Einschlafstillen abgewöhnen / Abstillen

Hallo zusammen,

ich brauche eure Hilfe :)

Mein Sohn ist 13 Monate alt und schläft seit einigen Wochen nur durch Stillen ein. Früher hat (je nach Phase) wippen, rumtragen, kuscheln, singen, Tragetuch oder Kinderwagen gut geklappt. Ich wollte Einschlafstillen eigentlich vermeiden, weil ich diese Abhängigkeit nicht wollte... und jetzt sind wir da doch irgendwie reingerutscht. Wenn ich es anders versuche (nach dem Motto: Wir probieren es einfach, vielleicht ist die Einschlafstillen-Phase rum) gibt es nur Geschrei. Er wird richtig wütend und weint... mein Mamaherz blutet. Ähnlich verhält er sich, wenn er beim Stillen nicht einschläft, obwohl er müde ist. Mich stresst das total, weil ich abends auch müde bin und mir nicht zu helfen weiss.

Eigentlich wollte ich schon längst abstillen, aber er hat bisher so schlecht gegessen, dass ich froh war noch stillen zu können. Inzwischen isst er ganz gut, nimmt langsam auch Gewicht zu.

Weiter zu stillen bis er nicht mehr möchte ist keine Option für mich. Ich möchte langsam meine Freiheit wieder. Außerdem haben wir ein großes Problem, wenn er dann doch beim Stillen nicht einschläft.

Könnt ihr mir Tipps geben? Wie habt ihr abgestillt bzw. Einschlafstillen abgewöhnt?

Danke euch & LG

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Hallo 😊

Erstmal du bist nicht allein damit🥰

Ich habe es so gehandhabt:
Als ersten Schritt Nicht mehr im Schlafzimmer gestillt, sondern bevor es ins Bett geht im
Wohnzimmer. Dabei immer wieder gesagt dass im Schlafzimmer nicht mehr gestillt wird.

Danach mit ihm ins Schlafzimmer, auf den Arm genommen und gestreichelt bzw leise mit ihm gesprochen.

Natürlich gab es gemecker aber klar wenn ich etwas so liebgewonnenes abgeben muss. Er ist ja nicht allein, sondern du bist dabei. Bei uns dauerte es drei Tage. Das stillen Abends hat sich dann von alleine gegeben.

Hat er ein Schmusetuch oder ähnliches, was er zum einschlafen nehmen kann?

Glg

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Das Problem ist, dass er sich dann richtig reinsteigert, strampelt, schreit, schluchzt. Bis er eine Blockade kriegt und wirklich nichts mehr geht. Das will ich ja dann auch nicht.
Schmusetuch o.ä. mag er nicht und Papa ist leider auch keine Option für ihn. Da ist dann gleich der Ofen aus. 🙄

Ich möchte so ein Geschrei auch nicht aussitzen oder muss ich das dann aushalten können?
Ich bin so hin und her gerissen zwischen "Da musst du jetzt einfach durch" und "Es muss auch eine andere Lösung geben".

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Ohne weinen wird es leider nicht gehen. Entweder du stillst weiter oder versucht einen weg ihm das einschlafstillen abzugewöhnen-was nicht ohne weinen geht-leider.

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Wenn du etwas ändern möchtest, dann solltest du den Vater des Kindes mit einbeziehen.

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Er ist ein totales Mamakind, zu Papa will er nicht. Und wenn er müde ist, dann kann ich nicht mal auf die Toilette ohne Geschrei.
Auch da die Frage: Muss er da dann einfach durch?
Ich habe einfach ein Problem damit ihn weinen zu lassen bis er vor Erschöpfung einschläft. Es muss doch noch einen anderen Weg geben oder?

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Unser Sohn ist 19 Monate alt und weint manchmal auch, wenn ich kurz auf Toilette gehe. Ja da muss er durch. Er testet aus, wie ich reagieren. Tür ist offen und Türgitter zwischen uns. Er hört mich also. Wenn ich wieder komme, grinst er und spielt weiter. Ich habe ihn lange mitgenommen, aber langsam möchte ich auch mal wieder alleine gehen 😅.

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Hallo,

Ich hab mir dieses eBook gekauft aber noch nicht genutzt, weil ich noch gern stille ☺️
Hab schon mal ein bisschen quer gelesen und das hat mir gut gefallen, vielleicht ist das ja eine Hilfe für dich?

https://geborgen-gebunden.com/e-books/

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Ich habe meinen Sohn mit 19 Monaten abgestillt. Er brauchte das Stillen noch zum Ein- und Durchschlafen.

Ich kann dir nur ans Herz legen: Nimm dich nicht raus. Schieb das nicht auf deinen Partner ab, was einem ja oft geraten wird. Nach dem Motto: "Fahr mal einfach übers WE weg, dann muss das Kind ja auch klarkommen." Das geht nämlich oft nach hinten los.
Ich würde auch keine Tricks anwenden ("Die Brust ist kaputt" und dergleichen), sondern offen und ehrlich sein. Auch wenn dein Kind in dem Alter vielleicht noch nicht so viel versteht, würde ich erklären, dass deine Grenze erreicht ist. Bleib bei ihm und erkläre, dass seine Gefühle, seine Wut und Frustration in Ordnung sind, dass du für ihn da bist.
Ja, das werden ein paar harte Nächte, denn für das Kind ist das wie ein Trauerprozess - aber du lässt ihn ja nicht allein. Bei uns half es dann ein bisschen, wenn ich ihm stattdessen etwas vorgesungen habe, aber ich will dir nichts vormachen: Es war nicht leicht. Ich habe teilweise mitgeweint.

Leider hat mein Sohn sich direkt nach dem Abstillen eine Erkältung eingefangen und kranke Kinder wollen ja oft die ganze Zeit an der Brust hängen. Ich wollte aber nicht wieder anfangen, wo ich doch gerade den Schritt des Abstillens geschafft hatte. Nach zwei Wochen war das Gröbste überstanden und seither schläft er viel besser. Ich habe die Entscheidung nie bereut, auch wenn es schwer war.