Kindersitz im Auto

Hallo
Mein Mann und ich sind, anscheinend, (zu?) sehr auf Sicherheit bedacht und wollte Mal hören, ob das wirklich so ungewöhnlich ist. Zumindest in unserem Freundeskreis sind wir Exoten was das betrifft...
Heute war eine Freundin mit ihrer Tochter, ca. 18 Monate alt, da. Kind sitzt vorwärtsgerichtet im Fangkörpersitz.
Andere Freunde fahren regelmäßig mit dem ca. fünfjährigen Kind auf dem Beifahrersitz, normal angeschnallt. Gestern beim Einkaufen stieg auch ein junger Mann mit einem Mädchen in ein Auto, Kind auf dem Beifahrersitz, normal angeschnallt ohne Kindersitz. Sie war noch so klein zu dass man sie bei geschlossener Tür nicht mehr gesehen hat. Eigentlich alle die wir kennen, sind mit 3/4 Jahren auf die Sitzerhöhung mit normalem Anschnaller umgestiegen. In dem Alter fährt wirklich KEINER unserer Freunde mehr mit richtigem Kindersitz.
Ich habe lediglich eine Bekannte, deren Kind auch jetzt mit fast 3 noch im Reboarder wie unserer sitzt.

Ich kann das ehrlich gesagt nicht ganz verstehen. Immer ist Sicherheit so wichtig und wenn es ums Autofahren geht, denkt man sich, es passiert schon nix...

Wie ist das bei euch? Warum habt ihr euch für oder gegen einen bestimmten Sitz entschieden?

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Du wirfst da zu viele Sachen durcheinander. Kinder bis zu zugelassenen Körpergrösse gehören in ein Kindersitz im Auto, daran besteht kein Zweifel. Alles andere ist absolut fahrlässig und lebensgefährlich. Allerdings sind vorwärts gerichtete Kindersitze auch gut und sicher, auch wenn Reboarder noch besser sind. Ich habe schon von einigen Autounfällen gehört, wo den Kindern nichts passiert ist, eben weil sie im (vorwärts gerichteten) Kindersitz sassen. Viele Menschen haben schlicht nicht das Geld oder das passende Auto für ein Reboarder! Und viele Kinder akzeptieren diese Fahrsituation nicht. Da muss man nicht so arrogant tun, sorry. Und ja, wir haben auch ein Reboarder. Aber ich urteile nicht über die, die es nicht haben.

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Ach so, meine Freundin habe ich natürlich gefragt warum. Als Antwort kam dann, weil die Erhöhungen ja schließlich zugelassen sind oder weil das Kind nach vorne gucken will.

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Meine Kinder sind fast 3 und 10 Msonate alt.
Der Grosse fährt im Sitz Gruppe 1 vorwärts.
So fährt er seit er 1 Jahr alt ist da es rückwärts nur Geschrei gab. Es hat mich so abgelenkt beim Fshren dass ich darin einen höheren Gefahrenfaktor wegen seinem Geschrei einen Unfall zu bauen sah als entspannt fahren zu können und ihn halt umzudrehen.
Die Kleine sitzt seit kurzem in einem Reboarder da die Banyschale schon zu klein wurde.

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Das kann ich absolut nachvollziehen. Man muss sich auf jeden Fall aufs Fahren konzentrieren können, sonst ist das viel zu gefährlich.

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Also wir sind jetzt mit 18 Monaten auch auf einen Vorwärtsgerichteten Sitz gewechselt. Er ist einfach viel zufriedener. Wir haben einen guten Sitz von Joie gekauft. Also ohne sitz würde ich so kleine Kinder nie transportieren.

Es gibt ja auch sichere Autos und weniger sichere Autos... aber auch da haben die Leute verschiedene Autos.
Natürlich ein Auto ist sehr teuer, da kann man nicht gleich ein neues kaufen.

Ich denke jeder macht so wie es für ihn passt und wenn es so zugelassen ist finde ich es okey. Was natürlich gar nicht geht sind "ilegale" sachen... ohne Sitz und so.

Und zudem denke ich das dass viele beim fahren immer nach hinten sehen wenn das Kind weint. Das ist auch gefährlich. Dann besser ein Sitz der zb vorwärts geht und den Kind gefällt.

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Meine größere Tochter (fast 5) ist von der Babyschale mit ca. 16 Monaten in den richtigen Reboarder gewechselt. Das ging, weil wir recht kleine Kinder haben. Aus dem Reborder auf den normalen Sitz ging es mit 3 1/2 Jahren. Mit normalen Sitz meine ich einen Sitz mit Seiten- und Kopfpolster, z.B. Maxi Cosi Rodi XP Fix. Der normale Sitz ist auch ab ca. 3 1/2 Jahren.

Die älteren Brüder (jetzt 7 und 9 Jahre) haben wir auch erst mit ca. 16 Monaten von der Babyschale auf den normalen Sitz gesetzt. Damals waren die Reboarder noch nicht so bekannt und wir haben nur sehr selten (ca. einmal im Monat) Carsharing-Fahrzeuge benutzt. Dh. das Tragen des Reboarders zum Auto wäre kaum möglich gewesen.

Die kleinere Tochter (2 1/4) fährt jetzt natürlich im Reboarder weiter und wird da sicherlich bis 3 1/2 Jahre bleiben. Da sie nochmal kleiner als die anderen ist, kann sie vielleicht auch bis 4 durchhalten.

Freunde von uns, haben aber bei einem richtig großen Kind (Kind ist mit 6 1/2 128 cm groß) schon mit 2 1/2 Jahren den Reboarder verlassen.


Das mit dem Fünfjährigen Kind ohne Sitzerhöhung ist schon ziemlich fahrlässes. Ich kenne es aber auch, wenn man mal beim Einkaufen in bestimmte Autos blickt, dass dort die Kinder nicht mal angeschnallt sind und nach Kindersitzen sollte man besser gar nicht fragen.

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Ich habe tatsächlich ganz ähnliche Beobachtungen gemacht. Unsere Tochter geht in den kiga seit sie 1 Jahr alt ist. Ich habe also schon viele Kinder ins Auto einsteigen sehen. Auch im Alter unserer Tochter. Seit kiga Beginn habe ich kein anderes Kind gesehen, was im reboarder angeschnallt wurde. Das muss nichts heißen, schließlich kommen und gehen nicht alle zur selben Zeit wie mein Kind.
Die meisten fahren in vorwärts gerichteten sitzen. Vereinzelt, eher bei den Vorschulkindern dann nur Sitzerhöhungen.
Kinder mit Eltern aus dem europäischen Ausland fahren auch gern Mal unangeschnallt auf der Rückbank oder angeschnallt auf dem Beifahrersitz mit.

In meiner mamagruppe (wir kennen uns alle persönlich, wohnen aber in ganz Deutschland verstreut) haben alle Kinder mind. Bis 3 im reboarder gesessen, manche auch noch länger. Dieses Sitzkissen kommen für keine von ihnen in Frage.

Unsere Tochter ist jetzt 3 Jahre und 4 Monate alt. Seit letzter Woche fährt sie im Gruppe 2/3 Sitz vorwärts. Eigentlich war geplant, sie noch länger rückwärts fahren zu lassen, aber es ging nicht mehr. Bei jeder noch so kurzen Fahrt hat sie geklagt, dass der Gurt ihr weh tut. Wegen Platzmangel im Auto könnten wir den Sitz auch leider nicht mehr weiter von der Lehne weg machen.
Das Autofahren ist nun tatsächlich wieder sehr viel entspannter.

Der Sohn meiner Schwester fährt seit er 18 Monate alt ist im drehbaren vorwärts- wie rückwärts nutzbaren Sitz vorwärts. Auch mit dem Argument dass er sonst nichts sieht.
Ich bin in meiner Familie auch eher immer auf Erstaunen gestossen, dass wir sie so lange rückwärts transportiert haben. Ich teile dann mit, dass ich es sicherer finde. Ich muss wirklich gestehen, dass ich nicht mehr diskutiere, wieso und warum.

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Hallo
Ich hatte mal einen Unfall als mein Sohn noch ein Baby war. Fast Totalschaden.
Seit dem bin ich natürlich total sensibilisiert was das Thema angeht und ich habe mich danach sehr mit dem Thema Kindersitz beschäftigt!
Wir brauchten nach dem Unfall ja eine neue Schale.

Heute ist er 2,5 Jahre alt und sitzt immer noch im reboarder und solange er sich darin wohlfühlt, soll er auch so weiter fahren.
Sicherheit geht vor! Dieser Sitz hat 450€ gekostet, das war natürlich meine Grenze, aber man so viel Geld für Mist aus...
Meine Nachbarin sagte darauf : So viel Geld würde ich niemals für einen Sitz ausgeben.
Darauf sagte ich : Naja steiff Klamotten retten ihr im Falle eines Falles nicht das Leben. Ein guter Kindersitz schon 😉
Jaja ihr Blick war köstlich 😂

Ich finde gut, dass du dein Kind rückwärts fahren lässt!!
Sätze wie : früher hattet ihr sowas nicht und ihr lebt noch, oder der neumodische Kram zählen bei mir nicht...
Und rückwärts fahren ist keine Meinung, sondern Physik 💪

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„Auf jeden Fall Reboarder!“ und dann mit 220 Sachen über die Autobahn brettern, ganz mein Humor 😅. Sorry, will hier wirklich niemandem zu nahe treten, aber diese Reboarder-Diskussion nimmt manchmal wahnwitzige Züge an. Wir haben kein Auto (immer noch am sichersten 😉), mieten - wenn wir eines brauchen - einen sicheren Wagen der höchsten Kategorie und darin fährt mein Sohn im Fangkörper-Sitz. Vor Ort fährt der Kleine dann auch häufig in anderen Autos mit, und der Sitz muss oft umgebaut werden. Er sollte daher nicht allzu wuchtig sein. Weiterer wichtiger Grund waren das mega Geschrei beim Rückwärtsfahren (Maxicosi).
Versteht mich nicht falsch, mein Kind soll auch sicher mitfahren im Auto und ich würde ihn sich nicht auf so nem labbrigen Ding sitzen lassen. Aber so zu tun, als wäre alles außer Reboarder das sichere Todesurteil fürs Kind, halte ich für maßlos übertrieben.

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Natürlich ist ein vorwärtsgerichteter Sitz kein Todesurteil. Unfall ist ja nicht gleich Unfall, aber was bei einem Aufprall oder Vollbremsung mit dem Körper bzw Schädel eines Menschen passiert, muss Ich nicht erwähnen. Zumal der Kopf eines Kindes proportional größer und schwerer ist.
Es geht einzig und allein um das Genick, welches geschützt wird.
Ein gebrochenes Bein ist scheiß egal.

Ein Mann ist mir an der Ampel mit 70kmh in mein Auto gefahren. Hätte mein Sohn mit knapp 1 jahr vorwärts gesessen, dann wüsste ich nicht was passiert wäre...möchte ich gar nicht drüber nachdenken.

Und nein, trotz reboarder fahre ich nicht mit 220 Sachen über die Autobahn :)

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Wir haben einen Reboarder. Krümel ist 2 und er soll noch rückwärts fahren bis er es nicht mehr will/akzeptiert oder der Sitz zu klein wird (4 Jahre). Danach werden wir auf den passenden Folgesitz umsteigen und nicht auf eine Sitzerhöhung.
Abgesehen von einer guten Freundin und der Nachbarin und uns fahren alle Kinder im Umfeld vorwärts seit sie ca 1,5 waren.