📖📔 Buchtipp über Gefühle für 2 Jährige 💡

Hallo zusammen,

in der Kita wurde ich von der Erzieherin darauf angesprochen, dass meine Tochter, 22 Monate alt, nicht in der Lage ist anhand Gesichtern zu erkennen was die andere Person gerade fühlt. Sie haben das wohl auch mit einem Buch thematisiert.

Sie hat teilweise Probleme im Umgang mit anderen Kindern. Die Erzieherin meinte das könnte mit ein Grund dafür sein.

Habt ihr Buch Tipps für Bücher ab 2 Jahre in denen es um Gefühle geht wo auch die Gesichtsausdrücke jeweils gut erkennbar sind?

In welcher Art und Weise kann ich sonst zu Hause mit ihr noch üben? Ich lese oft im Forum, dass man das Verhalten der Kinder benennen soll. Wenn Sie also zum Beispiel bockig sind, sagt ihr euren Kindern ich weiß dass du dich gerade aufregst deswegen und deswegen oder ich merke das du gerade traurig bist… Das haben wir eigentlich noch nicht gemacht. Hilft das in unserer Situation?

Vielen Dank schonmal 🤗

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Ich würde dir ein Buch empfehlen mit "richtigen" Kindergesichtern, also nichts gezeichnetes, da das zu abstrakt sein könnte:

https://www.amazon.de/dp/1419723839/ref=cm_sw_r_cp_apa_glt_i_WY0R12M92H6HC56YB45J?_encoding=UTF8&psc=1

Wir benennen hier auch die Gefühle, besonders wenn unser Kind sauer ist, damit unser Kind das einordnen kann. Wir spielen auch Rollenspiele, z.B. ist die Puppe auch mal wütend oder hat sich weh getan...

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Danke dir ich schau gleich nach dem Buch! Das mit der Puppe probieren wir aus 😊

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Wir haben die Bücher Wieso, weshalb, warum daheim.
- ängstlich, wütend, fröhlich sein
- helfen, teilen, sich vertragen

Darin werden Gefühle sehr gut erklärt, auch mit Gesichtsausdrücken.
Ich verbalisiere tatsächlich auch oft ihre Wutausbrüche. Manchmal habe ich schon das Gefühl, dass sie überfordert ist und es ihr schon hilft, wenn ich sage "ich verstehe, dass dich das jetzt wütend/traurig macht, etc "
Man muss nur oft den richtigen Zeitpunkt erwischen. Je nach Ausbruch ist sie zunächst gar nicht wirklich ansprechbar 😅

Aber ich frage mich, ob man mit 22 Monaten schon so eine Aussage treffen kann. Ich bin aber keine Erzieherin, vielleicht weiß jemand da mehr.

Was sind das für Probleme mit den Kindern? Meine Tochter wird jetzt 2 und ist momentan in einer extremen Angst-Phase, obwohl sie regelmäßig morgens im Kindergarten ist und dort auch gerne hingeht.
Kinder auf dem Spielplatz dürfen sich ihr selten nähern. Sie schickt sie weg🙈
"Nein, weg" und zeigt das Stopp-Zeichen mit der Hand🤷‍♀️

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vielen Dank für deinen Buchtipp!

Sie schubst oft Kinder in der Kita ohne erkennbaren Grund. Meist hat sie es auf ein Kind „abgesehen“ manchmal aber auch wahllos. Auch wenn wir auf dem Spieli sind macht sie das.
Wütend ist sie dabei nicht aber selbst die Erzieherin kann es noch nicht richtig einordnen warum das passiert. Sie geht oft auch aktiv auf die Kinder zu die sie dann schubst. Also ist es nicht so, dass sie sich bedrängt fühlt oder so.. 😕

Ausserdem läuft sie Kindern die auf dem Boden sitzen oft einfach über die Beine oder über Spielsachen drüber ohne darauf zu achten ob sich jmd wehtut oder ob etwas kaputt geht.

Die Erzieherin meinte die anderne Kinder sind in der Gruppe einfach viel achtsamer. Und sie hat ein Problem mit der Wahrnehmung von Gefühlen oder Körperwahrnehmung etc.

Ich möchte das jetzt öfter thematisieren wie sich andere fühlen. Das geht gut bei ihr mit Büchern.

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Klingt nicht so schön, aber auch nicht dramatisch.

Ich glaube, Kindern in dem Alter fehlt generell noch Empathie. Sie können gar nicht verstehen, wann andere Schmerz empfinden und genau so leiden können wie sie selbst, wenn sie sich weh getan haben.

Das Schubsen scheint ein Kontaktaufnahmeversuch zu sein. Da musst du mit ihr andere Wege üben und zwar täglich immer wieder. Das auf alles drauf treten, muss auch in dem Alter abtrainiert werden. Also nah dran bleiben, zurückhalten, anderen weg um das Hindernis herum zeigen.

Probiere es ruhig mit Büchern. Aber ich glaube, dass Kindern in dem Alter erst recht die Abstraktionsfähigkeit fehlt.

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Buchtipps habe ich leider nicht.

Das mit dem Benennen der Emotionen, die das Kind gerade hat, finde ich sehr wichtig. Wir machen das sehr viel und unser Sohn konnte dann schon mit 1,5 Jahren Rückmeldung geben, ob meine Einschätzung stimmt (z.B. ich glaube du bist gerade sehr wütend -> ja -> willst du mal ganz fest auf den Boden stampfen?). Er hat dadurch geübt sich bewusst damit auseinanderzusetzen, welche Emotionen es gibt und wie die sich anfühlen. Jetzt mit 2,5 Jahren kann er mir klar mitteilen, ob er z.B. jammert, weil er Schmerzen hat, wütend ist, Angst hat, traurig oder einfach nur müde ist. Somit kann er auch andersrum etwas damit anfangen, wenn ich sage, welche Emotion ich gerade habe. Gleichzeitig sieht er ja meinen Gesichtsausdruck und lernt den Zusammenhang.

Worte für emotionale Zustände zu kennen, erleichtert uns Menschen (auch den Erwachsenen), diese besser zu erkennen und einzuordnen und gezielt Strategien anzuwenden, um mit ihnen umzugehen.

Mein Sohn wurde letztens in der Kita geschubst und hat beschlossen, es ist ein neues Spiel und hat angefangen, oft andere zu schubsen. Wenn er mich schubst, sage ich ihm, dass mich das ärgert und er kann das dann einzuordnen (was nicht heißt, dass er deswegen immer aufhört, manchmal ist die Impulskontrolle nicht ausreichend, weil er z.B. müde ist). Noch hilfreicher ist es aber, wenn ich ihn Frage, ob er gerne geschubst wird (Nein) und ob andere das wohl mögen (Nein), da sieht man förmlich, wie es im Kopf rattert 😉.

Nichtsdestotrotz finde ich all diese Verhaltensweisen im Kleinkindalter noch normal. Die Empathiefähigkeit bzw. die Fähigkeit sich gut in andere hineinzuversetzen, entwickelt sich doch im Schnitt erst mit 3 Jahren. Trotzdem macht es natürlich Sinn, jetzt schon entgegenzuwirken.

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vielen Dank, das was du schreibst beruhigt mich sehr! Ich weiss, dass meine Tochter ein Problem mit der Kontaktaufnahme hat wegen dem Schubsen und sie hat auch generell Probleme (immer schon) sich zu regulieren. Mich hat das heute ziemlich aus der Bahn geworfen. Aber je mehr ich eure Antworten lese, desto mehr beruhigt es mich! Ich hab mir immer gesagt sie lernt das alles schon noch. Trotzdem möchte ich das nun mehr mit ihr üben und wir werden versuchen ihre Emotionen mehr in Worte zu fassen, vielen Dank!😊

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Was ich mich frage: Wie ist sie denn sprachlich drauf?
Schubsen und Co. kann auch ein (ungeschickter 🤭) Kommunikationsversuch sein. Passiert oft bei Kindern, die sich verbal noch nicht so ausdrücken können.

Auch würde ich immer Gefühle verbalisieren!

Die „Wieso, weshalb, warum“-Bücher sind gut.
Außerdem habe ich u.g. Buch empfehlen. Ist zwar für ältere Kinder, aber unsere 2-jährige versteht sie auch schon prima. Wir haben dieses wegen unseres 5-jährigen Autisten.

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Hey, sie ist sprachlich sehr fit und sagt immer klar was sie möchte und was sie nicht möchte. Deswegen verstehe ich auch nicht warum sie handgreiflich den anderen Kindern gegenüber wird. Sie kündigt es ja nicht mal an sondern schubst einfach drauf los. Ich habe schon versucht ihr zu sagen dass sie den anderen Kindern Hallo sagen kann oder sie am Arm streicheln kann um Kontakt aufzunehmen. Funktioniert dann auch einmal aber im anderen Moment ist ein anderes Kind dran😒😅

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Hallo.

Ich habe so Emotionskarten mal auf einem Montessori Blog gefunden und fand die Idee ganz gut. Gibt es an diversen Stellen kostenlos zum runterladen und ausdrucken.

https://www.diy-inspiration-montessori.at/2020/04/29/gefuehle-und-emotionen/

Ich denke am wichtigsten wird sein, dass ihr viel darüber sprecht. Du wie du dich fühlst und ihr hilfst zu artikulieren wie sie sich fühlt.

Liebe Grüße

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oh wie toll danke dir!😍😍