Krippe - ja oder nein?

Hallo,

ich habe folgendes „Problem“.

Wir haben zwei Kinder. Die Große ist 4 Jahre alt und geht in den Kindergarten (momentan auf Grund von Corona nicht bzw. startet sie diese Woche wieder mit 2 Tagen). Normalerweise 5 Tage/Woche je 5 Stunden.
Für den Kleinen haben wir einen Krippenplatz in der gleichen Einrichtung für Oktober 21, wenn er 2 Jahre als ist.
Wenn er 3 ist, würde er allerdings in einer anderen Einrichtung wechseln.

Jetzt die große Frage...kommt er mit 2 in die Krippe oder erst mit 3 in den Kindergarten?! Mir fällt die Entscheidung unglaublich schwer. Finanziell sieht es gut aus und ich müsste nicht arbeiten gehen. Ich habe nur Angst, wenn ich den Kleinen nicht in die Krippe gebe, dass er sich dann evtl. mit 2,5 Jahren zu Hause langweilt, weil seine Schwester im Kindergarten ist oder es jeden Tag Theater gibt, weil die Große gehen darf und er nicht oder auch umgekehrt - Die Große macht Theater, dass sie gehen muss und der Kleine nicht. Nachmittags ist Kontakt zu anderen Kindern natürlich gar kein Problem.

Vielleicht ist oder war hier jemand in der selben Situation und mag berichten, wie entschieden wurde?

Liebe Grüße

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Wir haben uns bewusst gegen eine U3 Betreuung entschieden, weil für uns die negativen Aspekte überwiegen.
Ich finde es schön, daß mein Kind (knapp 3) noch "Kind" sein kann und nicht den Stress in der Krippe hat. Wir sind viel unterwegs (Wälder, Tierparks, Bücherei, etc). Vormittags sind Ausflüge wirklich entspannt ohne den Andrang.
Was ich wichtig finde, ist aber der Kontakt zu anderen Kindern in dem Alter. Das solltest du mMn realisieren können.

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Das „Problem“ dabei ist ja, dass es eine große Schwester gibt. Sprich, Ausflüge werden wir vormittags eh nicht großartig ohne die Große machen, da sie ja bereits im Kindergarten ist.
Soziale Kontakte sind durch die Schwester und Nachbarskinder gegeben.
Ich möchte nur nicht, dass es einen Konflikt zwischen den Kindern gibt, weil der eine muss/ darf und der andere nicht. 🤨
Daher hatte ich ja auf Erfahrungen gehofft von Eltern mit zwei Kindern im ähnlichen Alter.

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In meinem Umfeld ist es normal, dass Kinder erst mit 3 in den Kiga gehen und bei keiner Familie macht das kleine Geschwisterchen Stress deswegen. Sie freuen sich darauf, dass sie auch gehen dürfen, wenn sie groß sind und fertig.

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Hey,
also unsere Situation ist nicht die gleiche..bzw. Ich wollte wieder Arbeiten gehen & mein kleiner ist mir gut anderthalb in die Kita gekommen.
Als Fazit kann ich sagen: Es war die beste Entscheidung, er hat so viel Spaß in der Kita, er lernt unglaublich viel..gefühlt kommt er zurzeit (wird Ende Juni 2 Jahre) fast jeden Tag mit einem neuen Wort aus der Kita..er fängt an sich selbst anzuziehen, schläft Mittags ohne Schlafsack und Schnuller (zu Hause besteht er drauf) und und und..
Ich wüsste ganz ehrlich nicht ob ich ihm so viel geben könnte & wie gesagt, es macht ihm Riesen Spaß. :)

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Hallo ich kann mich jen12 nur anschließen. Mein Sohn kam letztes Jahr im August mit 17 Monaten in die Krippe, er ist in einer Integrativen Gruppe. Ich kann auch nur sagen wie sehr davon profitiert. Er geht inzwischen so gerne in die Krippe und geht seit kurzem auch in Kontakt mit anderen Kinder. Er hat seitdem sovielec Fortschritte gemacht. Nicht nur motorisch sondern auch sprachlich. Er lernt richtig gut von den anderen Kindern. Das hätten wir zu Hause gar nicht leisten können.

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Vor etwa 1,5 Jahren saß ich sichtbar schwanger im Wartezimmer vom Zahnarzt und kam mit einer Frau ins Gespräch, die ein Baby dabei hatte, vllt. 6 Monate alt.
Sie hat mir auch diese Palette gegeben, von wegen "nie wieder offene Haare", "diese Kleidung nicht mit Baby", "keine Zeit zum Putzen und Duschen".

Ich habe ihr von unseren anderen 6 Kindern erzählt. Sie hat dann etwas bedäppert aus der Wäsche geschaut. 😅

Ja, man muss sich in einigen Dingen einschränken und umorganisieren, aber so schlimm ist es nicht. Und man gewinnt an anderer Stelle unfassbar viel dazu.

Mittlerweile sind Nr. 8 und 9 unterwegs. 😊

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Sorry, falscher Thread😅

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Zum eigentlichen Thema:
Wir haben uns bewusst entschieden, unsere Kinder nicht unter 3 in die Betreuung zu geben.
Der Wunsch, in den Kiga zu gehen, kam auch nicht früher, obwohl sie das Vorbild der älteren Geschwister hatten.
Unsere Nr. 6 wird bald 3. Er zeigt noch kein großes Interesse am Kiga.
Wir kriegen ihn (und die anderen) auch zu Hause gut beschäftigt. 😊

Dass es mal Theater gab, dass das eine Kind zu Hause bleiben wollte, oder das andere auch in den Kiga gehen, waren absolute Ausnahmen und ich glaube, die kommen so oder so. 🤷‍♀‍

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Ich hatte auch enorme Bedenken meine Tochter in die Krippe zu geben (Stress für sie, sie muss sich direkt anpassen usw.) und tendierte eigentlich dazu, sie lieber erst mit 3 und dann direkt in den Kindergarten gehen zu lassen. Dann habe ich allerdings erfahren, dass nur Kinder in den Kindergarten dürfen, die spätestens im September 3 werden - und das ist in wirklich jeder Kita hier so (selbst in den privaten!). Da meine Tochter allerdings erst Ende November 3 wird, dürfte sie erst mit fast 4 Jahren in den Kindergarten gehen!

Somit wurde sie mit fast 2 in die Krippe eingewöhnt und ich kann ehrlich sagen: es war die beste Entscheidung! Sie geht wahnsinnig gerne hin, lernt total viel, sie machen auch mal Ausflüge und das Allerwichtigste: sie ist mit etwa gleichaltrigen Kindern zusammen und lernt wie man sich in der Gruppe verhält, sich behauptet etc.! Natürlich gehe ich oft mit ihr raus und wir sind ständig auf Spielplätzen, aber meine Tochter braucht immer eine gewisse Zeit um aufzutauen und demnach bleibt sie auf Spielplätzen noch immer oft auf Abstand zu den Kindern und beobachtet sie lieber ausgiebig ;-) Außerdem sind da halt selten welche in ihrem Alter, sondern die meisten Kinder sind wesentlich älter.

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Unsere Situation ist vllt ähnlich: die Große ist 5 und geht in den Kiga, die Kleine ist 2.5 Jahre und ist noch zu Hause bis 3. Grund war der, dass wir gebaut haben und ich durch das dritte Elternzeitjahr als Ansprechpartner für Handwerker verfügbar sein wollte. Die Große kam schon mit 1 in die Betreuung. Wenn ich mir die Kleine anschaue, würde ich denken, dass sie nichts vermisst. Sie weiß, dass sie mit 3 in den Kiga kommt, hat aber nie den Wunsch geäußert früher zu gehen und es gibt auch nie Theater, wenn wir die Große abgeben. Auch das Argument mit sie lernen so viel finde ich persönlich totaler Quatsch. Natürlich lernen sie in dem Alter viel, das tun sie aber auch zu Hause, wenn man sich mit den Kids abgibt. Meine Kleine ist zB mit ziemlich allem früher dran als die Große, obwohl sie zu dem Zeitpunkt schon lange in der Betreuung war. Auch im Vergleich mit Gleichaltrigen sind diese auf keinen Fall voraus...
Würde ich es wieder tun: ich denke ich würde ab dem 2. Jahr zumindest mit wenig Fremdbetreuung anfragen. Gerade mit abgeschafften Mittagsschlaf und ohne Unterstützung ist man eben immer und ohne Pause mit Kindern zusammen. Das muss man wollen. Ich habe zusätzlich noch einen Nebenjob, den ich abends und am We mache. Damit sind die Tage oft lang und Pausen entsprechend wenig.