🦷🪥😭 Wer hat Zähne nicht immer geputzt?🦷🪥😭

Hi zusammen,

Wir sind echt am verzweifeln. Unser kleiner ist 18 Monate alt. Zähne putzen hat noch nie wirklich geklappt 😞 Wir haben von Anfang an versucht, es spielerisch zu gestalten und mittlerweile alles ausprobiert (er darf unsere Zähne putzen, Zahnbürste selber aussuchen, Lieder singen, YouTube, mit Handy spielen, das „oh sehe ich da ein Stück Brot in deinem Mund!?? Spiel, usw usw) aber er macht sein Mund nicht auf. Eine Zeit lang konnte ich mit dem Fingerling ein bisschen putzen, während er mit wasser gespielt hat aber auch das geht nicht mehr. Seit ein paar Wochen zwingen wir es, und es ist ganz schlimm. Wir halten ihn fest und ich versuche die Zähne zu putzen während er schreit 😞 Ich versuche immer ruhig und positiv zu bleiben aber mein Mann findet es ganz schlimm und will immer dass ich aufhöre.

Ich möchte wissen, wie schlimm ist es wirklich wenn Zähne seltener als 2 mal am Tag geputzt werden? Er isst noch keine Süßigkeiten, trinkt nur Wasser und Milch. Er isst ziemlich gesund (Snacks = Paprika, Gurke, Apfel, mal eine Maiswaffel). Mich würde interessieren wer nicht so oft geputzt hat und wie ist es ausgegangen? Ich glaube ich möchte nur wissen ob wir ein bisschen drück rausnehmen können oder ob wir es wirklich jeden Tag 2x zwingen müssen.

Ich hätte nie geglaubt, dass Zähne putzen uns so viel Stress bereiten würde 😞😞😞 Ich hoffe, es wird bald besser aber ich befürchte, es wird durch das Zwingen nur schlimmer 😬

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Ich bin kein Zahnarzt, sondern nur Mama eines Sohnes, mit dem wir auch eine schwierige Zähneputzphase hatten. Die ging über mehrere Wochen. Wir haben uns gegen Zwang/Gewalt bei dem Thema entschieden. Gewalt deshalb, weil es in die Richtung gegangen wäre: festhalten und mit Gegenwehr des Kindes gewaltsam die Zahnbürste reinstecken ist nichts anderes als Gewalt für uns. Und wofür? 3 Tage so gut wie nicht Zähne putzen machen nicht den Unterschied, ob die Zähne verfaulen oder nicht. Natürlich hat unser Sihn in der Zeit auch nichts Süßes mehr bekommen.

Wir waren zu der Zeit froh, wenn wir ihm einmal am Tag (abends) die Zähne putzen konnten. Es war so schlimm, dass wir auch für ein paar Tage komplett dem Druck rausgenommen haben und quasi bei "0" angefangen haben. Hat er ein bissl kooperiert, haben wir aufgehört. Das war dann auch an 2 Tagen zb nur Mund auf, einmal vorne mit der Zahnbürsten rüber. Dann durften wir sehr schnell wieder gründlich Zähne putzen und zwar freiwillig und ohne Gegenwehr. Und auch sehr schnell wieder 2 mal täglich. Das hält jetzt seit 2,5 Jahren an und wir putzen 3 mal täglich die Zähne.

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Wir zwingen 1x am Tag (abends). Wir haben alles versucht. Momentan hilft nur wenn ich alle Gliedmassen halte und mein Mann putzt. Mit Geschrei, finde es auch schlimm.
Am Morgen darf er selber putzen. Er ist 20 Monate alt.
Die Zahnärztin sagt es ist ganz wichtig, sie hat schon schlimme dinge gesehen.
Ganz wichtig ist eine Fluoridzahnpasta. Wir verwenden Elmex.

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Hier! Wir haben 1x pro Tag geputzt. Nicht immer war das so gründlich möglich. Kind ist jetzt sechs und hat keine Spur von Karies, etc. ( eben erst zahnärztlich bestätigt)

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Beruhigend. Wir können aktuell auch nicht immer putzen, da er Probleme mit dem Zahnfleisch hat.

Aber ich denke, dass das unter anderem Veranlagung ist. Meine jüngste Schwester ist acht und hat schon drei Füllungen, obwohl meine Eltern immer zwei mal täglich gründlich mit Festhalten und Geschrei geputzt haben.

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Ehrlich gesagt, ich putze nur abends die Zähne (beim Kind). Wenn er in der Kita geht, gibts Mittags auch noch mal. Ich finde, das reicht momentan (es ist aber schon mehr als nur einmal drüber).

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Bei klappt es momentan recht gut aber bis dato musste ich meine Tochter die meiste Zeit zwingen. Aber ganz ehrlich, was muss, das muss! Und dabei dürfen sie auch nicht gewinnen. Die aufwändige Zahnbehandlung hinterher ist deutlich schlimmer!
Ich putze morgens und Abends wobei ich abends dabei sehr viel gründlicher und strenger bin.
Mittlerweile macht sie meistens gut mit, irgendwann hat es einfach von heute auf morgen geklappt. Abends putze ich zuerst richtig gründlich und danach bekommt sie die Zahnbürste noch zum spielen. Morgens ist sie dabei wenn ich meine Zähne putze und dann möchte sie ihre auch schon haben.. dann „putzt“ sie zuerst und ich putze hinterher nochmal nach 😊

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Hi,
Für uns ist Festhalten beim Zähneputzen oder auch bei Geschrei putzen Gewalt, das haben wir von Anfang an abgelehnt. Unser Sohn fand Zähneputzen auch lange doof. Erst so mit 2 wurde es besser. Wir haben ihn nie gezwungen, sondern es irgendwie meistens zumindest 1 Mal am Tag spielerisch mal besser und mal schlechter hingekriegt. Er hat teilweise am Waschbecken geplantscht und wir haben schnell geputzt. Oder er durfte gleichzeitig bei mir putzen. Oder wir haben Zahnmonster gejagt. Die Kinder sollen ja freiwillig und gerne putzen und nicht schon Angst haben, bevor es los geht. Unsere Zahnärztin hat uns da übrigens unterstützt und beruhigt und gesagt, in dem Alter, könnten wir das noch gut über die Ernährung (kein Saft, nix Süßes) steuern. Er wird bald 5, putzt nun schon lange ohne Probleme und hat gesunde Zähne.
Meine 2-jährige isst schon öfter mal Süßkram (2. Kind halt), sie hat neuerdings so eine Phase, dass sie nicht putzen will. Vorher war es völlig unproblematisch. Meistens finden wir zusammen ein Lied, das ich singe, zu dem sie dann doch den Mund aufmacht. Ich muss ihr 5 oder 6 verschiedene vorschlagen, bis sie einwilligt🙈.
Ich würde wirklich Druck rausnehmen. Ich weiß, du willst nur das Beste für dein Kind und ja, gesunde Zähne sind wichtig. Aber niemand kriegt Karies, weil er mal 3 oder 4 Tage nicht die Zähne putzt. Macht einen Cut, fangt stressfrei an und findet eine Methode, die zu euch passt.

Liebe Grüße

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Hallo.
Kann ich ein paar Vorschläge machen.
Kauf 2 Zahnbürsten. Morgens einfach in die Hand geben und schauen ob sie im Mund landet. Abends putze ich deutlich gründlicher. Ich würde auch erstmal den Druck rausnehmen. Interessiert dein Kind sich fürs Fernsehen, dann vor dem Fernseher putzen.
Es gibt auch so ein Griff wo man im stehen putzt. Also den Rücken an deinem Bauch und dann schaut man von oben rein. Das geht auch einfacher.
Ansonsten bei einer kinderzahnärztin einen Termin machen, die haben noch bessere Tipps

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Zu deiner Frage: Es klingt so, als wenn es für euch alle gut wäre, den Druck rauszunehmen. Zähneputzen als traumatisch zu erleben, ist vermutlich keine gute Basis für die Zukunft. Und gut, dass die Ernährung noch nicht zuckrig ist.

Trotzdem würde ich es immer wieder versuchen, damit es irgendwann zur Routine wird. Was bei uns geholfen hat (auch ab etwa 18 Monate) - ein Sticker-Belohnungssystem. Für jedes Mal Zähne putzen darf sich unsere Tochter einen Sticker aussuchen, den wir gemeinsam auf einen Zettel im Bad kleben. Das klappt so gut, dass wir gar keine Probleme mehr haben.

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Es bringt dir wahrscheinlich relativ wenig, wenn andere Eltern schreiben, ob es bei ihren Kinder gut oder schlecht ausgegangen ist. Das kommt auch sehr auf die Zähne eures Kindes an. Manche haben einen härteren Zahnschmelz und können das besser wegstecken, andere haben sehr empfindliche Zähne und kriegen schneller Probleme.
Was ihr euch aber ins Gedächtnis rufen solltet ist, dass nicht nur Süßigkeiten den Zähnen schaden, sondern auch normales, gesundes Essen. Die Säure in Obst zum Beispiel oder auch Brot, weil die Kohlenhydrate aufgespalten werden, der Milchzucker Usw

Ich habe gerade eine Doku über Kinder (in England) gesehen, denen mit 3-6 Jahren bis zu 9! Milchzähne unter Vollnarkose gezogen werden mussten, weil sie nicht zu retten waren. Viele der Eltern meinten, dass ihre Kinder eben nicht putzen und sie sie nicht zwingen wollten.
Das passiert in so einem Ausmaß natürlich nicht nach ein paar Tagen, aber man sollte es auch nicht auf die leichte Schulter nehmen und denken, dass da bei so kleinen schon nichts passieren wird.

Evtl spürt er auch, dass ihr beide nicht vollkommen dahinter steht. Wenn dein Mann zum Beispiel mitten drinnen sagt, dass der kleine ja so weint und dass du aufhören sollst. Kinder merken wenn die Eltern innerlich nicht hinter ihren Taten stehen. Die Ausstrahlung ist eine ganz andere. Und so wie du es beschrieben hast wendet sich dein Mann ja vor dem Kind gegen dich und bestärkt euren Sohn sogar noch darin, dass es ganz schrecklich ist was die Mama da macht. Schließlich soll sie ja sofort aufhören. Das sind gemischte Signale für so ein kleines Kind. Die kann es nicht verstehen.
Vielleicht würde es ihm helfen wenn ihr wirklich entsprechend auftretet und auch mit der klaren inneren Überzeugung. Evtl solltest du es nochmal alleine versuchen, wenn du mehr dahinter stehst.