Autonomiephasen Frischling 🙂

Liebe Mami‘s,
Ich habe hier schon oft Tipps und oder guten Zuspruch bekommen, daher wende ich mich wieder an euch 😁

Mein kleiner ist jetzt knappe 1,5 Jahre alt und so langsam erkenne ich die berĂŒhmten Trotz und WutanfĂ€lle in unserem Alltag.
Ich weiß noch nicht so recht damit umzugehen.
Wenn wir zuhause sind, denke ich immer wieder an alle möglichen Tipps und natĂŒrlich meine eigene Intuition wie ich verfahren soll(te).
Schmeißt er sich daheim hin und haut seinen Kopf auf den Boden, brĂŒllt rum, schmeißt und schlĂ€gt um sich, versuche ich ruhig zu bleiben, mich zu ihm zu setzen, schauen das er sich und sonst niemand verletzt, ihm gut zuzureden, zu erklĂ€ren, Umarmung anbieten. Soweit kriegen wir das ganz gut hin, allerdings sind wir bisher auch noch nie in eine Art Zeitnot gekommen 😬

Gestern ist dass das erste mal beim einkaufen passiert. Er wollte partout nicht im Einkaufswagen sitzen, nicht an der Hand laufen und halt wild im Markt rumrennen. Das Spielchen können wir ne Weile spielen, aber irgendwann mĂŒssen wir halt weiter đŸ€ŠđŸ»â€â™€ïž
Er hat sich also hingeschmissen und hatte beim hochheben keine Körperspannung weil er sich so aufgeregt hat (ich sag immer wie ein nasser sack).
Wusste dann einfach nicht, wie ich mich verhalten so. FĂŒr ein ruhiges „Picknick“ im Rewe hatten wir einfach keine Zeit 😂🙈
Habe ihn dann halt einfach gegen seinen Willen hochgenommen und wir sind auf schnellstem Weg raus, nachdem Motto : da mĂŒssen wir jetzt beide durch.
Hat sich aber irgendwie Kacke angefĂŒhlt, daheim seinen Willen so zu „respektieren“ und draußen eben so gar nicht.

Wie macht ihr das denn so? Also mich wĂŒrde das generell interessieren, zuhause, unterwegs, mit Zeitdruck, oder auch einfach mal ohne Nerv đŸ˜‚đŸ€ŠđŸ»â€â™€ïž

Lg
Sabrina + Little L đŸ„°

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Die Trotzphase war bei meinem Kind nicht so stark ausgeprĂ€gt, WutanfĂ€lle im Supermarkt gab es nur selten. Aber wie du schon schreibst: FĂŒr ein "Picknick" im Rewe ist erstens keine Zeit, zweitens fehlen mir dafĂŒr meist die Nerven. Außerdem finde ich, dass die Umwelt schreiende Kleinkinder irgendwie schon ertragen muss, aber auch nicht unbegrenzt lange...

Und dann darf das wĂŒtende und brĂŒllende Kleinkind von mir aus auch genau das gerne lernen und erfahren: Es gibt eben Situationen, in denen man WutanfĂ€lle nicht liebevoll dadurch begleiten kann, dass man sich neben dem Kind auf den Boden setzt und verstĂ€ndnisvoll HĂ€ndchen hĂ€lt etc. Geht eben manchmal nicht. Da wird man dann schreiend weggetragen.
Ich finde das total okay. Vor allem, da ich davon ausgehe, dass die meisten Eltern ihren Kindern nichts Unmenschliches angetan haben, was den Wutanfall ausgelöst hat. Das Schokoei an der Kasse nicht gekauft? Dem Kind nicht erlaubt, aus dem Sitz vom Einkaufswagen zu springen? Deswegen muss man als Eltern kein schlechtes Gewissen haben. Auch wenn das hysterische Kleinkind einem manchmal etwas anderes suggeriert😆

2

Hallo,

im Supermarkt macht man das so ;-) Wie auch sonst? Alle,die das mitkriegen und Kinder haben, kennen die klassischen Auslöser: der Einkaufswagen ist zu groß, der Apfel zu klein oder Mama hat das Mehl selbst in dem Wagen gelegt ;-)

Was dich stört, scheint eher die Diskrepanz zu der Situation Zuhause zu sein.

Da ist mir aufgefallen:
Daneben setzen und aufpassen, dass er sich nicht verletzt, klar. Umarmung anbieten, wenn's vorbei ist, auch klar.
Aber "zureden und erklĂ€ren" wĂŒrde ich auch Zuhause streichen. Ein "Nein" muss reichen, du bist die Mama. Man kommt sich im ersten Moment hartherzig vor, aber mal ehrlich: inhaltlich kommt von den ErklĂ€rungen eh nicht viel an. Vielleicht 20%, wenn's gut lĂ€uft. Aber wenn man die weglĂ€sst, ist der Unterschied zu Situationen "draußen" nicht so riesig und damit tut man dem Kind auf Dauer bestimmt einen Gefallen.

LG!

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Ich hab hier ne recht extreme Maus. Da fing es auch so mit 1,5 Jahren an und jetzt mit 2,5 sind wir hoffentlich am Höhepunkt. Zumindest kann ich es mir schlimmer kaum noch vorstellen đŸ€Ș. Nach ner Zeit kennt man ja die Situation bei denen das Kind gerne hoch fĂ€hrt. Ich bin da eher der Vermeider und habe z. B. ne zeitlang das einkaufen mit Kind gemieden weil es mir einfach zu viel war stĂ€ndig ne halbe Stunde Geschrei zu ertragen nur weil es nicht so lief wie Madame wollte. NatĂŒrlich kann man nicht alle unangenehmen Situationen meiden und wo es geht lass ich sie auch den vollen wuranfall durchleben. Hier sieht es dann so aus, dass das gesamte Haus gefĂŒhlt ne Ewigkeit zusammen geschrien wird und sich auf dem Boden geschmissen und rumgerollt wird. WĂ€hrend dieser Wut kommt man ihr am besten auch nicht zu nahe. Ich stehe dann ein paar Meter daneben, sage gar nicht und erst wenn ich das GefĂŒhl habe, das Worte evtl wieder ankommen, frage ich sie ob sie auf meinen Arm möchte. Bejaht sie es, nehm ich sie und kann sie trösten. Erst dann versuche ich ihr zu erklĂ€ren, warum es gerade nicht so ging wie sie wollte. Aktuell sind es leider auch Sachen die ich nicht mehr vermeiden kann. Gerade heute wieder Thema Schuhe und Socken anziehen. Ist ja schön, dass sie es alleine versuchen will. Wenn es dann aber nicht klappt, wird ausgerastet 😬.

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Hallo, ich bin mit meinem kleinen Mann jetzt scheinbar schon kurz vor dem ersten Geburtstag, er wird nÀchste Woche 1 Jahre alt, in der Autonomiephase angekommen.
Auf jeden Fall fÀngt er in den letzten Tagen an regelrecht zu fauchen und teilweise auch an zu schreien, wenn er seinen Kopf nicht bekommt. Also, was ich hier lese macht alles Sinn, warten bis der Wutanfall vorbei ist und dann erst zu erklÀren, wieso er seinen Willen nicht bekommen hat und eine Umarmung anbieten. Zurzeit möchte er schon wÀhrend des Schreiens auf den Arm, was ich dann auch zulasse und ihm einfach NÀhe gebe.
Ich muss aber sagen, dass ich echt Respekt und auch ein bisschen Schiss vor der kommenden Zeit habe.
Habt ihr noch Tipps, wie ich ihn liebevoll durch diese Phase begleiten kann?
Er geht ĂŒbrigens auch schon in die Krippe und ist gerade mit der Eingewöhnung fertig. Soll ich das da ansprechen oder abwarten, bis eine Erzieherin auf mich zu kommt?
Ich mache mir leider immer wieder viel Gedanken um nichts, wenn ihr versteht, was ich meine.
Sorry fĂŒr den langen Text🙈🙈