Rezept Logopädie ab wann?

Mein Kleiner (25 Monate) hängt sprachlich noch sehr hinterher, also max. 25 Wörter seit Sprachbeginn inkl. Tiergeräusche und keine Zwei-Wort-Sätze. Mein Kinderarzt will noch abwarten (hatte gerade die U7). Ab wann habt ihr ein Rezept für Logopädie bekommen? Erst ab 3 Jahren oder schon bei der U7? Warum steht eigentlich in dem blöden (sorry) U-Heft bei der U7 drin, dass er nur 10 aktive Wörter können muss. Ist das nicht total veraltet? Überall lese ich was von 50 Wörtern und 2-Wort-Sätzen.

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Wenn keine offensichtlichen Probleme mit der Mundmotorik bestehen oder ernsthafte Defizite im passiven Wortschatz oder komplette sprachunfähigkeit gibt es keinen Grund vor dem 3 Geburtstag Logopädie zu verschreiben. Das Kind muss die Übungen ja auch umsetzen! Da kommen auch die 10 Worte her, die sind die untere Grenze bei der man sagt dass schon jetzt über eine Behandlung nachgedacht werden kann.

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Wir haben jetzt mit 3,5 ein Rezept zur Logo bekommen.

Wollte nicht bis zur U8 warten und hatte einen Termin gemacht wo ich es nochmal angesprochen hatte.

Mein Sohn war bei der U7 auch zurück, fing danach aber mit den 2 Wort Sätzen an.

Wortschatz ist jetzt wie er sein soll haben, aber Probleme bei der Aussprache.

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Wir haben nun mit 2,5 eins bekommen aber nur weil sie gar nicht spricht bis auf vielleicht 3 Wörter und vorher waren wir beim Pädaudiologe zur abklärung.

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Guten Morgen!
Teilweise werden Rezepte für Logopädie erst ab 4 Jahren gegeben, da dann die Sprache erst fertig entwickelt ist und sich richtig zeigt, wo die Probleme sind!
Nur mit sehr großen Problemen, werden diese auch mal früher ausgestellt, wenn alles andere abgeklärt ist!

Aber er ist erst 2 Jahre, da kommt es wirklich häufig vor, dass noch wenig gesprochen wird💁🏻‍♀️ Bei dem Sohn meiner Freundin ging es auch erst mit 2 3/4 richtig los mit dem sprechen, davor auch nur einzelne Wörter! Also ich würde jetzt noch mal ca ein halbes Jahr beobachten und dann mal die Ohren gründlich checken lassen beim hno und wenn da auch alles in Ordnung ist und die Sprache weiter so gering bleibt, dann noch mal mit dem kia reden!

Lg
Mit 💖 2 Jahren & 💙 34+1

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Bei meinem Grossen war es damals ähnlich. Der KIA meinte immer abwarten.
Mit 2,5 kam er in die Kita, nach einigen Wochen hatte ich ein Gespräch mit der Erzieherin, die auch meinte er hängt sprachlich sehr hinterher und gab mir die Kontaktdaten einer guten Logo-Praxis, die schon mit vielen Kindern aus der Einrichtung arbeitete.
Bei einem ersten Telefongespräch schilderte ich dort unser Problem, und vor Therapiebeginn benötigten wir eh eine Untersuchung und Hörtest beim HNO, dieser stellte dann auch ohne Probleme das Rezept (und alle Folgerezepte) aus.

Mein Sohn war übrigens von 2,5 bis zur Einschulung in Logo-Behandlung, nun ist er sprachlich auf dem selben Stand seiner Mitschüler.
Hätten wir später angefangen (wie es der KIA geraten hat), hätten wir evtl immer noch Probleme.
Mein Tipp: Am besten möglichst früh abklären lassen und entsprechend fördern/therapieren.

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Wir hatten zur U7 ein Rezept bekommen bzw. weil die hier alle ne Warteliste haben, sollten wir uns ein neues holen, wenn wir einen Termin haben.
Die Wartezeit muss man ja auch immer bedenken und viele Logopäden fangen schon ab 2 an (um die Probleme einzuschätzen und zur Schulung der Eltern).

Bei uns war’s dann schnell hinfällig. Zur U7 hatte sie um die 10-15 Wörter und ist mit dem 2. Geburtstag, so ca. 3 Wochen nach der U7 sprachlich explodiert und konnte innerhalb kürzester Zeit ganze Sätze.

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Mein Sohn wird im Juli 3 und spricht überhaupt nicht er brabbelt nur wie verrückt

Wir gehen seit Januar zur Logo 3x die Woche.

Soweit ich weiß bekommt man Logo erst ab drei, es sei denn, es bestehen Probleme bei der mundmotorik, schlucken oder wirklich starke Defizite (wie bei meinem Sohn, der überhaupt nicht spricht).

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Wir hatten ein paar Sitzungen mit einer Logopädin, weil unser Sohn nach einer OP seine Sprache vollständig verloren hatte. Das war etwa zwei Monate vor seinem zweiten Geburtstag. Sie hat mit ihm nichts gemacht, was man als Eltern nicht auch machen könnte. Sie hat ihm ein Buch in Reimform vorgelesen und immer eine kleine Pause gemacht, damit unser Sohn das richtige Wort einfügen konnte: „Leise, leise, sagt die …“ Wenn von ihm dann nichts kam, hat sie es selbst gesagt. Sie meinte immer, wir sollen ihm Möglichkeiten geben, aber ihn nicht drängen, um ihn nicht zu frustrieren. Genau so hat sie es mit dem “Lied vom Wecken“ von Anne Kaffeekanne gemacht. Sie hat es mit verschiedenen Tieren gesungen und unserem Sohn die Möglichkeit gegeben, die Tiergeräusche an der entsprechenden Stelle zu machen. Und dann hat sie uns noch den Tipp gegeben, Fotos von seinen Spielsachen und von Lebensmitteln zu machen, damit es ihn nicht frustriert, wenn wir nicht verstehen, was er möchte.

Seine Sprache ist mittlerweile weitestgehend zurückgekommen, aber ich weiß nicht, wie viel die Übungen dazu beigetragen haben. Das meiste hat er einfach im Alltag gelernt. Bei Bedarf erhält er noch mal Logopädie, wenn wir nächstes Jahr in einer Reha-Klinik sind. Zu dem Zeitpunkt wird er fast drei Jahre alt sein.

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Viele Kinderärzte warten bis 3. Ich folge einigen Logopäden auf Instagram. Die empfehlen eine Vorstellung und Diagnostik beim Logopäden ab 2 Jahren. Hier in der Stadt kann man bei Logopäden selber einen Termin nach den Us ausmachen (für 40€) und den Logopäden nach der Einschätzung zum sprachlichen Entwicklungsstand fragen.

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mal ganz ehrlich interessiert: gibt es dann regelmäßig den Fall, dass sich Logopäden ein z.b. 3jähriges Kind ansehen, das (wie die meisten Altersgenossen) ab und zu noch Buchstaben vertauscht, das R und S, Sch noch nicht kann (was es in dem Alter ja auch noch nicht muss) und die dann sagen "Alles gut, ich wünsch Ihnen noch ein schönes Leben?"

Eigentlich ist ja niemand - auch kein Erwachsener- "perfekt". Und bis auf ausgebildete Nachrichtensprecher werden die wenigsten Menschen alles absolut perfekt aussprechen. Da gibt es ja eigentlich immer "Optimierungspotential". Weißt du, wie ich meine? Laufen diese Gespräche dann nicht in aller Regel eher so ab: "ja, es ist alles noch im Rahmen, aber die Mundmotorik könnte besser sein, sie hat den Mund beim zuhören oft geöffnet, daran könnte man arbeiten, außerdem spricht sie recht schnell, aber da gibt es auch tolle Tricks. Und das mit dem "R" und Sch müsste auch mit einigen Sitzungen besser werden" etc etc...

Verstehst du was ich mein? Warum sollte ich mein Kind nach vermeintlichen "Mängeln"/"Defiziten" durchsuchen lassen, wenn keine "Auffälligkeiten " da sind?

Wo ist der Punkt, an dem man sagt "nicht perfekt, aber gut genug", wenn es offenbar nicht der Punkt ist, an dem der Arzt dies sagt. Und gibt es diesen Punkt überhaupt? 🤔

Der Ergotherapeut meines Sohnes sagte zu mir mal: "Der ist völlig normal und im Rahmen. Er ist halt kein Sportler und wird nie ein Freund von Ballspiele werden. Aber dafür kann er alle Sachen toll. Man muss nicht perfekt sein." Und das tat sooo gut, nachdem der Kiga mir echt schon Angst gemacht hat.