Kind 3, geht es ihm nicht gut?

Hallo,

Eigentlich müsste ich sehr weit ausholen... Also unser Sohn (3) war schon immer trotz guter Laune schnell unzufrieden (eher mit sich selbst, er will immer schneller und mehr als er grade hat und kann, will alles alleine schaffen, als Baby wollte er schnell mehr, drehen, krabbeln, laufen etc.). Er ist erster enkel, Neffe und Kind in der ganzen Familie, ihm fehlt es also an nichts. Er schläft selten durch war noch nie ein guter Schläfer. Aber das ist alles nicht schlimm, er konnte sich auch mal länger für sich beschäftigen und ich war, nach meiner Arbeit jeden Nachmittag mit ihm viel raus, unterwegs, auch zu Hause für uns, habe mich intensiv gekümmert, und trotzdem auch meine Hausarbeit gemacht, sodass er mal zurückstellen und sich alleine beschäftigen musste. Auch alles kein Thema, das konnte er sehr gut und war auch immer froh und munter, oft gut drauf. Seit 9 Wochen hat er eine kleine Schwester... Auf einmal war er wie ausgewechselt, ich konnte mich ja plötzlich nicht mehr so intensiv mit ihm beschäftigen, vor allem das tägliche austoben im Freien fiel die ersten 2 Wochen weg. Er geht seit er 2bist in den Kindergarten, was ihm auch gut tut, ber hat dort auch viel Spaß. Aber zu Hause ist er jetzt gefuhlt6 nur noch knatschig...an wenigen Tagen gut gelaunt. Er schläft von halb 8 bis halb 7, hat regelmäßige Tage, wir gehen auch wieder viel raus, egal welches Wetter. Seine Schwester schläft viel und ich kann auch immer etwas mit ihm spielen. Allerdings möchte ich auch dass er sich mal für sich beschäftigt, das kann er plötzlich nicht mehr. Er hat seit 2 Wochen nachts die Nase zu (Maßnahmen sind ergriffen) und klagt tagsüber oft über Bauchweh..... Insgesamt habe ich das Gefühl er ist momentan unglücklich. Wenn etwas nicht klappt wie er will bricht für ihn eine Welt zusammen.... Vor einigen Wochen bekam er dann wutanfälle.. Mittlerweile bekommt er dann weinanfälle und ist total trautig dass es nicht geht. Kann ja auch an der trotzphase liegen.... Aber ich habe oft Angst dass etwas nicht stimmt, dass er unglücklich ist, dass er etwas braucht was ich ihm nicht gebe.... Oder dass etwas körperliches dahinter steckt.... Eigentlich ist es zu viel für hier zu erklären, aber ich dachte ich frage mal. Ich weiß manchmal nicht was Ch tun kann damit es ihm gut geht und ich will doch alles für ihn tun, dass er zufrieden ist.

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Hey 👋🏻 Mein Sohn wird nächste Woche 3 und wir haben eine ähnliche Situation. Er ist zwar ein wahrer Sonnenschein, vor allem auch in der Kita kennt man ihn wohl gar nicht schlecht gelaunt. Er hat aber schon immer eine geringe Frustrationstoleranz und meckert / jammert schnell.
Er ist im Dezember großer Bruder geworden, die kleine ist jetzt etwa 5 Monate alt.

Nach der Geburt der kleinen war der große oft in sich gekehrt und es war schwierig für ihn wenn sie geweint hat etc. Eifersucht oder Frust gegen die Kleine direkt gab es nicht, außer dass er halt weinerlicher ist etc. Auch ich hatte manchmal das Gefühl dass er einfach todunglücklich war und seinen Platz neu finden musste, obwohl wir alles getan haben, um ihm noch mehr Liebe zu zeigen und ihn mit einzubeziehen.

Allerdings muss ich sagen, gab's bei uns plötzlich den Moment wo wir dachten "okay jetzt hat er sich voll und ganz an das neue kleine Wesen gewöhnt". Ich kann gar nicht richtig sagen, wie wir das festgestellt haben aber plötzlich gab es das Gefühl als wäre sie schon immer da gewesen.

Das hat bei uns gut 3 monate gedauert, jetzt ist er wie vorher bzw ich entdecke noch ganz andere seiten an ihm: er ist soooo liebevoll seiner Schwester gegenüber, er hat gelernt öfter alleine zu spielen, er schaut dass es dem Baby gut geht 😊einfach ein rundum toller großer Bruder. ❤️

Gib ihm Zeit, es ist und bleibt eine riesen Veränderung großer Bruder zu werden. ❤️

Liebe Grüße
Juju

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Er ist seit 9 Wochen Bruder. Das hat er sicher noch nicht komplett verdaut und das ist völlig normal! Zudem ist mit 3 die Trotzphase sehr präsent.

Also für mich klingt das alles völlig normal. In gewissem Sinne wird er wohl „unglücklich“ sein, aber eben in einem normalen und verständlichen Rahmen.

Es ist ja auch viel: grade nach einem Kita-Tag, der ja auch sehr anstrengend ist, sind Kinder zu Hause oft viel trotziger. Sie mussten sich schon in der Kita ständig zusammen reißen, zu Hause kommt dann alles raus.

Das Bauchweh würde ich evtl ärztlich abklären lassen, grade wenn es sehr oft vorkommt. Das kann ja durchaus körperliche Ursachen haben.

Ansonsten: Zeit geben, Verständnis und Geduld zeigen, soweit du das kannst :)

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Eigentlich hast du die Frage meiner Meinung nach schon selbst beantwortet. Er war erstes Kind/Enkel usw in der Familie. Daher gehe ich mal davon aus, dass er sehr im Mittelpunkt stand, viel und vor allem ungeteilte Aufmerksamkeit hatte. Jetzt hat er ein Geschwisterchen und wurde enttrohnt. Dass das nicht für Jubelstürme sorgt sollte klar sein. Das heißt auch nicht, dass er seine Schwester nicht mag, aber er muss erstmal damit fertigwerden, dass er jetzt alle Personen in seinem Leben teilen muss. Vorneweg natürlich Mama und Papa, aber auch alle anderen Familienmitglieder werden jetzt vielleicht eher Augen für das Baby haben als für ihn. Das ist hart und er muss erstmal seinen neuen Platz finden.
Für meinen Neffen war es am Anfang auch super schwer. Er war aber auch wirklich ein kleiner König zuhause. Da war die Fallhöhe entsprechend hoch.
Da wirst du auch nicht so viel machen können, außer ihm Zeit geben. Die kleine wird ja auch immer mehr Aufmerksamkeit einfordern, also muss er sich daran gewöhnen, dass er nicht immer sofort deine Aufmerksamkeit haben kann.

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Hallo mein kleinerer Enkelsohn (4) hat vor 6 Monaten eine Schwester bekommen. Er meinte im Garten (unter 4 Augen) zu meinem Mann: "weisst du Opa, das Baby war viel besser im Bauch von Mama" ich glaube alle "grossen" Geschwister haben so eine Phase von Traurigkeit. Gruß

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Bei uns fast exakt die gleiche Situation, mein Kinderarzt riet mir zu Exklusivzeiten, meine Hebamme zu Bachblüten (hab ich nicht probiert)..
Bei uns ist die Maus mittlerweile 5 Monate und kann bei vielen Dingen ‚mitspielen‘, das finde ich macht es viel viel besser. Ich erzähle ihm immer, dass die Maus alles von ihm lernt und ihn sehr stark liebt und immer nach ihm fragt 😅
Bei uns war es ganz klar eine Art Eifersucht. Hier hat es sich auch in Wutanfällen und Nicht-Essen-Wollen geäußert.
Viel Liebe und Geduld für euch 💗🙏

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Guten Morgen,

Ich schließe mich den Meinung an und denke auch, dass er seine neue Rolle als großer Bruder noch finden muss.

K1 war 2,5 Jahre als seine Schwester geboren wurde. Das klappte erstaunlich gut.
Als K3 geboren wurde, war K2 schon knapp 6 Jahre. Sie hatte auch etwas zu kämpfen, sie war nun nicht mehr die Kleine. Ihr war das Baby auch oft zu laut, obwohl er nur kurz "gemeckert" hat. Wir haben einfach viel gekuschelt und geredet. Geht bei einer 6jährigen natürlich etwas einfacher als mit 3.
Coronabedingt sind meine Kinder alle zuhause. So konnte sich K2 aber wirklich langsam daran gewöhnen und ich habe sie viel einbezogen, wenn sie wollte (wickeln, anziehen, Schnuller geben usw.). Nach 2 Wochen war der Spuk vorbei. Ich hatte auch eine großartige Hebamme, die den Kindern alle Fragen beantwortet hat und meine Tochter durfte immer beim wiegen helfen.

Gib ihm noch etwas Zeit. Bauchschmerzen werden bei Kindern häufig genannt, wenn sie etwas bedrückt. Nimm sie trotzdem ernst. Koche einen Tee und vielleicht ein Kirschkernkissen auf den Bauch. Dann fühlt er sich auch ernst genommen und nicht abgeschoben. Das wird schon.

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Hallo, du sprichst mir aus der Seele. Bei uns zu Hause sieht es genauso aus, nur dass die kleine Schwester bereits 9 Monate ist.
Unser Großer ist aber auch 3 und er ist auch schnell frustriert, wenn etwas nicht klappt.
Bei uns ist es, meiner Meinung nach jetzt schlimmer als am Anfang, weil die Kleine ihm jetzt sein Spielzeug streitig macht und er alles verteidigen muss. Zudem spielt er immer, dass er die Kleine ist. Und wir geben ihm viel Aufmerksamkeit, versuchen viel mit ihm allein zu machen etc. Aber die Eifersucht und das Gefühl nicht mehr die uneingeschränkte Aufmerksamkeit zu haben ist wohl trotzdem da. Ist ja auch in einem bestimmten Maße verständlich.

Weswegen ich allerdings auch am Zweifeln bin, sind die Bauchschmerzen. Mein Sohn äussert nicht direkt, dass er Schmerzen hat. Aber seit einiger Zeit drückt er sich immer wieder stark mit den Händen in den Bauch. Ich bin echt schon am Verzweifeln. Da er aber sonst nicht krank wirkt oder dergleichen habe ich bis jetzt nichts unternommen. Ich weiß auch nicht, ob es evtl. eine Art Tick ist oder eine Spätfolge von Corona?!

Und in diesem Alter sind halt die Trotzanfälle auch extrem. Ich denke da kommt bei unseren großen Kindern einfach vieles zusammen, mit dem sie nicht umgehen können!

Ich drücke dir die Daumen, dass es bei euch bald besser wird und das Geschwisterchen akzeptiert wird etc.

VG