Ich dachte es wird leichter mit der Zeit…

Ihr Lieben,

Wahrscheinlich ein „Silopo“ wie man hier so schön sagt,aber ich muss mal meinen Frust rauslassen.


Ich bin Mama von zwei Töchtern ( 4 und 1 Jahr)
Die Anfangszeit war aus verschiedenen Gründen nicht ganz einfach für uns alle und unsere kleine brauchte intensivere Pflege ,sodass die Große oft warten musste ( „warte mal ich muss die Flasche machen,ich muss sie schlafen legen,sie weint gerade etc…“)
wir haben uns wirklich gut eingespielt als 4 köpfige Familie ABER ich dachte wirklich dass es leichter wird umso älter sie werden…
Gerade im Moment habe ich wirklich oft das Gefühl,dass meine große zurück stecken muss.
Ich kann nichts mir ihr alleine machen ohne dass ihr kleine Schwester sofort angekrabbelt kommt.
Sie will dann sofort zu mir,macht Spielsachen kaputt oder lässt uns eben nicht mal in Ruhe ein Buch anschauen.
Natürlich versuchen wir sie immer auf eine Art und Weise mit einzubinden,aber eine einjährige versteht das natürlich noch nicht.
Der Papa geht morgens recht früh aus dem Haus und kommt erst gegen Abend nach Hause,oft zu wenig Zeit um sich mit eine der Kinder intensiver alleine zu beschäftigen.
Wann wurde es bei euch besser?
Viele sagen jetzt sicher es wird nur „anders“ ;-D
Das glaube ich euch gerne,aber jeder Tag endet so oft mit Wut und tränchen bei der großen.

Gibt es DAS Alter wo Kinder als geschwister mehr miteinander anfangen können?

Mich frustriert das.
Die Kleine bekommt diese exklusivzeit morgens,wenn die große im kiga ist und die große? Bleibt oft auf der Strecke…
Bitte versteht mich nicht falsch,natürlich hatte die große diese exklusivzeit auch als Baby,aber ich möchte eben beiden gerechtesten und nicht das Gefühl haben es kommt jemand zu kurz.

Viele Grüße und danke schon mal :-)

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Wir haben das Kinderzimmer durch ein Gitter getrennt, damit der Große einen Rückzugsort hat. Das klappt sehr gut.

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Wird es auch…nur nicht so schnell wie du es dir erhoffst 😉
Mein Sohn ist 1,5, meine Tochter 3,5 und ich kann mit meiner Tochter immernoch nicht in Ruhe lesen, malen,…das geht halt nur wenn der kleine mal bei Papa/Oma ist. Ich merke aber wie meiner großen die Exklusivzeit braucht und wie wichtig das ist.
Ansonsten unternehme ich sehr viel mit den beiden, auf dem Spielplatz klappt es deutlich besser als mit beiden alleine zu Hause. Manchmal spielen sie schön, aber meist hält das nur 5 Minuten an. Es ist aber schon deutlich besser geworden als vor einem halben Jahr. Je mehr der Kleine versteht, desto besser wird es auch.

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Ich finde schon, dass es einfacher wird. Meine Kids sind nun knapp 6 und frisch 3. Sie spielen wunderbar zusammen und können sich somit prima zu zweit beschäftigen. Das geht ja mit 1 erst langsam los. Ich hab auch neulich erst festgestellt, dass wir aus der "Zugemüllte-Wohnung-Phase" raus sind ...also der Zeit wo immer irgendwas am Boden liegt und man drüberstolpert oder drauftritt. Immer ist man am Hinterherräumen. Nein, der Große räumt jetzt allein auf und die Kleine lässt nicht mehr alles fallen wo sie gerade steht. Mit zunehmender Hirnreife und Mobilität brauch ich nun auch nicht ständig Hingucken und Hinterherlaufen und Sichern.
Ich muss sagen ich fand das Alter von 1-1,5 sowieso am Blödesten, wenn die Kinder mobil werden, alles wollen, aber nix können.

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Gehen beide Kinder zur gleichen Zeit Abends ins Bett?
Meine Große ist mit 1 Jahr noch so 19 Uhr schlafen gegangen, aber mittlerweile mit 3 Jahren ist es eher 21/22 Uhr. Da würde es quasi nochmal exklusive Zeit geben, wenn das kleine Kind dann schon schläft.
Gibt es Großeltern, die mal mit der Kleinen so 1-2h etwas machen könnten?
Oder am Wochenende macht sie doch bestimmt noch Mittagsschlaf, da könntest du auch etwas mit der Großen machen 😊
Ich finde die Arbeitszeiten von den meisten Papas hier auf Urbia immer komisch, fast alle gehen anscheinend von morgens bis abends arbeiten und im realen Leben kenne ich niemanden, wo das tatsächlich so ist 😅
Mein Mann hat auch manchmal Tagschichten, aber selbst da bleiben am Nachmittag/Abend noch mindestens 4h Zeit, die ich mit meiner Großen verbringen könnte 🤔
Um exklusive Zeit mit deinem großen Kind verbringen zu können, müsst ihr euch besser organisieren oder das Ganze anders planen 😊
Am besten vielleicht einen festen Nachmittag in der Woche oder du erledigst mal den Wocheneinkauf nur mit ihr alleine und vorher geht ihr noch ein Eis essen oder so 😊

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Also bei uns ist das auch so. Mein mann bringt das kind morgens in den kindergarten, weil ich meist früher auf arbeit sein muss. Dann muss er 1h bisnauf arbeit fahren. Er hat eine Stelle mit personalverantwortung und seine Meetings sind meist erst nachmittags, sodass er nach nochmaliger fahrzeit von 1h erst zu Hause ist wenn sein Kind schon im bett ist.
Und nein, das lässt sich leider nicht einfach anders organisieren.

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Aber dann hast du ja zum Beispiel Morgens schon eine Entlastung bzw. dein Kind auch kurz Zeit mit Papa.
Es ist ebenso eine Frage der Auslegung bzw. worauf man im Leben wert legt. Meinem Mann und mir wäre gemeinsame Zeit immer wichtiger, als zum Beispiel mehr Geld. Mein Mann würde nie eine höhere Stelle wollen, nur um dann mehr Geld zu haben 😁 Bei unserem ersten Kind hatte er 8 Monate Elternzeit mit mir und dafür haben wir gerne auf ein Gehalt verzichtet 😊
Es würde sich also definitiv anders organisieren lassen, wenn man es nur möchte!
Mein Mann hat übrigens im Moment auch 1h Fahrtzeit zur Arbeit und trotzdem bleiben am Abend die 4h Zeit bei einer Tagschicht (bei einer Frühschicht, Nachtschicht oder Spätschicht wäre es nochmal deutlich mehr).

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Meine Kinder sind 3,5 Und 1,5.

Ich habe auch oft beide Kinder beisammen und kann im Moment nicht viel alleine machen mit meinem Sohn. Aber er weiß auch das er Sachen kann und darf die seine Schwester halt noch nicht kann. Außerdem lasse ich ihn helfen wo es geht.
Auf dem Spielplatz ist er sowieso in seiner Welt und auch meine Tochter sehr selbstständig, so daß ich nur aufpassen muss.
Exklusiv Zeit gibt es halt wenn die kleine Mittagsschlaf macht oder der Papa zuhause ist und ein Kind abnimmt (oder auch beide).

Meinen Sohn sag ich halt das sie dazu gehört und sie uns brauch, besonders ihn als Vorbild.
Wenn wir was lesen oder Co dann krabbelt sie nun einmal um uns herum daran haben wir uns gewöhnt.
Kaputt hat sie zum Glück auch noch kein Spielzeug, das schafft mein Sohn schon von ganz alleine 😆

Die Kleine ist auch schon vom Bett gefallen in den Schoß von ihrem Bruder, ein glücklicher Zufall und da habe ich ihm erzählt er ist ihr Lebensretter.

Ich meine man muß positive Erlebnisse schaffen damit sich niemand auf den Schlips getreten fühlt. Zumindest bei uns funktioniert das super. Aber jedes Kind hat auch eine andere Mentalität und das muss man natürlich auch anerkennen.

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In der Babyzeit würde ich die Große halt viel einbeziehen und z.B. beim wickeln oder so helfen lassen und die Nickerchen-Zeit des Babys tagsüber exklusiv für die Große zum gemeinsamen vorlesen und spielen reservieren.

Auch sonst würde ich den/die Kleine mal zwischendurch dem Papa oder ne Stunde zu den Großeltern geben um exklusiv etwas mit der Großen zu unternehmen.

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Hat dein kleineres Kind irgendwas womit es sich gut etwas beschäftigen kann? Meine Kleine hat zB super gern geschaukelt. Ich konnte sie also ewig in die Schaukel setzen und dem anderen Kind während dem anschubsen vorlesen (also sitzend). Genauso durfte das Baby manchmal in der Dusche im Wännchen planschen und wir haben gelesen. Dass ruhigere Tätigkeiten nicht so gut gehen, ist klar, aber könntest du nicht zB ein bisschen Puppe mit ihr spielen und euer Kleiner wuselt herum?