ihr warum sie an die Hand muss und sitze es aus. Und ja wer nicht hören kann muss leider auch mal fühlen. Wenn es nicht zu gefährlich war, haben wir sie auch mal in den "Unfall" laufen lassen. Z.b. Sie läuft die Wiese schnell runter und untern war genug Platz, dann hat sie auch mal mit der Nase gebremst oder mein Klettern ist sie mal gefallen oder war mal pittschnass als sie meinte das Stopp vor der großen Pfütze zu ignorieren.

Ich denke, dass es draußen nichts mit Überforderung, sondern mit Entdeckergeist zu tun hat. Kinder wollen alles kennenlernen und das geht über alle Sinne. Alles muss angefasst und abgeleckt etc. werden. Zu Hause kennen sie ja jedes Staubkorn mit Namen, etwas überspitzt formuliert. Aber draußen gibt es tausende neue Dinge die sie kennen lernen wollen. Und wie ich oben schon schrieb, das Gefahrenbewusstsein entwickelt sich erst noch.

Üben mit deinem Kind das Treppen laufen, zeige wie man eine Treppe erkennt, über das Klettern. Erkläre das man Zäune, parkende Autos etc. nicht anfasst, denn es gehört einem nicht. Und wenn das Kind nicht hört reagiere immer gleich und das Kind wird es verstehen.

LG Morgain

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Klar so ist das eben :) er kann die Gefahren noch nicht einschätzen und dafür sind wir Eltern da 😁 wie soll er denn auch wissen das er sich verletzen kann 😊
Kenne kein Kind das in dem Alter hört meiner ist auch 19 Monate und genau so

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Herzlichen Glückwunsch zu einem normalen gesunden Kind. Da hilft nur eine gesunde Mischung aus Aufpassen wie ein Lux und sein Ding machen lassen. Gruß

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Muss gerade heftigst lachen 🤣🤣🤣Aufpassen wie ein Luchs! Besser hätte man es nicht schreiben können. So wahr! 🤣😎👍👍👍

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Also mein Kind ist haargenau so und ich finde ihn zwar auch sehr aktiv und wuselig, aber normal.

Meine Tochter war ganz anders. Viel ruhiger und hat nie Blödsinn gemacht.
Das ist wohl einfach eine Sache der Persönlichkeit :)

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Bei uns war es nicht so schlimm, aber mehr oder weniger haben das alle Kinder. Wenn es möglich ist, packe ihn in den Buggy, fahre mitten in den Wald oder sonst wohin, wo nicht viel passieren kann und lass ihn sich austoben.

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🤣 sorry wenn ich lache, aber meiner ist 12 Monate alt und drinnen und draussen so!!

Ich glaube das ist dee Charakter. Er ist eine wundernase. Meine Tochter war ganz anders. Die war sehr vorsichtig und immer eher in unserer Nähe. Ist noch heute so.

Irgendwann verstehen sie ja mehr bezüglich Gefahren. Immer und immer wieder erklären.

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Du hast ein ganz normales Kind 😉👍

Ich versuche immer noch zu fragen: wie gefährlich ist es gerade ...
1. Gefahr von Kratzern, Beulen etc = 1x warnen und sonst machen lassen
2. Ernsthafter gefahren = eingreifen

Kinder lernen nur durch eigene Erfahrungen!

Lass ihn in die Hecke laufen, er wird nicht rein laufen! Er wird ggf anfassen o.ä l und sich kratzen ... ja gehört dazu.
Hang im Garten, kommt natürlich d drauf an wie hoch und lang, aber lass ihn testen. Ggf mit leichter Absicherung. Aber gerade sowas müssen Kinder lernen, gehen auf schiefen Ebene usw.

Treppen erst üben, üben, üben ... und sonst konsequent sein, was stopp angeht.
Graben am Feldweg... na und, dann plumpen er halt rein und ist ggf nass. Du bist ja sofort da.

Weidezaun ... ja nicht so witzig, würde ich ihn auch versuchen von fern zu halten, aber ernsthaft gefährlich wäre es auch nicht.

Wir fahren damit ganz gut aktuell. Oft überlegt sie es sich im allerletzten Moment anders und hört doch. Tja und manchmal gibt's halt ne Beule, aber erstaunlich selten. Oft wundere ich mich, das sie vieles doch schon kann.

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Danke, genau so 😊🙏🏻